Schlagwort: Post Punk

The Secrecy

The Secrecy – Pins & Needles

Darf es noch ein wenig mehr Post Punk sein? Revivalisten gibt es seit Jahren wie Sand am Meer. Nur wenige schaffen es bereits mit ihrem ersten Album, eine einigermaßen frische und eigenständige Note zu setzen. The Secrecy bewegen sich seit geraumer Zeit im Underground von Indianapolis und veröffentlichten die eine oder andere Single. Begleitet wurden diese von düsteren, cineastischen Gothic-Rock-Einflüssen und bewusst eingesetzten modernen Klängen. Mit dieser Antithese zum Genre-Trend wartet nun auch „Pins & Needles“ auf, das erste komplette Album des US-Quartetts, das noch emotionaler und immersiver als die bisherigen Releases klingen soll.

Weiterlesen
Teksti-TV 666

Teksti-TV 666 – 4

Der wohl ultimative Permanent-Geheimtipp für Post-Punk- und Kraut-Fans reitet wieder. Wobei, eigentlich ist das ’neue‘ Mini-Album von Teksti-TV 666 alles andere als neu. Bereits Anfang April erschienen vier Songs, etwas unspektakulär digital veröffentlicht und beinahe übersehen – zu Unrecht, versteht sich. Svart Records sieht das wohl ähnlich und spendiert „4“ im August eine limitierte Vinyl-Auflage. Mit dabei ist alles, was die vielleicht kauzigste Big-Band verwaschener Gitarrenmusik auszeichnet: schier endlose Jams, motorisierte Peitschenhiebe, eine unerwartete Portion Punk und psychedelische Riffs der anderweltlichen Art. Nun denn.

Weiterlesen
PEACH

PEACH – Only Love

Ein Riesenalbum aus dem gefühlten Nirgendwo … und jetzt? Gleich mit dem Einstand gelang PEACH ein Volltreffer. Das Quartett aus Bristol veröffentlichte sein Debüt im September 2023 und punktete mit einer wütenden, intensiven Mischung aus Alternative, Grunge, Post Punk und Noise sowie dem einen oder anderen Abstecher in die Wüste. Daran hat sich seither herzlich wenig geändert. „Only Love“ tritt nun ein schweres Erbe ein, tobt sich mit den gewonnenen Erfahrungen der letzten Jahre aus und hat hörbar wenig Lust darauf, auch nur im Geringsten nachzugeben – das sollte spätestens nach einem Blick auf das Artwork keineswegs überraschen.

Weiterlesen
Pond

Pond – Terrestrials

Nach zehn Alben kann man schon mal auf schräge Ideen kommen. Für Pond ist das so und so täglich Brot. Die australische Psych-Band mit Pop-Kante stellte für den neuesten Streich ein paar Regeln auf. Balladen und Pink-Floyd-Zeugs hatten ebenso wenig Platz wie übermäßiger Fuzz-Pedal-Einsatz. Stattdessen entwickelte sich nach und nach das selbstverständlich höchst alltägliche Konzept ‚Goths im Pub‘ – Post Punk, australischer Pub Rock, Kajal und feinsinnige Pop-Weisheiten. Zudem befasst sich „Terrestrials“ mit elementaren menschlichen und gesellschaftlichen Gegensätzen, von unwiderstehlichen Harmonien und kauzigen 80s-Ideen begleitet.

Weiterlesen
Klez.e

Klez.e – Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht

Zwei Alben lang arbeiteten sich Klez.e durch das Erbe von The Cure mit eigenem Anstrich. Nun da die britischen Legenden wieder aus dem Studio grüßen … braucht es keine gröbere Kurskorrektur. Klar, das ist mehr als überzogen, doch haben Tobias Siebert, Daniel Moheit und Filip Pampuch längst ihren ganz persönlichen Ansatz gefunden, der Vertrautes weiterdenkt. Vergleichsweise schnell gibt es neuen Stoff in Form von „Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht“, der die Düsterheit der Vorgänger mitnimmt und etwas anders auslegt. Während alles ringsum noch finsterer wird und sich dem Zusammenbruch nähert, rückt man näher zusammen und ist gemeinsam stärker.

