Schlagwort: Rock’n’Roll

Sweatmaster

Sweatmaster – More!

2011 hatten Sweatmaster genug. Nach vier mächtigen Alben verabschiedeten sich die finnischen Garage-Rock-Meister erst einmal, hatten genug von ihrem verschwitzten Sound. Später folgte noch ein kleiner Neustart als Little Boots mit mehr Hard Rock, der sich ebenfalls verlief. Vor ein paar Jahren gab es dann doch wieder erste Konzerte, dann entstanden erste Songs, und nun steht tatsächlich das erste Album seit über 15 Jahren in den Startlöchern. „More!“ klingt letztlich, als hätte es diese Auszeit nie gegeben, und das entpuppt sich als verdammt fantastische Angelegenheit.

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Gluecifer

Gluecifer – Same Drug New High

Riffs galore mit Ankündigung: 2005 verabschiedeten sich die norwegischen Rocker Gluecifer nach einer ausgedehnten Abschiedstournee, mit einem stattlichen Vermächtnis an Musik und dem einen oder anderen Nachfolgeprojekt im direkten Anschluss. 2018 feierte das Quintett ein Comeback in Fast-Kernbesetzung (einzig Peter Larsson am Tieftöner ist neu dabei), nun gibt es tatsächlich noch einmal neues Material. „Same Drug New High“, das erste komplette Studioalbum seit über 21 Jahren, zeigt eindrucksvoll, warum Gluecifer zu den wichtigsten Scandi-Rock-Vertretern Ende der 90er und Anfang der 2000er zählten, und weiterhin verdammt relevant bleiben.

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Alice Cooper

Alice Cooper – The Revenge Of Alice Cooper

Selbst im stattlichen Alter von nunmehr 77 Jahren veröffentlicht Alice Cooper weiterhin neue Musik in schöner Regelmäßigkeit. Diese Platte ist jedoch eine Besonderheit, markiert sie doch das erste gemeinsame Werk mit der originalen Alice Cooper Band seit 1973. Mit Ausnahme des viel zu früh verstorbenen Glen Buxton sind tatsächlich alle an Bord und lassen den Geist der späten 60er und frühen 70er hochleben. „The Revenge Of Alice Cooper“ ist aber weder reine Nostalgiereise noch purer Fanservice, sondern unterstreicht die Klasse echter Pioniere, die auch heute noch die Shock-Rock-Fahne voller Elan in die Höhe stemmen.

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His Lordship

His Lordship – Bored Animal

Es ist eine von sehr vielen Lockdown-Geschichten: Als der langjährige Pretenders-Gitarrist James Walbourne 2020 unerwartet Zeit hatte, wollte einfach nur ein paar Rock’n’Roll-Songs in einem Pub spielen, um aktiv zu bleiben. Der dänische Drummer Kris Sonne, der selbst auf „Relentless“ zu hören war und bei einzelnen Gigs aushalf, wurde rekrutiert, His Lordship waren gegründet. Mit der Mission, möglichst direkt und und unmittelbar zu rocken, landete vor etwas über einem Jahr ein erstes Album. Für den Nachfolger „Bored Animal“ entschied man sich für eine deutliche Straffung und verabschiedete sich von etwaiger Perfektion. Beides bekommt dem Duo bestens.

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The Sexy Drugs

The Sexy Drugs – Reckless Memories

Alte, rockende Bekannte melden sich lautstark wieder: Tatsächlich liegt das dritte und bis jetzt letzte Album von The Sexy Drugs 15 Jahre zurück. Untätig war man aber keinesfalls – es gab Konzerte, ein paar Kleinformate und Umbesetzungen. 2017 wurde sogar eine komplett neue Platte aufgenommen, die laut Band ‚dem ungeübten Toningenieur zum Opfer fiel‘ und bis heute keinen Release erfuhr. Das seit 2019 zum Quartett erweiterte, dann jedoch erst einmal ausgebremste Line-up widmet sich nun – und endlich – den Hochs und Tiefs des Lebens. „Reckless Memories“ handelt von alten Gefühlen, neuen Problemen und verpassten Chancen.

