Schlagwort: Indie Pop/Rock

Helgen

Helgen – Die Bredouille

Vor drei Jahren landete es, dieses „Halb oder gar nicht“. Helgen stellten sich vor und zeigten, dass Gitarren-Pop nicht nach klassischer deutscher Indie-Schule klingen muss. Tolle Melodien, kleine Experimente und packende Texte inspirierten vertraute Vergleiche und beschritten doch neue Wege. Nun befindet sich das Trio in einer gewissen Bedrängnis. Was kann auf diesen Einstand folgen, wie kann das ach so schwere zweite Album angegangen werden? Helgen nennen das Kind beim Namen – „Die Bredouille“ – und gehen endgültig durch die Decke.

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Daniel Blumberg

Daniel Blumberg – On&On

Persönliche Einschnitte inspirierten Daniel Blumberg zu „Minus“, einem Soloexkurs zwischen Dekonstruktion und halb-improvisierter Liedästhetik. Das ehemalige Mitglied von Cajun Dance Party und Yuck, zugleich ebenso als Soundtrack-Experte und bildender Künstler tätig, bricht auf Solopfaden vertraute Strukturen auf. So entstand seine neue Platte im Rahmen von Live-Sessions mit Musiker*innen der Londoner Improv-Bühne Café OTO. „On&On“ dreht sich um die Suche nach dem endlosen Lied.

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Portmonee

Portmonee – 404

Von Resignation und Perspektivenlosigkeit ließen sich Portmonee nie unterkriegen. Eine Jugend in Ostdeutschland – man fühlte sich falsch und lag damit richtig. Was sich ominös liest, macht auf Platte Sinn. Nach dem Umzug in die Hauptstadt fand sich das Sextett im Indie-Bandformat. Nicht komplett poppig, aber auch keine zwingenden Rocker, schon mal elektronisch beeinflusst, ab und an mit HipHop und Soul flirtend: Das Debütalbum „404“ will wie ein Biopic verstanden werden.

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Becca Mancari

Becca Mancari – The Greatest Part

Ihre Kindheit und Jugend machte Becca Mancari zur Reisenden, zur Suchenden. In ihrem christlich-fundamentalistischen Elternhaus war kein Platz für ihre Homosexualität, die Suche nach Identität und Zugehörigkeit begleitete ihr Heranwachsen. Nach dem College ging Mancari auf Reisen durch Amerika und die Welt, sammelte Erfahrungen und schrieb Songs drumherum. „The Greatest Part“ ist ihr zweites Album, nun noch etwas größer und Indie-hafter als zuletzt.

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Owen

Owen – The Avalanche

Seitdem American Football durch die Decke gingen, hat Mike Kinsella vergleichsweise wenig Zeit für seine anderen Schauplätze. Das betrifft vor allem das Soloprojekt Owen, wo bislang neun Alben zwischen Indie-Klängen und fragilen Singer/Songwriter-Sounds mit Lo-Fi-Ansatz erschienen waren. Gemeinsam mit Produzent Sean Carey (Bon Iver, Peter Gabriel) und Engineer Zach Hanson (The Tallest Man On Earth, Waxahatchee) zog er sich in ein Studio in Eau Claire, Wisconsin züruck. Von äußeren Einflüssen unbeeindruckt und ungestört, entwickelten sich deutlich detailliertere Arrangements und direkteres Songwriting als zuletzt. Passenderweise rollt „The Avalanche“ wie eine emotionale Lawine an.

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The Howl & The Hum

The Howl & The Hum – Human Contact

Aus heutiger Sicht wirkt es unglücklich, das Debütalbum „Human Contact“ zu nennen. The Howl & The Hum nahmen die Platte vergangenen September auf, als die Welt noch eine andere wahr, und hielten eisern an ihren Plänen fest – keine Verschiebung, keine Umbenennung. Das Quartett aus York in Großbritannien sorgt seit geraumer Zeit für ein Rauschen im Indie-Blätterwelt mit poppigen U2-Anleihen, majestätischer Elektronik und gelegentlichen Ausflügen in unterkühlte Post-Punk-Gefilde. Aber nun kommt es erst einmal zur Kontaktaufnahme.

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Badly Drawn Boy

Badly Drawn Boy – Banana Skin Shoes

Damon Goughs vergangene Dekade war alles, nur nicht eitel Sonnenschein. Sein letztes Studioalbum – von einer kleinen Soundtrackarbeit abgesehen – ist zehn Jahre her, kurz danach setzte ihn die Mutter seiner beiden ältesten Kinder vor die Tür. Ein zunächst verleugnetes Alkoholproblem geriet zusehends außer Kontrolle, Depressionen machten sich breit. Es sollte lange dauern, bis sich der als Badly Drawn Boy bekannte Musiker damit auseinandersetzte. Mittlerweile hat er sein Leben wieder weitestgehend im Griff, ist sogar wieder verheiratet und ein weiteres Mal Vater geworden. „Banana Skin Shoes“ ist nun die Rückkehr zu alter Stärke und zugleich seine bislang vielleicht poppigste Platte.

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Katie Von Schleicher

Katie Von Schleicher – Consummation

Ein paar Lo-Fi-Power-Balladen auf Platte zu pappen und diese Sammlung „Shitty Hits“ zu nennen, hat sicherlich Charme. Katie Von Schleicher sorgte mit ihrem Debüt für verdientes Aufsehen, nur um all das weit hinter sich zu lassen. Die musikalische Öffnung ist da – Chamber-Pop, pulsierende Electro-Rocker, interstellare Zwischenfälle, kurze Noise-Eruptionen und mehr schmücken den Nachfolger „Consummation“ aus. Und all das zumindest teilweise von einer alternativen Interpretation des Hitchcock-Klassikers „Vertigo“ inspiriert.

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Alpentines

Alpentines – Blackness

Namen sind wie Schall und Rauch. Ja, die Mitglieder von Alpentines spielen in verschiedenen, durchaus bekannten Indie-Formationen, und doch ist die Zusammenkunft der vier Kölner eine ganz eigene Angelegenheit, die keine langen Listen erfordert. Was auf „Silence Gone“ bereits gut klappte, findet nun Fortsetzung auf „Blackness“ – sieben kleine Songs und Fragmente, die sich mit Überlegungen zum großen Ganzen und den Widersprüchen der gelebten Wirklichkeit befassen. Und das im gewohnten Indie-Gewand mit aufregenden Pop- und Rock-Auslegern.

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Diet Cig

Diet Cig – Do You Wonder About Me?

Mit einer EP und dem Album „Swear I’m Good At This“ erreichten Diet Cig binnen kürzester Zeit Kultstatus. Das Duo aus New Paltz im US-Bundesstaat New York kultiviert einen eigentümlichen Pop/Rock-Ansatz, der sich irgendwo zwischen Indie, Garage und Punk platziert. Nach zwei nahezu pausenlosen Jahren auf Tour nahmen sich Alex Luciano und Noah Bowman eine kleine Auszeit, um an neuem Material zu arbeiten und menschlich zu wachsen, um ihr – wie sie es nennen – Hochstapler-Syndrom abzulegen. Nun ist „Do You Wonder About Me?“ am Start.

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