Singende Fußballer – Vertonte Blutgrätschen der Musikgeschichte

Singen ist so eine Sache. Prinzipiell gibt zwei Kategorien von Sängern: talentiert und talentfrei. Manch einem der letzteren Kategorie reicht es, lediglich Duschbrause und möglicherweise auch Mitbewohner mit dem eigenen Gejohle zu quälen. Aber so manch anderen drängt es nach mehr. Vor allem Profifußballer scheinen entweder eine Art Götterkomplex oder schlichtweg einen falschen Berater zu haben. Intelligenz und Mut zur Selbstironie als Antrieb lassen wir hierbei einfach einmal außen vor, da diese Eigenschaften bei den Herren Balltretern sowieso des Öfteren weniger ausgeprägt sind (man muss ja auch nicht alles können). Dann also los, Anpfiff und Bühne frei für kultige, tonale Blutgrätschen.

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Portishead – Magic Doors

Nach scheinbarer Auszeit auf Ewigkeit haben Portishead letztes Jahr mit ihrem Album „Third“ überrascht. Deutlich düsterer als die Vorgänger ausgefallen, kalt und maschinell. Die Stimme Beth Gibbons‘ hat das eisige „Machine Gun“ und das in Reih und Glied marschierende „We Carry On“ auf diese Ebene unbestreitbarer Faszination gehievt, auf die auch „Magic Doors“ hin will.

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Saxon – Into The Labyrinth

Respekt vor dem Alter – so gehört sich das. Die Metaller von Saxon gründeten sich vor knapp 33 Jahren. Große Anerkennung ist dem Quintett aus Southern Yorkshire, einer Grafschaft Englands, also gewiss. Schließlich waren sie es, die 1980 mit „Wheels Of Steel“ und „Strong Arm Of The Law“ zu Mitbegründern der New Wave of British Heavy Metal aufstiegen. Auch wenn ihnen der globale Durchbruch nie gelingen wollte, gehören Saxon trotzdem noch lange nicht zum alten Eisen. Mit ihrem 18. Studioalbum „Into The Labyrinth“ soll der Beweis erbracht werden.

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Callejon – Phantomschmerz

Der Papierform nach müsste man Callejon verdammt skeptisch entgegen. Der Fünfer aus Köln zockt deutschsprachigen (!) Metalcore mit Zombieästhetik. Wer die Herren kennt, weiß allerdings um ihr konstantes Ausbrechen aus jeglichen engen Genregrenzen. Ihr Nuclear-Blast-Debüt „Zombieactionhauptquartier“ ist voll von Überraschungen. So auch die Videoauskopplung „Phantomschmerz“ – eine waschechte Ballade.

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Wiley feat. Daniel Merriweather – Cash In My Pocket

Irgendwann muss einem jeden der Durchbruch gelingen. 14 Jahre lang hat Richard Kylea Cowie aka Wiley HipHop weiterentwickelt und Grime mitbegründet. Als Mentor von Dizzee Rascal kennt man ihn genauso wie als Szenehelden. Zuletzt gelangen ihm mit den elektronisch angelegten Tracks „Wearing My Rolex“ und „Summertime“ (inkl. Daft-Punk-Sample) in Großbritannien große Hits. Leider hat es das Album „See Clear Now“ immer noch nicht nach Deutschland geschafft. Die aktuelle UK-Single „Cash In My Pocket“ könnte auch hierzulande gut gehen.

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Kevin Rudolf feat. Lil Wayne – Let It Rock

Wieder tritt ein Mann aus der vemeintlichen zweiten Reihe in den Vordergrund. Neben Produzenten wie Timbaland und Ian O’Brien-Docker sowie Songwriter Ryan Tedder (mit OneRepublic verdammt erfolgreich) versucht sich Sessiongitarrist Kevin Rudolf an einer Solokarriere. Der New Yorker veredelt normalerweise Studiotracks von eben jenem Timbaland, Nelly Furtado oder die Black Eyed Peas. Für seine erste Single „Let It Rock“ hat er sich mit Lil Wayne den momentanen Top-Rapper ins Boot geholt.

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Klez.e – Wir ziehen die Zeit

Die Zeiten ändern sich. Längst haben sich Klez.e von jeglichem Delbo-Hintergrund frei gemacht. Tobias Siebert und Mannschaft haben sich auf ihrem Drittling „Vom Feuer der Gaben“ endgültig von jeglichen Genre-Scheuklappen frei gemacht. Deutschprachige Indie-Mucke, eine kräftige Prise Rock, dazu ein Hauch von Pop und Electro. Vorab zeigt der Album-Opener „Wir ziehen die Zeit“, wohin die Reise geht.

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Diverse – Club Files Vol. 5

Seit Sommer 2007 schickt Ministry Of Sound als einer der angesagtesten Dance-Labels seine Compilation-Reihe „Club Files“ ins Rennen, auf der im Gegensatz zu den meisten aktuellen Samplern die angesagten Club Tracks nichtn „in the Mix“, sondern in der vollen Maxi Version enthalten sind. Als besonderes Schmankerl gibt es zu den 30 Tracks in Überlänge eine Bonus-DVD mit 20 aktuellen Dance-Clips, die man so im Fernsehen gar nicht bis selten zu sehen bekommt.

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Markus Schulz – Progression Progressed

Das Remix-Album scheint sich in der Trance-Szene zu einer Art Prestigeobjekt zu entwickeln: Internationale Größen wie Tiësto und Paul van Dyk brachten ihre Longplayer bereits in neuinterpretierten Versionen heraus, bei Armin van Buuren steht der Release in Kürze an. Auch der deutsche DJ/Producer Markus Schulz spielt inzwischen in der oberen Liga und ließ es sich daher nicht nehmen, die Tracks seines zweiten Artistalbums „Progression” von Kollegen wie Agnelli & Nelson oder Nic Chagall remixen zu lassen. Auf „Progression Progressed – The Remixes” präsentieren sie sich im neuen Soundgewand.

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