Submotion Orchestra – Colour Theory

Eilig haben sie es gehabt: Nur 15 Monate nach dem starken „Alium“ legen Submotion Orchestra nach. Das elektronische Westentaschen-Orchester mit Hang zu (Acid) Jazz, musste sich dieses Mal etwas anders orientieren, da sich Sängerin Ruby Wood etwas zurückzog – sie war erst kürzlich Mutter geworden. Mit einer Mischung aus instrumentalen Tracks und verschiedenen Gaststimmen knüpft „Colour Theory“ locker an seinen Vorgänger an.

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Isolation Berlin – Und aus den Wolken tropft die Zeit

Tocotronic stecken in Gefühlsduseleien mit Zuckerguss fest, Kante residieren nach wie vor im Theater. Interesse an der hier entstandenen Lücke bekunden nun Isolation Berlin, die mit ein paar Kleinformaten bereits auf sich aufmerksam gemacht haben. Anstatt diese, wie ursprünglich geplant, nun für alle Zuspätgekommenen als Compilation zu verkaufen, wurden gleich zwölf neue Songs eingespielt. Nun erscheint beides: „Berliner Schule / Prototyp“, die Zusammenstellung alter Hits, und das brandneue Werk „Und aus den Wolken tropft die Zeit“. Zeitgleich. Orgasmisch.

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Motorpsycho – Here Be Monsters

Auch nach einer faszinierenden Werkschau ist die Reise Motorpsychos alles andere als abgeschlossen, ganz im Gegenteil: nur vier Monate später steht ein brandneues Studioalbum in den Startlöchern. Teile der Musik auf „Here Be Monsters“ wurden gemeinsam mit Ståle Storløkken für das Jubiläum des Norwegischen Technikmuseums im November 2014 geschrieben. Ohne den verhinderten Storløkken wurde daraus ein komplettes Motorpsycho-Werk, das sich mit höchst unterschiedlichen Aspekten des Lebens beschäftigt.

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Jochen Distelmeyer – Songs From The Bottom Vol. 1

Als Jochen Distelmeyer mit seinem ersten Roman „Otis“ auf große Lesereise ging, schnappte er sich zwischendurch seine Akustikgitarre und spielte ein paar Cover-Versionen locker aus der Hüfte. Zahlreiche positive Publikumsreaktionen später wurde ein Nachfolger zu seinem ersten Solo-Album „Heavy“ erst einmal nach hinten verschoben. Stattdessen steht nun „Songs From The Bottom Vol. 1“ auf dem Plan, eine Sammlung von Lieblingsliedern, spärlich instrumentiert und mit so mancher Überraschung versehen.

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Kid Harlequin – Wired

Denkt man an Industrial Rock, so ergibt sich ein kühles, maschinelles Bild elektronisch behafteter Musik mit vielen Wiederholungen und wenig Emotionen – oder doch nicht? Kid Harlequin haben sich eben jenem Genre verschieben, klingen aber irgendwie anders. Das niederländische Quartett vermischt melodische Erkenntnisse mit dystopischen Visionen und fiesem Druck, der Nine Inch Nails mit Dúné verbindet. Klingt komisch, funktioniert aber, wie das Debütalbum „Wired“ zeigt.

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Siamese – Siamese

Bloß keinen Trends folgen und Genre-Konventionen erst einmal konsequent ignorieren: Den Dänen Siamese ist ziemlich piepegal, was andere von ihnen halten. Was (Rock-)Musik ist, definiert das Sextetts für sich ganz neu. Zwischen balladeskem Pop und seltenen Post-Hardcore-Wutausbrüchen bedienen sie die ganze Palette. Ohne Verstärker und mit Zitaten aus der Rap-Welt statten sie nun ihr zweites Album „Siamese“ aus. Prog und Math duellieren sich mit RnB, Rock-Breitseiten treffen auf OneRepublic-Klänge – eine aufregende Grenzerfahrung.

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Field Music – Commontime

Vier Jahre sind seit dem letzten Field Music-Album vergangen. Auf dem Papier ist das einiges, sieht man sich aber die Aktivitäten der Gebrüder Brewis in der Zwischenzeit an, so geht das vollkommen in Ordnung. Peter vertonte gemeinsam mit Paul Smith (Maximo Park) Reiseberichte, David brachte mit School Of Language eine starke Platte raus. Nun also das erneute Zusammentreffen der beiden auf „Commontime“ – 58 Minuten Musik mit kunstvollem, hibbeligem Indie-Pop und tanzbarer Gitarren-Mucke.

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Mass Gothic – Mass Gothic

Ein Ende, um fünf Euro fürs Phrasenschwein aufzuwärmen, kann manchmal auch ein Anfang sein. Als sich Noel Heroux mit Depressionen und kreativem Frust konfrontiert sah, blieb ihm nichts anderes übrig, als seine Band Hooray For Earth aufzulösen. Der verschobene Fokus auf das eigene Solo-Schaffen machte den Kopf frei und brachte neue Energie; Energie, die Heroux nun in sein Soloprojekt Mass Gothic investiert. Der in New York wohnende Künstler setzt auf dem eponymen Debüt auf Gitarrenpop in besonders kruder, experimenteller Form.

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Trixie Whitley – Porta Bohemica

Stetes Pendeln zwischen Belgien und New York, erste Erfolge bereits mit 16, dazu gemeinsame Auftritte mit Marianne Faithful und Robert Plant – Trixie Whitleys Leben ist alles andere als langweilig. Die gebürtige Belgierin, Tochter des viel zu früh verstorbenen Blues-Musikers Chris Whitley, lebt heute in Brooklyn und versucht sich mit ihrem neuen Album „Porta Bohemica“ neuzuerfinden. Unter dem Banner der einstigen Zugverbindung zwischen Deutschland und Österreich lässt sich die 28jährige von ihren Reisen inspirieren.

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Erik Truffaz Quartet – Doni Doni

Jazz-Globetrotter Erik Truffaz ist wieder am Start mit einer weiteren kleinen Weltreise und hat dafür gleich drei Mitstreiter mitgebracht. Der Schweizer Kosmopolit streckt seine Fühler weit aus und bricht abermals mit klassischen Songwriting-Schemata. „Doni Doni“, der Titel seines neuen Albums, heißt in Bambara, der Landessprache Malis, so viel wie „Schritt für Schritt“. Ähnlich gemächlich gestalteten sich auch die Aufnahmen zu dieser Platte, für die Gäste aus eben jenem Land gewonnen werden konnten.

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