Schlagwort: Electro-Pop

Emilie Nicolas – Like I’m A Warrior

Vor zwei Jahren verbrachte die Norwegerin Emilie Nicolas noch ein Leben im Schatten der Anonymität ihres Kunststudiums, heute gilt sie als neue große Pop-Hoffnung ihres Landes. Angefangen hatte alles mit einer auf Englisch übersetzten Coverversion eines Dumdum Boys-Song, der postwendend zum Airplay-Hit wurde. Nun erscheint ihr Debütalbum „Like I’m A Warrior“ mit Major-Unterstützung, großem Kritikerlob und einem musikalischen Korsett, das weit über die Grenzen von Electro-Pop hinausgeht.

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ROMN – MMXV

Drei Jungs Anfang 20 arbeiten sich mit internationalem Sound aus der Südpfalz hinaus. ROMN verstehen sich auf verführerische Indietronica und schnörkellosen Pop – Elektronik, Eingängigkeit und ein Hauch Alternative, wenn man es genau nimmt. Damit beackern Dominik, Yannis und Patrick ein breites Feld, das mit Provinz rein gar nichts zu tun hat und doch die Herausforderung in sich birgt, aufgrund der damit verbundenen Breite ein Alleinstellungsmerkmal zu finden. Die erste EP „MMXV“ lässt sich von derlei Widrigkeiten nicht beeindrucken.

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Bang Gang – The Wolves Are Whispering

Nach sieben viel zu langen Jahren reaktiviert Barði Jóhannsson endlich wieder sein Soloprojekt Bang Gang, des Isländers Spielwiese für melodischen, melancholischen Pop mit elektronischem Unterbau. Untätig war Jóhansson in den letzten Jahren keineswegs, produzierte fleißig und widmete sich unter anderem diversen Soundtrack-Arbeiten. Das Comeback seiner One-Man-Gang geschieht nun in Form von „The Wolves Are Whispering“, einem düsteren Wunderwerk großer Handwerkskunst.

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Hurts – Some Kind Of Heaven

Steuerten die Briten Hurts mit ihrer Hitsingle „Wonderful Life“ und ihrem Debütalbum „Happiness“ noch einen wichtigen Beitrag zum 80er-Synthiepop-Revival bei, ging ihr zweites Album schon in eine andere musikalische Richtung. Deutlich elektronischer und eher an den 90ern als an den 80ern orientiert, weniger melancholisch, dafür etwas düsterer schallten die Songs von „Exile“ aus den Boxen, das die Hörerschaft spaltete. Die einen attestierten der Band eine gelungene Weiterentwicklung, andere vermissten die Ohrwürmer des Debütalbums. Bleibt die Frage, ob sich Theo Hutchcraft und Adam Anderson beim neuen, noch unbetitelten Album eher am Debüt oder doch am Zweitwerk orientieren. Wie es aussieht, tun sie beides nicht, denn angesichts der Vorabsingle „Some Kind Of Heaven“ scheinen Hurts anno 2015 abermals neue Wege zu beschreiten.

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Miaoux Miaoux – School Of Velocity

Julian Corrie schickt seine All-inclusive-Lösung Miaoux Miaoux in die nächste Runde. Der schottische Producer, Multi-Instrumentalist und Sänger debütierte 2012 mit dem herrlich schrägen „Light Of The North“ und einem Electro-Pop-Wunderwerk, das geschickt die Grenzen zwischen 80s-Synthi-Wabern, LCD Soundsystem und Caribou verwischte. Mehr davon bietet nun „School Of Velocity“, eine herrliche, durchaus hitverdächtige Überspitzung des bisherigen Schaffens.

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Lena – Crystal Sky

Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte sich Lena nicht machen können. Es war der Vortag ihres 24. Geburtstages, an dem ihr mittlerweile viertes Album „Crystal Sky“ auf Platz 2 der deutschen Charts einstieg. Nicht selbstverständlich, zweieinhalb Jahre nach dem letzten Longplayer und nach einer musikalischen Hundertachtziggraddrehung, zumal die nach dem ESC-Sieg 2010 gefeierte „Lovely Lena“ ohnehin stark polarisiert. Mit „Crystal Sky“ nimmt die gebürtige Hannoveranerin vor allem jenen Kritikern den Wind aus den Segeln, die nach der Vorab-Single „Traffic Lights“ bereits erwarteten, dass Lena auf ihrem Album versucht, Ellie Goulding nachzueifern und gezwungenermaßen zu kopieren.

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Inner Tongue – Tz, Ka EP

Eine komplizierte Stimmbandoperation drohte die Karriere des Wiener Mittzwanzigers Inner Tongue aus den Angeln zu heben, noch bevor sie begonnen hatte. Nach geglücktem Eingriff machte sich Unsicherheit breit, ob er das Schweigen je wieder durchbrechen können werde. In dieser Zeit entstanden die drei Songs der EP „Tz, Ka“, die Inner Tongue mit eigenem Gesang begleitet. Die Stimme kehrte zurück, das Happy End war da und findet nun eine musikalische Fortsetzung.

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White Arrows – In Bardo

Seine ersten musikalischen Gehversuche unternahm Sänger und Gitarrist Mickey Church auf einem batteriebetriebenen Keyboard. Über Freunde gelangte der Track bis zu verschiedenen Plattenfirmen, deren Angebote der junge Mann aus Los Angeles jedoch ausschlug, um zunächst die Schule abzuschließen. 2012 erschien schließlich das Debütalbum seiner Band White Arrows, die seither zum Festival-Dauergast wurde und unter anderem das Coachellla beehren durfte. „In Bardo“ ist nun das große Follow-Up-Werk.

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Karin Park – Apocalypse Pop

Karin Park möchte eine neue Ära einläuten und veröffentlicht ihr nach eigenen Angaben vermutlich letztes Pop-Album. Die groß gewachsene Schwedin ist freilich über sämtliche Genre-Zweifel erhaben, wildert gerne in elektronischen Gefilden und zieht auch schon mal durchaus rockige Saiten auf. „Apocalypse Pop“ läutet nun den möglichen Untergang eines Genres ein und macht, ganz nebenbei, als große Electro-Pop-Platte so einiges her.

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Citizens! – European Soul

Als Citizens! vor drei Jahren mit ihrem von Alex Kapranos (Franz Ferdinand) produzierten „Here We Are“ debütierten, schickten sie sich an den guten, alten Gevatter Pop zu retten. So ganz mag das den Londonern zwar nicht gelungen sein, unterhaltsam war der Versuch allemal und zieht nun ein zweites Album nach sich. „European Soul“ wurde von Laurent d’Herbecourt (u.a. Phoenix) produziert und findet neue Inspiration in amerikanischem Soul.

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