Schlagwort: Punk Rock

Goodbye Fairground – I Don’t Belong Here Anymore

So lässig muss man sich erst einmal aufrappeln: Innerhalb der letzten Jahre verloren Goodbye Fairground drei jener sechs Musiker, die vor drei Jahren das Debütalbum eingespielt hatten. Was anderen Bands das Genick brechen würde, münzten die Punk-Rocker in eine Kampfansage um. Runderneuertes Lineup, neuer Elan und richtig gute Songs: „I Don’t Belong Here Anymore“ spielt mit alten Vergleichen und neuen Ufern.

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God Damn – Everything Ever

Kaum zu glauben, dass sich die Musiker hinter God Damn einst als Indie-Pop-Band versuchten. Der rohe, schroffe, punkige gegenwärtige Sound deutet keinesfalls daraufhin. Ein lebensgefährlicher Kollaps von Dave Copson führte einst zum Reset und dem mächtigen Debüt „Vultures“. Auf den durchaus sensationellen Einstand folgt nun „Everything Ever“, das einmal mehr Riffgewalt mit Melodik, bärtigen Rock mit eingängiger Punk-Dynamik koppelt.

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Beach Slang – A Loud Bash Of Teenage Feelings

Rauer Gesang, Punk-Attitüde, mörderlische Hooklines, Rock-Drive: Beach Slang debütierten Ende letzten Jahres mit dem charmanten „The Thing We Do To Find People Who Feel Like Us“ und klopften sogar an die Pforte der US-Album-Charts. Zahlreiche Auszeichnungen und umjubelte Live-Shows folgten. Für den Nachfolger „A Loud Bash Of Teenage Feelings“ ließ sich Frontmann James Alex von den Geschichten seiner jugendlichen Fans inspirieren. Teenage Angst, Weltschmerz, Euphorie, Hoffnung und Party prägen einen unterhaltsamen Zweitling.

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Against Me!

Against Me! – Shape Shift With Me

Laura Jane Grace hat sich gefunden. Vier Jahre nach ihrem Coming Out, einem gefeierten wie schwierigen Album und einer überaus erfolgreichen Tour kann sie endlich frei über sich und ihr Leben als Transsexuelle schreiben. Against Me! sprinten überdies mittlerweile in einem gefestigten Lineup voran. „Shape Shift With Me“ wurde während diverser Konzertreisen geschrieben und im direkten Anschluss aufgenommen – ein deutliches Zeichen für die neue kreative Freiheit der charismatischen Frontfrau.

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Swain – The Long Dark Blue

Die letzten anderthalb Jahre hatten es in sich für Swain. Bis Ende 2014 hieß das Trio noch This Routine Is Hell, wenige Monate später folgte der Umzug von den Niederlanden nach Berlin. Frontmann Noam Cohen trennte sich von seiner Freundin und surfte von Wohnung zu Wohnung. Verantwortung war in dieser Zeit ein Fremdwort für ihn. Diese ganz besondere Zeit manifestiert sich – musikalisch wie textlich – auch auf dem neuen Album „The Long Dark Blue“, das längst nicht mehr ausschließlich bissig nach vorne geht.

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The Fairweather Band – Meow

Wie lange dauert eigentlich der perfekte Song? Ob wenige Sekunden oder über zehn Minuten, jeder hat wohl eine andere Theorie. The Fairweather Band suchen das Heil in der Kürze und bewegen sich vornehmlich rund um die Zwei-Minuten-Marke. Punkiger Indie Rock mit Pop- und Math-Einflüssen, ja sogar ein wenig Folk – die musikalische Gangart des britischen Trios aus Exeter ist breit gefächert. Nach einer ersten EP vor zwei Jahren erscheint nun das Debütalbum „Meow“.

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Cherries On A Blacklist – Glorious Days

Alles anders bei Cherries On A Blacklist: Klang das Debüt der Griechen noch nach Stoner mit leichter Alternative-Schlagseite, wagt sich die zum Trio geschrumpfte Band nun in ganz andere Gefilde vor. Diverse Rückschläge wirkten sich nicht nur textlich auf „Glorious Days“ aus, das nun mit Punk Rock, Crossover und metallischen Exkursen durchaus überrascht, inhaltlich dabei düster bleibt und sich mit Suizidgedanken sowie der Ursachensuche befasst. Zu entdecken gibt es verdammt viel, im Positiven wie im Negativen.

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PUP – The Dream Is Over

„The Dream Is Over“ – mit diesen Worten ließ ein Doktor PUP-Sänger Stefan Babcock wissen, dass eine kleine Stimmbandzyste seine Musikerkarriere beenden würde. Der Kanadier ließ sich von dieser Diagnose nicht beeindrucken und machte sie sogar zum Titel des zweiten Albums. Am Sound hat sich seit dem eponymen Debüt wenig geändert – fieser Garage Punk, mal etwas melodischer mit Alternative-Schlagseite, mal herrlich rasend.

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Captain Planet – Ein Ende

In aller Ruhe und ohne großen Tam-Tam haben Captain Planet einen Nachfolger zu „Treibeis“ aufgenommen. Einfach mal wieder die Musik in den Vordergrund rücken, und das ist auch gut so. Als wohl melodischte Vertreter der cleveren Deutschpunk-Szene nimmt das Quintett so und so eine Ausnahmestellung ein. Verändert hat sich jedoch wenig: zehn Songs in unter einer halben Stunde, mächtige Hooklines und metaphernreiche Sprache machen „Ein Ende“ zu einem weiteren Anfang.

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White Lung – Paradise

Kanadas Punk-Powerhouse White Lung hat keine Lust darauf, weiterhin auf der Stelle zu treten in einer Szene, die Weiterentwicklung nur selten verzeiht. Gerade als Songwriter ist das Trio gewachsen, jedes Album nimmt noch mehr Fahrt auf. Erhalten bleibt jedoch die ausgesuchte Kürze, mit der auch gängige Genre-Alben aus den Boxen schallen. „Paradise“ überschreitet nun immerhin die 28-Minuten-Marke und ist nach wie vor tief im Punk verwurzelt, bringt aber ebenso einen ordentlichen Wave- und Indie-Punch mit sich.

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