A Place To Bury Strangers – Worship

Irgendwo zwischen Post Punk, Noise und bedrückender, maschineller Düsternis schlugen A Place To Bury Strangers 2006 mit ihren drei ersten EPs auf. Das Trio, das als ‚New Yorks lauteste Band‘ gilt, hat seinen kleinen Major-Ausflug mit „Exploding Head“, das einige Kanten des selbstbetitelten Debüts glättete, ohne jedoch Kompromisse jedweder Art einzugehen, beendet und ist nun bei Dead Oceans gelandet. Auf „Worship“ – am ehesten mit seinem direkten Vorgänger vergleichbar, wenn man den Song-orientierten Ansatz des Songwritings heranzieht – erweitern die US-Amerikaner ihre Palette um Krautrock, eine Prise Pop und 80s-Goth-Elemente.

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The Raconteurs – Live At Montreux 2008

Seit mittlerweile vier Jahren – genauer gesagt: seit der Tour zum zweiten und bislang letzten Album „Consolers Of The Lonely“ – ist es relativ ruhig geworden um The Raconteurs, die Allstar-Truppe um Brendan Benson und Jack White. Ob und wann es neues Material gibt, steht noch in den Sternen, da beide Frontmänner aktuell mit ihren Soloalben beschäftigt sind. Die Wartezeit auf eine eventuelle dritte Platte überbrückt nun die DVD „Live From Montreux 2008“, die einen 90 Minuten langen Auftritt vom Montreux Jazz Festival mit sämtlichen Hits beider Alben beinhaltet.

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Staind – Live From Mohegan Sun

Kaum eine Band verkörpert den klassischen US-Alternative-Metal-Sound so wie Staind. Songs wie „Right Here“, „Outside“ und vor allem „It’s Been Awhile“ sind Genre-Klassiker, das Album „Break The Cycle“ hat in den Staaten sogar Fünffach-Platin-Status erreicht. Auf dem aktuellen, schlicht „Staind“ betitelten Longplayer zeigten sich die US-Amerikaner wieder eine Spur härter, kehrten zu ihren metallischen Wurzeln zurück und trafen damit durchaus den Nerv ihrer Fans. Dass ihre Heimat aber nach wie vor die Bühnen dieser Welt sind, zeigt ihr erstes offizielles Live-Album „Live From Mohegan Sun“, aufgenommen am 25. November 2011 im Casino „Mohegan Sun“ in Uncaville, Connecticut.

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Hot Chip – In Our Heads

Im Hot Chip-Camp geht es aktuell Schlag auf Schlag. Kaum hat Joe Goddard seine erste Solosingle veröffentlicht, steht auch schon ein Nachfolger zu „One Life Stand“ an. Auf „In Our Heads“, dem ersten Album für das neue Label Domino Records, arbeitete erstmals die gesamte Band im Studio zusammen mit Knöpfchendreher Mark Ralph, was wohl auch den organischen Klang des neuen Longplayers erklärt. Es wird noch eine Spur fröhlicher und leidenschaftlicher, natürlich geprägt vom exorbitanten Songwriter-Duo Joe Goddard und Alexis Taylor, das dankenswerter erst gar nicht versucht, ein zweites „Over And Over“ oder „Ready For The Floor“ zu schreiben, sondern sein musikalisches Repertoire schrittweise weiter gen Vergangenheit erweitert.

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Totally Enormous Extinct Dinosaurs – Trouble

Als musikalische Untermalung einer Handy-Werbung hat es „Garden“ zu einem gewissen Internet-Ruhm gebracht. Hinter dem Song mit knapp zwei Millionen Klicks auf Youtube steckt Orlando Higginbottom, besser bekannt als Totally Enormous Extinct Dinosaurs. Unter diesem Pseudonym arbeitete der Sohn eines Oxford-Professors mit Damon Albarn an dessen „Kinshasa One Two“-Album und fertigte Remixes für Lady Gaga, Katy Perry und Professor Green an. Nach nun mehr drei Singles, so interessant wie grundverschieden, erscheint das T.E.E.D.-Debütalbum „Trouble“, das für Higginbottom, ungeachtet der stilistischen Pluralität und unterschiedlichen BpM-Zahlen, „einfach nur Dance-Music“ ist.

