Schlagwort: Indie Pop/Rock

Beans On Toast

Beans On Toast – Kill Them With Kindness

Der 1. Dezember ist ein Grund zum Feiern – für Folk-Veteran Jay McAllister, dessen Geburtstag es ist, doch auch für seine Fans, denn an diesem Tag erscheint jählich ein neues Album unter seinem Pseudonym Beans On Toast. Seit 2009 bringt diese liebgewonnene Traditionen wieder und wieder feine Songperlen und kleine Überraschungen hervor. Dieses Mal ging Beans mit seiner Live-Band ins Studio – zum ersten Mal, obwohl man bereits seit Jahren gemeinsam auf der Bühne steht. Eben das macht sich bezahlt, denn „Kill Them With Kindness“ profitiert vom hörbaren Verständnis unter den arrivierten Musikern.

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M. Byrd

M. Byrd – A Better Place

Zwei Kapitel einer persönlichen Reise und eine alles verbindende große Veränderung begleiten das neueste Album von M. Byrd: Er wurde Vater. Der sympathische Indie- und Alternative-Singer/Songwriter begleitete diese Erfahrung – natürlich, möchte man fast sagen – musikalisch, und schrieb verschiedene Songs vor und nach der Geburt, über weite Strecken bereits in der jüngeren Vergangenheit veröffentlicht. „A Better Place“ wurde als verständlicher und bedeutungsschwangerer Titel gewählt, der sich vielfältig auslegen lässt. Ist die Welt jetzt ein besserer Ort mit dem Nachwuchs oder will der Vater die Welt zu einem besseren Ort machen?

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The Dears

The Dears – Life Is Beautiful! Life Is Beautiful! Life Is Beautiful!

Wenige Bands klingen so sehr ‚wie sie selbst‘ wie The Dears. Die Kanadier haben seit ihrem ersten Album vor mittlerweile einem Vierteljahrhundet einen ganz eigenen Sound, der feinsinnige Melodien und nahezu orchestrale Songwriting-Ansätze mit verdammt anspruchsvollen Texten und ordentlich Attitüde verbinden. Wo Ecken und Kanten mit sensibler Fragilität kollidieren, entsteht eine Platte, die laut Frontmann Murray Lightburn Unterstützung bieten soll. Die selbst in dunkelsten Stunden das Gemeinsame, das Schöne des Moments betont. Die Herz und Seele öffnet. Passend dazu der euphorische Albumtitel: „Life Is Beautiful! Life Is Beautiful! Life Is Beautiful!“.

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Hunny

Hunny – SPIRIT!

Nach dem sympathischen „Hunny’s New Planet Heaven“ konzentriert sich Jason Yarger nun auf das Wesentliche und macht Hunny zum Soloprojekt. Klar, die Prioritäten haben sich geändert, er ist glücklich verheiratet und hat ein Kind, was sich auch auf die verarbeiteten Themen auswirkt. Die alten freundschaftlichen und kreativen Bande bleiben jedoch bestehen – Ex-Bassist Kevin Grimmett tritt als Co-Producer auf, Ex-Drummer Joey Anderson spielte das Schlagzeug ein – und geben der Platte einen einigermaßen vertrauten Anstrich. Gleichzeitig möchte Yarger sein Projekt in eine bewusst abstraktere und verspieltere Richtung lenken, genoss die Freiheit, seine Ideen einfach zu verfolgen. Das bekommt „SPIRIT!“ hörbar gut.

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Sydney Minsky Sargeant

Sydney Minsky Sargeant – Lunga

Als Teil von Working Men’s Club tankt er sich seit Jahren durch synthetisch-tanzbare Popmusik mit klarem 80s-Einschlag, doch schlägt das musikalische Herz von Sydney Minsky Sargeant auch für ganz andere Klänge. Seit seiner Jugend schreibt der Mittzwanziger aus dem Nordwesten Englands sehr persönliche, gerne mal romantische Songs, die mit Folk und Singer/Songwriter anbandeln und eine insgesamt ruhigere Seite zeigen. Sich nun als Solokünstler dieser Seite zu widmen, geschieht ganz bewusst, denn Minsky Sargeant befürchtete, nach und nach die Kontrolle über sein Leben zu verlieren. „Lunga“ ist Neuanfang, Aufbruch und elementarer Blick nach innen in einem.

