Schlagwort: Post Punk

Klez.e

Klez.e – Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht

Zwei Alben lang arbeiteten sich Klez.e durch das Erbe von The Cure mit eigenem Anstrich. Nun da die britischen Legenden wieder aus dem Studio grüßen … braucht es keine gröbere Kurskorrektur. Klar, das ist mehr als überzogen, doch haben Tobias Siebert, Daniel Moheit und Filip Pampuch längst ihren ganz persönlichen Ansatz gefunden, der Vertrautes weiterdenkt. Vergleichsweise schnell gibt es neuen Stoff in Form von „Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht“, der die Düsterheit der Vorgänger mitnimmt und etwas anders auslegt. Während alles ringsum noch finsterer wird und sich dem Zusammenbruch nähert, rückt man näher zusammen und ist gemeinsam stärker.

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The Bobby Lees

The Bobby Lees – New Self

Das Banddasein kann eine ziemlich teure, undankbare Angelegenheit sein. Für The Bobby Lees war dies Ende 2023 Anlass, eine Pause auf unbestimmte Zeit bekanntzugeben. Wirtschaftlicher Druck und die Herausforderungen des Tourens inmitten aller Unsicherheiten wurden als Gründe genannt. Was folgte, war eine Welle der Solidarität. Unter anderem bot ‚Aquaman‘ Jason Momoa höchstpersönlich an, eine neue Platte zu finanzieren. Nun ist das US-Trio tatsächlich zurück, konnte sämtliche Energie in die kreative Seite der Band stecken und kam zudem bei Epitaph unter. „New Self“ ist ihr nunmehr viertes Studioalbum.

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La Sécurité

La Sécurité – Bingo!

Wie chaotisch darf Punk sein? La Sécurité rufen nur ‚Ja!“ und machen einfach. Das Quintett aus Montreal erklärt Präfix-Präferenzen für Art, Dance und Post, mit etwas Noise, Indie und Gaze als Bonus. Erste nationale und internationale Festivals, darunter ein Reeperbahn-Auftritt, wurden bereits erfolgreich absolviert, das erste Album „Stay Safe!“ erwies sich als hibbelige und zugleich erstaunlich entspannte Platte und wurde verdientermaßen auf die Longlist des Polaris Music Prize gesetzt. „Bingo!“ ist der mehr als unterhaltsame, gerne mal schräge und stets herausfordernde Nachfolger.

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Iceage

Iceage – For Love Of Grace & The Hereafter

Der konstante Zusammenbruch begleitet Iceage seit jeher. Die Dänen scheinen diesen permanenten Ausnahmezustand regelrecht zu brauchen, um tatsächlich funktionieren zu können, auch wenn es zuletzt etwas ruhiger um das Quintett geworden war. Sänger Elias Rønnenfelt kümmerte sich unter anderem um seine Solokarriere, erste Songs ergaben sich vor etwa zwei Jahren. Aufgenommen wurde vergangenen November in jenem Studio, wo bereits das dritte Album „Plowing Into The Field Of Love“ entstanden war. Für „For Love Of Grace & The Hereafter“ soll jede Form von romantischer Liebe und Leidenschaft, die das Werk von Iceage schon immer begleitet, mit neuer Klarheit fließen.

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Hysterese

Hysterese – Hysterese

Understatement bleibt das Motto von Hysterese. Keine großen Worte, keine Werbung, wenig Social-Media-Aktivität und Minimalismus bei der Benennung ihrer Alben zeichnen das Quartett aus Tübingen seit seienr Gründung 2009 aus. Ihre letzte Platte hat mittlerweile knapp fünf Jahre auf dem Buckel, auch der Nachfolger verzichtet auf einen Titel. Die Musik soll für sich sprechen, und das gelingt einmal mehr. „Hysterese“ (das fünfte Album, das den Namen der Band trägt) erweitert den Sound ein weiteres Mal, spielt mehr und mehr mit klassischeren Alternative- und Hard-Rock-Mustern, bleibt dem Punk in verschiedenen Spielarten treu und schielt gerne mal in Richtung Heavyness.