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Ivy Quainoo – You Got Me

Als Gewinnerin der ersten Staffel von „The Voice of Germany“ hat sich Ivy Quainoo bereits bestens in der nationalen Musiklandschaft eingelebt. Die erste Single „Do You Like What You See“, eine Art Bond-Song, hat es bis auf die Zwei geschafft, das dazugehörige Debütalbum „Ivy“ landete in den Top 5. An diese Erfolge will der Cowboy-Schützling nun anknüpfen: „You Got Me“, das bereits seit über einem Monat durch Radio und TV-Werbung ausgiebig beworben wird, erscheint, wohl ein wenig spät, als zweite Single.

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Japandroids – Celebration Rock

Eigentlich hatten Brian King und David Prowse im Herbst 2008 beschlossen, ihre Band Japandroids ad acta zu legen. Die beiden Kanadier organisierten sich ihre Gigs selbst, wollten auch ihr Debütalbum „Post-Nothing“ in Eigenregie veröffentlichen, hatten aber das Gefühl, nicht vom Fleck zu kommen. Letztlich kam es doch anders: Ein kleines kanadisches Label bot den beiden einen Deal an, die Platte wurde dank guter Kritiken und Online-Promo ein Hit, eine ausgiebige Tour und eine Unterschrift bei Polyvinyl folgten. Die Japandroids haben mittlerweile ihre innere Mitte gefunden und genießen ihr Musikerleben. „Celebration Rock“ heißt ihr zweites Album, das vor allem in Hinsicht auf die daran anknüpfenden Konzerte geschrieben und aufgenommen wurde.

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The Gaslight Anthem – „45“

Während die musikalische Zukunft von Against Me! aktuell alles andere als sicher ist – Tom Gabel nahm all seinen Mut zusammen, outete sich im Mai als transsexuell, nennt sich fortan Laura Jane Grace und unterzieht sich aktuell einer Hormontherapie – ist es mehr denn je an The Gaslight Anthem, die gute alte Rock’n’Roll-Flagge, getränkt in Punk-Absinth, hoch zu halten. Ende Juli erscheint „Handwritten“, ihr Major-Einstand, der in Nashville unter der Regie von Brendan O’Brien aufgenommen wurde und uramerikanische Themen behandeln soll. „’45′“, die erste Single, weckt große Hoffnungen.

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The Cast Of Cheers – Animals

‚Neu‘ ist Math Rock längst nicht mehr, popularisiert wurde er von Mutemath, 65daysofstic und Foals bereits zur Genüge. Ob man in diesem Genre dennoch neue Akzente setzen kann? Wenn man The Cast Of Cheers heißt, lautet die Antwort ‚Ja‘. Die vier Iren stellten ihr Debütalbum „Chariot“ gratis auf Bandcamp und wurden mit 150.000 Downloads belohnt. Mit einem Plattenvertrag in der Tasche, steht das neue Album „Family“ bereits in den Startlöchern und verspricht eine Fülle an potentiellen Genrehits. Was man von den Mannen aus Dublin erwarten kann, verrät die zweite Vorabsingle „Animals“.

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Fetsum – The Colors Of Hope

Fetsum hat einen langen und bewegenden Lebensweg hinter sich. Als Sohn eritreischer Freiheitskämpfer wurde er in Kairo geboren, nachdem seine Mutter im Krieg verwundet wurde und fliehen musste. Nach einigen Jahren in Rom ging es schließlich nach Stuttgart, wo Fetsum seine Liebe zur Musik und zu so unterschiedlichen Künstlern wie Bob Dylan, Donny Hathaway und Bob Marley entdeckte. Er arbeitete mit den Massiven Tönen (die gemeinsame Single „Stress“ chartete in den Top 60), schrieb einen Song für Max Herres Solodebüt und nahm 2005 die EP „Meine Musik“ auf, die jedoch floppte. Später nahm ihn Patrice unter seine Fittiche, während sich das Projekt, über ein eigenes Label im Monatszyklus neue Musik zu veröffentlichten, im Sand verlief. Was damals unter dem Banner „The Colors Of Hope“ lief, ist nun der Titel für Fetsums Debütalbum.

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