BBC Sound of 2014

Wieder einmal präsentiert die britische BBC ihre musikalischen Hoffnungsträger für das neue Jahr. Nachdem zumindest hierzulande aus den Top 5 2013 einzig Haim und CHVRCHES kleinere Charterfolge feiern konnten, wird es interessant zu sehen sein, ob von den ’neuen‘ 15 Acts irgendjemand auch in Deutschland für Furore sorgen können wird. 2014 dürfte vornehmlich ein Jahr für Solokünstler (zwölf Einzelgänger stehen gerade einmal drei Duos gegenüber) und Stimmen zwischen experimentellen Soul-Klängen und traditionellem bis bluesigen Singer/Songwriter-Habitus werden. Als Topfavorit geht ein 21jähriger Gast-Charttopper ins Rennen.

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King Krule – A Lizard State

Einer der interessantesten Figuren des vergangenen Jahres war der erst 19jährige Brite Archy Marshall. Als King Krule überraschte der schlacksige, rothaarige Teenager mit tiefer Grabesstimme und einem Gitarrenverstärkten Gossen-Poesie-Verständnis, das gängige Singer/Songwriter-Strukturen mit Jazz und Post-Dubstep-Understatement kollidieren ließ. Ohne große Medienpräsenz schaffte es das Debütalbum „6 Feet Beneath The Moon“ sogar auf Platz 100 in den deutschen Album-Charts – eine faustdicke Überraschung. Neben dem schlichten „Easy Easy“, für das sich gar eine Beyoncé begeistern konnte, zählt „A Lizard State“ zu den Highlights dieser Platte. Nun gibt es ein Video dazu.

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Collapse Under The Empire – Lost

Ausnahmsweise lassen sich Collapse Under The Empire ein wenig mehr Zeit mit dem zweiten Teil ihres Konzeptalbums. „Shoulders & Giants“ erschien im November 2011, der Nachfolger „Sacrifice & Isolation“ sollte eigentlich ein Jahr später veröffentlicht werden. Zwischendurch brachte das Hamburger Instrumental-Rock-Duo das Mini-Album „The Silent Cry“ an den Start, im Mai diesen Jahres soll besagter zweiter Teil nun auf den Markt kommen. Für die erste Hörprobe haben Chris Burda und Martin Grimm eine feine Sache überlegt – „Lost“ erscheint als Charity-Single.

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Max Herre – MTV Unplugged / KAHEDI Radio Show

Seit knapp 25 Jahren macht Max Herre Musik, betourte mit Freundeskreis die Welt, heiratete seine ehemalige Mitstreiterin Joy Denalane und feierte schließlich Erfolge als Solokünstler. Einen ungeahnten Popularitätsschub erfuhr Herre in diesem Jahr durch seine Jurortätigkeit bei „The Voice of Germany“. Als Haushaltsname durfte er nun ein „MTV Unplugged“-Album aufnehmen, das er, angelehnt an sein aktuelles Album „Hallo Welt!“, mit dem Untertitel „KAHEDI Radio Show“ versehen hat. Das wie eine gigantische Radioshow aufgebaute Konzert erscheint in verschiedenen Editionen, vorzuziehen ist auf Audio-Ebene jedoch auf jeden Fall die vollständige 2CD-Version.

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Bombay Bicycle Club – Carry Me

Obwohl sich Bombay Bicycle Club erstmals in ihrer Karriere Zeit gelassen haben, muss man den Arbeitseifer der vier jungen Briten extra hervorheben. Innerhalb von 25 Monaten veröffentlichten sie ihre ersten drei Alben, seit August 2011 hielt man sich jedoch ein wenig zurück – die erste ‚Pause‘ der Bandgeschichte, wenn man denn so will, und das bei Mittzwanzigern. Am 7. Februar erscheint „So Long, See You Tomorrow“, eine Art Konzeptplatte, für dessen Aufnahmen man eineinhalb Jahre investierte, um letztlich zu überraschen. Von synthetischen Klängen, Loops, Keyboards und unorthodoxen Rhythmen ist die Rede. Dass Jack Steadman und Konsorten allerdings nichts an Klasse eingebüßt haben, zeigt das vorab erhältliche „Carry Me“.

