Kategorie: Alben

The View – Bread And Circuses

Schon die römischen Kaiser wussten ihr Volk bei Laune zu halten. Brot und Spiele waren ab 100 Jahre Anno Domini ein probates Mittel gegen Verdrossenheit. The View betreiben ebenfalls Massen-Unterhaltung, welche die vier Schotten zumindest im Vereinigten Königreich schon anziehen, aber unter ganz anderen Vorzeichen: unverbrauchte Leidenschaft ist das Brot, stimmiger Indie Rock die Butter, beides zusammen ihr Spiel auf „Bread And Circuses“.

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Scams – Rewrite Fiction

Während aktuell in Austin, Texas das SXSW stattfindet, sorgt ein Blick auf das Festival von 2009 für zusätzliche Gegenwarts-Perspektivenwirkung. Damals wurden Scams aus dem Norden Großbritanniens zu den besten UK-Bands on stage gewählt. In der Zwischenzeit sorgten sie mit dem Video zu „Lost For Words“ (ein sympathischer Zusammenschnitt alter Folgen der ‚Sesamstraße‘) für ein wenig Aufsehen, fanden bei DevilDuck Records eine musikalische Heimat und haben nun ihr Debütalbum „Rewrite Fiction“ am Start.

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J Mascis – Several Shades Of Why

Solomaterial von Dinosaur Jr.-Gründer und -Stimme J Mascis ist rar. Sieht man von „Martin + Me“ (weitestgehend Akustik-Versionen von Dinosaur Jr.-Songs) und dem Collabo-Album „Sing + Chant For Amma“ ab, so ist „Several Shades Of Why“ tatsächlich der erste Studio-Solo-Output des Raspelzupfers in seiner beinahe drei Dekaden andauernden Karriere. Hat ja auch lange genug gedauert.

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The Naked And Famous – Passive Me, Aggressive You

The Naked And Famous hätten kaum zu einer besseren Zeit kommen können. Während sich die Genre-Vorreiter MGMT in anspruchsvolle, mit Hit-Obskurität behaftete Prog-Landschaften zurückziehen, Passion Pit nach wie vor um Anerkennung kämpfen und Empire Of The Sun mit ordentlich Verzögerung Deutschland erobern, erscheint „Passive Me, Aggressive You“, das Debüt der fünf Neuseeländer, auch hierzulande. Fans besagter Bands dürfen jubilieren.

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Neon Trees – Habits

Zur rechten Zeit am rechten Ort: Während sich die Killers mehr und mehr gen Pop verabschieden und ihr Frontmann Brandon Flowers in einem belanglosen Solowerk ersäuft, treten Neon Trees auf den Plan. Das US-Quartett zockt für einen glammigen Retrosound mit Rock-Schlagseite, der stark an die ersten beiden Platten besagter Herren erinnert. Kein Wunder, dass neben Mark Hoppus (Blink 182) Killers-Drummer Ronnie Vannucci zu ihren prominenten Fans zählt. Das Debütalbum „Habits“ macht es einem aber auch verdammt leicht.

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The Vaccines – What Did You Expect From The Vaccines?

Nach wie vor sucht man sie, die Retter der Rockmusik. Kein anderes Genre wurde so oft ‚reanimiert‘, wobei man sich gerne fragen darf, ob es denn jemals tot war. Nun also The Vaccines aus London, die sich – dem Hype sei Dank – in ein gemachtes Bett legen konnten. Die Erwartungen an ihr Debüt „What Did You Expect From The Vaccines?“ sind übermenschlich hoch. Sind sie etwa die neuen Strokes, wo die alten alles andere als unter der Erde liegen, oder steckt hinter den großen Vorankündigungen bloß heiße Luft?

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Mirrors – Lights And Offerings

Alles wiederholt sich mit der Zeit, alles kommt zurück. Aktuell helfen Hurts klassischem 80s-Synthie-Pop zurück in die Charts mit durchaus beeindruckendem Erfolg. Wem die Herren zu brav bzw. ohne den nötigen Tiefgang sind, darf sich nun auf Mirrors freuen, die sich – musikalisch wie ästhetisch – irgendwo zwischen Joy Division und Kraftwerk einreihen. „Lights And Offerings“ ist eine eingängige Platte mit zahlreichen Hits und Hooklines, die allerdings zwischen DIY-Attitüde und einem Hang zu ausladenden Arrangements versteckt sind.

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TesseracT – One

Ein neues Jahrzehnt braucht eine Musikrichtung – zumindest spricht nichts dagegen. Schon mal was von Djent gehört? Dieser onomatopoetische Ausdruck beschreibt einen für dieses progressiv angehauchte, technisch höchst anspruchsvolle Genre typischen Sound. TesseracT zählen neben Periphery zu den großen Helden dieser neuen Klangwelle. Ihr Debütalbum trägt den schlichten Titel „One“ und dürfte Prog-Rock- und Meshuggah-Fans gleichermaßen begeistern.

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Trap Them – Darker Handcraft

Als königliche Krachmacher im Crust- / Grind-Grenzgebiet haben sich Trap Them vor allem mit ihrem Zweitling „Seizures In Barren Praise“ 2008 einen Namen gemacht. Dem Deathwish-Stall ist man mittlerweile entwachsen und konnte mit Ex-Coliseum-Drummer Chris Maggio das ewige personelle Problem lösen. Nicht nur deswegen klingt das Prosthetic-Debüt „Darker Handcraft“ wie aus einem manischen Guss.

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Cosmic Gate – Back 2 The Future

1999 begaben sich die beiden DJs Bossi und Nic Chagall auf ihre musikalische Reise durch Raum und Zeit. Ihre spezielle Art Trance mit pumpenden Bässen zu verbinden verhalf ihnen damals sogar zu großen Chart-Hits. Genau diese Klassiker der frühen Zeit stehen auf dem Re-Work Album „Back 2 The Future“ im Mittelpunkt. Aber keine Angst – auch wenn solche Alben bei den meisten Dance-Acts eher eine billige Abzocke mit schnell produzierten, lauen Warm-Ups darstellen. Cosmic Gate bleiben ihrer Linie treu und zeigen, wie man es richtig machen kann.

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