Schlagwort: Power Metal

Rage

Rage – Afterlifelines

40 Jahre Rage – die Herner Truppe um Sänger Peavy Wagner kann auf eine überaus bewegte Geschichte zurückblicken. Chaotischer wilder Speed Metal in den Anfangstagen als Avenger, der langsame, aber stetige Wandel zum leicht thrashigen Power Metal in der Triophase mit Manni Schmidt und Chris Efthimiadis und in der anschließenden Quartettphase Mitte der 90er, dann der plötzliche Wechsel zum orchestralen Metal, die Trennungs- und Krisenjahre, die folgenden progressiv-frickeligen Alben mit Victor Smolski und schließlich die Rückkehr zur Power Metal-Kernkompetenz Mitte der 2010er. Kann man im Jubiläumsjahr auf eine derart bewegte Vergangenheit überhaupt angemessen zurückblicken? Rage können, was sie mit dem Doppelalbum „Afterlifelines“, das musikalisch nahezu alle Phasen der Bandgeschichte berücksichtigt, fabulös unter Beweis stellen.

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Ivory Tower

Ivory Tower – Heavy Rain

Ivory Tower – war das nicht diese an Dream Theater erinnernde Progressive Metal-Band aus Norddeutschland? Die Betonung liegt in diesem Fall tatsächlich auf ‚war‘, denn auch wenn die Truppe zwar nach wie vor existiert, hat sie sich musikalisch doch deutlich umorientiert. Das Kieler Quintett steht seit dem 2019er Werk „Stronger“ für lupenreinen melodischen Power Metal mit nur noch dezenter Prog-Schlagseite. Zwei Jahre nach dem gelungenen Werk musste die Band allerdings den Weggang ihres langjähigen Sängers Dirk Meyer verkraften. Auf das neue Album „Heavy Rain“ hat das glücklicherweise keinen negativen Einfluss, denn sein Nachfolger Francis Soto passt zum Sound der Band wie die Faust aufs Auge.

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Myrath

Myrath – Karma

Tunesien ist auf der Heavy Metal-Landkarte immer noch ein ziemlich leerer Fleck. Doch im musikalischen Underground des Landes brodelt es, und mit Myrath ist es bereits einer Band gelungen, über selbigen hinauszuwachsen und auch in Europa relativ große Bekanntheit zu erlangen. Als Progressive Metal-Band mit dem gewissen Etwas gestartet, entwickelte sich die Truppe spätestens auf dem vierten Album „Legacy“ deutlich in Richtung orientalisch angehauchter Power Metal. Nachdem das Quintett diesen Stil auf „Shehili“ bis zur Perfektion ausgereizt hatte, stehen die Zeichen nun auf Stilwechsel – „Karma“ klingt deutlich europäischer als alle bisherigen Alben der Band.

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Rhapsody Of Fire

Rhapsody Of Fire – Glory For Salvation

Rhapsody Of Fire? Luca Turilli’s Rhapsody? Turilli / Lione Rhapsody? An Veröffentlichungen von Mitgliedern, die dereinst Teil der Band Rhapsody waren, mangelt es wahrlich nicht, und angesichts der diversen Interpreten-Namen kann der unbedarfte Hörer da schon mal leicht den Überblick verlieren. Zur Erinnerung: Rhapsody Of Fire ist nach wie vor das Baby von Gründungsmitglied und Keyboarder Alex Staropoli, während sämtliche andere Bandmitglieder erst in den letzten Jahren dazugestoßen sind. Nachdem unter diesem Bandnamen einige schwächere Alben veröffentlicht worden waren, ging die Formkurve mit „The Eighth Mountain“ 2019 wieder deutlich nach oben. Das neue Werk „Glory For Salvation“ setzt diesen positiven Trend glücklicherweise konsequent fort.

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Running Wild

Running Wild – Blood On Blood

45 Jahre Bandgeschichte, 16 Alben und jede Menge Aufs und Abs – Running Wild können wahrlich auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. In den 70ern gegründet und in den 80ern im Zuge der Speed-Metal-Welle bekannt geworden, begann mit dem Wechsel zum Piratenimage der Aufstieg zu einer der wichtigsten deutschen Heavy-Metal-Bands. Bis Ende der 90er spielte man oben mit, ehe schwache Alben, peinliche „Angelo Sasso“-Stories und die Schrumpfung zum Ein-Mann-Projekt nur noch wenig vom alten Glanz erahnen liessen. Doch spätestens mit der letzten Scheibe „Rapid Foray“ zeigten sich Running Wild wieder deutlich erstarkt, und das neue Album „Blood On Blood“ wurde nun endlich auch wieder in klassischer Vier Mann-Besetzung aufgenommen.

