Schlagwort: Post Rock

Instrument – Read Books

Der Widerspruch in sich ist das Instrument dieses Longplayers, der Schlüssel dieser Platte. Sind Instrument ihr eigenes Instrument? Und was sollen eigentlich diese unnötigen, pseudo-philosophischen Ausführungen, wenn es letztlich nur um die Musik gehen darf und soll? Instrument, um nun wieder auf das Wesentliche zu kommen, bewegen sich auf ihrem dritten Album „Read Books“ abermals in einem musikalischen Spannungsfeld, das weit über die behelfsmäßige Genrebezeichnung ‚Post Rock‘ hinausgeht. Neben Mogwai und Lockerbie ist das Trio mittlerweile mindestens ebenso stark zwischen Crippled Black Phoenix und Motorpsycho verankert.

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Kerretta – His Streets Of Honey, Her Mouth Of Gold

Zuletzt war es etwas ruhig in Neuseeland. Kerretta veröffentlichten im September 2011 ihr Album „Saansilo“ und betourten dieses auch, danach hörte man wenig aus dem Lager des Instrumental-Rock-Trios aus Auckland. Im Herbst soll nun ein noch namenloser Nachfolger erscheinen. Zuvor geht es ab dem 11. April auf Europa-Tour. Mit im Gepäck: „His Streets Of Honey, Her Mouth Of Gold“, eine neue 2-Track-Single, die digital und als 7″ erhältlich sein wird.

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Collapse Under The Empire – Lost

Ausnahmsweise lassen sich Collapse Under The Empire ein wenig mehr Zeit mit dem zweiten Teil ihres Konzeptalbums. „Shoulders & Giants“ erschien im November 2011, der Nachfolger „Sacrifice & Isolation“ sollte eigentlich ein Jahr später veröffentlicht werden. Zwischendurch brachte das Hamburger Instrumental-Rock-Duo das Mini-Album „The Silent Cry“ an den Start, im Mai diesen Jahres soll besagter zweiter Teil nun auf den Markt kommen. Für die erste Hörprobe haben Chris Burda und Martin Grimm eine feine Sache überlegt – „Lost“ erscheint als Charity-Single.

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Sigur Rós – Brennisteinn

Nach vier Jahren Albumpause war „Valtari“ vielleicht nicht unbedingt das, was man sich von Sigur Rós erwartet hatte. Die Isländer hatten keineswegs eine schlechte Platte eingespielt, man schien jedoch auf Nummer Sicher gegangen zu sein. Der vollmundigen Ankündigung, der Nachfolger würde deutlich aggressiver ausfallen, folgt Mitte Juni „Kveikur“ (dt. „Kerzendocht“), das siebte Album der ikonischen Post-Rock-Band, auf dem man ohne den mittlerweile ausgestiegenen Multi-Instrumentalisten Kjartan Sveinsson auskommen muss, der sich anderen Projekten widmen will. Unbeeindruckt von diesem Abgang, erfüllt die erste, exklusiv über die Band-Homepage erhältliche Single „Brennisteinn“ (dt. „Schwefel“) sämtliche Erwartungen.

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Exitmusic – Passage

Manchmal scheint die Zeit stehen zu bleiben, während man Exitmusic lauscht. Mit Betreten ihrer Welt geschieht eine Loslösung. Im Instinkt folgt man den behutsamen Melodien, welche gleichermaßen verdammt viel Antrieb entwickeln. Die Faszination auf dem Debütalbum „Passage“ des New Yorker Duos ist dieser Kontrast zwischen schwelgerischer Tiefe und frohlockender Abstraktion, die beide so gefühlvoll dem Elektrosound mit reichlich Gitarreneinschlag seine Färbung verleihen, wie sie sich rhythmisch reiben und ihr Geschehen den Zwischentönen überlassen. Inspiration ist nicht alles – haben sich Exitmusic wohl so gedacht.

