Schlagwort: Post Punk

Kælan Mikla

Kælan Mikla – Undir Köldum Norðurljósum

Hinter Kælan Mikla liegt ein hochspannender Weg. Ursprünglich 2013 im Rahmen eines Poesie-Wettbewerbs in Reykjavik gegründet, erforscht das Trio eine Welt isländischer Kultur und Geschichte mit veränderbaren Vorzeichen. Aus der einstigen DIY-Punk-Band wurde auf den bisherigen drei Album eine eigentümliche Entität zwischen Post Punk, Synthie-Pop, Folklore und pulsierenden Beats. Man tourte mit Alcest und Drab Majesty, zählt zudem zu den Favoriten von The Cure-Legende Robert Smith. Artoffact packt nun die Gelegenheit beim Schopf und verleiht der neuen Platte „Undir Köldum Norðurljósum“ eine gebührende Plattform.

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OGMH

OGMH – Die Or Die

Die Schweizer Reise in Richtung idealer Sound hat sich ein wenig verfinstert. Einst begannen OGMH – der Name ist auf das Ocean Grove Memorial Home in New Jersey zurückzuführen – im Garage-Rock-Sektor, mittlerweile dominieren New Wave, Gothic Rock, Post Punk und Melancholie das Geschehen. Panik und Hilflosigkeit kleiden die Welt in Gewandungen purer Enttäuschung, weil … warum auch nicht? Eine gewisse Aussichtslosigkeit steckt auch im Titel ihrer neuen EP. „Die Or Die“ lässt keine Alternative und gestaltet den Weg gen Untergang gar bezaubernd.

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JOHN

JOHN – Nocturnal Manoeuvres

Ein kryptischer, unsuchbarer Bandname legt den Fokus auf Musik und Kreativität: Das Duo JOHN heißt nicht nur aufgrund der Vornamen der beiden Musiker (John Newton und Johnny Healey) so, sondern versucht damit das eigentliche Spiel, das Momentum des gemeinsamen Erschaffens neuer Ideen in den Mittelpunkt zu rücken. Falls das nicht reicht, nennen sie sich auch JOHN (TIMESTWO), um es den Suchmaschinen einfacher zu machen. Wie dem auch sei, „Noctural Manoeuvres“ ist bereits das dritte Album der Londoner, das sich abermals durch brachiale Lautstärke, komplexe Strukturen und anspruchsvolle Lyrics auszeichnet.

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Nightwatchers

Nightwatchers – Common Crusades

Französischer Kolonialismus ist gewiss kein typisches Punk-Thema. Für Nightwatchers spielen politische Texte eine zentrale Rolle, so bereits auf ihren beiden EPs und dem Debütalbum „La paix ou le sable“ geschehen. Mit ihren Lyrics wollen sie auf die Gewalt und die Verbrechen der französischen Kolonialzeit hinweisen und ziehen zugleich Parallelen zur Art und Weise, wie Frankreich heute mit dem Islam umgeht. Diesen durchaus starken Tobak kleiden die vier Herren aus Toulouse in schroffe, scharfkantige Tracks, die zwischen Uptempo-Hooks und ein wenig Post-Düsternis pendeln. „Common Crusades“ setzt die Reise fort.

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Actors

Actors – Acts Of Worship

Die Musik der 80er Jahre strahlt weiterhin ungebrochene Faszination aus. Bei Artoffact Records finden zahlreiche Revivalisten aus dem vermeintlichen Underground ein wunderbares Zuhause. So auch Actors aus Kanada, die vor drei Jahren ihr Wave-getränktes Post-Punk-Debüt veröffentlichten und mit ihrer erdrückenden Düsterromantik seither Herzen brechen. „Acts Of Worship“, von Sänger und Gitarrist Jason Corbett im eigenen Studio in Vancouver produziert, holt nun erneut auf die Tanzfläche, nur um dort nach einem ausladenden Balzritual schulterzuckend zu resginieren.

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Ropes Of Night

Ropes Of Night – Impossible Space

Für geschmackvolle Finsternis ist immer etwas Platz. Ralph Schmidt verfolgt diese unter anderem bei Ultha, die für ihre Extreme zwischen Black-, Death- und Post-Metal sowie Grindcore bekannt sind, um nur einige der geschmackvoll chaotischen Einflüsse zu nennen. Vor zwei Jahren gründete er Ropes Of Night, das mit derlei Ideen jedoch herzlich wenig am Hut hat und stattdessen klassischen Post Punk mit einer feinen Prise Gothic-Blei serviert. Auf „Impossible Space“ erkunden die Kölner, wie viel Traurigkeit die menschliche Seele verkraften und wie mutig der menschliche Geist sein kann.

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The Shattered Mind Machine

The Shattered Mind Machine – Apparatschik

Ein literarisches Konzeptalbum mit musikalischer Kälte gepaart – was wie ein beklemmender Albtraum klingt, gestalteten The Shattered Mind Machine zum Achtungserfolg mit Post Punk-, Wave- und Alternative-Einschlag. Nun meldet sich das Trio aus Winterthur zurück mit, so die vollmundige Ankündigung, definierteren Songs und durchaus eingängigen Momenten, ohne jedoch die frostigen Wurzeln zu vernachlässigen. „Apparatschik“ spielt mit dem Konzept einer Gesellschaft, die stets uniformer und restriktiver wird, die immer weniger Ausbruchsmöglichkeiten bietet.

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A Place To Bury Strangers

A Place To Bury Strangers – Hologram

Oliver Ackermann und ein stabiles Line-up, das scheint sich auszuschließen. Zumindest krempelte er A Place To Bury Strangers, nicht umsonst gerne als ‚lauteste Band New Yorks‘ bezeichnet, abermals kräftig um, und begrüßt nun Sandra und John Fedowitz von Ceremony East Coast als neue Rhythmusabteilung. Oliver und John kennen sich, seit sie klein waren, und spielten bereits gemeinsam bei den Shoegaze-Legenden Skywave. Nun macht man wieder gemeinsame Sache, wohl aber deutlich noisiger. Die EP „Hologram“ ist ein fantastisches Stelldichein geworden.

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Desperate Journalist

Desperate Journalist – Maximum Sorrow!

Desperate Journalist sind so etwas wie Produktivitätsmonster. Aktuell steht bereits ihr viertes Album seit 2015 an, von diversen EPs und Kleinformaten ganz zu schweigen. Musikalisch hat sich das Quartett aus London komplett der eingängigen Düsternis verschrieben. Post Punk spielt natürlich ganz vorne mit, dazu gesellen sich diverse Rock-Spielarten von Indie über Alternative bis hin zu Gothic. Als Sahnehäubchen zerlegt Jo Bevan ihre Stimmbänder mit wachsender Begeisterung. All das findet nun auf dem wütenden und zugleich harmonisch fragilen „Maximum Sorrow!“ zusammen.

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Duvel

Duvel – Duvel

Beklemmende Düsternis wird jetzt ein Stück poppiger: Drei Jahre nach ihrem kurzweiligen Debüt wollen Duvel mehr von allem. Die Norweger sind um einen Keyboarder reicher und somit nunmehr als Quartett unterwegs, zudem wollte man die Mischung aus Post Punk und 80s-Goth-Rock, die „Attempts At Speech“ säumte, etwas auffrischen. Und so betritt Gevatter New Wave das Parkett – ähnliche Ursprungszeit, deutlich eingängiger und hooklastiger arrangiert. Der Zweitling heißt einfach nur „Duvel“, so wie die Band, und geht direkt ins Ohr.

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