Schlagwort: Shoegaze

Abattoir Blues – Sense

Eine Band, die sich nach einem Nick Cave-Album benennt, kann so schlecht nicht sein. Mit dem drastischen, wuchtigen Auftreten von Abattoir Blues dürfte der australische Großmeister höchst zufrieden sein, musikalisch orientiert sich das Quintett aus dem britischen Brighton jedoch eher an wütenden Post Punk-Klängen gepaart mit fieberhaftem Alternative Rock und bissigen, pointierten Texten. Ihre neueste Single „Sense“ wird zum bisherigen Prunkstück des Abattoir’schen Schaffens.

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Teksti-TV 666 – 1,2,3

Fünf bis sechs Gitarren gleichzeitig auf der Bühne und Songs, die wie zu schnell abgespielte Shoegaze-Versionen alter Ramones-Tracks klingen: Teksti-TV 666 zählen in ihrer finnischen Heimat aktuell zu den beliebtesten Live-Bands. Nachdem ihre ersten drei EPs in Windeseile ausverkauft waren – der dritte Teil sogar in der Preorder-Phase -, erscheint nun eine Compilation aller Songs unter dem Titel „1,2,3“, und das auch außerhalb Finnlands.

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Newmoon – Space

Kaum zu glauben, dass einige der Musiker hinter Newmoon ursprünglich Teil der Hardcore-Punk-Band Midnight Souls waren. Joy Division und The Cure waren ihre erste Liebe, der rasante Core-Sound aber einfacher zu spielen. Nun sind die Belgier endlich bei ihrer Wunschmusik gelandet. Der Bandname stammt von einem Elliott Smith-Album, der Sound erinnert an Alcest und Nothing – Shoegaze, Dream-Pop, Post Punk und Alternative Rock. „Space“ ist ihr Debütalbum.

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Chain Wallet – Chain Wallet

Der Soundtrack zur Traumwelt der 1980er Jahre stammt aus Bergen. Chain Wallet verstehen sich auf einen charmant poppigen Mix aus New Wave, Synth und Shoegaze – entspannt und doch treibend. Zwischen Verletzlichkeit und eitel Sonnenschein malen sie faszinierende Bilder – mal schroff und abstrakt, mal mit Weichzeichner und Pastellfarben. Existentielle Krisen und zerbrochene Träume begleiten das schlicht „Chain Wallet“ betitelte Debütalbum.

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Broncho – Double Vanity

„Class Historian“ war ein erster kleiner Indie-Hit, mit dem Broncho auf sich aufmerksam machten. Anstatt auf dieser Armada an Hooks aufzubauen, widmet sich das Quartett aus dem US-Bundesstaat Oklahoma nun einem Hauch von Nachdenklichkeit. Zittrige Gitarren, klare 80s-Referenzen und betonte Schwerfälligkeit schlagen ein neues Kapitel in der noch jungen Bandgeschichte auf. „Double Vanity“, das dritte Studioalbum, bricht mit dem bisherigen Schaffen.

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Suns Of Thyme – Cascades

Geographisches Kuriosum: Suns Of Thyme ist ein Quintettaus Berlin ohne einen einzigen Berliner. Die fünf Mitglieder sammelten reichlich Erfahrung in anderen Bands, brachten es aber jeweils nie über ein Album hinaus. Irgendwann landeten sie schließlich in der Hauptstadt und vereinten ihre Vorlieben für Kraut, Psychedelic, Post Punk, Shoegaze und zahlreiche weitere düstere und experimentelle Klänge. „Cascades“ ist ihre zweite gemeinsame Platte und damit ein Novum für alle Beteiligten.

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Nothing – Tired Of Tomorrow

Die bloße Existenz des zweiten Nothing-Albums darf als kleines Wunder gesehen werden. Während der Tour zum gefeierten Debüt „Guilty Of Everything“, in dem Frontmann Domenic Palermo seine Zeit im Gefängnis verarbeitete, wurde er brutal zusammengeschlagen und schwer verletzt. Als „Tired Of Tomorrow“ dann schließlich erscheinen sollte, stellte sich heraus, dass hinter dem neuen Label der verachtenswerte Martin Shkreli steckt. Relapse Records, wo bereits der Erstling veröffentlicht wurde, ist eingesprungen. Es sei ihnen zu danken.

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Mayflower Madame – Observed In A Dream

Seit einigen Jahren erfreut sich kondensierte Düsternis wieder besonders großer Beliebtheit. Post Punk, Gothic Rock, Shoegaze und Industrial erleben eine große Renaissance. Davon könnten nun auch Mayflower Madame profitieren. Das Quartett aus Oslo machte in seiner norwegischen Heimat bereits vor drei Jahren mit der 12″ „Into The Haze“ auf sich aufmerksam, etwas später wurde man von den größten Radiostationen des Landes gespielt und durfte diverse Indie-Granden supporten. Mit dem Debütalbum „Observed In A Dream“ könnte nun auch der Rest Europas fallen.

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Holy Esque – At Hope’s Ravine

Diese Stimme, diese eigentümliche Stimme – als wäre der Sound von Holy Esque nicht schon speziell genug, ist da noch dieses ganz besondere Tremolo-Falsett von Pat Hynes. Kratzig, luftig, eindringlich, wütend, furios führt er durch elf Songs, die irgendwo zwischen Post Punk und den Anfängen der Simple Minds, zwischen der ungestümen Glorie von JJ72 und der ewigen Suche von Echo & The Bunnymen platziert sind. Und eigentlich doch ganz anders klingen. Und so eigen. „At Hope’s Ravine“ heißt das Album zu einem der interessantesten musikalischen Phänomene des Jahres.

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YAST – My Dreams Did Finally Come True

Schwedens Slacker YAST, vor fünf Jahren in Malmö geschlüpft, stehen für eine neue Indie-Pop-Grenzerfahrung, die mit Distortion und Feedback die versammelte Shoegaze-Meute neben fatalistischer The Cure-Romantik, College-Smartness von Dinosaur Jr. und die vertonte Verführung Yucks abholt. Das hört sich abstrakt an? Gewissermaßen gilt das auch für den Sound des Quintetts, gleichermaßen entspannt, eingängig und doch leicht entrückt. „My Dreams Did Finally Come True“, das zweite Studioalbum, bewegt sich geschickt im musikalischen Überall.

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