Schlagwort: Electro-Pop

Yukon Blonde

Yukon Blonde – Vindicator

Stillstand? Für Yukon Blonde unvorstellbar. Mit beinahe jedem Album verändern sie ihre Sound, starteten einst als Gitarrenrock-Band und hangelten sich über Pop-Exkurse in elektronisch angehauchte Indie-Gefilde. Nun kommt alles zusammen, bloß eine Spur grooviger und Keyboard-lastiger. „Vindicator“ nennt sich die neueste Häutung des kanadischen Quintetts; die erste Platte, die komplett in Eigenregie aufgenommen und produziert wurde.

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Keep Dancing Inc

Keep Dancing Inc – Embrace

Drei junge Franzosen bringen Europa wieder das Tanzen bei. Die Mitglieder von Keep Dancing Inc sind erst relativ frisch in ihren Zwanzigern angekommen und veröffentlichten bereits zwei hochklassige EPs, welche die 80er Jahre zurückholten. Das wäre an sich jetzt keine große Neuerung, bloß könnte der Synthie-Sound mit kräftigem New-Wave-Einschlag trotz exakter Zurückverfolgung auf vornehmlich britische Vorväter kaum eingenständiger klingen. Ihre ureigene Vision von Pop und Electro propagieren die Pariser nun erstmals auf Albumlänge in Form von „Embrace“.

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Greg Puciato

Greg Puciato – Child Soldier: Creator Of God

Irgendwann musste diese Platte erscheinen. 16 Jahre rackerte sich Greg Puciato mit The Dillinger Escape Plan an vorderster Mathcore-Front ab, bevor sich die Band auflöste. Neben dem All-Star-Schauplatz Killer Be Killed zeigt er mit The Black Queen zudem eine komplett andere, elektronische Seite. Nun wirft der Sänger und Multi-Instrumentalist einfach alles in einen Topf und präsentiert das Ergebnis als Soloplatte. Für „Child Soldier: Creator Of God“ spielte Puciato bis auf das Schlagzeug (hier halfen aktuelle und ehemalige Weggefährten aus) alles selbst ein und versucht erst gar nicht, sich auf einen Sound festzulegen.

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Eivør

Eivør – Segl

Zumindest auf Albumebene machte sich Eivør Pálsdóttir in den vergangenen Jahren rar. Die färingische Sängerin, die vor mittlerweile 20 Jahren – damals noch ein Teenager – ihre erste Platte veröffentlichte, war zuletzt vornehmlich mit Orchester- und Soundtrackarbeiten beschäftigt, nahm zwischendurch eine englische Version ihres aktuellsten Werks „Slør“ auf, im Original auch schon wieder knapp fünf Jahre her. „Segl“, zu Deutsch „Siegel“, ist mehr als nur ein kräftiges Lebenszeichen.

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The Naked And Famous

The Naked And Famous – Recover

Mit ihrem Debütalbum „Passive Me, Aggressive You“ gingen die Neuseeländer The Naked And Famous förmlich an die Decke. Zwei waschechte Airplay-Hits, ausverkaufte Touren und große Support-Slots machten die Band von der kleinen Insel quasi über Nacht weltberühmt. Die Nachfolger waren nicht schlecht, schafften es aber nur selten, die Magie des Einstands zu erreichen. In den letzten Jahren schrumpfte das Quintett zum Duo zusammen, einzig die beiden Sänger und Klangschmiede Alisa Xayalith und Thom Power blieben übrig. Das wirkt sich gewissermaßen auch auf den Sound des neuen Albums „Recover“ aus.

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Janice Prix

Janice Prix – Waking

Janice Prix haben es sich alles andere als einfach gemacht und spielen elektronischen Indie-Pop in einer Stadt, die für ihre lebhafte Metal- und Punk-Szene bekannt ist. Von offener Ablehnung zu sprechen, wäre dezent übertrieben – eines Tages wurden gefälschte Nachrufe mit den Namen der Mitglieder an die Studiotür genagelt. Unbeeindruckt davon widmet sich das Trio ihren Noir-Klängen, hörbar in den 80er Jahren verwurzelt, und doch im Hier und Jetzt angesiedelt. „Waking“ zeigt eine Band, die tatsächlich aufwacht und die Welt begrüßt.

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The Howl & The Hum

The Howl & The Hum – Human Contact

Aus heutiger Sicht wirkt es unglücklich, das Debütalbum „Human Contact“ zu nennen. The Howl & The Hum nahmen die Platte vergangenen September auf, als die Welt noch eine andere wahr, und hielten eisern an ihren Plänen fest – keine Verschiebung, keine Umbenennung. Das Quartett aus York in Großbritannien sorgt seit geraumer Zeit für ein Rauschen im Indie-Blätterwelt mit poppigen U2-Anleihen, majestätischer Elektronik und gelegentlichen Ausflügen in unterkühlte Post-Punk-Gefilde. Aber nun kommt es erst einmal zur Kontaktaufnahme.

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Sébastien Tellier

Sébastien Tellier – Domesticated

Seit knapp 20 Jahren veröffentlicht der etwas andere französischer Chanteur Sébastien Tellier Musik. Er trat mit Air auf, wurde von The Weeknd gesampelt und enterte die Eurovision-Bühne in einem Golfmobil mit einem Song, der aufgrund überwiegend englischer Sprache politisch heiß diskutiert wurde. Sein sechstes Studioalbum „Domesticated“ ist davon jedoch weit entfernt. Tellier liebt sein domestiziertes Leben und entdecke die Magie der Alltagsgegenstände um sich herum. Acht luftige Lo-Fi-Synthie-Tracks begleiten die Beobachtungen des bärtigen Mannes mit der Sonnenbrille.

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Moses Sumney

Moses Sumney – græ

Moses Sumney macht Musik, die sich Beschreibungen und Klassifizierungen entzieht, so kunstvoll und mystisch erscheint sie. Nun holt der junge Kalifornier gleich zum Doppelschlag aus. Auf „græ“ erzeugt Sumney eine Art grauen Zwischenraum zwischen zwei hochgradig abwechslungsreichen und vielschichtigen musikalischen Kapiteln – der erste Teil erschien bereits im Februar – welche das komplette Spektrum der Grautöne untersuchen. Verschiebung und Zwischenräume, Farbe und marginale Identität schwingen sich zu zentralen Handlungssträngen auf.

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RAC

RAC – Boy

Gemeinsam mit Gleichgesinnten gründete der damals in den USA studierende Portugiese André Allen Anjos das Remix Artist Collective, kurz: RAC. Unzählige Remixe für namhafte Künstler, darunter Kings Of Leon, Lana Del Rey, New Order, Lady Gaga und Foster The People, sollten folgen, 2017 gab es sogar einen Grammy. Nach einiger Zeit begann Anjos eigene Songs zu veröffentlichen, sein Debütalbum – nunmehr alleine auf weiter RAC-Flur – folgte 2014. Die brandneue Platte hört auf den Namen „Boy“ und bringt abermals Indie sowie Electronica zusammen.

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