Schlagwort: Post Punk

Carpet Waves

Carpet Waves – Inner Weapons

Ihre letzte EP wurde durch Crowdfunding finanziert, dieses Mal gab es als Gewinner der Düsseldorfer Bandprofessionalisierung 5.000 €, die unter anderem für EP, Live-Session und Musikvideos verwendet wurden: Carpet Waves treffen mit ihrer Musik offenbar einen Nerv. Das Quartett aus Köln, Wuppertal und Düsseldorf spielt seit 2016 in dieser Besetzung zusammen, begeisterte auf Platte und Bühne, und bemüht sich zudem stets um frische musikalische Ansätze. Aktuell verschieben sie den Fokus von Alternative und Indie auf Post Punk und New Wave, ohne dabei die eigentlichen Rock-Wurzeln zu vergessen. „Inner Weapons“ gelingt dieser Spagat wunderbar.

Weiterlesen
Die Wände

Die Wände – Die Wände

Einst hießen sind Girlie und schickten sich mit ihrer Kratzbürstigkeit an, Sonic Youth Konkurrenz zu machen. Seit dem Debüt „Im Flausch“ nennt sich das Trio allerdings Die Wände und bevorzugt die Leisetreterei im weiten Post-Punk-Umfeld – mal etwas krautiger, dann leicht psychedelisch, fast immer zwischen Wave und Lo-Fi pendelnd. In den letzten beiden Jahren wurde der Proberaum vermehrt zum Rückzugsort und Hoffnungsschimmer mitten in der Isolation. Der Blick aus dem Fenster in die Leere und Dunkelheit der Stadt trieb letztlich das Songwriting an. Nun ist „Die Wände“, das zweite Album, am Start.

Weiterlesen
Wet Leg

Wet Leg – Wet Leg

Sie kennen sich, seitdem sie 17 sind, spielten in denselben Bands, hingen mit denselben Leuten ab … doch erst als Rhian Teasdale – kurz davor, ihre Karriere an den Nagel zu hängen – für ein paar Festival-Dates Hester Chambers als Gitarristin für ihr ursprüngliches Soloprojekt an Bord holte, passte plötzlich alles. Wet Leg waren geboren und gehen seit dem Release ihrer ersten Single vor zehn Monaten durch die Decke. Jetzt kommt das Duo von der Isle of Wight mit einer ersten Platte daher, schlicht „Wet Leg“ betitelt und bis obenhin voll mit kleinen Indie-Perlen sowie Post-Punk- und Pop-Einlagen.

Weiterlesen
Die Arbeit

Die Arbeit – Wandel

Das „Material“ ist durchgekaut, nun wäre Zeit für Veränderung: Mit ihrem Wave-lastigen Post-Punk-Debüt gelang Die Arbeit vor zwei Jahren ein Volltreffer. Nachdem die erhoffte Tour jedoch ein zweites Mal verschoben werden musste, ging es zurück ans zerlegte Reißbrett. Es gab noch ein paar Skizzen vom Erstling, neues Material entstand ebenfalls schnell. Anfang 2021 geschrieben und im Oktober bei David Furrer, der den Einstand abgemischt hatte, in Wien aufgenommen, geht „Wandel“ den Weg selbstbewusst, dringlich und doch fragend weiter.

Weiterlesen
Lyten

Lyvten – Offbeast

Im Hause Lyvten bewegt sich einiges: Nach der kurzweiligen EP „Prebeast“ mischt der (nicht mehr ganz so) neue Sänger und Gitarrist Claudio Kaiser erstmals auf Albumlänge mit, die Platte wurde gemeinsam im Proberaum zusammengebastelt, zudem steht eine neue Plattenfirma dahinter. Musikalisch braucht es hingegen keine Sprünge. Punk bleibt weiterhin das Fundament, mit Post-, Rock- und Hardcore-Begleitung wechselnd in Szene gesetzt. „Offbeast“ sollte ursprünglich bereits im Dezember erscheinen, haut aber auch jetzt doppelt und dreifach rein.

