Schlagwort: Punk Rock

Turbostaat

Turbostaat – Uthlande

Mit ihren assoziativen Texten, der kompromisslosen Haltung und einem Ur-Verständnis für Punk, der viel mehr ist, als es dieser Begriff vermuten lässt, erfüllen Turbostaat seit bald zwei Jahrzehnten eine Art Vorbildwirkung für Generationen an Bands. Auf ihr Konzeptwerk „Abalonia“ und die starke Live-Platte „Nachtbrot“ folgt nun „Uthlande“. Von einem alten Begriff für die Inseln, Halligen und Marschen vor dem nordfriesischen Festland befeuert, richtet sich das lyrische Auge dieses Mal auf das Geschehen vor der eigenen Haustüre, von einem etwas punkigeren Sound begleitet.

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Anti-Flag

Anti-Flag – 20/20 Vision

Trotz ihrer überaus politischen Ausrichtung, die vor allem in den Texten stets durchscheint, vermieden es Anti-Flag bislang tunlichst, sich auf ihren Platten einer bestimmten Person zu widmen. Besondere Zeiten erfordern allerdings besondere Mittel, und so ist US-Präsident Donald Trump das Ziel von „20/20 Vision“. Er und sein Vize Mike Pence sowie alle Menschen, die neofaschistische Ideen verfolgen oder deren Verbreitung ermöglich, die offen rassistisch, sexistisch, homophob oder transphob sind, sollen sich vom Nachfolger zu „American Fall“ angesprochen fühlen.

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Smile And Burn

Smile And Burn – Morgen anders

Nach zehn Jahren on the road, stets dem DIY-Ethos folgend, stiegen zwei Fünftel von Smile And Burn aus. Die ewigen Beatsteaks-Nachfolger, so zumindest die omnipräsenten Vergleiche, waren plötzlich zum Trio geschrumpft. Eine kurze Pause später entschied man sich für eine kleine Neuausrichtung: mehr Punk, mehr Direktheit und deutsche Texte, im Übrigen bestens beraten von den Donots. Somit ist „Morgen anders“ Neuanfang und logische Fortsetzung zu gleichen Teilen.

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Beach Slang

Beach Slang – The Deadbeat Bang Of Heartbreak City

Das alte „Bäumchen wechsle dich“-Spiel bei Beach Slang setzt sich fort. Nach einem kleinen Intermezzo mit dem neuen Nebenprojekt Quiet Slang – eine Spielwiese für Neuarrangierungen diverser Slang-Tracks – schraubte James Alex einmal mehr am Line-up. Unter anderem wirkt kein Geringerer von Tommy Stinson (The Replacements, Guns N‘ Roses) am Tieftöner mit, womit sich Alex einen Rock’n’Roll-Traum erfüllen konnte. Auf „The Deadbeat Bang Of Heartbreak City“ wagt sich das Quintett noch weiter hinaus und wächst auf allen Ebenen.

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Schmutzki

Schmutzki – Crazy

Das Abenteuer Major-Label war für Schmutzki spannend, aber auch enttäuschend. Utopische Versprechungen wurden nicht erfüllt, ein schaler Nachgeschmack blieb. Ausverkaufte Konzerte, Festival-Gigs und Support-Slots für die Hosen sorgten bei der Rückkehr zu den Wurzeln im vergangenen Jahr hingegen für neue Hochgefühle. „Ohne Rotz und Verstand“ brachte das Trio zurück auf Kurs, mit „Crazy“ gibt’s zum Jahresende nun eine neue EP in Eigenregie.

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Kaptain Kaizen

Kaptain Kaizen – Alles und nichts

Deutschsprachige Punk-Musik war selten so bunt und vielfältig wie heute. Das liegt vor allem an einer Vielzahl von Subgenres und kuriosen bis komplexen Mischungsverhältnissen mit durchaus unerwarteten Auswüchsen. Kaptain Kaizen bringen eine ordentliche Portion Emo mit an Bord. Das gebürtig aus dem Saarland stammende und mittlerweile in Mannheim ansässige Quartett kann bereits auf zwei gutklassige Alben zurückblicken. Nun bei This Charming Man unter Vertrag, erreicht „Alles und nichts“ neue Sphären.

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Cultdreams

Cultdreams – Things That Hurt

Die Kamikaze Girls sind passé, nun übernehmen Cultdreams das Ruder. Der Bandname mag sich geändert haben, nicht aber der Sound und schon gar nicht die Vision. Es geht um den offenen Umgang mit gesellschaftlichen Problemen, mit Depressionen, PTBS, Frauenfeindlichkeit und Feminismus. In ein durchaus spektakuläres Spannungsverhältnis aus Post Punk, No Wave und Shoegaze gekleidet, bringt „Things That Hurt“ den dramatisch und doch so ehrlich gewählten Albumtitel auf mehreren Ebenen zum Ausdruck.

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Junior

Junior – Beautiful Life

Wrestling-Fans könnten Junior ein Begriff sein. Hier steht NXT UK-Cruiserweight Mark Andrews an Bass und Mikrofon, Gitarrist und Co-Sänger Matt Attard schreibt zudem Themes für Athleten. Vervollständigt wird das Trio durch Drummer Si Martin, der zudem einer NPO für psychische Gesundheit vorsteht. Oberflächlich wirkt der Sound der Waliser wie netter Pop-Punk, hinter dem sich jedoch allerlei Ecken, Kanten und Überraschungsmomente verbergen. Nach mehreren Kleinformaten erscheint nun ihr Debütalbum „Beautiful Life“ in Eigenregie.

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Proper.

Proper. – I Spent The Winter Writing Songs About Getting Better

Aus Great Wight werden Proper., für Frontmann Erik Garlington ein bissiger wie wertvoller Seitenhieb auf befremdliche Reaktion, wie schön (engl. „proper“) er doch spräche. Rasse und Hautfarbe spielen eine entsprechend wichtige Rolle im Sound des Trios, ebenso Familie und sexuelle Identität. Garlingtons Ausbruch aus dem Bible Belt und Leben in New York City als junger Erwachsener, von der Kreativität eines Kanye West oder Max Bemis (Say Anything) inspiriert, bilden das Rückgrat für „I Spent The Winter Writing Songs About Getting Better“.

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Marathonmann

Marathonmann – Die Angst sitzt neben dir

Nach dem Release von „Mein Leben gehört dir“ nahmen sich Marathonmann erstmals etwas Zeit, um ein wenig Abstand vom Bandleben zu gewinnen und die leer getourten Akkus einigermaßen aufzuladen. Entsprechend frisch und erholt widmete man sich dem Thema Album #4. Dieses Mal dreht sich alles um Ängste, steter Begleiter von Geburt bis Tod. Auch wenn sich die Art und Form der Ängste verändern, man wird sie doch nie los. „Die Angst sitzt neben dir“ könnte in Zeiten wie diesen kaum wichtiger sein. Dazu passt auch verfeinerte musikalische Ausrichtung der Band.

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