Kategorie: Reviews & Previews

Henry Green – Shift

Bewegung ist für Henry Green alles, ob physisch oder emotional. Das schlägt sich auch in der Musik des 22jährigen Songwriters aus dem britischen Bristol nieder. Sein Sound – ein Mix aus Indie-Electro und House – wirkt stets getrieben, dabei aber dennoch entspannt; bewegend, wenn man denn so will. Nach diversen gefeierten Singles und über 8 Millionen Streams auf Spotify für seine bisherigen beiden EPs veröffentlicht Green nun sein Debütalbum „Shift“.

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Palace Of The King – Get Right With Your Maker

Palace Of The King ist eine jener Bands, die seit geraumer Zeit auf dem Sprung zu sein scheint. Das Quartett aus Australien versteht sich auf bluesigen Hard Rock für Fans von Deep Purple, Clutch und Thin Lizzy – retro-lastig, mit einem Auge gen härtere Gefilde schielend und doch stets in sich ruhend. „Get Right With Your Maker“ ist bereits ihr drittes Studioalbum und kündigt zugleich die nächste Europa-Tour mit den Landsleuten Airbourne an, die Mitte April für zwei Termine nach Deutschland führen wird.

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Axel Rudi Pell – Knights Call

Fiktives Gespräch in der U-Bahn: „Der Axel Rudi Pell hat wieder ’ne neue Scheibe veröffentlicht““ „Na und, die gleichen sich doch eh wie ein Ei dem anderen.“ Tatsächlich entspricht dieses oft gehörte Vorurteil aber nicht komplett der Wahrheit, denn waren die ersten Scheiben noch klassische 80er Jahre-Heavy Metal-Alben im Stil von Axels alter Band Steeler, enthielten die Alben mit Jeff Scott Soto und „Oceans Of Time“ deutliche Power Metal-Anleihen. Erst seit dem Meisterwerk „The Masquerade Ball“ frönen Axel und seine Mannen voll und ganz dem klassischen Hard Rock der Rainbow’schen Schule. „Knights Call“, das neueste Werk aus dem Hause Pell, ist dann auch ein ganz typisches Album der neueren Machart geworden.

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Jeff Rosenstock – POST-

Mit der Wahl und anschließenden Inauguration Trumps endete für Jeff Rosenstock vor allem eine gesellschaftliche Ära. Der Punk-Songwriter stellt fest, dass sich Amerika aktuell in einer Post-Phase befindet, die längst etablierte Umgangsformen pulverisiert und nach neuen Wegen sucht. So sperrte er sich nach der Wahl monatelang ein, um neue Songs zu schreiben, die zu Neujahr, nur zwei Wochen nach den Aufnahmen, urplötzlich digital erschienen. Nun erhält „POST-“ seinen verdienten CD- und Vinyl-Release.

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Lonely Kamel – Death’s-Head Hawkmoth

In schöner Regelmäßigkeit packen Lonely Kamel eine gesunde Portion Rock aus. Natürlich fiele es leicht, den Sound der Norweger in die Retro-Ecke zu verfrachten, doch der bluesige Mix aus Stoner-Riffs und psychedelisch-proggigen Exkursen ist viel mehr als das. Dreieinhalb Jahre nach „Shit City“ debütiert das Quintett nun für seine neue Heimat Stickman Records mit dem deutlich ausladender gestalteten „Death’s-Head Hawkmoth“.

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Nerd School – Blue Sky For White Lies

Knapp sechs Jahre nach ihrem Debütalbum „Ready Set Go“ meldet sich das Power-Duo Nerd School wieder zurück aus dem Studio. Tom und Lars machen aus instrumentalem Minimalismus reihenweise starke Tracks zwischen Blues, Alternative, Punk und einem Hauch von Metal – vergleichsweise schlicht, ordentlich nach vorne und verdammt hymnisch. Zwischen Rock-Ohrwurm und unbequemen Gedankenreisen platziert sich das bärige „Blue Sky For White Lies“.

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Kim Wilde – Here Come The Aliens

Die neben Madonna und Tina Turner hierzulande erfolgreichste englischsprachige Sängerin der 80er Jahre meldet sich zurück! Die Rede ist natürlich von Kim Wilde, der damals das Kunststück glückte, nach ihrer erfolgreichen New Wave-lastigen Frühphase zur Hochzeit des Synthie-Pops Mitte der 80er ein furioses Comeback hinzulegen. Nachdem es in den 90ern ruhiger um die Britin wurde, gab es 2010 und 2011 mit den Alben „Come Out And Play“ und „Snapshots“ die letzten beiden Comeback-Versuche – zumindest mit Ersterem gelang ihr in Deutschland ein Top 10-Erfolg. Jetzt, nach einer weiteren längeren Pause, will sie es noch mal so richtig wissen: „Here Come The Aliens“ ist musikalisch nicht nur eine Rückbesinnung auf ihre Frühphase, sondern auch der Beweis, dass die wilde Kim auch auf rockigem Terrain bestehen kann.

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Garden City Movement – Apollonia

Israels Live- und Club-Szene überrascht aktuell immer wieder aufs Neue mit stilistischer Pluralität und ungemeiner Spielfreude. Neben dem kunterbunten Cut Out Club bedienen Garden City Movement aktuell die etwas ruhigere Schiene. Chillwave, Experimental House und Electro-Pop begleiten das Schaffen des Trios aus Tel Aviv, das schon mal gerne gen RnB, Pop und Jazz schielt. Nach diversen Kleinformaten ist „Apollonia“ nun ihr Debütalbum.

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Black Foxxes – Reiði

Erst vor vier Jahren gegründet, gingen Black Foxxes mit ihrem Debütalbum „I’m Not Well“ binnen kürzester Zeit durch die Decke. Ihr emotional aufgeladener Alternative Rock, unter anderem vom Gesundheitszustand von Frontmann Mark Holley beeinflusst (der Brite leidet an Morbus Chron), kratzte und harmonisierte sich zu Radio-Airplay, gut besuchten Tourneen und Festival-Gigs. Vor den Aufnahmen zum Nachfolger reiste er nach Island, um sich frische Inspiration zu holen. Mit „Reiði“ (dt. „Wut“) trägt die Platte sogar einen isländischen Titel.

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Durand Jones & The Indications – Durand Jones & The Indications

Manche Platten verlangen einen zweiten Anlauf. Case and point: Durand Jones. Der Soul-Sänger versetzte 2016 die amerikanische Szene mit seinem selbstbetitelten Debüt in helle Aufregung. Gemeinsam mit seiner Band The Indications erinnert er an legendäre Stimmen, kultiviert dabei dennoch seinen ureigenen, klassischen Sound. Otis Redding und Smokey Robinson lassen grüßen – „Durand Jones & The Indications“ erhält seinen verdienten Re-Release.

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