Schlagwort: Folk-Rock

Frankie Chavez – Heart & Spine

Für deutsche Ohren unter Umständen noch ein Newcomer, hat sich Frankie Chavez in Südeuropa bereits einen Namen gemacht. Der 34jährige – gerne als „europäische Ein-Mann-Version der Black Keys“ bezeichnet – bewegt sich musikalisch im breiten Spannungsfeld zwischen Blues, Folk, Garage, Rock’n’Roll, Americana und gefühlt zig weiteren Genres. Was nach einer schier ungreifbaren und zusammenhanglosen Menge klingt, funktioniert auf der neuen Platte „Heart & Spine“ gar prächtig und höchst amüsant.

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The Migrant – Flood

Fernweh und die Liebe zur Musik machten aus dem Dänen Bjarke Bendtsen The Migrant. Nach einigen Jahren bei The Elephants brach der Mann aus dem ländlichen Jütland auf in die USA und reiste immer wieder durch Nordamerika; Erlebnisse, die seine ersten drei Alben beeinflussen sollten. Zwar wohnt Bendtsen mittlerweile – wieder – in Kopenhagen, das texanische Austin ist jedoch für ihn zu einer Art zweiten Heimat geworden und dient als steter Quell der Inspiration. Die neue Platte „Flood“ wurde dennoch in Dänemark aufgenommen, und zwar erstmals unter Live-Bedingungen mit voller Unterstützung durch Bendtsens Band.

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Navel – Songs Of Woe

Abnabeln und ankommen: Seit einem Jahrzehnt sind Navel auf der Suche nach ihrem Sound. Einzige Konstante ist Sänger und Mastermind Jari Antti, der erstmals auf ein für seine Verhältnisse stabiles Lineup bauen kann. Einzig hinter der Schießbude gab es einen Wechsel, Marco Raeff und Massimo Tondini waren bereits vergangenes Jahr auf „Loverboy“ zu hören. Der letztjährige, endgültige Bruch mit den Grunge-Anfängen wird nun auch auf dem vierten Studioalbum „Songs Of Woe“ kultiviert und mit ungewohnter Spontanität verstärkt.

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Lasse Matthiessen – Wildfires

TV Noir ist zu einer Art Institution für Indie-Chic geworden. Seit mittlerweile fünf Jahren bietet das Musik-Format etablierten Künstlern wie auch Newcomern eine Plattform im Rahmen ungemein populärer Live-Sessions, aus denen eine Reihe an Compilations hervorgegangen sind. Nun hat TV Noir sein eigenes Label und veröffentlicht zum Einstand „Wildfires“, das vierte Album des dänischen Musikers Lasse Matthiessen. Der Wahlberliner, längst TV Noir-Veteran, emanzipiert sich mutig von seinen minimalistischen Folk-Wurzeln.

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Robert Plant – lullaby and… The Ceaseless Roar

Der Kreis schließt sich und bleibt doch weit geöffnet: Nach dem mehrfach ausgezeichneten Duett-Album „Raising Sand“ mit Alison Krauss sowie dem weitestgehend folkigen, introvertierten „Band Of Joy“ geht Robert Plant zwei Schritte zurück, um derer drei vorwärts zu gelangen. Seine Band heißt nun The Sensational Space Shifters und besteht aus Musikern, mit denen Plant teils schon vor dieser Roots- und Americana-Episode zusammenarbeitete. Auch musikalisch orientiert sich „lullaby and… The Ceaseless Roar“ überwiegend (aber nicht ausschließlich) an den Werken vor dieser Zeit; gewisse Überraschungen inklusive.

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Sivert Høyem – Endless Love

Erneut wird die Karriere Sivert Høyems durch einen Todesfall erschüttert. Vor sechs Jahren setzen das Ableben seines Bandkollegen Robert Burås einen Schlusspunkt hinter Madrugada, nun ist es der langjährige Manager und Freund Per Eirik Johansen, den der Norweger während der Fertigstellung seines neuen Soloalbums verlor. Der Trauerfall hatte zwar keine direkte musikalische Auswirkung auf „Endless Love“, das Album wurde dafür ihm gewidmet. Es ist Høyems bislang bunteste Soloplatte, sofern man verschiedene Schwarz-Schattierungen als ‚bunt‘ bezeichnen möchte.

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Kids Of Adelaide – Byrth

Aussie Aussie Aussie, Oi Oi O-der auch nicht: Der Name Kids Of Adelaide trügt, denn dahinter verbirgt sich das Duo Severin Specht und Benjamin Nolte aus Stuttgart, deren Folk Rock mit Indie-Underbau jedoch international genug klingt, um mit dieser ‚Fehlinformation‘ locker durchzukommen. Von Bandsound hält man nichts, stattdessen gibt es auf „Byrth“, dem Nachfolger zu „Home“, das Live-Setup zu hören – zwei Stimmen, zwei Gitarren, Mandoline, Banjoline, Bassdrum, Fußschelle. Mehr braucht der Mensch nicht zum Glücklichsein.

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Augustines – Augustines

Als die Reste von Pela 2012 als We Are Augustines mit „Rise Ye Sunken Ships“ debütierten, standen Trauer, Schwermut, Depression und Wut an erster Stelle. Das Trio aus New York verarbeitete unter anderem Billy McCarthys schwierige Kindheit und Jugend, die im erschütternd deutlichen „Book Of James“ ihren künstlerischen Höhepunkt fand. Mittlerweile unter dem Namen Augustines unterwegs, stellt sich ein Kurswechsel ein. Das eponyme neue Album vereint zwar immer noch jene Mischung aus Indie Rock und Folk auf sich, die vor wenigen Jahren von Arcade Fire popularisiert wurde, von Melancholie und Weltschmerz ist jedoch wenig zu hören.

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All The Luck In The World – All The Luck In The World

Mit einem Hauch von Werbe-Unterstützung begann in Deutschland die Karriere von drei 19jährigen Iren. All The Luck In The World um Neil Foot, Kevin Barr und Ben Connolly schreiben und spielen seit 2011 gemeinsam kleine Songperlen zwischen Folk und Alternative mit dezentem Pop-Appeal. „Never“ brachte sie durch die Trivago-Spots immerhin für eine Woche in die Top 100 der Single-Charts und ließ die Klicks für das dazugehörige Video auf mittlerweile über 900.000 anwachsen. Hinter den drei Teenagern mit dem sperrig-schmalzigen Bandnamen steckt allerdings wesentlich mehr, wie das eponyme Debütalbum nun unter Beweis stellt.

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Turin Brakes – We Were Here

Ein reines Acoustic-Duo sind Turin Brakes längst nicht mehr. Olly Knights und Gale Paridjanian treten mittlerweile im Bandformat auf, konnten aber an den Erfolg ihres einzigen UK-Top-5-Hits „Pain Killer (Summer Rain)“ bislang ansatzweise nicht herankommen. Macht auch nichts, man ist weiterhin fleißig unterwegs und hat nun auch einen Nachfolger zu „Outbursts“ am Start. Auf „We Were Here“ bieten die Briten einen Einblick in das gegenwärtige Seelenleben jener Figur, um die sich das 2001 veröffentlichte Debüt „The Optimist LP“ drehte.

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