Schlagwort: Fuzz Rock

Harvey Rushmore & The Octopus

Harvey Rushmore & The Octopus – Mindsuckers

Die eierlegende Wollmilchsau reitet wieder, denn Harvey Rushmore & The Octopus melden sich mit frischem Stoff zurück. Nach der Europa-Tour zu „Freedomspacecake“ legte das Quartett aus Basel eine kleine kreative Pause ein, um den fuzzigen, psychedelisch angehauchten Rock aus der Garage weiter zu festigen. Exakt das macht sich nun lautstark bemerkbar: Inspiriert von alten Horrorstreifen, schlechten B-Filmen, kollabierender Realität und KI-Dystopien, macht sich „Mindsuckers“ auf, mit wütendem Drive und krautigen Untiefen nach so etwas wie einen silbernen Leitfaden in den Untiefen zwischen Sein und Schein zu suchen.

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Weedpecker

Weedpecker – V

Eine Zeit starker, einschneidender Veränderungen liegt hinter Piotr Dobry. Der Mastermind von Weedpecker erkannte, dass nichts für die Ewigkeit bestimmt ist, dass selbst die schönsten Dinge ganz plötzlich und unerwartet verschwinden können. Dobry konnte und kann dieses Gefühl selbst nicht so richtig beschreiben und versucht es auf dem neuesten Album seiner Band zu verarbeiten. Die gut fünf Jahre Wartezeit auf „V“ zogen sich vielleicht, dafür machten sich die sehr detailorientierten Arbeiten über mehrere Monate und in mehreren Studios nach einem kompletten Jahr Songwriting und Demo-Aufnahmen hörbar bezahlt.

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Hook, Line And Sinker

Hook, Line And Sinker – Terre Brûlée

Eine etwas andere Auseinandersetzung mit Jazz, die im Endeffekt alles andere als das war, erwies sich für Hook, Line And Sinker als Glücksgriff. „(Smooth Jazz Implies The Existence Of) Rough Jazz“ war vor mittlerweile dreieinhalb Jahren ein echter Geheimtipp, der immer noch nachhallt, dessen Mischung aus Stoner- und Desert-Riffs, Fuzz und ein wenig Psychedelia zu Verzückung führte. Das Trio aus Fribourg in der Schweiz trat seither – natürlich – keineswegs auf der Stelle, sondern suchte und fand neue Möglichkeiten, den eigenen Sound zu verfeinern. „Terre Brûlée“ schraubt nicht nur die Heavyness weiter nach oben.

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Kadavar

Kadavar – Kids Abandoning Destiny Among Vanity And Ruin

Ein halbes Jahr nach dem Befreiungsschlag folgt die erneute Kurskorrektur mit alten Mitteln und frischem Wind: Kadavar brauchten „I Just Want To Be A Sound“, um wieder zurück in die Spur zu finden, um sich von Altlasten zu befreien und die Sackgasse großzügig zu umgehen. Jascha Kreft von Odd Couple, der inzwischen fix ins Line-up integriert wurde, half dabei fleißig mit. Den Nachfolger sehen sie als Negativ dieser Platte, selbst von einer Art zweitem Debütalbum ist die Rede. Es ging zurück zu fuzzigen Ideen, zu psychedelischem Space-Wahnsinn und zur analogen Bandmaschine, ohne jedoch die eigene Entwicklung der letzten Jahre zu ignorieren. „Kids Abandoning Destiny Among Vanity And Ruin“, kurz „K.A.D.A.V.A.R.“, versteht sich als klassische Rockplatte.

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Kombynat Robotron

Kombynat Robotron – AANK

Binnen kürzester Zeit etablierten sich Kombynat Robotron als Geheimtipp für ellenlange, krautig-psychedelische Meditationen rein instrumentaler Art – verklärt, verspielt, getrieben und immer für die eine oder andere Überraschung gut. Die größte Überraschung setzt es aber jetzt: Das Trio aus Kiel kann auch singen. Und songdienlich arbeiten. Mit „AANK“ bricht die Band aus vermeintlichen, wenngleich sehr locker definierten Mustern aus und steuert neue Ufer an. Ob dieser mutige, gerne mal lärmende und auf andere Weise herausfordernde Schritt gelingt?

