Schlagwort: Folk-Rock

Robert Plant – lullaby and… The Ceaseless Roar

Der Kreis schließt sich und bleibt doch weit geöffnet: Nach dem mehrfach ausgezeichneten Duett-Album „Raising Sand“ mit Alison Krauss sowie dem weitestgehend folkigen, introvertierten „Band Of Joy“ geht Robert Plant zwei Schritte zurück, um derer drei vorwärts zu gelangen. Seine Band heißt nun The Sensational Space Shifters und besteht aus Musikern, mit denen Plant teils schon vor dieser Roots- und Americana-Episode zusammenarbeitete. Auch musikalisch orientiert sich „lullaby and… The Ceaseless Roar“ überwiegend (aber nicht ausschließlich) an den Werken vor dieser Zeit; gewisse Überraschungen inklusive.

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Sivert Høyem – Endless Love

Erneut wird die Karriere Sivert Høyems durch einen Todesfall erschüttert. Vor sechs Jahren setzen das Ableben seines Bandkollegen Robert Burås einen Schlusspunkt hinter Madrugada, nun ist es der langjährige Manager und Freund Per Eirik Johansen, den der Norweger während der Fertigstellung seines neuen Soloalbums verlor. Der Trauerfall hatte zwar keine direkte musikalische Auswirkung auf „Endless Love“, das Album wurde dafür ihm gewidmet. Es ist Høyems bislang bunteste Soloplatte, sofern man verschiedene Schwarz-Schattierungen als ‚bunt‘ bezeichnen möchte.

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Kids Of Adelaide – Byrth

Aussie Aussie Aussie, Oi Oi O-der auch nicht: Der Name Kids Of Adelaide trügt, denn dahinter verbirgt sich das Duo Severin Specht und Benjamin Nolte aus Stuttgart, deren Folk Rock mit Indie-Underbau jedoch international genug klingt, um mit dieser ‚Fehlinformation‘ locker durchzukommen. Von Bandsound hält man nichts, stattdessen gibt es auf „Byrth“, dem Nachfolger zu „Home“, das Live-Setup zu hören – zwei Stimmen, zwei Gitarren, Mandoline, Banjoline, Bassdrum, Fußschelle. Mehr braucht der Mensch nicht zum Glücklichsein.

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Augustines – Augustines

Als die Reste von Pela 2012 als We Are Augustines mit „Rise Ye Sunken Ships“ debütierten, standen Trauer, Schwermut, Depression und Wut an erster Stelle. Das Trio aus New York verarbeitete unter anderem Billy McCarthys schwierige Kindheit und Jugend, die im erschütternd deutlichen „Book Of James“ ihren künstlerischen Höhepunkt fand. Mittlerweile unter dem Namen Augustines unterwegs, stellt sich ein Kurswechsel ein. Das eponyme neue Album vereint zwar immer noch jene Mischung aus Indie Rock und Folk auf sich, die vor wenigen Jahren von Arcade Fire popularisiert wurde, von Melancholie und Weltschmerz ist jedoch wenig zu hören.

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All The Luck In The World – All The Luck In The World

Mit einem Hauch von Werbe-Unterstützung begann in Deutschland die Karriere von drei 19jährigen Iren. All The Luck In The World um Neil Foot, Kevin Barr und Ben Connolly schreiben und spielen seit 2011 gemeinsam kleine Songperlen zwischen Folk und Alternative mit dezentem Pop-Appeal. „Never“ brachte sie durch die Trivago-Spots immerhin für eine Woche in die Top 100 der Single-Charts und ließ die Klicks für das dazugehörige Video auf mittlerweile über 900.000 anwachsen. Hinter den drei Teenagern mit dem sperrig-schmalzigen Bandnamen steckt allerdings wesentlich mehr, wie das eponyme Debütalbum nun unter Beweis stellt.

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Turin Brakes – We Were Here

Ein reines Acoustic-Duo sind Turin Brakes längst nicht mehr. Olly Knights und Gale Paridjanian treten mittlerweile im Bandformat auf, konnten aber an den Erfolg ihres einzigen UK-Top-5-Hits „Pain Killer (Summer Rain)“ bislang ansatzweise nicht herankommen. Macht auch nichts, man ist weiterhin fleißig unterwegs und hat nun auch einen Nachfolger zu „Outbursts“ am Start. Auf „We Were Here“ bieten die Briten einen Einblick in das gegenwärtige Seelenleben jener Figur, um die sich das 2001 veröffentlichte Debüt „The Optimist LP“ drehte.

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Fiddler’s Green – Winners & Boozers

Deutschlands Iren kommen aus Erlangen, machen seit mittlerweile 23 Jahren Musik und legen nun ihr dreizehntes Studioalbum vor. Dabei avancierte das Kleeblatt für Fiddler’s Green zu weit mehr als nur zu der Bühne ihres Speedfolk. Ein Glücksgriff zur Wegbereitung und Prägung des punkigen Folk-Rock, der heute spielend alles vom Metaller bis HipHoper und Andersgläubigen einzufangen versteht. Weder Konkurrenz noch Kritiker hat das Sechsgestirn zu fürchten, schließlich beherrscht es sein Handwerk seit jeher. Trotzdem wird es „Winners & Boozers“ nun schwer haben.

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Calexico – Maybe On Monday EP

Mit dem Sommer kommt man beinahe automatisch auf Calexico zurück. Der Sound des Sextetts aus Arizona, eine Mischung aus Indie Rock, Folk, Americana und Tex-Mex, passt perfekt zur warmen Jahreszeit, egal ob man es entspannt oder lebhaft bunt magt. Ende Juni kommen die US-Amerikaner auf Tour und spielen mehrere Deutschland-Konzerte, immer noch mit ihrem im September erschienenen Album „Algiers“ in der Hinterhand. Pünktlich zu dieser Konzertreise erscheint ihre neue EP „Maybe On Monday“, als CD und Vinyl nur bei ihren Auftritten erhältlich, digital jedoch für alle.

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Half Moon Run – Full Circle

Wenn Mumford & Sons Anfang April für drei Konzerte nach Deutschland kommen, werden sie von drei jungen Kanadiern begleitet, die hierzulande noch weitestgehend unbekannt sind. Half Moon Run kommen aus Montreal und passen mit ihrer Mischung aus Indie, Folk und Pop vermeintlich perfekt ins Vorprogramm der Grammy-Gewinner. Einen Major-Vertrag haben sie mittlerweile in der Tasche, wann ihr Debütalbum „Dark Eyes“ auch in Deutschland erscheinen wird, ist jedoch noch unbekannt. Immerhin: die erste Single „Full Circle“ gibt es ab sofort.

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Eliza And The Bear – Upon The North / The Southern Wild

Benannt nach einer Gedichtsammlung von Eleanor Rees, in der „die Dunkelheit der Stadt die Traumwelt der Märchen verfolgt“, betreten Eliza And The Bear die Szenerie. Das britische Quintett um den von Arthritis geplagten James Kellegher – Musik lindert nach eigenen Angaben die Schmerzen in seinen Händen – ist musikalisch irgendwo zwischen Indie Pop und Folk Rock anzusiedeln, versteht sich auf The Flaming Lips, Dry The River und Arcade Fire. Entsprechend verspielt und doch ernst klingt ihre Single „Upon The North / The Southern Wild“, eine Doppel-A-Seite.

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