Schlagwort: Indie Pop

Holmes – Burning Bridges

Ob Holmes den traditionell US-amerikanischen Americana-Sound nach Skandinavien getragen haben, wie es der Rolling Stone vermutet, lässt sich freilich anzweifeln. Fest steht jedoch, dass die sechs Schweden mit ihrer grandios fragilen Mischung aus Folk und melancholischem Indie Pop den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf getroffen haben. „Burning Bridges“, ihr viertes Album seit 2007, steht dem viel umjubelten „Have I Told You Lately That I Loathe You“ in nichts nach und deutet dabei gleichzeitig an, dass mehr Instrumente nicht unbedingt gleichbedeutend mit einem volleren, gar überladenen Klangbild sind.

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Hello Piedpiper – Birdsongs = Warsounds

Neben seiner Tätigkeit als einer von zwei Frontmännern der Kölner Indie-Pop-Formation Stereo Inn versucht sich Fabio Bacchet im breiten Singer/Songwriter-Feld. Als Hello Piedpiper begleitete er im vergangenen Jahr Justin Sane von Anti-Flag auf dessen Solotour und präsentiert nun sein Solo-Debüt. Wie der Titel „Birdsongs = Warsounds“ bereits besagt, behandelt er auf 14 Songs Freiheit und Idyll auf der einen, sowie Krieg, Protest und Aufbruch auf der anderen Seite im Spannungsfeld zwischen Folk, Country und Indie Pop.

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MIA. – Tacheles

Was 1997 in Berlin als Schülerband begann, ist mittlerweile zu einer Institution der deutschen Pop/Rock-Landschaft gereift: MIA. haben sich im Lauf ihrer Karriere von den verschiedensten Seiten gezeigt, waren Electropunker, spielten „Stille Post“, tingelten zwischen Zirkus und Club hin und her. Dreieinhalb Jahre nach ihrem bis dato letzten Studioalbum „Willkommen im Club“ erscheint nun mit „Tacheles“ die fünfte Platte der mittlerweile zu einem Quartett geschrumpften Berliner, die sich 2012 durch 80er-Dissen, britische Elektronik und eine feine Prise NDW beißen.

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Lockerbie – Ólgusjór

So kunterbunt die isländische Musikszene auch ist, man denkt automatisch an Sigur Rós, wenn man von einer neuen Band vom Inselstaat hört. Im Fall von Lockerbie ist dies auch durchaus gerechtfertigt, denn das Quartett um den auch solo erfolgreichen Jónsi zählt zu den erklärten Vorbildern der Mannen aus Hafnarfjörður und Reykjavík, die sich 2008 fanden und nach zwei Demos ein Jahr später eigentlich schon auflösen wollten. Als Keyboarder Davíð Arnar Sigurðsson von einem Songcontest einer isländischen Radiostation hörte, schickte er prompt ein Demotape ein und Lockerbie gewannen. Ihr Debüt-Album „Ólgusjór“ erscheint nun auch auf dem europäischen Markt.

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Caligola – Back To Earth

Während sich Mando Diao eine kleine Auszeit nehmen, bringen Björn Dixgård und Gustaf Norén, die beiden Stimmen und Songwriter der Schweden, ein neues Projekt an den Start. Caligola ist eigentlich ein internationales Netzwerk für schwedische Künstler – Musiker, Tänzer, Maler, Fotografen, Schauspieler und Modeschöpfer – dem Dixgård und Norén nun gemeinsam mit den Brüdern Salla und Masse Salazar (Latin Kings, Produzenten des Mando Diao-Albums „Give Me Fire“) so etwas wie ein Gesicht nach außen verpassen. Bei ihrem Debütalbum „Back To Earth“ handelt es sich aber keineswegs um eine weitere Garage Rock-Platte, sondern eine Art Antwort auf Gnarls Barkley und Gorillaz mit skandinavischer Prägung.

