Schlagwort: Post Rock

Petter Carlsen

Petter Carlsen – The Sum Of Every Shade

Seit Jahren begeistert und überrascht Petter Carlsen mit seinem eklektischen musikalischen Ansatz, der vornehmlich mit Progressive Rock und Indie Pop arbeitet, dabei unzähligste Folk-, Rock- Metal- und Pop-Subformen miteinbezieht. Er sang ein Album lang mit Long Distance Calling (und ist weiterhin gerngesehener Gast), nimmt mit Pil & Bue fieberhafte Hymnen auf und widmete sich zuletzt norwegischer Folklore in Musik und Text. Kurzum: Man weiß nie so genau, was Carlsen serviert. Auf „The Sum Of Every Shade“ kommen nun so ziemlich alle Einflüsse zusammen. Der Titel ist, wenn man so will, Programm.

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JeGong

JeGong – I

Räumliche Distanz lässt sich nicht immer so einfach bewältigen. Was viele in den letzten Monaten erstmals am eigenen Leib erfahren mussten, ist Standard für den kreativen Prozess von JeGong, das Duo um Mono-Schlagzeuger Dahm Majuri Cipolla und Reto Mäder von Sum Of R. Nach einem Track von Dieter Moebius‘ Projekt Cluster benannt, versteht sich die Band auf krautige Klänge mit Ambient, Elektronik und Post Rock. Ein Zusammenkommen für die Aufnahmen war nicht möglich, und so spielte Cipolla seine Parts in New York ein, während Mäder in Bern arbeitete. Gemischt wurde „I“ in Finnland und reiste mehrfach um die halbe Welt. Dafür klingt dieser Einstand erstaunlich homogen.

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Linhay

Linhay – On How To Disappear

Linhay haben ein typisches Emo-Album aufgenommen, so schallt es von den Bäumen. Die vier Kieler, seit Ende 2016 unterwegs, verstehen sich vor allem auf die Midwestern-Schiene des Sounds und liefern doch alles andere als Stangenware – siehe und höre die gemeinsame Split-EP „&“ mit der Band East aus dem vergangenen Jahr. Eine gewisse Eigenständigkeit ist ebenso wenig zu leugnen wie die offenkundigen Referenzen, und so findet der Full-Length-Einstand „On How To Disappear“ frische Ansätze in einem vertrauten Umfeld.

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Helgen

Helgen – Die Bredouille

Vor drei Jahren landete es, dieses „Halb oder gar nicht“. Helgen stellten sich vor und zeigten, dass Gitarren-Pop nicht nach klassischer deutscher Indie-Schule klingen muss. Tolle Melodien, kleine Experimente und packende Texte inspirierten vertraute Vergleiche und beschritten doch neue Wege. Nun befindet sich das Trio in einer gewissen Bedrängnis. Was kann auf diesen Einstand folgen, wie kann das ach so schwere zweite Album angegangen werden? Helgen nennen das Kind beim Namen – „Die Bredouille“ – und gehen endgültig durch die Decke.

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Jaga Jazzist

Jaga Jazzist – Pyramid

Die Art und Weise, wie Jaga Jazzist mit Gevatter Jazz umgehen, fasziniert seit mittlerweile 35 Jahren. Der Fusion-Ansatz mit experimenteller Elektronik, Post Rock, Kraut und Psychedelic verbindet Kopfkino mit kreativer Höchstleistung. Tatsächlich erfinden sich die Norweger immer wieder neu und überraschen mit frischen Ansätzen. Verkehrte „Starfire“ vor fünf Jahren das Konzept der klassischen Studioaufnahme noch ins Gegenteil, schloss man sich für „Pyramid“ zwei Wochen in einem Waldstudio ein und bemühte sich um Spontanität, ohne die Ideen übermäßiger Analyse auszusetzen.

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Another Sky

Another Sky – I Slept On The Floor

Singt da ein Mann oder eine Frau? Besser gesagt: Sollte das nicht eigentlich egal sein? Über Catrin Vincents Stimme wird seit der ersten Single ihrer Band Another Sky heftig debattiert, weil diese eben ein wenig anders klingt. Gerade das macht den Reiz aus, denn sie kleidet den ohnehin bereits eklektischen Sound des britischen Quartetts – irgendwo zwischen Alternative Rock, Art und Gaze-Pop angesiedelt – in ein noch spektakuläreres Licht. Das Debütalbum „I Slept On The Floor“ befasst sich mit Austerität, mit geistiger Gesundheit und toxischer Männlichkeit, und zeugt von der Adoleszenz in einer rechts geprägten Stadt sowie den Alltagserfahrungen einer Frau in Großbritannien.

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Meanwhile Project Ltd

Meanwhile Project Ltd – Marseille

Vom Soloprojekt zur Band – das hört man doch recht oft. So liest sich auch die Kurzgeschichte von Meanwhile Project Ltd, wobei die Kölner zumindest im Studio weiterhin als Duo unterwegs sind und den Schritt zum erweiterten Line-up erst auf der Bühne vollziehen. Sei es, wie es sei, auch mit zwei Personen lässt sich ordentlich Lärm zwischen feinen Emotionen machen. Marcell Birreck und Marcus Adam, die bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten zusammen musizieren, widmen sich einer Mischung aus Alternative, Indie, Post Rock, Americana und Singer/Songwriter, durchaus bewegend und doch in den richtigen Momenten verschroben. „Marseille“ ist ihr zweites Album unter diesem Namen.

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Dool

Dool – Summerland

Die Suche nach dem eigenen Sound scheint für Dool abgeschlossen zu sein. Als sich die fünf Niederländer 2015 fanden, war noch weitestgehend unklar, wohin die Reise gehen soll. Das passt durchaus, denn der Bandname bedeutet übersetzt so viel wie „Umherwandern“. Und so einigte man sich auf „Here Now, There Then“ auf eine Art Mix aus Dark Rock, Psychedelic Rock und Post-Something mit metallischer Kante. Eine kleine EP später steht der Nachfolger „Summerland“ in den Startlöchern. Wer The Devil’s Blood mag, jedoch gut und gerne auf billige Teufelsgesten verzichten kann, ist hier richtig.

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Final Days Society

Final Days Society – Firestarter

Fünf neue Post-Rock-Hoffnungsträger aus Schweden melden sich zum Dienst. Wobei, eigentlich sind Final Days Society alles andere als ’neu‘, denn die Herren aus Växjö sind bereits seit 14 Jahren gemeinsam unterwegs. Unter anderem teilte man sich die Bühne mit God Is An Astronaut, EF und Junius, das letzte Album hat aber bereits einige Jahre auf dem Buckel. Der gemächliche, konzentrierte DIY-Ansatz braucht eben Zeit, um sämtliche Zutaten ausreichend reifen zu lassen, und so steht nun mit „Firestarter“ ein Werk in den Startlöchern, welches die ohnehin großzügig gesteckten Grenzen des Genres weiter aufweicht.

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Maserati

Maserati – Enter The Mirror

Maserati werden 20 – das kann man durchaus abgefahren finden. Furchtbare Wortspiele mal beiseite geschoben, darf man sich nach mehrjähriger Stille wieder über neue Musik dieser etwas anderen Post-Rock-Band freuen. Das Quartett aus Athens im US-Bundesstaat Georgia verwendet entfremdete Vocals, spacige Effekte und kräftigen Synth-Einschlag mit gelegentlichen technoiden Untertönen und kräftigen 80s-Referenzen. „Enter The Mirror“ wirft all das in einen Topf und tanzt drauf.

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