Schlagwort: Post Rock

Yucatan – Uwch Gopa’r Mynydd

Neben Island war Halbfinalist Wales DIE Sensation der Fußball-Europameisterschaft 2016. Aber wie steht es eigentlich um die Musikszene im Westen des Brexit-gebeutelten Vereinigten Königreichs? Neben diversen Granden drängen nun Yucatan nach vorne, die fast ausschließlich auf Walisisch singen und dabei – der Kreis schließt sich – wie Isländer klingen. Ihr zweites Album „Uwch Gopa’r Mynydd“ („Oberhalb des Berggipfels“) brachte ihnen unter anderem eine gemeinsame Tour mit den Charlatans ein und nun, endlich, auch einen Release in Deutschland.

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Bantam Lyons – Melatonin Spree

Weltschmerz trifft auf Spielfreude, wenn sich Bantam Lyons ihre Gitarren umschnallen. Das junge bretonische Quartett versteht sich auf Indie Rock, Post Punk und einen nicht zu verhehlenden Hauch von trister Emotionalität, der schon mal an The Smiths oder Joy Division erinnert, gleichzeitig aber auch die mitreißende Kühle von The Twilight Sad oder den frühen Editors in sich trägt. Das liest sich speziell und abwechslungsreich, trifft aber vor allem mitten ins Herz: „Melatonin Spree“ wird zum Aufgalopp nach Maß.

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Atoms And Void – And Nothing Else

Seit Jahren geistert der Name Atoms And Void samt unfertigen Songs durchs Netz. Arlie Carstens und Eric Fisher hatten bereits in den 90er Jahren die Idee zu diesem Projekt, mit den tatsächlichen Arbeiten und Aufnahmen ging es aber erst viel später los. Hinter „And Nothing Else“ versteckt sich das Konzept einer offenen Band, denn das Duo arbeitete mit einer Reihe an Instrumentalisten und Tontechnikern – Nate Mendel (Foo Fighters, Sunny Day Real Estate, Lieutenant) dürfte wohl einer der bekannteren Namen sein – zusammen.

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Hammock – Everything And Nothing

Seit mittlerweile elf Jahren verstehen sich Hammock aus dem US-Bundesstaat Kentucky auf cineastische Grenzerfahrungen, die sie in ein Soundtrack-artiges Post-Rock-Gewand kleiden. Dafür gab es in der Vergangenheit viel Lob, unter anderem von Jónsi, Stimme der isländischen Genre-Vorreiter Sigur Rós. Für „Everything And Nothing“ schlossen sich Marc Byrd und Andrew Thompson in einer abgelegenen Hütte in den Carolinas ein. Mit knapp 77 Minuten Musik sprengen sie die Grenzen der menschlichen Aufnahmefähigkeit.

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Playfellow – Ephraim’s House

In Chemnitz wird eine schmerzliche Lücke geschlossen, deren Existenz wohl vielen gar nicht erst bekannt war. Fünf Jahre nach „Carnival Off“ gibt es endlich das dritte Studioalbum (möglicherweise ist es auch eine EP – die Angaben gehen auseinander) Playfellows. Mittlerweile ist der Sound des Quintetts organisch gewachsen, wird gemeinhin als „Indie Post Rock“ bezeichnet. Mit überlangen Arrangements, behutsamem Aufbau, Existenzängsten und einer der emotionalsten, bewegendsten Stimmen Deutschlands wird „Ephraim’s House“ zum grandiosen Erlebnis.

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Lausch – Glass Bones

Quasi seit ihrer Bandgründung vor acht Jahren sind Lausch aus dem schönen Waldviertel ein Geheimtipp. Schwappt die Begeisterung nun endlich über die österreichischen Landesgrenzen hinaus? Der Rocksound des Trios um Alexander Lausch war immer schon exaltiert, ein wenig proggig, hyper, dann wieder mit dem gängigen Post-Präfix versehen. Auf ihrem mittlerweile vierten Studioalbum „Glass Bones“, entstanden dank Crowdfunding, zitieren sie Lao-Tase und Salvador Dalí – wie gewohnt über drei Ecken und schön schwer.

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Get Your Gun – The Worrying Kind

Der gute, alte Blues ist eine schwere, zuweilen schmerzhafte Angelegenheit. Das wissen auch Get Your Gun aus Dänemark, die mit einem Jahr Verspätung nun auch den deutschsprachigen Raum in Angriff nehmen. Was der Beipackzettel ganz unschuldig ‚Alternative Rock‘ nennt, ist eine bleierne Mischung aus Blues, Country, Folk, Dark Rock, Post Rock und Heavy-something. Hinter „The Worrying Kind“ stecken die Brüder Andreas und Simon Westmark sowie der mittlerweile ausgestiegene Bassist Søren Nørgaard – quasi ein Echo aus vergangenen Tagen.

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Low – Ones And Sixes

Mittlerweile mehr als zwei Slowcore-Jahrzehnte sind Low jung, ein Ende ist nicht in Sicht. Das Trio aus Duluth erfreut sich nicht nur an einer Reihe prominenter Fans, sondern scheint ihrem ohnehin beeindruckend breitgefächerten, imposanten Sound stets neue Facetten abzugewinnen. Auch für „Ones And Sixes“ ließen sich Low von Hier und Jetzt beeinflussen, wie Alan Sparhawk nicht müde wird zu betonen. Die damit verbundene Entdeckungsreise entführt in ungeahnte und doch so vertraute Sphären.

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Takaakira „Taka“ Goto – Classical Punk And Echoes Under The Beauty

2003 nahm Takaakira „Taka“ Goto, Gitarrist und Hauptsongwriter der japanischen Instrumental-Rock-Weltmacht Mono, Songs für sein Soloalbum auf, stellte diese aber nie fertig. Für den Komponisten waren diese zu weit vom Schaffen seiner Band entfernt. Nun entdeckte Goto die Tracks wieder, remasterte sie ein wenig und veröffentlicht das rohe Material zwischen Neoklassik, Ambient und Post Rock unter dem ominösen Banner „Classical Punk And Echoes Under The Beauty“.

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Soup – The Beauty Of Our Youth

Wie beschreibt man Musik, die jeder Beschreibung spottet? Wie findet man den gemeinsamen Nenner einer Platte, die sich auf nichts reduzieren lassen will? Und vor allem: Nudelsuppe oder Cremesuppe? Soup aus dem norwegischen Trondheim zelebrieren ein musikalisches Spektrum, das weit über die herkömmliche Definition von Rock hinausgeht, das progressive Klänge und Soundtrack-Elemente miteinander vereint für so manche spektakuläre Überraschung. Auf „The Beauty Of Our Youth“ wächst das ehemalige Soloprojekt von Sänger Erlend Viken über sich hinaus.

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