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Grouplove – Tongue Tied

Apple sei dank! Jahr für Jahr nutzt der Elektronikwarenhersteller die Melodien unentdeckter Künstler für eigene Werbespots und macht die Musik der dazugehörigen Talente über Nacht bekannt. So geschehen bei Yael Naïm oder Feist. Grouplove ist nun die nächste Neuentdeckung, die es gilt, näher unter die Lupe zu nehmen. Erst 2009 gegründet, lieferten die fünf Bandmitglieder US-amerikanischer und britischer Herkunft unlängst eine eponymisch betitelte EP und das im letzten Jahr erschienene Debütalbum mit dem ironischen Titel „Never Trust A Happy Song“ ab. Der darauf enthaltene Song „Tongue Tied“ diente als Hintergrundmusik zur iPod-Touch-Werbung und findet nun den Weg als Download-Release nach Deutschland.

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Mia.

MIA. – Fallschirm

Was 1997 in Berlin als Schülerband begann, ist mittlerweile zu einer Institution der deutschen Pop/Rock-Landschaft gereift: MIA. haben sich im Lauf ihrer Karriere von den verschiedensten Seiten gezeigt, waren Electropunker, spielten „Stille Post“, tingelten zwischen Zirkus und Club hin und her. Dreieinhalb Jahre nach ihrem bis dato letzten Studioalbum „Willkommen im Club“ kündigen Mieze Katz und ihre mittlerweile nur noch drei Wegbegleiter für den 9. März „Tacheles“ an, thematisch wie musikalisch vielfältig. Die Vorabsingle „Fallschirm“ überrascht mit eindeutig zweideutigen Zeilen und einem deutlich roheren Sound.

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Ólafur Arnalds – Another Happy Day

Im Spannungsfeld zwischen moderner Klassik, Indie-Pop und Elektronik fühlt sich der Isländer Ólafur Arnalds besonders wohl. Sein stilistischer Crossover und der Mut, neue Wege zu beschreiten, haben ihn längst zum ‚Darling der modernen Klassik‘ werden lassen, wie ihn sein Label so treffend bezeichnet. Keine drei Monate nach seiner EP „Living Room Songs“, einem gelungenen Songwriting-Experiment, erscheint nun „Another Happy Day“, der Soundtrack zum gleichnamigen Film von Sam Levinson, auf dem Arnalds sein Spektrum ein wenig erweitert.

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The Stewardesses – Pussy Empire hebt ab

Zum zehnjährigen Jubiläum von Pussy Empire Recordings haben sich die Labelgründerinnen Catharina Boutari (u.a. Uh Baby Uh und Puder) und Chantal de Freitas etwas Besonderes überlegt: Unter dem Pseudonym The Stewardesses veröffentlichen sie gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen Katriana und Birgit Fischer (Motorsheep), sowie Illute von Las Vegas Records eine ganz spezielle Geburtstags-CD, auf der sie bekannte Songs made in Germany covern und in eine ungewohnte musikalische Umgebung stecken. Vollkommen zu Recht hört die Platte auf den programmatischen Titel „Pussy Empire hebt ab“.

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This Is The Arrival – A Million Kicks

An ähnlicher Stelle wurden Ron Flieger und sein Label Dienje Music bereits mehrfach gelobt – eine kleine Oase für quirlige, hibbelige Indie-Mucke mit Pop- und Synthie-Affinität. Das Roster ist klein, die Releases – zuletzt Chau Chat, Deckchair Orange und Hello Gravity – durch die Bank spannend bis qualitativ hochwertig. Auch This Is The Arrival aus München gehören in diese illustre Runde, debütieren vor eineinhalb Jahren mit ihrem eponymen Album charmant zwischen The Killers und Bombay Bicycle Club. Auf „A Million Klicks“ explodieren die vier Anfangzwanziger nun mit verstärktem Synthie-Einsatz und unverschämt eingängigen Refrains.

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