Schlagwort: Punk Rock

Quarter Wolf

Quarter Wolf – Yeah Baby

Vergangenen Herbst krachte Sänger und Gitarrist Marius Kromvoll mit seiner White Trash Blues Band durchs Gebälk, nun legt der Norweger in Duo-Besetzung nach. Gemeinsam mit dem australischen Drummer Paul Daniel rief er Quarter Wolf ins Leben, um sich mit wachsender Begeisterung durch die Garage zu spielen und dem guten, alten skandinavischen Rock’n’Roll zu huldigen. Die erste Platte hört auf den bezeichnenden Titel „Yeah Baby“, das sich mit den letzten Jahren unter Verschluss befasst. Denn neben allerlei Düsternis und ernüchternden Momenten gab es hier doch Grund zur Euphorie.

Weiterlesen
High Vis

High Vis – Blending

Auch heute, sechs Jahre nach Gründung, sind die Hardcore-Wurzeln von High Vis weiterhin greifbar. Musikalisch bewegt man sich mittlerweile zwar in kunstvollem Punk, der zwischen Rock und Post pendelt, der krachende Elan und das drückende soziale Bewusstsein bleiben jedoch omnipräsent. Was auf dem Debüt „No Sense No Feeling“ bereits hervorragend klappte, wird nun weiterentwickelt.  Graham Sayle verleiht den universellen Texten über Klassenkampf, Armut und Herausforderungen des Alltags nunmehr eine deutlich persönlichere Note und reicht die Hand. Sein Credo auf „Blending“: Du bist nicht, wer du zu glauben scheinst, du bist mehr als dein Klassenhintergrund.

Weiterlesen
100blumen

100blumen – Hoffnung, halt’s Maul!

Das einstige Ein-Mann-Industrial-Projekt 100blumen wollte nach „Keine Namen – Keine Strukturen“ aus dem Jahr 2018 eigentlich eine längere Pause einlegen. Mit einem Neuzugang am Bass, der aus dem Trio ein Quartett machte, sowie den Eindrücken einer Pandemie änderte sich dieser Wunsch jedoch und man begab sich ins Studio, um dem Frust freien Lauf zu lassen. Von Altersmilde ist bei den Elektropunk-Veteranen keine Spur, das verrät bereits der knackige Albumtitel „Hoffnung, halt’s Maul!“. Auch so nehmen die Düsseldorfer klar und deutlich kein Blatt vor den Mund.

Weiterlesen
Hippie Trim

Hippie Trim – What Consumes Me

Erst die Explosion, dann der Lagerkoller: Nach nur einer erschienenen Single spielten Hippie Trim ihre erste, gleich ausverkaufte Show, durften kurze Zeit später die famosen Drug Church begleiten und klopften ein packendes Album hinterher. Im pandemischen Koller, der erst einmal den Wind aus den Segeln nahm, traten gute und schlechte Tage auf, die sich auf das neue Material auswirkten. Wenn die Studio- und Aufnahmezeit zum Ausbruch aus dem stagnierenden Alltag für Bands wurde, wenn hinter jeder Ecke eine Polizeikontrolle wegen der Anzahl an Personen im Fahrzeug zu befürchten war … in dieser unruhige, unbeständigen Zeit entstand der Zweitling „What Consumes Me“.

Weiterlesen
Liar Thief Bandit

Liar Thief Bandit – Diamonds

Im Mai vergangenen Jahres festigten Liar Thief Bandit ihren Ruf als heiße neue Schweden-Rock-Achse mit „Deadlights“, einem kurzweiligen Album zwischen Garage, Punk und Heavyness, so eingängig wie spielfreudig. Kurz nach dem Release fand man sich schon wieder im Studio, um eine Fortsetzung aufzunehmen, die Geschichte einer Person, die sich nach mehreren Rückschlägen wieder berappelt und wichtige Schritte zur Selbstverwirklichung setzt. „Diamonds“, so der Titel des neuen Mini-Albums, ist tatsächlich voller kleiner Rohdiamanten.

