Kategorie: Reviews & Previews

Kai Otten – Camper Mode

Musik kann dann und wann auch als schmuckes Beiwerk dienen, findet Kai Otten, und stürzt sich auf eine neue Platte mit Sounds, welche der Künstler selbst als ‚Dekorative Musik‘ bezeichnet. Dafür ließ sich der Produzent und Komponist unter anderem von Blank & Jones, Moby und den ersten Café del Mar-Compilations inspirieren. Chillout, Electro, Ambient und ein wenig Jazz treffen auf Ottens zweitem Album „Camper Mode“ aufeinander.

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Cullen Omori – The Diet

Die letzten Jahre waren für Cullen Omori vor allem eine emotionale Prüfung. Beziehungen gingen in die Brüche, Autos verunglückten, Vans blieben liegen – es fühlte sich wie ein kosmischer Witz für den US-Amerikaner an. Seinen doppelbödigen, durchaus fatalistischen Texten hört man dies an, musikalisch bleibt der junge Sänger aus Chicago, Illinois allerdings schön sonnig und leidenschaftlich unterwegs. Omoris zweites Album „The Diet“ wirkt wie ein 70s-Kaleidoskop mit moderneren Indie- und Art-Untertönen.

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The Coral – Move Through The Dawn

Sympathisch war es ja schon, dieses „Distance Inbetween“, The Corals Mini-Comeback vor mittlerweile zweieinhalb Jahren. Einzig der Fluss fehlte, die Platte wirkte eine Spur zu zerrissen und vertrackt. Sei’s drum, jetzt kümmern sich die Briten wieder um den Song an sich. Auf „Move Through The Dawn“ befassen sie sich weiterhin mit psychedelischen Klängen, jedoch ebenso mit feinen Indie-Perlen. In anderen Worten: Man wendet sich abermals den Anfängen zu.

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Kensington Road – Lumidor

Innehalten? Ein wenig verschnaufen? Kensington Road herzlich wenig davon. Neun Jahre nach dem Release ihres Debütalbums touren die Berliner weiterhin fast ununterbrochen durch die Lande und bringen ihren unverschämt eingängigen Pop/Rock-Sound mit Indie- und Alternative-Schlagseite unter die Leute. Echte Airplay-Liebkinder sind sie mittlerweile geworden, und das dürfte sich auch mit ihrer neuen Platte nicht ändern. „Lumidor“ besinnt sich auf die Stärken des Quintetts.

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Delta Sleep – Ghost City

Bloß nicht wie alle anderen klingen, das hatten sich Delta Sleep vor zwei Jahren für ihr Debütalbum „Twin Galaxies“ ans Revers geheftet. Tatsächlich schlugen sie mit ihrem Math-Rock-Einstand in gleich mehrere Richtung aus – von soft und synthetisch bis zu wirr und durchaus heavy. Der Nachfolger entstand überwiegend auf Tour und wagt sich an Konzeptkunst. „Ghost City“ behandelt Weltlichkeit und Existenzialismus in einer dystopischen Welt, welche mit den negativen Auswirkungen von technologischem Fortschritt zu kämpfen hat.

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The Town Heroes – Everything

Bereits im November 2016 erweiterten Mike Ryan und Bruce Gillis ihre Ur-Besetzung um Bassistin Tori Cameron und Bruce Gillis. Seither konnten sich The Town Heroes, so der Name des kanadischen Quartetts, ordentlich aufeinander einspielen. Sie klingen nun deutlich breiter aufgestellt, intensiver, ja sogar eine Spur unberechenbarer. An der Indie Pop/Rock-Basis mit dezentem Alternative-Einschlag hat sich allerdings nichts geändert. „Everything (Will Be Fine When We Got To Where We Think We’re Going)“ ist ihr viertes Studioalbum.

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The Love Language – Baby Grand

Nach mehreren ruhigen Jahren kramt Stuart McLamb mal wieder The Love Language hervor. Deren lässiger Indie-Sound mit Pop- und Rock-Stilblüten lag zuletzt – zumindest im Studio – fünf Jahre lang brach. In dieser Zeit holte sich die Band aus Raleigh, North Carolina abermals Inspiration aus dem Leben (natürlich mit den obligatorischen Trennungsmelodien ausgestattet) und kleidete diese in schillernde Arrangements. „Baby Grand“ wirkt abermals so, als wäre die Zeit stehen geblieben.

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Amanda Shires – To The Sunset

„Alles Rock’n’Roll“, meint Amanda Shires zu ihrem neuen Album und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Für ihre fünfte Platte konzetrierte sich die junge Mutter voll und ganz auf puristische Arrangierung, klassische Instrumente und pointierte Texte, während sich Eheman Jason Isbell um die kleine Tochter kümmerte – ein Musikerpaar, wie es im Buche steht. Herausgekommen ist dabei Shires‘ fünfte Platte „To The Sunset“, zugleich ihre bis dato beste.

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Lucero – Among The Ghosts

20 Jahre nach ihrem ersten Demotape feiern Lucero Geburtstag und machen sich selbst das vielleicht schönste Geschenk – ein brandneues Studioalbum. Die Band aus Memphis, Tennessee pendelt seit jeher zwischen die Welten, und die heißen Rock, Country und Soul. Entsprechend retro-lastig und doch angenehm organisch gestalten sich auch die zehn brandneuen Tracks auf „Among The Ghosts“, dem mittlerweile elften Studioalbum der fleißigen US-Band.

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Spider Bags – Someday Everything Will Be Fine

Nach ein paar ruhigeren Jahren melden sich Spider Bags endlich wieder mit einer neuen Platte zurück, vier Jahre nach ihrem Debüt für Merge Records. Ihren lässigen, gerne mal etwas bissigen Sound zwischen Indie und Garage ließen sich die Herren aus North Carolina dieses Mal vom einem Vintage-Aufnahme- und Mischgerät verfeinern. Klingt technisch, passt aber bestens zum Trio: „Someday Everything Will Be Fine“ ackert sich in gut 38 Minuten durch das musikalische Erbe der Band.

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