Schlagwort: Electro-Pop

Jeanne Added – Be Sensational

Nach knapp 38 Minuten Musik ist von den klassischen Wurzeln der Französin Jeanne Added gar nichts zu hören. Jazz-Untertöne? Vielleicht mit ein wenig Bauchweh, doch tatsächlich regiert auf „Be Sensational“ elektronisch befeuerte Populärmusik mit avantgardistischem Touch. Irgendwo zwischen Portishead und Lykke Li präsentiert sich ein selbstbewusstes Gesamtkunstwerk, das gar nicht erst um den heißen Brei herumtanzt und mit voller Energie in ein wildes Sammelsurium hineinkracht. Wohl bekomm’s.

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Hanne Kolstø – While We Still Have Light

Mit eindrucksvoller Beharrlichkeit und Hang zu experimentellem Eskapismus veröffentlicht Hanne Kolstø ihr nunmehr fünftes Studioalbum in ebenso vielen Jahren. Die durch Thelma & Clyde und Lo:Fi bekanntgewordene Musikerin setzt auf Popmusik, die weit über gängige Genre-Definitionen hinausgeht. Auf das gleichermaßen eigentümliche wie eingängige „Stillness And Panic“ folgt mit „While We Still Have Light“ eine weitere grundsympathische Gratwanderung.

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NZCA Lines – Infinite Summer

Nach dem Debüt im Alleingang ist aus Michael Lovetts Soloprojekt NZCA Lines nunmehr ein Trio geworden, und das mit doppelter, prominenter weiblicher Begleitung. Der Londoner wird mittlerweile von Sarah Jones (Hot Chip) und Charlotte Hatherley (Bat For Lashes, Ash) unterstützt. Am blubbernden Electro-Pop-Sound mit pointierter Melancholie und Sci-Fi-Konzept hat sich jedoch wenig geändert. „Infinite Summer“ transportiert Lovetts persönliches Leben in eine ferne Zukunft, in der die Auslöschung der Erde kurz bevor steht.

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Kytes – On The Run

Aktuell befinden sich Kytes im letzten Drittel ihrer ersten Headlinertour. Erst im Mai 2015 gegründet, hatte das Quartett zu Beginn der großen Konzertreise bloß zwei Songs veröffentlicht, die sich aber bereits über Platzierungen in den Airplay- und Hochschulcharts freuen durften. Die Münchener vermischen ungemein eingängigen Electro-Pop mit Indie Rock und einem Händchen für smoothe Ohrwürmer. „On The Run“ ist ihre erste EP.

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Kitsuné Maison 17 – World Wild Issue

Die Kitsuné-Sampler-Reihe geht bereits in ihre 17. Newcomer-Runde. Ein Blick auf die Liste jener Künstler und Bands, die zu Beginn ihrer Karriere von dieser französischen Institution gefördert wurden, zeugt von Qualität und Gespür: Bloc Party, Foals, Crystal Castles, Hurts, Digitalism und Citizens! sind nur einige von ihnen. 15 (plus zwei) neue Pop-Talente aus aller Welt wollen nun auf der sogenannten „World Wild Issue“ auf sich aufmerksam machen. Die Sterne dieser Newcomer zwischen Indie, Electro, Dance, Soul und Alternative stehen gut.

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Eivør – Slør

Eivør ist 2015 besonders fleißig. Vor knapp acht Monaten erschien erst ihr englischsprachiges Album „Bridges“, nun macht sich die bezaubernde Sängerin von den Färöer Inseln ihre Landessprache musikalisch zu eigen. Was genau „Slør“ oder irgendeiner der Songtitel übersetzt genau heißt, ist im Prinzip unerheblich. Die Universalsprache ist Musik, und das in diesem Fall deutlich rauer, sich der Fernsucht hingebend.

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Hurts – Surrender

Quo Vadis, Hurts? Nachdem das britische Duo um Sänger Theo Hutchcraft und Multi-Instrumentalist Adam Anderson 2010 mit „Wonderful Life“ den 80er-Revival-Hit des Jahres ablieferten, überraschte ihr zweites Album „Exile“ mit düsteren Klängen und Elektro-Spielereien. Dem Erfolg tat das zwar nicht unbedingt Abbruch, das besondere Flair des ersten Albums vermissten aber viele Fans – nicht wenige erhofften sich von Album Nummer drei daher eine erneute Kurskorrektur. Dass diese Hoffnungen erfüllt werden könnten, ließ bereits die Vorab-Single „Some Kind Of Heaven“ erahnen, und tatsächlich bewegen sich Hurts auf „Surrender“ auf wieder anderen Pfaden – zwei Schritte vor und einer zurück lautet der neue Kurs!

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Silversun Pickups – Better Nature

Die Indie-Sonne leuchtet bei den Silversun Pickups nach wie vor strahlend hell. Mit ihrer Mischung aus Gitarren-Pop, Synthi-Teppichen und sommerlichen Klangschalen haben sich die US-Amerikaner ein beachtliches Publikum erspielt, waren in ihrer Heimat mit den letzten beiden Platten sogar in den Top 10. Eine Fortsetzung dieses Trends wäre nun wirklich keine Überraschung, denn „Better Nature“, das bereits vierte Studioalbum, knüpft nahtlos an die bisherigen Erfolgswerke an.

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New Order – Music Complete

Als Peter Hook 2007 seinen Ausstieg aus der britischen New Wave-Band New Order bekannt gab, deutete er damit auch das Ende der Band an. Sänger Bernard Sumner widersprach zwar schnell, doch eine Zukunft des britischen Quintetts ohne ihren legendären Bassisten Hook konnten und wollten sich viele Fans damals nicht vorstellen, hatte er in den 80ern den Sound der Band und auch die beiden größten Bandklassiker – die Elektro-Hymne „Blue Monday“ und den Synthiepop-Hit „True Faith“ – mit seinem unverwechselbaren Bassspiel doch entscheidend mitgeprägt. 2015 sieht die Welt nun aber wieder ganz anders aus und New Order haben in der Zwischenzeit mit Tom Chapman nicht nur einen neuen Bassisten gefunden, sondern auch ein neues Album namens „Music Complete“ in die Läden gebracht. Kann die Band damit an ihre Großtaten aus den 80ern anknüpfen?

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The Wild Wild – Into The Sea, Into The Stars

Benjamin Dunn war auf Reisen, trampte, machte Straßenmusik, lebte, liebte und verlor, fand zur Religion und wandte sich wieder davon ab. Seine gebündelte Lebenserfahrung veröffentlicht der US-Amerikaner nun unter dem Pseudonym The Wild Wild. Für sein Debütalbum „Into The Sea, Into The Stars“, ein Zweiteiler, ließ er sich ebenso von den „Chroniken von Narnia“, der griechischen Mythologie und den unendlichen Weiten des Weltraums inspirieren.

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