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Fomies

Fomies – Liminality

Die überaus fleißigen Fomies melden sich nach eineinhalb Jahren schon wieder mit einer neuen Platte zurück und lassen doch keinerlei Verschleißerscheinungen aufkommen. Mit ihrem wütenden und doch verklärten Sound entführen die Schweizer Psych und Kraut regelmäßig in lärmende, verplante, aber auch angenehm bekömmliche Gefilde, von fuzzigen Gitarren und Lautmalerei begleitet. Exakt jene intensive und doch introspektive Mischung kommt auf „Liminality“ erneut durch und widmet sich einer Phase der Transformation und Erneuerung, der Reise ins Neue und Unbekannte, in zwölf packenden Kapiteln.

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Odd Couple

Odd Couple – Rush-Hour des Lebens

Von den Köpfen und den Festplatten über den Datenstrom bis zur finalen Platte, so gestalteten sich die letzten vier Jahren bei Odd Couple, die nach einer Möglichkeit suchten, ihren weiterhin angenehm schrägen Sound zu konkretisieren. Berlin trifft Dada, Garage Rock trifft Kraut, verträumter Fuzz-Pop kollidiert mit Psychedelia, Sein ringt mit Schein – für Jascha Kreft und Tammo Dehn ein Versuch, den Flickenteppich nach der erzwungenen Ausbremsung zusammenzustückeln. „Rush-Hour des Lebens“ ließ sich erzwungenermaßen viel Zeit und schafft es trotzdem, bei aller Vielschichtigkeit stets fest im Hier und Jetzt verankert zu bleiben.

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Bikini Beach

Bikini Beach – Cursed

Ein Album der Gegensätze wollten sie aufnehmen, voller Widersprüche und neuer Finsternis. Bikini Beach beobachten die globalen und gesellschaftlichen Entwicklungen überaus nachdenklich und frustiert. Das hört man dem deutsch-schweizerischen Trio, das rund um den Bodensee wohnt, mehr denn je an. Überwiegend in Eigenregie produziert und von Ärzte-Bassist Rod Gonzalez abgemischt, geht „Cursed“ in eine deutlich düsterere, noisigere Richtung, ringt mit persönlichen Problemen und der steten Überforderung durch all das, was ringsum passiert. Dass diese 13 Songs dennoch verdammt souverän und intensiv rüberkommen, passt ins Bild.

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Poppy Wizard

Poppy Wizard – Holy Spirit Gang

Zwischen Düsseldorf und Köln entstand während den Lockdowns ein Zwei-Mann-Projekt, das nach und nach zur kompletten Band anwuchs. Hinter Poppy Wizard stecken vier langjährige Freunde mit einer gemeinsamen Leidenschaft für die Musik, die Alternative Rock und Grunge ebenso mitnehmen wie Fuzz und Shoegaze. Mal verträumt und melodisch, dann wieder roh und knüppelhart, so zeigt sich der schwelgende und intensive Sound des Quartetts. Mit ihrer ersten EP „Holy Spirit Gang“ beim Talenteschuppen Supervillain rennen sie nun offene Türen ein.

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Vibravoid

Vibravoid – We Cannot Awake

Die ungekrönten deutschen Psych-Könige machen einmal mehr lautstark von sich reden. Vibravoid veröffentlichten 22 Studioalben in den letzten 35 Jahren, versuchten viel, standen und stehen dabei stets für Qualität mit Nachdruck. Das Trio um Mastermind und Düsseldorfer Szene-Legende Doktor Koch erschafft einmal mehr musikgewordene Fieberträume mit Kraut-, Fuzz- und Acid-Rock-Einschlag sowie intensivsten Frequenzen und existenziellen Grundsatzfragen. „We Cannot Awake“ setzt die geradezu beängstigende Serie mächtiger Platten einmal mehr gekonnt fort und kramt zugleich ein altes, vertrautes Werkzeug aus den Untiefen des kreativen Schuppens hervor.

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