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Rage

Rage – Resurrection Day

Das Leben kann so unfair sein: Da hauen Rage mit „Wings Of Rage“ mal so eben ihr bestes und abwechslungsreichstes Album seit 20 Jahren raus, und dann können sie die Platte wegen Corona kaum live präsentieren. Anschließend muss auch noch Gitarrist Marcos Rodríguez das Bandgefüge aus persönlichen Gründen verlassen. Aber Bange machen gilt nicht und flugs hat Fronter Peavy Wagner mit Stefan Weber und Jean Bormann zwei neue Gitarristen an Bord geholt, so dass die Herner Truppe erstmals seit Ende der 90er Jahre wieder als Quartett fungiert. „Resurrection Day“, das erste Album in dieser Konstellation, ist dann auch vor allem eines geworden: powervoll!

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Helloween

Helloween – Helloween

Die Rückkehr von Gründungsmitglied Kai Hansen und Goldkehlchen Michael Kiske zu den Melodic Power Metal-Urvätern Helloween dürfte eines der größten Ereignisse innerhalb der deutschen Heavy Metal-Szene der letzten fünf Jahre gewesen sein. Nach wie vor überstrahlen die 80er-Scheiben „Walls Of Jericho“ und die beiden Keeper-Alben alles, was die Band ab den 90er Jahren aufgenommen hat. Umso größer sind natürlich die Fan-Erwartungen, wie das erste Album der Band mit gleich drei Sängern (denn Andi Deris ist natürlich auch weiterhin an Bord) wohl ausfallen könnte. Dass es sich beim selbstbetitelten „Helloween“ angesichts dieser Hoffnungen NICHT um eine Enttäuschung handelt, sagt somit schon mal viel über das neue Werk des Hamburger Septetts aus.

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Rage

Rage – Wings Of Rage

36 Jahre Bandgeschichte – And The Rage Goes On: „Wings Of Rage“ ist tatsächlich schon das vierundzwanzigste Werk des Herner Trios (die Refuge- und LMO-Werke nicht mal mitgerechnet). Nach bewegten Zeiten und einer kompletten Neuaufstellung der Band im Jahr 2015 geht es seitdem deutlich konstanter im Hause Rage zu. Die neue Scheibe ist bereits das dritte Album im aktuellen Line-Up mit Urmitglied Peavy Wagner und den beiden Jungspunden Marcos Rodriguez und Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos – und – so viel sei vorweggenommen – auch das abwechslungsreichste und beste seit mindestens 15 Jahren.

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Mystic Prophecy

Mystic Prophecy – Metal Division

Doppeltes Jubiläum im Hause Mystic Prophecy: Die Allgäuer Power Metal-Institution existiert anno 2020 nicht nur volle 20 Jahre, sie veröffentlicht auch ihr reguläres zehntes Studioalbum (das Coveralbum „Monuments Uncovered“ nicht mitgerechnet). Dass sich das Quintett unter diesen Umständen ordentlich ins Zeug legen würde, sollte somit keinen überraschen und so ist „Metal Division“ auch ein beinahe rundum gelungenes Werk geworden.

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DragonForce

DragonForce – Extreme Power Metal

Knallbunte Farben, fliegende Autos, fulminante Explosionen und jede Menge Laserwaffen: Wer das Cover des neuen DragonForce-Albums „Extreme Power Metal“ betrachtet, dürfte zwangsläufig an die nach wie vor grassierende Retro-80er-Welle und kurz danach vermutlich auch an die Musikrichtung Synthwave denken. Und die erste Minute des Albums ist dann auch tatsächlich in genau jeder Stilistik gehalten. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen, denn der komplette Rest der Scheibe bietet, ganz entsprechend des Albumtitels, den seit zwanzig Jahren und acht Alben gewohnten DragonForce-Stil: Extreme Power Metal pur.

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