Weiterlesen
Pet Needs

Pet Needs – Primetime Entertainment

Dank gutem Handwerk spielten sich Pet Needs frei, nahmen mitten in der Pandemie ein Album auf und gingen plötzlich durch die Decke. Das wunderbar punkige „Fractured Party Music“ mit seiner Angst und Unsicherheit brachte Gigs ein, darunter Support-Slots für Skinny Lister und The Hives. Wenn es Öffnungen gab, stand das Quartett auf der Bühne und erspielte sich sein Publikum. Für den Nachfolger konnte erneut Frank Turner gewonnen werden, der dem druckvollen, ausufernden und erstaunlich erwachsenen „Primetime Entertainment“ den nötigen Feinschliff verpasste.

Weiterlesen
Me On Monday

Me On Monday – Far From Over

Harte Arbeit macht sich bezahlt, davon können Me On Monday gleich zwölf Lieder singen. Die Leipziger veröffentlichten mitten in der Pandemie ihre starke zweite EP „Lonely Satellite“ und wollten noch mehr. So verschanzten sie sich knapp zwei Wochen in einem abgeschiedenen Haus an der Ostsee, um aus 30 Songideen ein Album zu basteln, das schließlich mit kräftig Rückenwind aufgenommen und per Crowdfunding finanziert wurde. „Far From Over“, das Debüt auf voller Länge, darf als Kampfansage verstanden werden, und ringt dem durchaus poppigen Punk der Band weitere spannende Facetten ab.

Weiterlesen
No Trigger

No Trigger – Dr. Album

Stress kennen No Trigger nicht, gerade im Studio. Ihr letztes Album hat bereits ein Jahrzehnt auf dem Buckel, zwischendurch gab es wenige Kleinformate. Nun legt das Sextett aus Worcester im US-Bundesstaat Massachusetts endlich wieder los und zeigt sich dabei von seiner eingängigen Seite. Die Hardcore-lastigen Tage sind lange vorbei, ihr Punk Rock geht meist melodisch von der Hand. An den politischen Texten hat sich allerdings herzlich wenig geändert: „Dr. Album“ ist eine Ode an eine bessere Zukunft, die keinesfalls die Augen vor aktuellen Problem verschließt.

Weiterlesen
Love A

Love A – Meisenstaat

Lang ist’s her, über fünf Jahre: Love A hatten sich zumindest auf Platte rar gemacht. Man genoss die Möglichkeit, sich auf die Musik zu konzentrieren, und veröffentlichte zwischendurch mit diversen Nebenschauplätzen, wie Trixsi und The Dead Sound. Nun will es das Quartett aus Trier wieder wissen und bemüht frische Ansätze im vertrauten Gewand. Man verzichtete auf Einflüsse von außen und nahm alleine in lockerer Proberaum-Atmosphäre auf, einzig der Mix wurde ausgelagert. Musikalisch halten Hall und Härte Einzug, bemühen mehr Breite, ohne auf die vertraute Resignation zu verzichten. „Meisenstaat“ zeigt Love A abermals in bestechender Form.

Weiterlesen
Spielbergs

Spielbergs – Vestli

Mit drei hochkarätigen Releases binnen 18 Monaten spielten sich Spielbergs frei und debütierten höchst eindrucksvoll. Und doch singen die Norweger nun plötzlich vom Gefühl des Gefangenseins, was zu ihrem gerne lärmenden Alternative-Sound mit Punk- und Emo-Einschlägen auf den ersten Blick nicht so recht zu passen scheint. Laut Sänger und Gitarrist Mads Baklien geht es darum, im eigenen Kopf, in den eigenen Gedankenwellen gefangen zu sein, von Bedauern, Sorgen und Ängsten zerfressen, regelrecht lahmgelegt zu werden. „Vestli“ ist der Titel des zweiten Albums und zugleich jener Vorort Oslos, in dem Baklien und Bassist Stian Brennskag aufwuchsen. Das Credo: Selbst wenn man Vestli verlassen kann, verlässt einen Vestli nie.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?