Schlagwort: Punk Rock

Anti-Flag – American Spring

Auch nach mittlerweile mehr als zwei Dekaden Aktivismus und Kollektivismus werden Anti-Flag nicht müde ihre Stimme zu erheben. Bevorzugt geschieht dies in musikalischer Form. Nach „The General Strike“ landeten die US-Punks nun bei Spinefarm Records – eine Plattenfirma, die überwiegend für ihre Metal-Acts bekannt ist. Um Justin Sane und Konsorten muss man sich allerdings keine Sorgen machen, wie „American Spring“, ihr vielleicht bestes Album seit „The Terror State“ (2003), zeigt.

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Paper Arms – Great Mistakes

Nein, „Great Mistakes“ ist nicht gerade eine Platte, die man mit Australien verbinden würde. Hinter diesem Nackenschlag zwischen melodischem Punk Rock und räudiger (Post-)Hardcore-Attitüde stecken Paper Arms, die nach der Veröffentlichung von „The Smoke Will Clear“ mit dem Weggang eines ihrer Gitarristen und dem Umzug ihres Sängers Josh Mann über den halben Kontinent umgehen mussten. Dank Internet gelangen die Aufnahmen dennoch und werden nun auf das Live-geeichte Volk losgelassen.

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Timeshares – Already Dead

Hemdärmel hochkrempeln und losrocken: Wären die Foo Fighters eine Country-affine Punk-Band, würden sie sich Timeshares nennen. Das Quartett aus Suffern, New York versteht sich auf verschwitzten Flanell-Punk mit dezenter Whiskey-Fahne und hymnischen Singalongs, der schon mal an jüngere Against Me!, The Gaslight Anthem oder Arliss Nancy erinnert. Vier Jahre nach ihrem Debütalbum erscheint nun endlich der Nachfolger „Already Dead“.

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Funeral For A Friend – Chapter And Verse

Es scheppert, rattert, klappt und rollt weiterhin bei Funeral For A Friend. Längst sind die Waliser Routiners im breiten Spannungsfeld zwischen Hardcore und Punk. Der stete Mut zu überraschen und Veränderungen – im Kleinen wie im Großen – herbeizuführen, ist längst Markenzeichen des Quintetts. Nach „Conduit“ beschränkt sich „Chapter And Verse“ nun auf das Wesentliche. Epische Elemente werden zurückgereiht, dafür brettern die Veteranen auf ihrem siebten Studioalbum so direkt und launig wie schon lange nicht mehr voran.

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Sleater-Kinney – No Cities To Love

In der heutigen Zeit über beinahe zwei Jahre ein Geheimnis dieser Größenordnung zu bewahren, ist ein Kunststück. So war es tatsächlich eine gewaltige Überraschung, als Sleater-Kinney vergangenen Herbst mit der Veröffentlichung ihres Boxsets „Start Together“ ihr Comeback samt neuem Studioalbum ankündigten, nachdem sie zuvor bereits zwei Jahre mit der Idee gespielt und auch geprobt hatten. An der Einstellung des Trios hat sich durch Carrie Brownsteins Medienpräsenz – ihre TV-Serie „Portlandia“ wurde für einen Emmy nominiert – nichts geändert und so macht „No Cities To Love“ letztlich dort weiter, wo Sleater-Kinney ein Jahrzehnt zuvor unterbrachen.

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Abramowicz – Generation

Deutschland, deine Gitarrenbands. Mit festem Schritt und kurzweiligen Melodien treten Abramowicz an, um das Erbe jener Bands anzutreten, die gar nicht daran denken sich zur Ruhe zu setzen. Bereits 2010 gegründet, wuchsen die Hamburger erst im Sommer vergangenen Jahres vom Trio zum Quintett mit Verpflichtung eines Lead-Gitarristen und eines Keyboarders. Die Idee: Garage-Punk, kurzweiliger Rock, eine fette Portion Eingängigkeit und ein wenig Genreclash zwischen nordamerikanischen Springsteen-Rock-Jüngern und heimischen Globetrotter. Die 4-Song-EP „Generation“ macht schon mal Bock auf mehr.

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Sleater-Kinney beenden ihre Auszeit

Die schönsten Überraschungen treffen einen unerwartet. Nach sieben Studioalben kündigten die Punk-Ikonen Sleater-Kinney am 27. Juni 2006 eine Auszeit auf unbestimmt ohne Angabe von Gründen an. Zwar war in den letzten Jahren immer wieder die Rede davon, die Band würde über kurz oder lang wieder gemeinsam auftreten, Carrie Brownsteins Schauspielkarriere als Hauptdarstellerin in der Satire-Serie „Portlandia“ schien aber nur einer von vielen Faktoren, der diesem Unterfangen entgegenstehen würde. Und nun das: Seit knapp zwei Wochen weiß man, dass Sleater-Kinney 2015 mit einem neuen Album einleiten werden und auch schon einen ersten Song am Start haben. Und dann gibt es da noch die Remastered-Serie auf CD und LP.

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Restorations – LP3

Springsteen ist bei jungen Rockbands wieder groß im Trend, und doch sind Restorations wesentlich mehr als nur eine unter vielen Kapellen, die dem Boss huldigen. Ganz so jung ist das Quintett aus Philadelphia freilich nicht mehr, hat dafür umso mehr Spaß an klassischem Genre-Bending. Americana, Punk, Folk, Post Punk, Alternative-Geballer – all das und viel mehr zieht sich wie ein roter Faden durch „LP3“, ein weiteres bärbeißiges Monster mit einer Latte an Hits und angenehm strapaziösen Experimenten.

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Smile And Burn – Action Action

Hymnenhafter, hitverdächter Punk Rock mit einem nicht zu verhehlenden Faible für Popmusik ist spätestens seit dem großen Erfolg der Beatsteaks ein populäres Rezept. Konsequent und ansprechend wird der Stiefel allerdings nur selten durchgezogen, selbst die erwähnten Giganten haben ihren Sound nach „Smack Smash“ bis zur Unkenntlichkeit ent- und verfremdet. Diese Lücke könnten nun die Berliner Smile And Burn schließen, denen auf ihrem dritten Album „Action Action“ der Schritt in Richtung Entertainment endlich gelungen ist.

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Karies – Seid umschlungen, Millionen

Es zuckt wieder im schönen Schwabenland. Über die Definition von Post Punk ist in den letzten Jahren viel geschrieben worden. Neben der tanzbaren, chartstürmenden Fraktion der zweiten Welle (Franz Ferdinand, Maximo Park, Bloc Party) gibt es noch die schroffen Originale rund um Killing Joke und Crass, bei denen tatsächlich der Punk im Mittelpunkt steht. Karies stammen aus dem Dunstkreis von Die Nerven, deren Schlagzeuger auch hier mitwirkt, und orientieren sich an den erwähnten Pionieren wie auch an NDW-Lautmalern wie Abwärts. Nicht umsonst beschwört „Seid umschlungen, Millionen“ einen Sound, der wie die deutsche Antwort auf den jüngsten Output von xBOMB FACTORY wirkt.

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