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Elbow

Elbow – AUDIO VERTIGO ECHO elbow EP5

Direkt, unmittelbar, poppig und tanzbar: „Audio Vertigo“ war vielleicht nicht das, was man sich von Elbow erwartet hatte, doch entpuppte sich das zehnte Album der Briten als voller Erfolg – Platz 1 in England, hierzulande immerhin mit Platz 35 endlich wieder im Aufwind befindlich. Guy Garvey und Konsorten wollten den Rückenwind nutzen und spielten direkt neues Material ein. Was als kleine Standlone-Single begann, landet nun einerseits als Teil der Deluxe-Variante ihrer aktuellen Platte und andererseits als eng angebundenees und doch eigenständiges Kleinformat: „AUDIO VERTIGO ECHO elbow EP5“.

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We Are Scientists

We Are Scientists – Qualifying Miles

Heuer steht für We Are Scientists ein großes Jubiläum ins Haus: Ihr erstes Album „With Love And Squalor“ erschien vor 20 Jahren, damals die perfekte Platte zur perfekten Zeit. Mitten im ersten Post-Punk-Revival entwickelten sich Tracks wie „Nobody Move, Nobody Get Hurt“ und „It’s A Hit“ zu modernen Klassikern. Das Kernduo Keith Murray und Chris Cain ist immer noch aktiv und fleißig, wagt musikalisch gerne mal etwas und ist mitterweile in einem beschwingten wie emotional aufgeladenen Spannungsfeld zwischen Indie und Alternative angekommen. Auf ihrem neunten Studioalbum setzt sich das fort: „Qualifying Miles“ entwickelte sich während den Aufnahmen zu einer Abhandlung über Nostalgie, Wehmut und Melancholie, verliert aber keineswegs sein Lächeln.

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George Houston

George Houston – TODC

Mit 19 veröffentlichte er seine erste Single, seither ist George Houston aus Country Donegal nicht mehr aus der britisch-irischen Musikszene wegzudenken. Der Mittzwanziger veröffentlicht seine Musik bewusst in Eigenregie und lässt sich nicht dazwischenreden – ob bei seinem Sound, der mit Folk, Singer/Songwriter, Alternative, Indie, Pop und Rock anbandelt, oder ob bei klarer inhaltlicher Kante. Seine Lyrics finden ihren Ursprung vor allem in Wut und Traurigkeit und erfüllen gerne therapeutischen Zweck, begleitet von einem bewusst non-binären Verständnis der Musikwelt. In Mod-Legende Paul Weller, der ihn zuletzt auf Tour nahm und ihm sein Studio zur Verfügung stand, fand Houston einen begeisterten Förderer. „TODC“ ist sein viertes Album seit 2021.

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Durry

Durry – This Movie Sucks

Als die Welt eine Pause einlegte, fanden sich die Geschwister Austin und Taryn Durry im Elternhaus wieder und entdecken einen gemeinsamen musikalischen Nenner. Fieberhafte und doch eingängige Klänge legten den Grundstein für das Duo Durry. Der Einstand „Suburban Legends“ entstand überwiegend in Kellern und Heimstudios und warf mit „Who’s Laughing Now“ einen unerwarteten TikTok-Hit ab, mittlerweile über sechs Millionen Mal gestreamt. Und doch war der Schritt in ein anständiges großes Studio für die Durrys eine starke Sache. Das inspirierte zugleich einen kleinen musikalischen Wandel, und so zeigt sich der Zweitling „This Movie Sucks“ nun in jeglicher Hinsicht breiter und packender aufgestellt.

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Would

Would – Take A Break

So viel kreative Energie bringen manche nicht einmal eine ganze Karriere lang auf: Matthias Schwettmann hat schon wieder frischen Stoff am Start. Seine neue Soloplatte als Would erstand parallel zum aktuellen Palila-Album, und das ist nicht gänzlich zu überhören. Wo der Vorgänger noch etwas nachdenklicher und reduzierter war, jedoch den einen oder anderen Band-Song vorwegnahm, geht es auf dem neuesten Streich deutlich größer und lebhafter vor sich. „Take A Break“ gibt sich lebhafter und energischer, erweitert den Sound hörbar und lässt doch mittlerweile durchaus vertraute Wehmut erkennen.

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