Schlagwort: Punk Rock

Alex Mofa Gang

Alex Mofa Gang – Ende offen

Mit dem Abschluss ihrer ersten Album-Trilogie geht wieder alles zurück auf Anfang. Die Alex Mofa Gang ließ ihren Alex Mofa, den Protagonisten des narrativen Handelsstrangs, aus dem Alltag ausbrechen und auf Reisen gehen. Wohin diese führt? Wie es weitergeht? „Ende offen“ ist das Mission Statement – es geht ums Ankommen, um eine plötzliche Wendung und ungewisse Zukunft. Ganz nebenbei zeigt sich das Quintett aus der Hauptstadt besser denn je.

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Zig Zags

Zig Zags – They’ll Never Take Us Alive

Jahrelang auf Tour, viel Blut, Schweiß und Bier, dazu mehrfache Line-up-Wechsel – und doch sind die Zig Zags aus Los Angeles hierzulande bestenfalls ein Randnotiz. In ihrer neuesten Inkarnation übernimmt Toningenieur Sean Hoffman den Bass, während Alkohol und Tabak gegen Sport und Fitness eingetauscht wurden. Ihre bissige Gefährlichkeit haben die US-Amerikaner deswegen aber noch lange nicht verloren. „They’ll Never Take Us Alive“ serviert den bewährten Cocktail aus Proto-Punk, Heavy Metal und Garage Rock.

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The Yawpers

The Yawpers – Human Question

Dass sich hinter The Yawpers ein überwiegend stromloses Trio ohne Bassist verbirgt, hört man ihren Songs nicht an. Die Herren aus Denver im US-Bundesstaat Colorado zocken feisten, angepunkten Rock’n’Roll mit Garage- und Blues-Note, mit Schweiß und Herzblut dargeboten. Erinnerungen an die frühen The Black Keys, aber auch an PUP oder sogar die Urväter MC5 werden wach, wenn das Trio seine Roots-lastigen Songs anstimmt. „Human Question“ ist bereits ihr viertes Studioalbum.

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Ulf

Ulf – Es ist gut

„Vier gute Lieder“ – irgendwo zwischen Selbstbewusstsein und Selbstironie legten Ulf mit dieser 4-Song-Demo den Grundstein für eines der interessanten Debütalben des noch jungen Jahres. 2014 in Hamburg gegründet, setzt das Quintett auf Punk mit Indie- und sogar 90s-Emo-Einschlag. Querverweise auf Captain Planet und Turbostaat kommen von ganz alleine, wenn „Es ist gut“ auf dem Plattenteller landet. Und ja, ‚gut‘ sind diese elf Tracks allemal.

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Martha

Martha – Love Keeps Kicking

Martha kommen aus Pity Me, sind aber alles andere als bemitleidenswert – das obligatorische Wortspiel wäre hiermit abgedeckt. Tatsächlich konnte sich das britische Quartett mit gleich mehreren Stimmen ohne Frontanker in den letzten fünf Jahren beständig ein kleines aber feines Publikum erspielen, das die Mischung aus Punk, Indie und Garage Rock hörbar zu schätzen weiß. Auf „Love Keeps Kicking“ befassen sich Martha nun mit dem Ende einer Beziehung und stellen diese episodenweise in den Kontext der gegenwärtigen weltpolitischen und gesellschaftlichen Abwärtsspirale.

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Free Throw

Free Throw – What’s Past Is Prologue

Pokémon-Referenzen und poppige Hooks im Vordergrund, seelische Abgründe dahinter: Bereits auf „Bear Your Mind“ deutete sich so etwas wie ein Wandel in Cory Castros Texten an, als sich der Free Throw-Frontmann erstmals mit seiner Dysmorphophobie und psychischen Gesundheit auseinandersetzte. Kurz darauf folgte der komplette Zusammenbruch, Bruder und Bassist Justin reichte die helfende Hand. Auf „What’s Past Is Prologue“ blickt die Band nun auf eine überaus schwere Zeit zurück und bezieht beeindruckende Kraft aus dieser.

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Pkew Pkew Pkew

Pkew Pkew Pkew – Optimal Lifestyles

Nach PUP und The Dirty Nil taucht die nächste potenziell große Punk-Band aus dem kanadischen Bundesstaat Ontario auf – irgendetwas muss da im Wasser sein. Bei Pkew Pkew Pkew spielt, wie bei ihren Landsleuten, der Rock-Faktor eine wichtige Rolle. Das Quartett hält herzlich wenig von Scheuklappen und punktet stattdessen mit dreistimmig intonierten Hymnen und Arschtritten. Während sich das eponyme Debüt mit den Fallstricken des Punker-Lebens Ende 20 befasste, beleuchtet „Optimal Lifestyles“ nun den Weg dorthin.

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Drug Church – Cheer

Mit ihrem dritten Album landen die angenehm kotzigen Drug Church bei Pure Noise Records, und das passt wie Arsch auf Eimer. Der räudige Sound des Quintetts aus Albany, New York ist nach wie vor zugleich abstoßend und harmonisch, denn hier trifft Punk mit Hardcore-Schlagseite auf Grunge- und Alternative-Sounds aus den 90er Jahren. „Cheer“ gibt sich nun noch kompromissloser und doch, für Bandverhältnisse, eingängiger denn je.

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Laura Jane Grace & The Devouring Mothers – Born To Rot

Als Laura Jane Grace mit einem reduzierten Band-Lineup und einigen Tagebuchauszügen, die später Teil ihrer Autobiographie „Tranny: Confessions Of Punk Rock’s Most Infamous Anarchist Sellout“ werden sollten, auf Tour ging, reifte der Plan für einen kleinen Nebenschauplatz zu Against Me!. Die Songs dazu schrieb sie teils unterwegs, teils zuhause in Chicago, und gründete The Devouring Mothers rund um Atom Willard (aktueller Drummer ihrer Hauptband) und Marc Jacob Hudson (langjähriger AM-Produzent). Auf „Born To Rot“ trifft sich nun ein musikalisches Sammelsurium aus Punk Rock, Singer/Songwriter und poppigem Alternative Rock.

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Hank von Hell – Egomania

Nach seinem Ausstieg bei Turbonegro im Sommer 2010 gründete Hank von Helvete die prominent besetzte, aber nur kurzlebige Band Doctor Strange & The Mercy Cult, veröffentlichte ein paar Singles hier und da, nahm am norwegischen Eurovision-Vorentscheid teil und verschwand danach für mehrere Jahre. Nun ist der ehemalige König des Death-Punk zurück. Als Hank von Hell wagt er den Neuanfang und erinnert – musikalisch wie optisch – an die apokalyptische Trilogie seiner ehemaligen Hauptband. „Egomania“ erfüllt sämtliche Erwartungen.

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