Weiterlesen
The Bobby Lees

The Bobby Lees – New Self

Das Banddasein kann eine ziemlich teure, undankbare Angelegenheit sein. Für The Bobby Lees war dies Ende 2023 Anlass, eine Pause auf unbestimmte Zeit bekanntzugeben. Wirtschaftlicher Druck und die Herausforderungen des Tourens inmitten aller Unsicherheiten wurden als Gründe genannt. Was folgte, war eine Welle der Solidarität. Unter anderem bot ‚Aquaman‘ Jason Momoa höchstpersönlich an, eine neue Platte zu finanzieren. Nun ist das US-Trio tatsächlich zurück, konnte sämtliche Energie in die kreative Seite der Band stecken und kam zudem bei Epitaph unter. „New Self“ ist ihr nunmehr viertes Studioalbum.

Weiterlesen
La Sécurité

La Sécurité – Bingo!

Wie chaotisch darf Punk sein? La Sécurité rufen nur ‚Ja!“ und machen einfach. Das Quintett aus Montreal erklärt Präfix-Präferenzen für Art, Dance und Post, mit etwas Noise, Indie und Gaze als Bonus. Erste nationale und internationale Festivals, darunter ein Reeperbahn-Auftritt, wurden bereits erfolgreich absolviert, das erste Album „Stay Safe!“ erwies sich als hibbelige und zugleich erstaunlich entspannte Platte und wurde verdientermaßen auf die Longlist des Polaris Music Prize gesetzt. „Bingo!“ ist der mehr als unterhaltsame, gerne mal schräge und stets herausfordernde Nachfolger.

Weiterlesen
Iceage

Iceage – For Love Of Grace & The Hereafter

Der konstante Zusammenbruch begleitet Iceage seit jeher. Die Dänen scheinen diesen permanenten Ausnahmezustand regelrecht zu brauchen, um tatsächlich funktionieren zu können, auch wenn es zuletzt etwas ruhiger um das Quintett geworden war. Sänger Elias Rønnenfelt kümmerte sich unter anderem um seine Solokarriere, erste Songs ergaben sich vor etwa zwei Jahren. Aufgenommen wurde vergangenen November in jenem Studio, wo bereits das dritte Album „Plowing Into The Field Of Love“ entstanden war. Für „For Love Of Grace & The Hereafter“ soll jede Form von romantischer Liebe und Leidenschaft, die das Werk von Iceage schon immer begleitet, mit neuer Klarheit fließen.

Weiterlesen
Hysterese

Hysterese – Hysterese

Understatement bleibt das Motto von Hysterese. Keine großen Worte, keine Werbung, wenig Social-Media-Aktivität und Minimalismus bei der Benennung ihrer Alben zeichnen das Quartett aus Tübingen seit seienr Gründung 2009 aus. Ihre letzte Platte hat mittlerweile knapp fünf Jahre auf dem Buckel, auch der Nachfolger verzichtet auf einen Titel. Die Musik soll für sich sprechen, und das gelingt einmal mehr. „Hysterese“ (das fünfte Album, das den Namen der Band trägt) erweitert den Sound ein weiteres Mal, spielt mehr und mehr mit klassischeren Alternative- und Hard-Rock-Mustern, bleibt dem Punk in verschiedenen Spielarten treu und schielt gerne mal in Richtung Heavyness.

Weiterlesen
Conscious Pilot

Conscious Pilot – Human Poultry

Schmissiges Grollen aus Glasgow tritt einmal mehr seinen Siegeszug an: Conscious Pilot entstanden vor ein paar Jahren als eine Art Nachfolgeprojekt von Cheap Teeth und veröffentlichten 2024 zwei EPs mit Fokus auf Post Punk und Indie-Klänge. Ihr erstes Album „Human Poultry“ entpuppt sich als Sammelsurium von Beobachtungen aus dem Alltag der Band. Hier tummeln sich Situationen und Figuren, denen man im Laufe der Zeite begegnete. Zudem stellt sich die Frage, welche Rolle äußere Einflüsse tatsächlich auf das eigene Leben, auf eigene Entscheidungen und das eigene Handeln haben – mal bierernst, dann wieder mit einem gewissen Augenzwinkern serviert.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?