Schlagwort: Shoegaze

Tristesse

Tristesse – Im schwächsten Licht

Vor zwei Jahren trafen sich fünf Berliner Jungs in einer lokalen Kneipe und diskutierten Pläne für eine gemeinsame musikalische Zukunft. Mit ihren ersten Tracks sorgten Tristesse für Aufmerksamkeit – eine aufwühlende Mischung aus Indie, Shoegaze, Alternative, Grunge und Dream-Pop, die hinter fast schon euphorischem Sound durchaus ernste Themen verpackt. „Im schwächsten Licht“ ist ihre erste EP und bemüht dicke Klangteppiche auf der Suche nach der eigenen Identität.

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Shun

Shun – Songs From The Centrifuge

Ein einziges Tape mit gerade einmal vier Songs reichte, um Shun auf Kurs zu bringen. Schnell durfte sich das Quartett aus Münster die Bühne unter anderem mit den legendären The Psychedelic Furs und den belgischen Upstarts Slow Crush teilen. Der erfrischende Shoegaze-Ansatz, der unterem mit Dream-Pop- und Post-Punk-Ideen flirtet, wird nun endlich auf Albumlänge ausgedehnt. Bei This Charming Man Records erscheint „Songs From The Centrifuge“, ein kurzes, aber durchschlagendes Werk zwischen Sorglosigkeit und lässiger Nachdenklichkeit.

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Slow Crush

Slow Crush – Hush

Hektische Zeiten sind offenbar der ideale Nährboden für oberflächlich entspannte Klänge. Tatsächlich brodelt es bei Slow Crush nahezu durchgehend. Von Ende 2018 bis Januar 2020 tourten die Belgier fast durchgehend und schrieben nebenbei neues Material, dann sorgten die unfreiwilligen Absagen tatsächlich für ein wenig Ordnung im Chaos. Das Privatleben war vernachlässigt worden, zwei Bandmitglieder waren von Bord gegangen und die bisherige Plattenfirma löste sich in Rauch auf. Gewissermaßen funktioniert der Zweitling „Hush“ nun wie ein Mini-Neustart und zeigt gewohnte Stärken mit frischen Perspektiven.

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Actors

Actors – Acts Of Worship

Die Musik der 80er Jahre strahlt weiterhin ungebrochene Faszination aus. Bei Artoffact Records finden zahlreiche Revivalisten aus dem vermeintlichen Underground ein wunderbares Zuhause. So auch Actors aus Kanada, die vor drei Jahren ihr Wave-getränktes Post-Punk-Debüt veröffentlichten und mit ihrer erdrückenden Düsterromantik seither Herzen brechen. „Acts Of Worship“, von Sänger und Gitarrist Jason Corbett im eigenen Studio in Vancouver produziert, holt nun erneut auf die Tanzfläche, nur um dort nach einem ausladenden Balzritual schulterzuckend zu resginieren.

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Lehnen

Lehnen – Negative Space

Vor einigen Jahren schrieben Die Ärzte ein Lied vom Scheitern. Lehnen machen ein ganzes Album daraus. Die drei Wiener klopfen nach gut sechs Jahren endlich wieder an und betrachten, wie sich die Angst vorm Scheitern in der heutigen Gesellschaft gestaltet, wie man im Konflikt mit sozialen Konstrukten und Erwartungen einen Platz sucht, ob und wie man das eigene Schicksal ändern kann und will. Dabei verbleibt stets etwas leerer Raum, ein „Negative Space“, der gefüllt werden will. Und genau das tun Lehnen mit ihren zehn neuen Tracks.

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Quicksand

Quicksand – Distant Populations

Nach 22 Jahren Pause wärmen sich Quicksand gerade erst auf. „Interiors“ war ein gutes Comeback für die Post-Hardcore-Veteranen, die während der dazugehörigen Tour Gitarrist Tom Capone verloren und seither als Trio weitermachen. Und zwar tatsächlich genau das, denn Walter Schreifels, Savio Vega und Alan Cage haben trotz unzähliger anderer Projekte tatsächlich eine weitere Quicksand-Platte auf die Beine gestellt. „Distant Populations“ befasst sich mit der Eigentümlichkeit einer Gesellschaft, die gleichzeitig enger denn je verbunden und doch weit voneinander entfernt ist.

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Smiling

Smiling – Devour

Als Smiling 2015 loslegten, hießen sie noch Annie Girl And The Flight. Das Projekt von Annie Shaw supportete unter anderem Against Me! und ging bereits 2016 ins Studio, um das Debütalbum live auf einem 16-Track-Analog-Tape aufzunehmen. Diverse Nachbearbeitungen, Umzüge und Pandemie-Verschiebungen stellten allredings die Geduld auf die Probe. Nun kommt das Projekt doch noch um die Ecke unter neuem Namen, aber mit zeitlosem Elan. Beißender Indie Rock, psychedelische Zwischentöne und eine kräftige Portion Shoegaze machen aus „Devour“ einen wilden und zugleich gefühlvollen Leckerbissen.

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Man On Man

Man On Man – Man On Man

Liebe ist alles, sangen einst Rosenstolz, und damit wäre dieser Text bereits mit dem ersten Satz an die Wand gefahren. Auch das ist Kunst. Man On Man sind hingegen einfach nur toll, denn das wunderbare Paar spricht sich für die Schönheit der Liebe aus, für Body Positivity und für die Kraft, die nur aus dem Gemeinsamen entstehen kann. Joey Holman (Holman) und Roddy Bottum (Faith No More, Imperial Teen) überlebten das vergangene Jahr gemeinsam, verloren ihre Mütter, verloren Jobs und saßen auf gepackten Umzugskartons. Als sympathisches Doppel verpassen sie archetypischer Queer- und Gay Music mit dem schlicht „Man On Man“ betitelten Album eine Frischzellenkur.

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Glitterer

Glitterer – Life Is Not A Lesson

Ned Russin war eigentlich immer schon Glitterer. Man merkte bloß nichts davon, als er über ein Jahrzehnt mit Title Fight drei packende Alben veröffenlichte und fleißig tourte. Nach dem Verschwinden stürmte der Solo-Schauplatz ins Rampenlicht, ging auf Tour und veröffentlichte sogar ein erstes Album. Die Ernüchterung und Verzweiflung des vergangenen Jahres hält natürlich Einzug in die neue, in Eigenregie aufgenommene Platte „Life Is Not A Lesson“, was man den unverschämt eingängigen Songs zunächst jedoch nicht anhört.

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Timelost

Timelost – Gushing Interest

Ursprünglich schickten sich Shane Handal und Grzesiek Czapla, mit ihren Hauptbands in brachialen Gefilden unterwegs, ein paar Ideen über tausende Kilometer hin und her und machten daraus Songs. Timelost entstanden aus diesem Prozess heraus, veröffentlichten im Oktober 2019 ihr grandioses Debüt „Don’t Remember Me For This“ und wuchsen plötzlich zur Band an, die sogar ein wenig tourte, zumindest bis die Pandemie ihnen ein Strich durch die Rechnung machte. Als ‚Beschäftigungstherapie‘ schrieb man einfach ein neues Album. „Gushing Interest“ ist nun über die neue Heimat Church Road Records erhältlich.

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