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Blek Le Roc – Blek Le Roc

Anfang 2005 gewann Tobias Dirr einen Bandwettbewerb, der mit einem Auftritt beim Münchner Tollwood Festival dotiert war. Problem daran: Er hatte zu diesem Zeitpunkt keine Band am Start. In Lucas Fernandes und Benedikt Abé wurden zwei Mitstreiter gefunden, das Konzert ging gut über die Bühne. Tags drauf erhielt man einen Anruf, ob man nicht für die Vorband von Status Quo einspringen wolle, da diese im Stau stecke. Gesagt, getan: Seither waren Blek Le Roc gemeinsam mit Glasvegas, The Veils und Manfred Mann’s Earth Band unterwegs. 20 Songs hatten sich über die Jahre angesammelt, elf davon haben es auf das eponyme Debütalbum geschafft, das den Bogen von Britpop über Slut zu Post Rock spannt.

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Sigur Rós – Ekki múkk

Eine ‚langsame Lawine‘ rollt im Zeitlupentempo auf das europäische Festland zu: Mit „Valtari“ erscheint am 25. Mai das erste Sigur Rós-Album seit vier Jahren. In der verlängerten Pause veröffentlichten die Isländer ein Live-Dokument, während Sänger Jónsi neben einer gemeinsamen Ambient-Platte mit seinem Lebensgefährten Alex Somers seine erste Soloplatte auf den Markt brachte. „Valtari“ (dt. „Dampfwalze“) soll nun deutlich ruhiger, zuweilen sogar elektronischer ausfallen. Die Vorabsingle „Ekki múkk“, im Rahmen des Record Store Day auch als streng limitierte 10″ mit der exklusiven B-Seite „Kuistur“ erhältlich, erscheint nun auch digital.

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Holmes – Burning Bridges

Ob Holmes den traditionell US-amerikanischen Americana-Sound nach Skandinavien getragen haben, wie es der Rolling Stone vermutet, lässt sich freilich anzweifeln. Fest steht jedoch, dass die sechs Schweden mit ihrer grandios fragilen Mischung aus Folk und melancholischem Indie Pop den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf getroffen haben. „Burning Bridges“, ihr viertes Album seit 2007, steht dem viel umjubelten „Have I Told You Lately That I Loathe You“ in nichts nach und deutet dabei gleichzeitig an, dass mehr Instrumente nicht unbedingt gleichbedeutend mit einem volleren, gar überladenen Klangbild sind.

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The British Expeditionary Force – Chapter Two: Konstellation Neu

Nach dem viel zu frühen Ende der Alt.Prog-Visionäre Yourcodenameis:milo haben sich deren Mitglieder in alle Himmelsrichtungen verstreut. Justin Lockey gründete 2007 gemeinsam mit seinem Bruder James und Aid Burrows The British Expeditionary Force, nur um kurze Zeit später das nur via E-Mail entstandene Debüt „Chapter One: A Long Way From Home“ zu veröffentlichen. Für das zweite Kapitel haben sich die drei Nordengländer ein wenig Zeit gelassen, was sich jedoch noch lohnt: „Chapter Two: Konstellation Neu“ ist ein kleines Meisterwerk zwischen feinfühliger Elektronik und Prog- bzw. Post-Rock geworden.

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Lockerbie – Ólgusjór

So kunterbunt die isländische Musikszene auch ist, man denkt automatisch an Sigur Rós, wenn man von einer neuen Band vom Inselstaat hört. Im Fall von Lockerbie ist dies auch durchaus gerechtfertigt, denn das Quartett um den auch solo erfolgreichen Jónsi zählt zu den erklärten Vorbildern der Mannen aus Hafnarfjörður und Reykjavík, die sich 2008 fanden und nach zwei Demos ein Jahr später eigentlich schon auflösen wollten. Als Keyboarder Davíð Arnar Sigurðsson von einem Songcontest einer isländischen Radiostation hörte, schickte er prompt ein Demotape ein und Lockerbie gewannen. Ihr Debüt-Album „Ólgusjór“ erscheint nun auch auf dem europäischen Markt.

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