Kategorie: Alben

Foo Fighters – Wasting Light

„Wheels“, der vielleicht schwächste Song der Foo Fighters, dürfte als Wendepunkt in die lange Geschichte der Alternative Rock-Veteranen eingehen, markierte der MOR-Song doch die Mini-Reunion von Dave Grohl und Produzent Butch Vig, die vor zwei Dekaden gemeinsam Nirvanas „Nevermind“ aufgenommen haben. Mehr Garagen-Feeling, mehr Härte und mehr ursprünglichen Charakter hat das Quintett um Gitarren-Comebacker Pat Smear angekündigt und enttäuscht auf dem mittlerweile siebten Studioalbum „Wasting Light“ in keiner Sekunde.

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Milow – North And South

Eigentlich ist es schon unglaublich, was mit Milow passiert. Da ackert sich der belgische Singer/Songwriter in seiner Heimat krumm und schief, nur um mit einer Coverversion von 50 Cent hierzulande den Durchbruch zu schaffen. Der Erfolg von „You Don’t Know“ beweist jedoch, dass der polierte Chanteur auch mit eigenem Material durchaus erfolgreich sein kann. Auch auf Albumlänge, wie sein neuestes Werk „North And South“ sicherlich einmal mehr beweisen wird. Schließlich ist mal wieder eine Top 3-Single enthalten.

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Pentagram – Last Rites

Pünktlich zu ihrem 40. Geburtstag melden sich die Doom-Pioniere Pentagram wieder. Vom Original-Lineup ist nur noch Sänger Bobby Liebling mit an Bord, der den Kampf mit seinen persönlichen Dämonen wohl endlich gewonnen hat und vor allem immer noch unter den Lebenden weilt. Nach langer Funkstille hat man bei Metal Blade für drei Alben – angesichts der laschen Veröffentlichungsmoral der Herren aus Virginia sehr optimistisch bemessen – unterschrieben und debütiert mit „Last Rites“, das vor allem eines ist: eine faustdicke Überraschung.

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Ginger Ninja – Wicked Map

Eine Band wie Ginger Ninja kann eigentlich nur aus Dänemark kommen – ein Land, in dem sich elektro-poppiger Rock und Bands wie Veto, Dúné, Carpark North und Nephew großer Beliebtheit erfreuen. Leichtere Anlaufsschwierigkeiten haben die Ingwer-Partisanen mittlerweile hinter sich gelassen und veröffentlichen ihr Debüt „Wicked Map“, natürlich passend zur frisch ausgeklungenen Tour als Support der aktuell ebenfalls der elektronisch orientierten Juli. Passt ja quasi wie Faust aufs Auge. Oder Arsch auf… was auch immer.

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The Kills – Blood Pressures

The Kills melden sich zurück. Drei Jahre sind seit „Midnight Boom“ vergangen, in denen Sängerin und Gitarristin Alison „VV“ Mosshart unter anderem zwei Alben mit Rock-Supergroup The Dead Weather (u.a. Jack White) veröffentlicht hat. So verwundert es auch nicht wirklich, dass der neue Streich „Blood Pressures“ in einigen Momenten an das Nebenprojekt erinnert, wobei Mosshart und Jamie „Hotel“ Hince natürlich den klassisch verzerrten Kills-Sound in seiner vollen Garage-Blüte zelebrieren.

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Obits – Moody, Standard And Poor

Auch wenn die erst 2007 gegründeten Obits eine relativ junge Band sind, steckt hinter dem dialektal widersprüchlich wahrnehmbaren Namen mit Rick Froberg (Drive Like Jehu, Hot Snakes, Pitchfork) ein prominenter Name der Post-Hardcore-Liga. Die wütenden Schreie hat der Elder Statesman der Lautstürmerei längst in den Schrank eingesperrt und zockt mit seinen drei Mitstreitern nun eine relativ reduzierte Mischung aus Indie, Surf Rock und Garage Punk. „Moody, Standard And Poor“, das mittlerweile zweite Album, setzt ein grundsympathisches Lo-Fi-Ausrufezeichen.

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Sum 41 – Screaming Bloody Murder

Back in action melden sich nun auch Sum 41, bei denen zuletzt Frontmann Deryck Whibley durch seine Scheidung von Pop-Deatheater Avril Lavigne Schlagzeilen machte. Fast vier Jahre nach „Underclass Hero“ rückt nun wieder die Musik in dem Mittelpunkt. Die nun mehr offiziell wieder zu einem Quartett aufgestockten Kanadier – Tour-Gitarrist und Gob-Frontmann Tom Thacker wurde ‚übernommen‘, wird aber interessanterweise nicht beim Lineup im Booklet zur neuen Platte genannt – zeigen sich auf „Screaming Bloody Murder“ eine Spur erwachsener, was man mit Anfang 30 wohl auch darf.

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Within Temptation – The Unforgiving

Kraftvoller, symphonischer Metal aus den Niederlanden kann nur von einer Band stammen: Within Temptation, die sechsköpfige Combo rund um Sängerin Sharon den Adel, die mit Beginn des neuen Jahrtausends europaweit wie eine Bombe einschlug und mit drei Alben Spitzenpositionen in den Charts erreichte. 2011 meldet sich die höchst sympathische Gruppe mit ihrem insgesamt fünften Longplayer „The Unforgiving“ zurück, das auf dem gleichnamigen Comicbuch von Steven O’Connell basiert und zwölf starke Tracks beinhaltet, die die Fanherzen höher schlagen lassen.

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Dikta – Get It Together

Island ist nicht gleich Island, Feenwelten sind nicht gleich Wirtschaftskrise. Dikta sind in ihrer Heimat überaus beliebt, obwohl man weder Sigur Rós noch Björk nachzueifern versucht. Stattdessen setzt das Quartett auf bewegende, emotionale Pop/Rock-Musik mit deutlich britischem Einschlag. Wer Snow Patrol, Coldplay und Feeder mag, sollte auch ihr aktuelles Album „Get It Together“ antesten.

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Firebird – Double Diamond

Seit der Rückkehr zur Rise Above Records liefern Firebird in großer Regelmäßigkeit starke Platten ab. Frontmann Bill Steer, ab und an mit den wiedervereinten Carcass unterwegs, kämpft weiterhin mit Lineup-Wechseln, was ihn aber scheinbar nicht daran hindert gute Musik zu schreiben. Das mittlerweile sechste Album „Double Diamond“ ist erneut ein echter Blues Rock-Leckerbissen geworden.

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