Schlagwort: Indie Pop/Rock

Badly Drawn Boy

Badly Drawn Boy – Banana Skin Shoes

Damon Goughs vergangene Dekade war alles, nur nicht eitel Sonnenschein. Sein letztes Studioalbum – von einer kleinen Soundtrackarbeit abgesehen – ist zehn Jahre her, kurz danach setzte ihn die Mutter seiner beiden ältesten Kinder vor die Tür. Ein zunächst verleugnetes Alkoholproblem geriet zusehends außer Kontrolle, Depressionen machten sich breit. Es sollte lange dauern, bis sich der als Badly Drawn Boy bekannte Musiker damit auseinandersetzte. Mittlerweile hat er sein Leben wieder weitestgehend im Griff, ist sogar wieder verheiratet und ein weiteres Mal Vater geworden. „Banana Skin Shoes“ ist nun die Rückkehr zu alter Stärke und zugleich seine bislang vielleicht poppigste Platte.

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Katie Von Schleicher

Katie Von Schleicher – Consummation

Ein paar Lo-Fi-Power-Balladen auf Platte zu pappen und diese Sammlung „Shitty Hits“ zu nennen, hat sicherlich Charme. Katie Von Schleicher sorgte mit ihrem Debüt für verdientes Aufsehen, nur um all das weit hinter sich zu lassen. Die musikalische Öffnung ist da – Chamber-Pop, pulsierende Electro-Rocker, interstellare Zwischenfälle, kurze Noise-Eruptionen und mehr schmücken den Nachfolger „Consummation“ aus. Und all das zumindest teilweise von einer alternativen Interpretation des Hitchcock-Klassikers „Vertigo“ inspiriert.

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Alpentines

Alpentines – Blackness

Namen sind wie Schall und Rauch. Ja, die Mitglieder von Alpentines spielen in verschiedenen, durchaus bekannten Indie-Formationen, und doch ist die Zusammenkunft der vier Kölner eine ganz eigene Angelegenheit, die keine langen Listen erfordert. Was auf „Silence Gone“ bereits gut klappte, findet nun Fortsetzung auf „Blackness“ – sieben kleine Songs und Fragmente, die sich mit Überlegungen zum großen Ganzen und den Widersprüchen der gelebten Wirklichkeit befassen. Und das im gewohnten Indie-Gewand mit aufregenden Pop- und Rock-Auslegern.

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Diet Cig

Diet Cig – Do You Wonder About Me?

Mit einer EP und dem Album „Swear I’m Good At This“ erreichten Diet Cig binnen kürzester Zeit Kultstatus. Das Duo aus New Paltz im US-Bundesstaat New York kultiviert einen eigentümlichen Pop/Rock-Ansatz, der sich irgendwo zwischen Indie, Garage und Punk platziert. Nach zwei nahezu pausenlosen Jahren auf Tour nahmen sich Alex Luciano und Noah Bowman eine kleine Auszeit, um an neuem Material zu arbeiten und menschlich zu wachsen, um ihr – wie sie es nennen – Hochstapler-Syndrom abzulegen. Nun ist „Do You Wonder About Me?“ am Start.

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The Rhymes

The Rhymes – The Rhymes

Was vor vier Jahren in einem Keller im schwedischen Uppsala begann, landet nun endlich auf Platte: The Rhymes fackeln seit 2016 skandinavische, britische und deutsche Bühnen mit guter Laune und poppigen Indie-Sounds ab. Bevorzugt reißt das Quartett Mauern ein und setzt auf Inklusion: Sänger Tomas saß mehrere Jahre im Stadtrat Uppsalas, wo er sich für LGBTQ+-Rechte einsetzte, und organisierte die erste Gay-Pride-Veranstaltung in Säffle, wo er aufwuchs. Die Bandfarben rosa und schwarz kommen somit nicht von ungefähr. Auf dem schlicht „The Rhymes“ betitelten Debüt findet nun all das zusammen.

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Peel Dream Magazine

Peel Dream Magazine – Agitprop Alterna

Vor zwei Jahren gelang Joe Stevens eine Punktlandung. Der New Yorker rief Peel Dream Magazine ins Leben und veröffentlichte „Modern Meta Physic“, eine schwebende Melange aus Indie Pop, Psychedelic Rock und Shoegaze. An den Zutaten hat sich wenig geändert, an den Köchen des Breis allerdings schon: Für den Nachfolger lud sich Stevens Mitglieder seiner rotierenden Live-Band ins Studio ein, darunter Schlagzeuger Brian Alvarez und die mittlerweile wieder ausgestiegene Sängerin Jo-Anne Hyun. „Agitprop Alterna“ folgt der Brecht’schen Maxime, Kunst als Werkzeug zur Anregung der Aktion heranzuziehen.

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The Slow Readers Club

The Slow Readers Club – The Joy Of The Return

The Smiths. Oasis. The Stone Roses. Manchester kann auf eine gewaltige Musiktradition und unzählige Bands sowie Künstler von Weltformat zurückblicken. The Slow Readers Club wollen in diese Fußstapfen treten. Sie schafften es bereits vor einigen Jahren, ohne Plattenvertrag, einige der größten Venues der Stadt auszuverkaufen und stiegen mit ihrer letzten Platte sogar in die britischen Top 20 ein. Der hymnische Indie-Sound, irgendwo zwischen Pop und Alternative angesiedelt, findet sich auch auf dem vierten Studioalbum „The Joy Of The Return“ wieder.

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Orchards

Orchards – Lovecore

Sam Rushton und Dan Fane kennen sich schon ewig. Man wuchs zusammen auf und studierte später gemeinsam in Brighton. Innerhalb weniger Wochen lernten die beiden Will Lee-Lewis und Lucy Evers kennen, Orchards waren geboren. Bereits mit ihren ersten Singles und Kleinformaten erregte das britische Quartett ordentlich Aufmerksamkeit. Kunststück, schließlich ist der Mix aus Indie Pop und vertrackt rockenden Math-Gitarren so simpel wie eingängig. Die Songs ihres Debütalbums „Lovecore“ schrieben Orchards nach neunstündigen Arbeitstagen, in Mittagspausen und auf Tour – das Ergebnis purer Liebe zur Musik.

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Best Coast

Best Coast – Always Tomorrow

Welche Küste tatsächlich die Best Coast aus dem Bandnamen ist, sollte sich bei einem Blick auf die Heimat des US-Duos auflösen: Los Angeles, Kalifornien. Frontfrau Bethany Cosentino und Gitarrist Bobb Bruno veröffentlichen seit mittlerweile zehn Jahren fluffigen Indie Pop/Rock mit 70s-Schlagseite. Zuletzt nahm man eine eigene Platte für Kinder auf, das letzte „Erwachsenenalbum“ hat aber bereits knapp fünf Jahre am Buckel. „Always Tomorrow“ findet nun wieder zurück zum Independent-Glück.

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Dirty Projectors - Sing The Melody

Dirty Projectors – Sing The Melody

In unregelmäßiger Abfolge präsentiert die Domino Documents Sessions-Serie etwas andere Live-Dokumente von Künstlern des britischen Indie-Labels. Julia Holter hat bereits eine solche aufgenommen, Wild Beasts ebenfalls. Nun sind Dirty Projectors an der Reihe. David Longstreth und Band setzen auf Neu-Arrangierungen, kleinere Überraschungen sowie eine besonders originelle Cover-Version. „Sing The Melody“ macht so ziemlich alles richtig.

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