Schlagwort: Post Punk

Ed Fraser

Ed Fraser – Ghost Gums

Vor mittlerweile sechs Jahren zog es den australischen Sänger und Gitarristen Ed Fraser nach Berlin. Dort fand er vor allem musikalisch schnell Anschluss, als Frontmann von Heads. setzte es bislang zwei spannende Alben zwischen Post Punk und Alternative Rock mit noisiger 90s-Schlagseite. Das alte Singer/Songwriter-Gen schlägt nun wieder durch, und so zieht es Fraser auf Solopfade, wenngleich mit Verstärkung. Seine erste EP „Ghost Gums“ befasst sich mit Verlust und Romantik und beschreitet neue musikalische Wege, die im Endeffekt gar nicht so weit von seiner Hauptband entfernt sind.

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The Modern Times

The Modern Times – Algorhythmic Dance Music

Sie mögen zwar die großen kommerziellen Erfolge ihrer Co-Revivalisten nicht erreicht haben, doch in Musik und Humor waren Art Brut ganz nahe am Original um Gang Of Four und Konsorten dran. Die Norweger The Modern Times treten nun in schmale Fußstapfen. Ihr unbekümmerter, selbst-ironischer und gerne mal überdrehter Sound, der auch ein wenig Idles und The Streets mitnimmt, schafft es erstmals über die Landesgrenzen. „Algorhythmic Dance Music“ ist ihr zweites Album.

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Ceremony

Ceremony – In The Spirit World Now

Die musikalische Metamorphose ist abgeschlossen: Von der räudigen Hardcore-Punk-Band über furiose Garage-Punker bis zur tiefen Verneigung vor Joy Division legten Ceremony in den letzten knapp 15 Jahren einen beeindruckenden Weg zurück. Mittlerweile ist das Quintett aus Rohnert Park im US-Bundesstaat Kalifornien bei poppig ausgelegtem Post Punk mit Art-Qualitäten angekommen und bohrt sich über weite Strecken tief in die Klänge der 80er Jahre. Irgendwo zwischen Devo, Echo & The Bunnymen und ein wenig Gang Of Four präsentiert sich ihr Relapse-Debüt „In The Spirit World Now“.

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Cultdreams

Cultdreams – Things That Hurt

Die Kamikaze Girls sind passé, nun übernehmen Cultdreams das Ruder. Der Bandname mag sich geändert haben, nicht aber der Sound und schon gar nicht die Vision. Es geht um den offenen Umgang mit gesellschaftlichen Problemen, mit Depressionen, PTBS, Frauenfeindlichkeit und Feminismus. In ein durchaus spektakuläres Spannungsverhältnis aus Post Punk, No Wave und Shoegaze gekleidet, bringt „Things That Hurt“ den dramatisch und doch so ehrlich gewählten Albumtitel auf mehreren Ebenen zum Ausdruck.

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The Human Capital

The Murder Capital – When I Have Fears

Zwei gefeierte Singles, Support-Slots für die Post-Punk-Bands der Stunde (Idles, Slaves, Fontaines D.C., Shame), mit Flood einen legendären Produzenten im Studio: Für The Murder Capital könnte es aktuell kaum besser laufen. In ihrer Heimatstadt Dublin verkauft das Quintett sämtliche Venues aus, seit Anfang des Jahres geht zudem ein Raunen durch die Hype-Presse. Ob die Iren tatsächlich das next big thing sind, muss nun das Debütalbum „When I Have Fears“ zeigen. Spoiler Alert: Fuck yeah.

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Zesura

Zesura – Future Cult Leaders

„Let There Be Rock“, forderten Tocotronic vor mittlerweile 20 Jahren. Zesura tun genau das, ohne auch nur im Geringsten an die deutschen Indie-Päpste zu erinnern (bestenfalls episodisch an die ungestüme Frühphase). Das Quartett aus dem Saarbrückener Umland geht es gerne laut und ruppig an, packt ein wenig Noise Rock und Post Punk in den Mix. Und ja, selbst für ein paar poppige Hooks bleibt Platz. „Future Cult Leaders“, der Titel ihres Debütalbums, darf durchaus prophetisch verstanden werden.

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Marathonmann

Marathonmann – Die Angst sitzt neben dir

Nach dem Release von „Mein Leben gehört dir“ nahmen sich Marathonmann erstmals etwas Zeit, um ein wenig Abstand vom Bandleben zu gewinnen und die leer getourten Akkus einigermaßen aufzuladen. Entsprechend frisch und erholt widmete man sich dem Thema Album #4. Dieses Mal dreht sich alles um Ängste, steter Begleiter von Geburt bis Tod. Auch wenn sich die Art und Form der Ängste verändern, man wird sie doch nie los. „Die Angst sitzt neben dir“ könnte in Zeiten wie diesen kaum wichtiger sein. Dazu passt auch verfeinerte musikalische Ausrichtung der Band.

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The Dead Sound

The Dead Sound – Cuts

Ende vergangenen Jahres schrieb Love A-Schlagzeuger Karl Brausch erste Demos für ein herrlich düsteres Soloprojekt, auf der Bühne gemeinsam mit Bandkollege Dominik Mercier – die beiden spielen auch gemeinsam bei Matches – und Lars Borrmann von den mittlerweile aufgelösten Freiburg umgesetzt. Mittlerweile sind The Dead Sound eine Band, mit Crazysane Records wurde das passende Label gefunden. Auf dem Einstand „Cuts“ finden sich neun hibbelige, bedrohliche Tracks zwischen Post Punk, Dark Wave, Shoegaze und krautigem Psychedelic Rock.

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Horse Jumper Of Love

Horse Jumper Of Love – So Divine

Wie schwerfällig Musik sein kann, zeigt aktuell ein Trio aus Boston: Horse Jumper Of Love haben nicht nur einen der besten Bandnamen überhaupt, sondern auch ein Urverständnis für entschleunigte, depressive Musik. Alternative Rock, Post Punk und schemenhafte Darstellung menschlicher Gefühlsregungen laufen durch den Anti-Punk-Fleischwolf und suchen nach dem Sinn in der Aussichtslosigkeit. Der Titel des zweiten Albums „So Divine“ ist folgerichtig mit Vorsicht zu genießen, wohl sarkastisch zu verstehen.

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The Gotobeds

The Gotobeds – Debt Begins At 30

Wann ist das Leben eigentlich zu Ende? Wer jetzt „30“ sagt, ist a) viel zu jung, b) zynisch und/oder c) ein Fan der Gotobeds. Das Quartett aus Pittsburgh, eine der unangenehmsten und doch sympathischsten Rock-Bands der letzten Jahre, lud sich einige Freunde ins Studio ein, um die Leichtigkeit des Seins mit Wut und Frust zu torpedieren. Freilich ist der Albumtitel „Debt Begins At 30“ mit Vorsicht zu genießen, und doch scheint die Auflösung jeglicher Lebensfreude zum Greifen nahe.

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