Weiterlesen
Rotten Mind

Rotten Mind – Unflavored

Im Umkreis von Rotten Mind bleibt es höchst umtriebig. Das letzte Album hat erst zwei Jahre am Buckel, 2021 veröffentlichte Frontmann Jakob Arvidsson zudem einen kleinen Solo-Exkurs. Nun sind die Schweden wieder am Start und treiben die düsteren Entwicklungen der Vorgänger konzentriert voran. Obwohl sie im Herzen weiterhin dem Punk unterstehen, rücken Rotten Mind nun Dark Wave und Post Punk mit Garage- und Alternative-Attitüde in den Vordergrund. „Unflavored“ entpuppt sich erdrückende und doch so verführerische Hit-Maschine.

Weiterlesen
Isoscope

Isoscope – Ten Pieces

Regler bis zum Anschlag und Harmonien durch den Fleischwolf drehen: Bei Isoscope muss es laut zur Sache gehen. Das internationale Berliner Quartett tankt sich seit drei Jahren durch den Proberaum mit einem Sound, der schroff und kratzig, zugleich aber mitreißend und fast schon eingängig ist. Von Noise und Math über Indie und Alternative bis zu Punk und Pop ist gefühlt alles am Start, was zwischen den späten 80ern und frühen 90ern für unbequeme Eingängigkeit sorgte. Das Debütalbum „Ten Pieces“ erscheint nun ein zweites Mal – mit verdienter Label-Unterstützung im Rücken.

Weiterlesen
Violence

Violence – Area Sub Rosa

Kann Gewalt eine Lösung sein, auch wenn sie so schön wie jene von Violence ist? Das Quintett aus Kopenhagen verschreibt sich einem verwaschenen, post-romantischen Sound mit deutlichem 80s-Einschlag, der durchaus aus dem Playbook von The Cure stammen könnte. Vom ursprünglich ruppigen Hardcore-Punk-Sound, den man einst als Woes praktizierte, entfernt man sich gefühlt möglichst weit. „Area Sub Rosa“ soll nun ein Ausdruck der eigentlichen Vision der fünf Musiker sein – luftig, leichtfüßig und doch so erdrückend zugleich.

Weiterlesen
Deserta

Deserta – Every Moment, Everything You Need

Ein Jahr voller Spannung, Druck und Ungewissheit auf Platte gebannt – zumindest das Gefühl, das die letzten beiden Jahre auslösten, kennt man gemeinhin. Für Matthew Doty (u. a. Midnight Faces, Saxon Shore) bedeutete es unter anderem, sein Studio aufzugeben und seine Ausrüstung in der eigenen Zwei-Zimmer-Wohnung aufzubauen, während er und seine Frau abwechselnd 13-Stunden-Schichten im Gesundheitswesen schoben und sich dabei die Kinderbetreuung aufteilen mussten. Entsprechend wurde das zweite Album von Deserta, Dotys Soloprojekt, unter Mithilfe einiger Freunde fertiggestellt. „Every Moment, Everything You Need“ setzt sich intensiv mit einer frustierenden Zeit auseinander.

Weiterlesen
Shybits

Shybits – Body Lotion

Eine EP und ein paar Singles reichten 2018 aus, um einen Mini-Hype auszulösen: Shybits supporteten unter anderem Art Brut, Turnover und Razz, waren mit ihrem schmissigen Mix aus Indie, Alternative, Post Punk und Britpop schnell in aller Munde. Das internationale Trio – Sänger und Gitarrist Liam stammt aus Großbritannien, Bassist Pietro aus Italien und Schlagzeugerin Meghan aus Südafrika – ist mittlerweile in Berlin ansässig und tüfelt seither am eigenen Sound. Nun gibt es die sympathischen, schmissigen Täne der Shybits endlich im Albumformat: „Body Lotion“ macht genau da weiter, wo die bisherigen Kleinformate aufgehört haben.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?