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Lucio Corsi

Lucio Corsi – Volevo essere un duro

Bleich geschminktes Gesicht, spaciges Bowie-Glam-Kostüm, ein überlanges Piano und ein aus der Zeit gefallener Song: Der 31jährige toskanische Sänger und Songwriter Lucio Corsi feierte im Februar sein Debüt beim renommierten Festival di Sanremo, erreichte Platz 2 und heimste den Kritikerpreis ‚Mia Martini‘ ein. Etwas überraschend reiste er nach dem Verzicht von Gewinner Olly zum Eurovision Song Contest nach Basel und übertraf mit Platz 5 die Erwartungen. Ein Über-Nacht-Erfolg ist Corsi aber keinesfalls, heimst nun die verdienten Lorbeeren von bald 15 Jahren harter Arbeit ein. Mit seinem vierten Album „Volevo essere un duro“ ging es erstmals an die Spitze der italienischen Charts – und mit ESC-Rückenwind könnte es auch hierzulande endlich mit verdienter Aufmerksamkeit klappen.

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Ezra Furman

Ezra Furman – Goodbye Small Head

Ein aus dem Kontrollverlust geborenes Album, so beschreibt Ezra Furman ihr mittlerweile zehntes Studiwerk. Wiewohl sich dieser Kontrollverlust hier auf unterschiedliche Weise äußert, so war der Impetus ein ungeklärter, vermuteter Krampfanfall vor zwei Jahren, der sie Monate lang ans Bett fesselte, unter Schmerzen leidend und komplett erschöpft. Eine medizinische Erklärung blieb aus. Irgendwann sprudelten die Songs geradezu aus ihr heraus und bildeten nach und nach ein Album. „Goodbye Small Head“ widmet sich so unterschiedlichen Themen wie Schwäche und Krankheit, Drogen und BDSM, Herzschmerz und Mystik.

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Rokets

Rokets – Bad Choices

Einfach rocken, einfach rollen: Die Mission von Rokets ist so einfach wie genial. Auf ihren ersten beiden Alben konnte sich das Quintett aus Helsinki, gepeist aus Underground-Bands mit vorwiegend Hardcore- und Metal-Background, schnell einen Namen als Experten für fieberhafte, kurzweilige und handgemachte Klänge machen. Live wird so und so alles abgerissen. Nun ist man bei Svart zuhause und bereitet den Release von „Bad Choices“ vor. Schlechte Entscheidungen sind auf der dritten Platte der Finnen aber zu keiner Zeit zu hören.

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The Deadnotes

The Deadnotes – Rock ’n‘ Roll Saviour

Fünf Jahre sind eine verdammt lange Zeit, gerade in der Musik. Als The Deadnotes im Februar 2020 „Courage“ veröffentlichten, waren sie eine andere Band, doch auch die Welt eine andere, die sich gerade zu diesem Zeitpunkt entscheidend veränderte. Darius Lohmüller und Jakob Walheim waren allerdings alles andere als untätig, fanden im neuen Duo-Line-up Inspiration, veröffentlichten diverse Kleinformate und definierten ihren Sound neu. Punk- und Emo-Einflüsse rückten in den Hintergrund, stattdessen geht es nun deutlich poppiger und bunter vor sich. Dass die neue Platte ausgerechnet „Rock ’n‘ Roll Saviour“ heißt, bringt selbstverständlich eine angenehme Portion Ironie mit.

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Lucinda Williams

Lucinda Williams – Lucinda Williams Sings The Beatles From Abbey Road

Die mit drei Grammys ausgezeichnete Singer/Songwriter-, Americana- und Country-Legende Lucinda Williams ist stets für eine kleine Überraschung gut. Als während der Pandemie die Live-Möglichkeiten wegfielen, rief sie ihre Albumserie „Lu’s Jukebox“ ins Leben. Gleich sechs Cover-Alben entstanden binnen neun Monaten, unter anderem den Rolling Stones, Bob Dylan und Tom Petty gewidmet. Nach einer kleinen Kunstpause, die Williams wieder auf Tour führte und eine reguläre Platte hervorbrachte, geht es kurz vor Jahresende zurück in den Tribute-Bereich. „Lucinda Williams Sings The Beatles From Abbey Road“ ist genau das, was auf dem Cover steht – Beatles-Klassiker, aufgenommen in den legendären Abbey Road Studios.

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