Schlagwort: Electro-Pop

Coma

Coma – Voyage Voyage

Wer auch immer behauptet, dass Electro-Pop in Zeiten des großen 80s-Synth-Revivals generisch AF klingen muss, hat den Schuss nicht gehört, geschweige denn Coma. Das Kölner Duo veröffentlicht seit Jahren etwas andere Genre-Platten, die nichts von großen Club-Momenten, endlosen Chart-Synthie-Schleifen oder 08/15-Gewummer halten. Jeder Track erzählt für sich eine Geschichte, wirkt organisch und begleitet auf eine kleine Reise. Nicht umsonst nennt sich das neue Album „Voyage Voyage“ und führt durch 20 Jahre gemeinsame Musik-Historie.

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The Pool

The Pool – Smokescreen

Seit Jahren touren The Pool durch die nord- und mitteleuropäische Clubszene. Das Trio um den gebürtigen Dänen Martin Bernt fühlt sich vor allem in Berlin recht wohl, wo die Mischung aus Electro, Pop, Dub und ein wenig Rock bestens angekommt. Schubladen gibt es für die Band keine, die Musik spricht für sich. Vier Jahre nach ihrem Debütalbum steht nun der Nachfolger „Smokescreen“ in den Läden. Dieser klingt, um im Norden zu bleiben, wie finstere Dúné.

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Stefanie Schrank

Stefanie Schrank – Unter der Haut eine überhitzte Fabrik

Es hat sich angedeutet. Und es ist gut, dass es so gekommen ist. Die bildende Künstlerin Stefanie Schrank, unter anderem als Bassistin von Locas In Love bekannt, hat eine Soloplatte aufgenommen. Beinahe drei Jahre arbeitete sie an geheimnisvollen, maschinell anmutenden Songs, die irgendwo zwischen Elektronik, Popmusik, Arthouse und Indie-Chic andocken. Der Titel fasst das Geschehen prima zusammen: „Unter der Haut eine überhitzte Fabrik“.

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5K HD

5K HD – High Performer

Wider der Gleichförmigkeit, schreiten 5K HD voran. Das Wiener Quintett, bestehend aus den Instrumentalisten von Kompost 3 und Schmieds Puls-Sängerin Mira Lu Kovacs, kreuzt Popmusik und Elektronik mit Jazz und Avantgarde. Bereits das Debüt „And To In A“ erwies sich als anspruchsvolle und doch charmant eingängige Grenzerfahrung, nun will man noch weiter ins Detail gehen. „High Performer“ wird dem Albumnamen von der ersten bis zur letzten Sekunde gerecht.

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Tora

Tora – Can’t Buy The Mood

Mit zwei starken Alben in Folge konnten sich Tora als Electro-Pop-Entität etablieren. Noch sind die Australier ein Geheimtipp, doch nach diversen Festival-Auftritten und umjubelten Tourneen mit so illustren Künstlern wie Oh Wonder stehen die Zeichen auf Sturm. Verbiegen lässt sich das Quartett allerdings keineswegs und zieht seinen Stiefel stattdessen konsequent durch. „Can’t Buy The Mood“ bleibt den etwas lebhafteren Tendenzen der letzten Platte treu, verzichtet dafür dieses Mal weitestgehend auf Gastbeiträge.

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Lingby

Lingby – Silver Lining

Die Bewältigung von Trauer und der Umgang mit Verlust zählen zu den schwierigsten emotionalen Aufgaben des Lebens. Seit Jahrhunderten inspirieren diese Themen alle Arten von Kunst, natürlich auch die Musik. Hier treten nun Lingby auf den Plan. Die Kölner Band befasst sich auf „Silver Lining“ mit eben jenen Facetten auf einem umfassenden Konzeptalbum. Elektronischer und mitreißender klangen sie noch nie.

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Emarosa

Emarosa – Peach Club

Emarosa, war das nicht diese musikalisch gerne mal gen Metalcore schielende Post-Hardcore-Band aus Lexington? Wer das vielseitige Quartett immer noch derartig beschreibt, muss musikalisch hinter dem Mond leben, denn eine erste Stilkorrektur in Richtung Alternative Rock erfolgte bei den Amis bereits nach dem Sängerwechsel (Jonny Craig wurde damals durch Bradley Scott Walden ersetzt) auf ihrem drittem, 2014 erschienenen, Album „Versus“. Während Emarosa auf der letzten Scheibe „131“ dem Post-Hardcore dann endgültig Lebewohl sagten und versuchten, in ihrem neuen musikalischen Umfeld Fuß zu fassen, ist anno 2019 auch Alternative Rock schon wieder ein alter Hut für die Band. Alte Fans werden ihren Ohren nicht trauen, denn auf dem neuesten Werk „Peach Club“ gibt es von vorne bis hinten ausschließlich tief in den 80er Jahren verwurzelten Synthiepop zu hören!

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Mnevis – Episodes

In der aargauischen Provinz sagt man Mnevis Kultstatus nach. Seit zehn Jahren drängen die Schweizer immer wieder an die Oberfläche für einige wenige Konzerte, auf Platte gebannte Musik ist jedoch Mangelware. Dass es erst jetzt zum Debütalbum kommt, passt ins Bild, doch das ist dafür eine richtig starke Nummer geworden. „Episodes“ schubst seine Pop-Visionen durch Indie- und Electro-Welten, begleitet vom geschickten Aufbrechen gängiger Songstrukturen und konsequenten Um-die-Ecke-Denken.

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Conner Youngblood – Cheyenne

Vor etwas mehr als zwei Jahren betrat Conner Youngblood erstmals die Musik-Bühne. Seine EP „The Generation Of Lift“ war eine sympathische Songsammlung, die sich geschickt vom gängigen Singer/Songwriter-Duktus abhob. Neben Folk-Größen wie Bob Dylan und Elliott Smith zählen auch die Gorillaz zu seinen wichtigsten Einflüssen. Entsprechend luftig, abwechslungsreich und durchaus elektronisch behaftet gestaltet sich nun auch Youngbloods Debütalbum „Cheyenne“.

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Yukon Blonde – Critical Hit

Der Sommer kommt und mit ihm – fast unweigerlich – ein neues Album von Yukon Blonde. Die Kanadier veröffentlichen in schöner Regelmäßigkeit charmante Platten, welche die Brücke zwischen Garage Rock, Indie Pop und Electronica schlagen. „On Blonde“ war vor drei Jahren herrlich sympathisch, das abermals von Tony Hoffer (u.a. The Kooks, Beck, Air) produzierte „Critical Hit“ knüpft nun nahtlos daran an.

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