Schlagwort: Electro-Pop

Lingby

Lingby – Silver Lining

Die Bewältigung von Trauer und der Umgang mit Verlust zählen zu den schwierigsten emotionalen Aufgaben des Lebens. Seit Jahrhunderten inspirieren diese Themen alle Arten von Kunst, natürlich auch die Musik. Hier treten nun Lingby auf den Plan. Die Kölner Band befasst sich auf „Silver Lining“ mit eben jenen Facetten auf einem umfassenden Konzeptalbum. Elektronischer und mitreißender klangen sie noch nie.

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Emarosa

Emarosa – Peach Club

Emarosa, war das nicht diese musikalisch gerne mal gen Metalcore schielende Post-Hardcore-Band aus Lexington? Wer das vielseitige Quartett immer noch derartig beschreibt, muss musikalisch hinter dem Mond leben, denn eine erste Stilkorrektur in Richtung Alternative Rock erfolgte bei den Amis bereits nach dem Sängerwechsel (Jonny Craig wurde damals durch Bradley Scott Walden ersetzt) auf ihrem drittem, 2014 erschienenen, Album „Versus“. Während Emarosa auf der letzten Scheibe „131“ dem Post-Hardcore dann endgültig Lebewohl sagten und versuchten, in ihrem neuen musikalischen Umfeld Fuß zu fassen, ist anno 2019 auch Alternative Rock schon wieder ein alter Hut für die Band. Alte Fans werden ihren Ohren nicht trauen, denn auf dem neuesten Werk „Peach Club“ gibt es von vorne bis hinten ausschließlich tief in den 80er Jahren verwurzelten Synthiepop zu hören!

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Mnevis – Episodes

In der aargauischen Provinz sagt man Mnevis Kultstatus nach. Seit zehn Jahren drängen die Schweizer immer wieder an die Oberfläche für einige wenige Konzerte, auf Platte gebannte Musik ist jedoch Mangelware. Dass es erst jetzt zum Debütalbum kommt, passt ins Bild, doch das ist dafür eine richtig starke Nummer geworden. „Episodes“ schubst seine Pop-Visionen durch Indie- und Electro-Welten, begleitet vom geschickten Aufbrechen gängiger Songstrukturen und konsequenten Um-die-Ecke-Denken.

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Conner Youngblood – Cheyenne

Vor etwas mehr als zwei Jahren betrat Conner Youngblood erstmals die Musik-Bühne. Seine EP „The Generation Of Lift“ war eine sympathische Songsammlung, die sich geschickt vom gängigen Singer/Songwriter-Duktus abhob. Neben Folk-Größen wie Bob Dylan und Elliott Smith zählen auch die Gorillaz zu seinen wichtigsten Einflüssen. Entsprechend luftig, abwechslungsreich und durchaus elektronisch behaftet gestaltet sich nun auch Youngbloods Debütalbum „Cheyenne“.

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Yukon Blonde – Critical Hit

Der Sommer kommt und mit ihm – fast unweigerlich – ein neues Album von Yukon Blonde. Die Kanadier veröffentlichen in schöner Regelmäßigkeit charmante Platten, welche die Brücke zwischen Garage Rock, Indie Pop und Electronica schlagen. „On Blonde“ war vor drei Jahren herrlich sympathisch, das abermals von Tony Hoffer (u.a. The Kooks, Beck, Air) produzierte „Critical Hit“ knüpft nun nahtlos daran an.

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Palace Winter – Nowadays

Manchmal reicht es schon, bloß den richtigen Sound zu finden. Das australisch-dänische Duo Palace Winter um Casper Hesselager und Carl Coleman kann ein Lied davon singen, tut auch genau das. Ihre Pop-Visionen zeigen sich von einer besonders schillernden, vielfältigen und vielschichtigen Seite mit herrlicher Doppelbödigkeit und erfrischender Herangehensweise an vertraute Muster. Auf „Nowadays“ stellen sie sich eine wichtige Frage: Wie geht man mit dem Verlust jugendlicher Leichtigkeit in einer schnelllebigen Gesellschaft um?

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Garden City Movement – Apollonia

Israels Live- und Club-Szene überrascht aktuell immer wieder aufs Neue mit stilistischer Pluralität und ungemeiner Spielfreude. Neben dem kunterbunten Cut Out Club bedienen Garden City Movement aktuell die etwas ruhigere Schiene. Chillwave, Experimental House und Electro-Pop begleiten das Schaffen des Trios aus Tel Aviv, das schon mal gerne gen RnB, Pop und Jazz schielt. Nach diversen Kleinformaten ist „Apollonia“ nun ihr Debütalbum.

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Squalloscope – Exoskeletons For Children

Eine der sympathischsten Stimmen österreichischer Electro-Eingängigkeit meldet sich mit neuem Material zurück. Die in Wien lebende, ehemals unter dem Pseudonym Paper Bird firmierende Anna Kohlweis ließ sich für ihr zweites Squalloscope-Album von ihrer eigenen Kindheit und Adoleszenz in der Kärntner Provinz, gepaart mit Impressionen eines Ausflugs in den US-amerikanischen Mittleren Westen, inspirieren. Herausgekommen sind 13 fragile wie eindringliche Songs, zusammengefasst unter der fantastischen Überschrift „Exoskeletons For Children“.

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OMD – The Punishment Of Luxury

2006, noch relativ zu Beginn des 80er-Revivals, war die Freude über die OMD-Reunion in Originalbesetzung groß. Seitdem sind mit „History Of Modern“ und „English Electric“ zwei überaus gelungene Alben erschienen, die mit ihrer Mischung aus New Wave und Synthiepop mit dezent modernen Elektropop-Anleihen durchweg zu überzeugen wussten. Inzwischen ist der 80er-Boom auf einem neuen Höhepunkt angelangt, wöchentlich erscheinen neue Songs und Alben, die sich an jenem Jahrzehnt orientieren. Es wäre also ein Einfaches für OMD gewesen, einfach ein weiteres Retro-Album zu veröffentlichen. Genau das ist „The Punishment Of Luxury“ aber nicht geworden – stattdessen tendieren die fünf Briten mehr denn je in Richtung modernen Elektropops.

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We Invented Paris – Catastrophe

Alles neu und doch gewissermaßen vertraut bei We Invented Paris: Das Künstlerkollektiv um den Schweizer Flavian Graber meldet sich nach einer Schaffenspause tiefenentspannt und tanzbar zurück. An die 70 Songs schrieb der Basler für sein neues Album, 13 haben es letztlich auf die Platte geschafft. Vom folkigen Pop vergangener Tage ist allerdings nichts mehr zu hören. Graber schnallt sich auf „Catastrophe“ eine Keytar um und kleidet gesellschaftskritische Texte in 80s-Synth-Pop.

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