Schlagwort: Folk-Rock

Disq

Disq – Collector

Zu Beginn des neuen Jahrtausends war Saddle Creek DIE ultimative Talenteschmiede für die lokale Szene von Omaha, Nebraska. Hier machten Conor Oberst (Bright Eyes, Desaparecidos) und Tim Kasher (Cursive, The Good Life) ihre ersten Schritte, später öffnete man sich für Bands außerhalb der Heimatstadt (Two Gallants, Rilo Kiley, The Thermals). Disq haben das Potenzial, sich in diese illustre Riege einzureihen. Das Quintett aus Madison, Wisconsin, allesamt zwischen dem Ende der Teens und den frühen Zwanzigern angesiedelt, veröffentlichte vor vier Jahren bereits ein Kleinod in Eigenregie. Dem Schülerband-Status entwachsen, widmet sich das Debütalbum „Collector“ einem überaus bunten musikalischen Mix.

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AJJ

AJJ – Good Luck Everybody

AJJ waren schon mal glücklicher. Die Welt um sie herum wird scheinbar immer düsterer und hässlicher, und so rücken die Folk-Punks den Blick mehr denn je auf die gruseligen Aspekte des modernen Lebens in Amerika. Wer als Hauptdarsteller agiert, kann man sich wahrscheinlich vorstellen. So ist „Good Luck Everybody“, der Titel des neuen Albums, durchaus zynisch zu nehmen. Und auch musikalisch spielt die US-Band mit den Erwartungen.

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Boy & Bear

Boy & Bear – Suck On Light

Seit dem Release des Boy & Bear-Debütalbums „Moonfire“ hatte Sänger und Gitarrist Dave Hosking mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, welche die Bandarbeit mehrmals fast zum Erliegen brachten. Erst 2015 konnte eine aggressive bakterielle Erkrankung diagnostiziert werden, die erhoffte Besserung sollte weiterhin andauern. So schrieb die restliche Band neue Songs, für Hosking später Zufluchtsort und Ausweg. „Suck On Light“ befasst natürlich mit diesem einschneidenden Erlebnis, findet aber auch Hoffnung in der dunkelsten Stunde.

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Hiss Golden Messenger

Hiss Golden Messenger – Terms Of Surrender

Ein turbulentes, emotional aufwühlendes Jahr ließ M.C. Taylor zweifeln, doch irgendwann fand er zurück zur Musik und zur Bedeutung von Liebe in sämtlichen Formen und Facetten. Der Bandleader von Hiss Golden Messenger veröffentlicht aktuell neue Musik im Jahrestakt und münzt nun Tracks, die er ursprünglich für zu persönlich hielt, in gewohnt mitreißende Folk- und Americana-Perlen um. „Terms Of Surrender“ zeugt von Sorge und Entbehrung, schöpft aber auch Hoffnung und zeigt große Entschlossenheit.

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Calexico And Iron & Wine

Calexico And Iron & Wine – Years To Burn

Auf dieses Album hat die Welt 14 Jahre gewartet: 2005 veröffentlichten Calexico und Iron & Wine „In The Reins“, eine gemeinsame EP. Sam Beam aka Iron & Wine schrieb alle Songs, dann nahm man gemeinsam auf. Viele weitere getrennte Release und eine gemeinsame Tour später, findet man nun erneut zusammen – dieses Mal auf Albumlänge und musikalisch etwas offener. „Years To Burn“ vertieft den gemeinschaftlichen Ansatz, bricht vertraute Muster auf und führt beide Welten erstaunlich nahtlos zusammen.

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Krief

Krief – Dovetale

Nach langen Jahren bei The Dears wollte Patrick Krief wieder auf eigenen musikalischen Beinen stehen. „Automanic“, ein Doppelalbum über Herzschmerz und Selbstzerstörung, erwies sich als sprichwörtliche schwere Geburt. Die schlechten Zeiten sind für den Kanadier mittlerweile passé, in seinen Songs finden sich nur noch wenige Überreste davon. Stattdessen bezog „Dovetale“ seine Kraft aus Freude und Glückseligkeit, aus Hoffnung und dem Eheleben. Der Mix aus Indie Rock und Folk Pop erreicht neue Höhen.

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The Head And The Heart

The Head And The Heart – Living Mirage

Als The Head And The Heart-Sänger Jonathan Russell vor zehn Jahren seine Freundin bei einer Open-Mic-Nacht in Seattle kennenlernte, fragte er sich, ob diese Beziehung funktionieren könne. Diese Prämisse, begleitet von kleinen Exkursen aus dem Alltag und der Vergangenheit der Musiker, legt den Grundstein für das vierte Studioalbum von The Head And The Heart. Nach zwei Top-10-Platten in ihrer amerikanischen Heimat will „Living Mirage“ nun an diesen Erfolg anknüpfen.

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Jade Bird

Jade Bird – Jade Bird

Beinahe im Monatstakt schießen aktuell junge, unheimlich talentierte Musikerinnen aus dem Boden und verlangen nach verdienter Aufmerksamkeit. Eigentlich waren sie immer schon da, wenn man genau sein will, bloß hat es ein wenig gedauert mit der verdienten Bühne. Dass Jade Bird – ihr echter Name – erst 21 ist, hört man der jungen Südlondonerin kaum an. Zu schmissigen Indie- und Folk-Klängen arbeitet sie sich an Traurigkeit und Melancholie ab. „Jade Bird“ ist ein starkes Debüt geworden.

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Skinny Lister

Skinny Lister – The Story Is…

Vom sympathischen Folk-Act hin zu höheren Weihen: Nach Support-Touren für Frank Turner, Dropkick Murphys und Flogging Molly wollten sich Skinny Lister verändern und öffnen sich musikalisch ein wenig. Die folkige Tradition ihrer ersten drei Alben bleibt erhalten, erhält nun jedoch deutlich mehr Indie- und Pop-Appeal. Ob das gut gehen kann? „The Story Is…“ gibt sich breitenwirksamer und setzt doch nach wie vor auf sympathische Alltagsgeschichten.

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Cub & Wolf – How To Keep Caring

Wie dreckig und verwaschen kann Folk eigentlich klingen, um noch als solcher zu gelten? Bei Cub & Wolf könnte man meinen, J Mascis höchstpersönlich hätte sich auf das relativ ruhige, beinahe poppige Genre gestürzt und sämtliche Regler nach oben gedreht. Das schwedische Duo um Mitglieder von Golden Kanine und Grant Creon stehen auf Lo-Fi-Produktionen wie auch auf 90s-Soundästhetik. „How To Keep Caring“ ist ihr bereits zweites Album.

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