Schlagwort: Post Punk

The Dead Sound

The Dead Sound – Cuts

Ende vergangenen Jahres schrieb Love A-Schlagzeuger Karl Brausch erste Demos für ein herrlich düsteres Soloprojekt, auf der Bühne gemeinsam mit Bandkollege Dominik Mercier – die beiden spielen auch gemeinsam bei Matches – und Lars Borrmann von den mittlerweile aufgelösten Freiburg umgesetzt. Mittlerweile sind The Dead Sound eine Band, mit Crazysane Records wurde das passende Label gefunden. Auf dem Einstand „Cuts“ finden sich neun hibbelige, bedrohliche Tracks zwischen Post Punk, Dark Wave, Shoegaze und krautigem Psychedelic Rock.

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Horse Jumper Of Love

Horse Jumper Of Love – So Divine

Wie schwerfällig Musik sein kann, zeigt aktuell ein Trio aus Boston: Horse Jumper Of Love haben nicht nur einen der besten Bandnamen überhaupt, sondern auch ein Urverständnis für entschleunigte, depressive Musik. Alternative Rock, Post Punk und schemenhafte Darstellung menschlicher Gefühlsregungen laufen durch den Anti-Punk-Fleischwolf und suchen nach dem Sinn in der Aussichtslosigkeit. Der Titel des zweiten Albums „So Divine“ ist folgerichtig mit Vorsicht zu genießen, wohl sarkastisch zu verstehen.

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The Gotobeds

The Gotobeds – Debt Begins At 30

Wann ist das Leben eigentlich zu Ende? Wer jetzt „30“ sagt, ist a) viel zu jung, b) zynisch und/oder c) ein Fan der Gotobeds. Das Quartett aus Pittsburgh, eine der unangenehmsten und doch sympathischsten Rock-Bands der letzten Jahre, lud sich einige Freunde ins Studio ein, um die Leichtigkeit des Seins mit Wut und Frust zu torpedieren. Freilich ist der Albumtitel „Debt Begins At 30“ mit Vorsicht zu genießen, und doch scheint die Auflösung jeglicher Lebensfreude zum Greifen nahe.

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Dead Kittens

Dead Kittens – I Am Not A Ghost

„Pet Obituaries“ als schwierige Platte zu bezeichnen, wäre wohl dezent untertrieben. Für ihr Debütalbum nahmen Dead Kittens einfach alles auf, unabhängig von Genre und Konzept. Seither stand das niederländisch-israelische, in Berlin ansässige Duo häufig auf der Bühne, man stimmte sich besser aufeinander ab und fand endgültig so etwas wie einen gemeinsamen Sound. Der Zweitling „I Am Not A Ghost“ gibt sich eine Spur geordneter, ohne jedoch den Wahnsinn des Einstands hinter sich zu lassen.

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van Kraut

van Kraut – Zäune aus Gold

Gute Musik muss keine Bäume ausreißen. Manchmal reicht die Reduktion aufs Wesentliche: Gesang, Schlagzeug und Gitarre, mehr braucht es nicht. Das Duo van Kraut aus Hamburg singt von Beklemmung, Elend und Leid, ohne in Selbstmitleid zu verfallen. Indie Rock, ein Hauch von Post Punk und dezentes Pop-Appeal begleiten „Zäune aus Gold“, den bereits zweiten Streich von Christoph Kohlhöfer und Tobias Noormann.

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The Foreign Resort

The Foreign Resort – Outnumbered

Wie schroff, dabei aber dennoch eingängig Post Punk klingen kann, stellen aktuell The Foreign Resort unter Beweis. Deutlich von The Cure beeinflusst, zugleich aber auch Anhänger treibender Elektronik Marke LCD Soundsystem, veröffentlichen die Dänen in regelmäßigen Abständen mitreißende Platten mit deutlichem 80s-Einschlag. „Outnumbered“ könnte ihr bis dato bestes Werk sein und ist zugleich das erste Studiolebenszeichen seit vier Jahren.

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Jakuzi

Jakuzi – Hata Payı

Die Türkei ist auch 2019 für viele Deutsche ohne entsprechendem familiären Hintergrund ein musikalisch ziemlich unbeschriebenes Blatt. „Şımarık“, den Kuss-Song von Tarkan, werden die meisten noch kennen, genau wie Sertab Ereners ESC-Siegertitel „Every Way That I Can“. Aber sonst? Doch natürlich ist die türkische Musik wesentlich vielfältiger, und neben orientalisch angehauchtem Ethno-Pop gibt es auch eine türkische Heavy Metal-Szene, viele HipHop-Interpreten, Dance-Künstler – und auch türkischen Synthie-Pop. Für letzteren sind Jakuzi spätestens seit ihrem Album „Fantezi Müzik“ bekannt, welches bei Bandcamp regelmäßig in den Top 10 zu finden war und dort nicht zuletzt mit seinem arg speziellen Ledermaskencover für Aufsehen sorgte. Dass das Duo aus Istanbul keine Eintagsfliege ist, beweist das Zweitwerk „Hata Payı“.

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Crows

Crows – Silver Tongues

Wenn er nicht gerade mit Idles musikalische Arschtritte verpasst und sperrige Musik in durchaus hitverdächtige Fetzen kleidet, ist Joe Talbot Inhaber von Balley Records. Nach Lice sind Crows nun sein zweites Singing und tatsächlich lassen sich in der Mischung aus Noise Rock und Post Punk Spuren der musikalischen Idles-DNA, mit ordentlich Therapy? und einem Hauch Killing Joke vermengt, erkennen. „Silver Tongues“ ist ihr stürmisches Debütalbum.

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Statues – Adult Lobotomy

In Schweden braut sich gerade gar Ruppiges zusammen. Hinter dem omniösen Bandnamen Statues stecken aktuelle und ehemalige Mitglieder von Starmarket und KVLR, die sie in Umeå niedergelassen haben. Irgendwo zwischen Post Punk, Garage Rock und Noise angesiedelt, tun sich vor allem gewaltige Riffwände, tanzbare Rhythmen und möglichst schroffe Präsentationstechniken auf. Klingt spannend? „Adult Lobotomy“ passt als Albumtitel wie Arsch auf Eimer.

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Kaufmann Frust – Aus Wachs

Was Post-Punk-Deutschland alleine dieses Jahr an Perlen abgeworfen hat, man ringt geradezu mit der Fassung, die Vielfalt und den Elan der Szene auch nur annähernd zu erfassen. Und doch kommt das Beste, so meint man, erst am Schluss. Wobei, sind Kaufmann Frust wirklich ’nur‘ Post Punk? Schubladendenken ist bei den Stuttgartern so und so fehl am Platz, wie ihre ellenlangen Songs, die mit depressiver Düsternis und krautig-epischer Manie kokettieren, unter Beweis stellen. „Aus Wachs“ ist der Titel ihres Full-Length-Debüts, das auch gleich sämtliche Versprechungen in Bausch und Bogen einlöst.

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