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Conscious Pilot

Conscious Pilot – Human Poultry

Schmissiges Grollen aus Glasgow tritt einmal mehr seinen Siegeszug an: Conscious Pilot entstanden vor ein paar Jahren als eine Art Nachfolgeprojekt von Cheap Teeth und veröffentlichten 2024 zwei EPs mit Fokus auf Post Punk und Indie-Klänge. Ihr erstes Album „Human Poultry“ entpuppt sich als Sammelsurium von Beobachtungen aus dem Alltag der Band. Hier tummeln sich Situationen und Figuren, denen man im Laufe der Zeite begegnete. Zudem stellt sich die Frage, welche Rolle äußere Einflüsse tatsächlich auf das eigene Leben, auf eigene Entscheidungen und das eigene Handeln haben – mal bierernst, dann wieder mit einem gewissen Augenzwinkern serviert.

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13SUNS

13SUNS – Särge, Erde, Damen & Herren

Für diese vier Herren scheint die Sonne besonders hell … und vielfach. Bereits auf ihrer Ende 2024 erschienenen, gleichnamigen EP taten sich 13SUNS als Indie- und Alternative-Feinschmecker mit einem Herz fürs Schräge, aber auch fürs Hymnische hervor. Nun stürzt sich die Band aus Dresden auf ein erstes komplettes Album, aufgenommen im eigenen Tortenklang Studio. Um die Veredelung kümmerten sich mit Kurt Ebelhäuser und Andi „Doc Young“ Jung echte Meister ihres Fachs. Und eben solche dürften auch 13SUNS bald sein, zumindest wenn man nach den zehn abwechslungsreichen Tracks auf „Särge, Erde, Damen & Herren“ geht.

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Users

USERS – Welcome To Civilisation

Laut, schroff, eindringlich und unheimlich wichtig: USERS halten nichts von falscher Zurückhaltung und vermitteln Inhalte mit packendem Lärm. In den letzten beiden Jahren erarbeitete sich das Quartett aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen einen Ruf als packende Live-Band, war unter anderem bereits am Roskilde Festival zu sehen und spielte einzelne Shows in Deutschland. Nun gibt es den ansteckenden Mix aus Punk Rock und Post Punk erstmals auf Platte zu hören: „Welcome To Civilisation“ zeigt sich solidarisch mit der Arbeiterklasse und all jenen, die die Dinge am Laufen halten, während sich große Konzerne und machtgierige Individuen immer mehr Land und Profit unter den Nagel reißen.

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Death Lens

Death Lens – What’s Left Now?

Death Lens haben aktuell einen Lauf. Zwei Jahre nach ihrem Epitaph-Einstand „Cold World“ meldet sich das Quartett aus Südkalifornien zurück und beweist weiterhin viel Herz. Seit ihren Garage-Punk-Anfängen hat sich die Band in verschiedenste Richtungen entwickelt, schreibt weiterhin grandiose Hooks und Texte, die gegen Unterdrückung ankämpfen, Außenseiter unterstützen und dabei stets das Gemeinsame betonen. „What’s Left Now?“ gibt all jenen eine Stimme, die glauben, keine zu haben, und setzt zugleich den kreativen Höhenflug der US-Band mehr als deutlich und spektakulär fort.

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The Props

The Props – Arrow

Eine The-Band spielt zeitlosen, leicht rückwärtsgewandten Rock, der auch vor 20 Jahren mehr als prima funktioniert hätte: Irgendwo zwischen Indie Rock, Alternative, Post Punk und Pop platzieren sich The Props. Das erst Ende 2023 in Los Angeles gegründete Quartett machte mit ersten Singles, zahlreichen Konzerten und DIY-Ethos auf sich aufmerksam. Blue Grape Music ist nun ihre Heimat und brachte sie mit dem Grammy-prämierten Produzenten Carlos de la Garza zusammen, der bereits mit Paramore und Best Coast arbeitete – das ‚fehlende Puzzlestück‘, wie ihn Sänger Nick Ruiz nennt. Auf der ersten EP „Arrow“ finden sich fünf sympathische Hits.

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