Schlagwort: Punk Rock

Anti-Flag

Anti-Flag – Lies They Tell Our Children

Nach über drei Jahrzehnten zählen Anti-Flag weiterhin zu den wichtigsten politischen Punk-Bands der Szene. „20/20 Vision“ war eine messerscharfe Abrechnung mit dem amerikanischen Status Quo, der in den drei Jahren seit dem Release aus vielen Gründen deutlich schlimmer geworden ist. Vor diesem Hintergrund entstand das erste Konzeptalbum in der langen Karriere des Quartetts, das sich diversen zentralen Problemen – beispielsweise dem desolaten US-Gesundheitswesen – aus einer historischen Perspektive nähert. Zudem lädt sich „Lies They Tell Our Children“ ordentlich Gäste ins Studio ein.

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Militarie Gun

Militarie Gun – All Roads Lead To The Gun

Vor zwei Jahren gegründet und schon mächtig im Geschäft: Militarie Gun genießen aktuell einen verdienten steilen Aufstieg, der ihren rohen wie eingängigen Sound in neue Sphären hievt. Das Quintett aus Los Angeles ist gerne laut und schroff unterwegs, verbirgt jedoch Eingängigkeit in den Untiefen ihrer Präsentation und bedient sich in unterschiedlichsten musikalischen Welten – Hardcore, Punk, Alternative und sogar HipHop. Die Deluxe-Ausgabe von „All Roads Lead To The Gun“ fasst nun ihre ersten beiden EPs sowie vier brandneue Tracks zusammen.

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Diplomatics

Diplomatics – Is It Time To Fly?

Veränderung ohne Verbiegen: Diplomatics gaben ein klares Ziel für ihr drittes Album vor. Natürlich wirkte sich die Pandemie auf den Sound der Italiener aus und machte diesen eine Spur düsterer, zugleich präsentiert sich das Sextett aber deutlich wilder und ausgelassener. Auf „Is It Time To Fly?“ stürzen sie sich kopfüber in die angepunkte Garage und drehen alle Regler auf die Elf. Das Ergebnis fällt um Welten druckvoller und frontaler aus, ohne dabei jedoch auf gewisse rockige Feinheiten zu vergessen.

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White Lung

White Lung – Premonition

Nach sechseinhalb langen Jahren melden sich White Lung endlich mit ihrem fünften Album zurück … und geben im selben Atemzug bekannt, dass es ihr letztes sein wird. Eigentlich hatte man sich bereits 2017 ins Studio begeben, um „Paradise“ einen Nachfolger zu spendieren. Während den Aufnahmen erfuhr Frontfrau Mish Barber-Way von ihrer Schwangerschaft. Ihr erstes Kind wurde geboren, danach folgte die Pandemie, schließlich kam ein zweites Baby und rundherum veränderte sich so ziemlich alles. Entsprechend dankt das kanadische Trio mit „Premonition“ ab – so laut und energisch wie immer.

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The Pighounds

The Pighounds – Phat Pig Phace

Auf den Kapitalstart folgt die Konsolidierung: The Pighounds kamen vor eineinhalb Jahren gefühlt aus dem Nichts und lieferten derbe ab. Ja, natürlich handelte es sich ’schon wieder‘ um ein Rock-Duo, bloß klang „Hilleboom“ ganz und gar nicht nach einem typischen Zweiergespann. Laut, druckvoll, gerne mal dreckig und stets charmant, so gelang der Volltreffer. Daran wollte und will man nun wachsen. „Phat Pig Phace“ ist, so heißt es vorab, in jeder Hinsicht lauter, aggressiver, größer und sogar experimentierfreudiger. Das kann man beruhigt unterschreiben.

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Two And A Half Girl

Two And A Half Girl – Evidence Of A Broken Mind

Ihren Namen erhielten sie eher zufällig, aber das ist schon alles, was sich bei Two And A Half Girl einfach so ergab. Das niederländische Quintett versteht sich auf beißende Härte mit Gefühl und sozialem Bewusstsein, irgendwo zwischen Hardcore, Punk und Rock angesiedelt. Erst 2018 gegründet, verbrachte man die Downtime mit Streaming-Konzerten und einer EP, später mietete man sich in einem Haus am Land in Frankreich ein, um das erste Album zu schreiben und einen Teil der Instrumente aufzunehmen. Nun ist „Evidence Of A Broken Mind“ gelandet und leuchtet besonders hell.

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Flittern

Flittern – Flittern

Gitarren-Neustart mit Mitte 30, so oder so ähnlich kündigen sich Flittern an. Drei Musiker – unter anderem Teile der aufgelösten Hey Ruin plus der aktuelle KMPFSPRT-Drummer Jan Gruben – suchen ihren eigenen Weg. Der befasst sich zwar mit Punk, was angesichts der musikalischen Vorgeschichte kaum verwundert, nimmt aber ebenso Pop- und Synthi-Elemente mit wachsender Wave-Begeisterung mit. Das erste Album heißt „Flittern“, so wie die Band, und hat hohen Unterhaltungswert, hört sich wie ein Coming-of-Age-Streifen zwischen Dorfleben und Weg in die Großstadt.

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Hot Mass

Hot Mass – Happy, Smiling And Living The Dream

Einfach mal alle Regler auf Elf drehen und losrocken, so oder so ähnlich könnte das Mantra von Hot Mass lauten. Das britische Quartett biegt aktuell bereits mit seinem zweiten Album ums Eck, sechs Jahre nach „Nervous Tensions“, und klingt dabei, als wären sie eigentlich eh immer hier gewesen. Kein Wunder, schließlich tourten die Herren aus Swansea mit wachsender Begeisterung durch die Lande und schärften ihren Sinn für packende, treibende Rocksongs mit Punk-, Alternative-, Indie-, Grunge- und Power-Pop-Einflüssen. „Happy, Smiling And Living The Dream“ ist somit durchaus als Mission Statement zu verstehen.

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Meat Wave

Meat Wave – Malign Hex

Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Diese und ähnliche existenzielle Fragen stellten sich Meat Wave in jüngerer Vergangenheit. Ihr letztes Album hat bereits fünf Jahre auf dem Buckel, der Nachfolger sollte eigentlich nicht so lange brauchen und wurde bereits 2019 im Proberaum sowie in den Wohnungen der drei Musiker aufgenommen. Dann ließ man sich jedoch viel Zeit für den Feinschliff, von bekannten Begleitumständen verzögert. Nun ist das Trio aus Chicago zurück und bereit, die Bühnen der Welt zu entern. Mit im Gepäck haben sie „Malign Hex“, das bewusst mit Kontrasten und Gegensätzen arbeitet.

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Quarter Wolf

Quarter Wolf – Yeah Baby

Vergangenen Herbst krachte Sänger und Gitarrist Marius Kromvoll mit seiner White Trash Blues Band durchs Gebälk, nun legt der Norweger in Duo-Besetzung nach. Gemeinsam mit dem australischen Drummer Paul Daniel rief er Quarter Wolf ins Leben, um sich mit wachsender Begeisterung durch die Garage zu spielen und dem guten, alten skandinavischen Rock’n’Roll zu huldigen. Die erste Platte hört auf den bezeichnenden Titel „Yeah Baby“, das sich mit den letzten Jahren unter Verschluss befasst. Denn neben allerlei Düsternis und ernüchternden Momenten gab es hier doch Grund zur Euphorie.

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