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!!! – And Anyway It’s Christmas

Der zweite Adventsonntag ist noch nicht einmal erreicht, schon hat man sie satt, die üblichen Weihnachtslieder, die bereits seit mindestens (mindestens!) einem Monat durchs Radio gejagt werden, in Einkaufszentren und Liften zu hören sind. Wie gut, dass es gelegentlich Alternativen gibt: !!! (gesprochen: chk chk chk) sind in sich bereits eine Alternative. Das Dance-Punk-Sextett aus Sacramento, Kalifornien macht bevorzugt alles anders, landet sperrige Indie-Hits mit konfusen Titeln wie „Hello? Is This Thing On?“ und „Me And Giuliani Down By The School Yard (A True Story)“, und versteht außerdem Spaß. Anders lässt sich „THR!!!ER“, der Titel ihres fünften Albums, kaum erklären. Einen Weihnachtssong haben die US-Amerikaner nun auch geschrieben, der, wie nicht anders zu erwarten war, so gar nicht festlich klingt: „And Anyway It’s Christmas“.

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The BossHoss – Flames Of Fame – Live Over Berlin

Die großen Sieger der bisherigen Staffeln von „The Voice of Germany“ kommen, obwohl sich eine Ivy Quainoo sehr gut geschlagen hat, nicht etwa aus dem Kandidatenkreis. Es sind die Mentoren der Siegerin der ersten Staffel, Alec „Boss Burns“ Völkel und Sascha „Hoss Power“ Vollmer, die mit ihrer Band The BossHoss ungeahnte Sphären der Popularität erreichen haben. Ihr 2011er Album „Liberty Of Action“ wurde kürzlich mit Platin ausgezeichnet, der Nachfolger „Flames Of Fame“ schaffte es dieses Jahr gar auf Platz 2 der Charts und steht ebenso kurz vor Edelmetall. Die Cowboys feiern ihr bislang erfolgreichstes Jahr mit ihrem zweiten Live-Album (dem ersten seit 2008). „Flames Of Fame – Live Over Berlin“ wurde, wie der Name bereits besagt, in der Hauptstadt aufgenommen und ist auf Doppel-CD, Doppel-DVD und Blu-ray erhältlich.

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Sea Wolf – Old World Romance

Es hat mittlerweile Tradition, dass Sea Wolf-Alben erst mit mächtig Verspätung in Deutschland erscheinen. Dass man sich überhaupt an den Platten von Alex Brown Church erfreuen kann, hat man DevilDuck Records zu verdanken, die bereits „White Water, White Bloom“ hierzulande auf den Markt brachten. Sein drittes Album erarbeitete Church zunächst alleine, bevor er sich die Unterstützung von alten Weggefährten holte und einen noch älteren Drumcomputer ins Homestudio ließ. Das Ergebnis, „Old World Romance“, ist eine Liebeserklärung der anderen Art.

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Rebecca Ferguson – Freedom

Das Casting-Stigma konnte Rebecca Ferguson – natürlich gerade in Deutschland, wo man davon wenig mitbekommen hatte – schnell abschütteln. Mit ihrem Debütalbum „Heaven“, das sich hierzulande ganze zwölf Wochen in den Charts halten konnte, gelang ihr ein aufregender Karrierestart. Mehr als eine Million Abnehmer weltweit sprechen für die Qualitäten der jungen Soul-Sängerin. Als die Britin im Angesichts des Erfolges nach dem passenden Soundtrack zu ihrer wachsenden Verunsicherung suchte, wurde sie in ihrer Plattensammlung nicht fündig und schrieb neue Songs, in denen sie sich wiederfinden konnte. Das daraus resultierende „Freedom“ lässt Ferguson einen weiteren kräftigen Schritt nach vorne machen.

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Toy – Join The Dots

Toy verstehen sich seit ihrer Gründung in London 2010 als Live-Band. Das britische Quintett spielt eine Bewusstseins erweiterende Mischung aus Psychedelia, ein wenig Kraut und unwiderstehlichem Pop, versteckt hinter musikalischem Dickicht. Nach der Veröffentlichung ihres eponymen Debüts, für das sie eigens ihre Lichtanlage ins Studio brachten, um eine Live-Situation zu erzeugen, ging es auf mehrere ausgedehnte Tourneen, bei denen man bevorzugt vor vernebeltem Publikum spielte. Der Plan, jedes Jahr neue Musik zu veröffentlichen, glückt gerade so, denn der Nikolaus hat 2013 „Join The Dots“ im Sack.

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