Kategorie: Reviews & Previews

Braxton Cook

Braxton Cook – Not Everyone Can Go

Ob als Sänger, Songwriter oder Saxofonist: Braxton Cook zählt zu den großen Jazz-Talenten dieser Zeit. Er spielte und tourte mit zahlreichen Größen, unterhält nebenher zudem eine Solokarriere, die ihn mit diversen anderen Musikern und Instrumenten zusammenbringt. So auch auf seinem nunmehr fünften Longplayer, der einmal mehr Jazz und RnB großzügig verbindet und sich dabei bewusst mit Veränderungen auseinandersetzt, speziell jenen als junger Vater. „Not Everyone Can Go“ erkennt, dass man sich von gewissen Hobbys und Interessen trennen muss, um Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu finden.

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Pendulum

Pendulum – Inertia

15 Jahre zwischen zwei Alben, das ist ne Menge Holz. Für Pendulum ist es das Ende einer langen musikalischen Reise. Etwa zwei Jahre nach dem Release von „Immersion“ verabschiedete man sich in eine Pause auf unbestimmte Zeit. Nach und nach fand das australische Quintett wieder zusammen, über einen DJ-Gig und erste Festival-Auftritte bis hin zur ersten Tour. Obwohl bereits im Sommer 2014 über ein neues Album gesprochen wurde, begannen die tatsächlichen Arbeiten erst sechs Jahre später. Seither erschienen diverse Singles und EPs, nun nach und nach mit frischem Material als „Inertia“ vereint.

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Mob Rules

Mob Rules – Rise Of The Ruler

Recht still war es zuletzt geworden um die niedersächsische Power Metal-Band Mob Rules. Das nach einem Black Sabbath-Klassiker benannte Sextett, das kürzlich sein 30-jähriges Jubiläum feierte, konnte zuletzt 2018 mit dem Album „Beast Reborn“ für Aufsehen sorgen, das als das erste ihrer Karriere in die Deutschen und Schweizer Albencharts einstieg. Die großen Bandklassiker liegen allerdings schon länger zurück – Anfang des Jahrtausends konnten Mob Rules mit Alben wie „Temple Of Two Suns“ und „Hollowed Be Thy Name“ Musikpresse wie auch Fans voll überzeugen. In den letzten Jahren gab es von ihnen bis auf wenige Singles allerdings wenig zu hören, doch mit ihrer elften Scheibe „Rise Of The Ruler“ meldet sich die Truppe endlich wieder auf voller Albenlänge zurück.

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Red Ocean

Red Ocean – Mad For It

Am Wasserfall geträumt, am Hafen gereift, in der Hauptstadt flügge geworden: Bernhard Pausch gründete seine erste Band im Alter von 15 Jahren in Gastein im Salzburger Pongau, bevor er vier Jahre später nach Hamburg zog, um Musikproduktion zu studieren. Nach einer experimentellen Phase konzentrierte er sich später wieder auf Rock, ging nach Berlin und gründete Red Ocean. Gemeinsam mit Drummer Danny Weber geht es um die elementaren Bestandteile des Genres, mit einem hörbaren Faible für die 60s, 70s und 90s. Exakt das zeigt sich auf „Mad For It“, der zweiten EP des Duos.

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Hot Mulligan

Hot Mulligan – The Sound A Body Makes When It’s Still

Schräge Songtitel, rohe Emotionen und ansteckende Live-Präsenz machten Hot Mulligan schnell zu absoluten Szene-Favoriten. Während ihr erstes Album 2018 als Teil eines kleinen Emo-Revivals erschien, zählt das Quintett aus Lansing im US-Bundesstaat Michigan heute zu den wenigen, die ihren Stiefel weiterhin durchziehen und nun die verdienten Lorbeeren ernten. Auch ihre mittlerweile vierte Platte „The Sound A Body Makes When It’s Still“ fügt sich nahtlos in diese Riege ein, begleitet von gewohnt aufwühlenden Texten und dem einen oder anderen cleveren Kunstgriff, der die kreative Evolution vorantreibt.

