Schlagwort: Electro-Pop

Jenny Wilson – Demand The Impossible!

Vor ein paar Jahren erhielt die schwedische Pop-Künstlerin Jenny Wilson die Diagnose Brustkrebs. Anstatt sich zurückziehen und in Selbstmitleid zu ertrinken, wurde die zweifache Mutter von Produktivitätsvirus erfasst. Innerhalb von drei Jahren schrieb Wilson zwei Soundtracks, drehte einen Kurzfilm und nahm ein Doppelalbum auf. Für ihr neuestes Werk, „Demand The Impossible!“, erklärt sie den Individualismus zu einem der höchsten Güter dieser Zeit und wagt sich an experimentell-philosophische Pop-Perlen.

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The Asteroids Galaxy Tour – Bring Us Together

Sind The Asteroids Galaxy Tour Hitlieferanten wider Willen? Charterfolg ist für die beiden Dänen eine sympathische Nebenerscheinung und letztlich keine Überraschung, konnte man auf „Fruit“ und „Out Of Frequency“ doch aus einer Unmenge an großartigen Songs wählen. Druck ist für die Mette Lindberg und Lars Iversen ebenso ein Fremdwort. „Bring Us Together“ nahm seine Anfänge auf großer Welttournee und zeugt letztlich vom geglückten Versuch nach dieser wieder zueinanderfinden. Das Ergebnis bricht abermals mit jeglichen musikalischen Erwartungen.

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Fenech-Soler – Rituals

Wenn mit elfmonatiger Verspätung „Rituals“, das zweite Album von Fenech-Soler, endlich auch in Deutschland auf CD erscheint, muss man dann von einem alten Hut sprechen? Ganz unrealistisch ist dieser Gedanke auf dem Papier nicht, und doch würde man der Musik der vier Briten, die einst, aus dem Schatten von Groove Armada tretend, ihr eponymes Debüt und Hits wie „Stop And Stare“ oder „Lies“ auf das feierwütige Publikum losließen, nicht gerecht werden. Im Gegenteil: die weitestgehend elektronisch befeuerte Genre-Bender-Mucke wirkt nach wie vor frisch.

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JJ – V

Es muss etwas im Wasser sein – oder in der Luft. Egal, was es ist: Kaum eine andere Nation versteht sich derart präzise auf luftigen Pop jedweder Couleur wie Schweden. JJ, das Duo um Elin Kastlander und Joakim Benon, debütierte 2009 mit einer Mischung aus Indie Pop und HipHop, legte letztere Einflüsse im Laufe der Jahre aber nach und nach ab. Heute sind davon bestenfalls noch Reste zu erkennen, dafür ist die klare Schönheit ihrer Musik geblieben. Ihr drittes Album trägt den etwas kuriosen Titel „V“ und zelebriert die Kraft der Pausen.

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Hanne Kolstø – Stillness And Panic

Seit 2012 veröffentlicht Hanne Kolstø (ehem. Thelma & Clyde) im Jahresrhythmus neue Musik, doch außerhalb ihrer norwegischen Heimat hat man davon bislang kaum Notiz genommen. Die in Sunnmøre residierende Künstlerin wurde unter anderem bereits für den norwegischen Grammy nominiert und durfte für ihre mittlerweile dritte Platte „Stillness And Panic“ gleichermaßen großes Lob von Fans und Kritikern einheimsen. Verdienter Lohn: ein Deutschland-Release dieser faszinierenden Pop-Platte zwischen Indie, Electro und Kammermusik.

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Junior – Self Fulfilling Prophets

Hier fehlt kein Senior, die heißen einfach nur so. Die deutsch-amerikanische Co-Produktion Junior – Songwriter Ian Fisher aus Missouri, Produzent Fabian Kalker aus Berlin – führt Scheuklappen zurück zu deren ursprünglichen vierbeinigen Besitzern mit einer Platte, die sich nicht so recht einordnen lassen will. „Self Fulfilling Prophets“ spielt sich irgendwo im Spannungsfeld zwischen Electro-Pop, Proto-Punk, Funk und Soul ab. Kategorisierung: fehlgeschlagen.

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Neneh Cherry feat. Robyn – Out Of The Black

Knapp 18 Jahre nach „Man“ wagt sich die bald 50jährige Neneh Cherry an ein neues Soloalbum. „Blank Project“ heißt das von Four Tet produzierte Werk, am 28. Februar wird es erscheinen, und innerhalb von gerade einmal fünf Tagen wurde es aufgenommen und abgemischt. Einen Schnellschuss muss man jedoch nicht erwarten, denn das vorab veröffentlichte Material lässt auf Großes hoffen. Auf das kathartische „Everything“ folgt nun die einzige Kollaboration der neuen Platte: „Out Of The Black“.

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School Of Language – Between The Suburbs

David Brewis ist ein Arbeitstier. Nicht nur, dass der Musiker aus dem britischen Sunderland mit seiner Band Field Music regelmäßig starke Alben veröffentlicht, er produzierte auch die neue Maximo Park-Platte „Too Much Information“, die am 31. Januar erscheint. Nun gibt es Brewis auch solo: „Old Fears“ heißt das Debüt seines Projektes School Of Language, das am 11. April auf den Markt kommt. Schon jetzt gibt es in Form von „Between The Suburbus“ einen ersten Vorgeschmack – vorläufig noch als Gratis-Download, zusätzlich auch als Download-Single erhältlich.

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Röyksopp feat. Susanne Sundfør – Running To The Sea

Fast drei Jahre nach ihrer letzten Single „Forsaken Cowboy“ melden sich Röyksopp mit neuem Material zurück – sieht man von den beiden Tracks, darunter ein Depeche Mode-Cover, auf der „Late Night Tales“-Compilation ab. Besagte „Ice Machine“-Bearbeitung wurde von Susanne Sundfør eingesungen, die auch jetzt ihren norwegischen Landsleute beisteht. Im Rahmen dieser Aufnahmen entstand ebenfalls „Running To The Sea“, Anfang des Jahres bereits in Norwegen veröffentlicht und nur knapp an den Top 20 vorbei. Nun kommt auch Deutschland in den Genuss dieser Kollaboration.

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Boxed In – All Your Love Is Gone

Der Moshi Moshi Singles Club geht in eine weitere Runde. Über diese Institution erlaubt das kleine aber feine Indie-Label Moshi Moshi vornehmlich neuen Bands erste Veröffentlichungen – ein erlesener Kreis, zu dem neben Teleman nun auch Boxed In zählt. Hinter diesem Projekt, benannt nach einem Gemälde von Francis Bacon, steckt Oli Bayston, den man vielleicht als ehemaliges Mitglied der weniger erfolgreichen Indie-Rocker Keith kennt. Unter anderem soll er auch schon mit Lianne La Havas und Lily Allen gearbeitet haben. Als Boxed In, live von Drummer Liam Hutton und Bassist Mark Nicholls unterstützt, versucht er sich nun an Synthi-Pop. Erster Release: „All Your Love Is Gone“.

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