Schlagwort: Post Punk

Disq

Disq – Collector

Zu Beginn des neuen Jahrtausends war Saddle Creek DIE ultimative Talenteschmiede für die lokale Szene von Omaha, Nebraska. Hier machten Conor Oberst (Bright Eyes, Desaparecidos) und Tim Kasher (Cursive, The Good Life) ihre ersten Schritte, später öffnete man sich für Bands außerhalb der Heimatstadt (Two Gallants, Rilo Kiley, The Thermals). Disq haben das Potenzial, sich in diese illustre Riege einzureihen. Das Quintett aus Madison, Wisconsin, allesamt zwischen dem Ende der Teens und den frühen Zwanzigern angesiedelt, veröffentlichte vor vier Jahren bereits ein Kleinod in Eigenregie. Dem Schülerband-Status entwachsen, widmet sich das Debütalbum „Collector“ einem überaus bunten musikalischen Mix.

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Spectres

Spectres – Nostalgia

Während der Frühling ins Land zieht, kehrt karge Finsternis zurück. Über drei Alben tankten sich Spectres durch den überwiegend kanadischen Untergrund und galten lange Zeit als Post-Punk- und Death-Rock-Geheimtipp. Nach dem Re-Release ihrer bisherigen Platten über Artoffact, die neue Label-Heimat, versucht sich das Quintett aus Vancouver nun am großen Wurf. Ihr „Nostalgia“ wagen den Deep Dive zu den Wurzeln des Genres in den 1980er Jahren und flirtet kräftig mit bekömmlichem Fatalismus.

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King Krule

King Krule – Man Alive!

So plötzlich er wieder aufgetaucht war, so schnell verschwand King Krule kurz nach dem Release seines zweiten Albums „The Ooz“. Archy Marshalls Welt drehte sich jedoch weiter. Während den Arbeiten an neuen Songs kam die Nachricht, dass er zum ersten Mal Vater würde. Schnell ließ Marshall die fatalistische Spirale aus Depression und Alkoholexzessen hinter sich und zog aufs Land, um näher bei der Mutter seines Kindes zu sein. Entsprechend veränderten sich Ton und Fokus der nunmehr dritten Platte „Man Alive!“ auch während der Aufnahme-Sessions. Neben der gewohnten musikalischen Pluralität kollidieren die Reste der Abwärtsspirale mit neuen Alltagsbeobachtungen.

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Bambara

Bambara – Stray

Der Tod lauert überall, an allen Ecken und Enden, ist unvermeidbar, abstrakt und doch eine höchst individuelle Sache. Für Bambara ist das Lebensende Antrieb für eine komplette Platte. Das Trio aus Athens, Georgia um die Zwillingsbrüder Reid und Blaze Bateh sowie Bassist William Brookshire schätzt düstere Klänge zwischen Post Punk und Dark Rock mit Gothic-Note – in Ton und Text. „Stray“, das Follow-up zur herrlich verstörenden Düsterperle „Shadow On Everything“, beißt sich in der Materie fest.

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Algiers

Algiers – There Is No Year

Mit ihrer einzigartigen Version von Protestmusik rennen Algiers offene Türen bei Alternative-Hörern ein. Soul, Blues, RnB, Industrial, Post Punk und Rock sind nur einige der Zutaten, welche auf den beiden letzten Alben hochspannende Herangehensweisen an gängige Klangschemata hervorbrachten. Mit den Produzenten Randall Dunn, der bereits mit den Drone-Königen Sunn O))) arbeitete, und Ben Greenberg verlieh man dem urgewaltigen Sound auf „There Is No Year“ eine neue, nicht minder spannende Struktur. Fieberhafter, feinsinniger und noch nervöser – und nach wie vor ohne Blatt vor dem Mund.

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Turbostaat

Turbostaat – Uthlande

Mit ihren assoziativen Texten, der kompromisslosen Haltung und einem Ur-Verständnis für Punk, der viel mehr ist, als es dieser Begriff vermuten lässt, erfüllen Turbostaat seit bald zwei Jahrzehnten eine Art Vorbildwirkung für Generationen an Bands. Auf ihr Konzeptwerk „Abalonia“ und die starke Live-Platte „Nachtbrot“ folgt nun „Uthlande“. Von einem alten Begriff für die Inseln, Halligen und Marschen vor dem nordfriesischen Festland befeuert, richtet sich das lyrische Auge dieses Mal auf das Geschehen vor der eigenen Haustüre, von einem etwas punkigeren Sound begleitet.

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Mint Mind

Mint Mind – Thoughtsicles

Seit mittlerweile 20 Jahren unterstützt Rick McPhail Tocotronic, 2004 stieß er als fixes Mitglied zu den Ikonen der Hamburger Schule. Damit alleine ist der gebürtige US-Amerikaner allerdings nicht annähernd ausgelastet und unterhält diverse Nebenprojekte, zuletzt unter anderem Venus Vegas und Glacier. Aktuell sind Mint Mind an der Reihe, mit denen er sich etwas direkteren Klängen widmet. Indie-Ursuppe, Post Punk, Fuzz und sogar der eine oder andere Kraut-Ausflug begleiten das neue Album „Thoughtsicles“.

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Cemented Minds

Cemented Minds – Colostrum

Eigentlich entstammen die Musiker hinter Cemented Minds diversen Hardcore-Punk-Formationen, schwören allerdings ebenso auf die erfrischende, durchaus artverwandte Düsternis von Post Punk. So rief das französische Quartett ein neues Projekt ins Leben, hörbar von Eagulls, The Cure und Beastmilk beeinflusst, aber auch von Independent Comics, wie der eine oder andere Text zeigt. „Colostrum“ ist, keine zwei Jahre nach der ersten Bandprobe, die Debüt-EP.

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City At Dark

City At Dark – City At Dark

Vor zwei Jahren verbreiteten City At Dark erstmals ihre düstere Vision von zeitgemäßiger Populärmusik. Damals nannten sich die Wiener Künstlerin Laura Landergott und der israelische Gitarrist Yair Karelic noch RÁN. Unter aktuellem Namen ließ man sich in der Hauptstadt Berlin nieder, spielte auf diversen Festivals und vertiefte den eigenen Entwurf von Raum und Klang durch Psychedelic, Indie, Wave und sogar ein wenig Post Punk. Das Debütalbum heißt wie die Band und geht im besten Sinne an die Substanz.

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Surf Curse

Surf Curse – Heaven Surrounds You

Lieder über Herzschmerz und Entfremdung, direkt aus dem jugendlichen Leben gegriffen, beschäftigten Surf Curse zu Beginn ihrer Karriere. Das ist bald zehn Jahre her, damals spielten Nick Rattigan und Jacob Rubeck noch punkigen Rock. Kürzlich zog das Duo von Reno nach Los Angeles, zugleich wurde der Sound eine Spur sonniger und verträumter. Indie Rock, Post Punk und ein wenig Dream-Pop geben sich auf dem mittlerweile dritten Studioalbum „Heaven Surrounds You“ die sprichwörtliche Klinke in die Hand.

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