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The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die – Dreams Of Being Dust

Die Mission, dem epochalen „Illusory Walls“ einen gebührenden Nachfolger zu stiften, darf gut und gerne als gewaltige Herausforderung bezeichnet werden. The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die verzichten darauf, einfach ’nur‘ nachzulegen, und wagen stattdessen etwas. Einerseits ist das US-Sextett politischer denn je unterwegs, andererseits wurde der Härtegrad spürbar nach oben geschraubt, ohne jedoch alles über den sprichwörtlichen Haufen zu werfen. Somit ist „Dreams Of Being Dust“ Neustart, Weiterentwicklung und Zäsur in einem, und das auf verdammt starke Weise.

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Pool Kids

Pool Kids – Easier Said Than Done

Starke Platte sucht(e) Label: Nach ihren ersten beiden Alben zwischen Emo, (Math) Rock und Pop waren Pool Kids erst einmal alleine unterwegs. Das Quartett aus Florida verließ sich auf seine DIY-Stärken und stemmte die Recording-Sessions durch die Ersparnisse ihrer jahrelangen Tourneen. Man wollte die Freiheit der kreativen Selbstbestimmtheit auskosten, probierte mit Mike Vernon Davis (Foxing, Great Grandpa), der bereits den Vorgänger produziert hatte, einiges aus, und überschritt vermeintliche innere Grenzen. Erst nach Abschluss wurde ein Partner gesucht und in Epitaph gefunden. Dem Punk verfällt „Easier Said Than Done“ aber keineswegs, ganz im Gegenteil.

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Mono Inc.

Mono Inc. – Darkness

Die eigene Stärke und das innere Licht auf einem Album namens „Darkness“ feiern – solche Gegensätze sind kein Problem für Mono Inc. Vor 25 Jahren in Hamburg gegründet, schaffte das Dark-Rock-Quartett 2011 den Durchbruch dank einer gemeinsamen Tour mit Unheilig. Seitdem ging es für die Band stetig bergauf, die letzten beiden Alben „The Book Of Fire“ und „Ravenblack“ erreichten gar beide den Spitzenplatz in den deutschen Albencharts. Und es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn sich dieser Trend mit dem bereits dreizehnten Mono Inc.-Studioalbum „Darkness“ nicht fortsetzen wird.

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PLAIINS

PLAIINS – Happy Faces

Chris Reardon zog 2020 von London nach Hamburg und gründete Ende des Jahres eine Band – was soll man auch sonst zwischen Lockdowns machen? PLAIINS haben die stotternde Anfangszeit längst überstanden, inzwischen über 20 Tracks veröffentlicht, die auf diversen Radio- und Streamer-Playlists landeten, von mächtiger Bühnenpräsenz ganz abgesehen. Mit ihrem Sound zwischen Indie, Punk und Rock rennen sie offene Türen ein und sind inzwischen bei Long Branch Records untergekommen. „Happy Faces“ ist das erste komplette Album der britisch-amerikanischen Formation.

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Martyr

Martyr – Dark Believer

Die Niederlande haben in der Metalszene vielleicht nicht den gleichen Status wie die skandinavischen Länder, doch gibt es durchaus einige Szene-Größen, die weit über die Landesgrenzen Bekanntheit erlangt haben. Seien es die großen Symphonic Metal-Bands wie Within Temptation oder Epica, das Prog-Projekt Ayreon, die Hard Rocker von Vengeance oder echte Death Metal-Größen wie Asphyx, Legion Of The Damned, Pestilence und Gorefest – sie alle waren oder sind durchaus prägend. Lediglich im klassischen Heavy Metal spielen die Niederlande keine größere Rolle – und das, obwohl die Utrechter von Martyr zumindest im Underground Bekanntheit erlangt haben. Ihr 1985er Debütalbum „For The Universe“ gilt als Kult, doch nach einem ordentlichen Nachfolger kam es schnell zur Auflösung. Seit 2011 veröffentlicht das Quintett aber wieder regelmäßig Alben. Mit „Dark Believer“, ihrem siebten Album, erscheint nun das beste Album seit ihrem Comeback!

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