Schlagwort: Shoegaze

Roomer

Roomer – Staircase Made Of Rope

Drei für sich aktive und kreative Musiker:innen, die rund um Folk, Elektronik und Avantgarde kreisen, finden für ein imposantes Ganzes einmal mehr zusammen. Nach dem packenden „Leaving It All To Chance“, das auf jahrelang live erprobtem Material beruhte, wollten Roomer bei ihrer nächsten Platte gleich einmal alles anders machen. Lockere Strukturen, First Takes und Improvisationen ergeben ein Werk, dass sie selbst als ‚lose Angelegenheit‘ bezeichnen. Das Trio aus Berlin möchte sich und seinen Sound, der sich rund um Shoegaze und Dream-Pop/Rock dreht, bewusst hinterfragen und auf die Probe stellen. „Staircase Made Of Rope“ schafft das auf eindrückliche Art und Weise.

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Culk

Culk – smogstar

Die Stadt holt alle ein – auch Culk, die ihr mittlerweile viertes Studioalbum dem urbanen Raum widmen, begleitet von permanentem Rauschen, von Neuankömmlingen und Urgesteinen. Für die vier Wiener ist das aber nicht nur ein Heimspiel mit wechselnder Perspektive, sondern eine Neuerfindung auf Raten. Tatsächlich wollte das Quartett wieder zum Ursprungsgedanken zurückkehren, der sie einst zum gemeinsamen Musikmachen brachte, vom eigenen Umfeld geprägt und zugleich wieder deutlich unverkopfter unterwegs. Nach dem beklemmenden, gerne mal düsteren Meisterwerk „Generation Maximum“ geht es „smogstar“ deutlich lockerer und unmittelbarer an.

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Citizen

Citizen – Halcyon Blues

Zarte Veränderungen und konstante Bewegung begleiten Citizen seit ihrem ersten, vor 13 Jahren veröffentlichten Album. Das Quintett aus Toledo im US-Bundesstaat Ohio entfernte sich zuletzt noch weiter von Emo und Post-Hardcore, gestaltete den Rock auf „Calling The Dogs“ zuletzt immer wieder angenehm und sympathisch poppig. Ihr mittlerweile sechstes Studioalbum, das sich unter anderem mit den bittersüßen Aspekten des Erwachsenwerdens befasst, verzichtet auf eine direkte musikalische Antwort auf den Vorgänger und macht stattdessen einfach. „Halcyon Blues“ klingt über weite Strecken wie ein kleiner Streifzug durch das bisherige Schaffen.

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Teksti-TV 666

Teksti-TV 666 – 4

Der wohl ultimative Permanent-Geheimtipp für Post-Punk- und Kraut-Fans reitet wieder. Wobei, eigentlich ist das ’neue‘ Mini-Album von Teksti-TV 666 alles andere als neu. Bereits Anfang April erschienen vier Songs, etwas unspektakulär digital veröffentlicht und beinahe übersehen – zu Unrecht, versteht sich. Svart Records sieht das wohl ähnlich und spendiert „4“ im August eine limitierte Vinyl-Auflage. Mit dabei ist alles, was die vielleicht kauzigste Big-Band verwaschener Gitarrenmusik auszeichnet: schier endlose Jams, motorisierte Peitschenhiebe, eine unerwartete Portion Punk und psychedelische Riffs der anderweltlichen Art. Nun denn.

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Red Dwarf Star

Red Dwarf Star – LP1

Seit seinem Umzug von den USA in die Schweiz läuft das Leben bei Coley Dennis etwas anders. Der Alltag ist von Familie und Beruf geprägt, seine Band Maserati veröffentlichte sein letztes Album vor über sechs Jahren und schraubt seit geraumer Zeit an einem Film-Soundtrack, der heuer erscheinen soll. Zwischenzeitlich schrieb er eigene Songs, inspiriert durch den Alternative- und Post-Hardcore-Sound der 90er, jedoch zusehend krautig und elektronisch verfremdet. Red Dwarf Star wachsen aktuell vom Solo-Projekt zur kompletten Band an (u. a. mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern von Jeffk, Kruger, Orso und Lenore), der Einstand heißt schlicht und ergreifend „LP1“.

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La Sécurité

La Sécurité – Bingo!

Wie chaotisch darf Punk sein? La Sécurité rufen nur ‚Ja!“ und machen einfach. Das Quintett aus Montreal erklärt Präfix-Präferenzen für Art, Dance und Post, mit etwas Noise, Indie und Gaze als Bonus. Erste nationale und internationale Festivals, darunter ein Reeperbahn-Auftritt, wurden bereits erfolgreich absolviert, das erste Album „Stay Safe!“ erwies sich als hibbelige und zugleich erstaunlich entspannte Platte und wurde verdientermaßen auf die Longlist des Polaris Music Prize gesetzt. „Bingo!“ ist der mehr als unterhaltsame, gerne mal schräge und stets herausfordernde Nachfolger.

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Go Mahhh

Go Mahhh – Doppelgänger

Berlins Bühnen sind bereits fest in ihrer Hand, nun folgt der nächste Schritt: Go Mahhh zählen zu den interessantesten Psych-Bands der Hauptstadt. Das Quartett liebt seine verwegene Reise durch Space und Zeit, irgendwie retro und doch fest im Hier und Jetzt verankert, wie eine Art imaginärer Missing Link zwischen Motorpsycho und den Crumpets. Eine erste EP spülte sie unter anderem auf die große Desertfest-Bühne, nun folgt der sprichwörtliche nächste Schritt. Auf „Doppelgänger“ loten die Musiker aus Peru, Deutschland und Irland ihren eigentümlichen Psych-Ansatz mit Fuzz-, Alternative- und Gaze-Note ein weiteres Mal konzentriert aus.

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deary

deary – Birding

Zu Lockdown-Zeiten regte sich bei Ben Easton der Wunsch, der eher auf Style fokussierten Szene Südost-Londons zu entkommen und introspektive, emotional aufgeladene Musik zu schreiben. Ein gemeinsamer Bekannter brachte ihn mit Dottie Cockram zusammen, schnell wurde eine gemeinsame Liebe zu Cocteau Twins, Slowdive und My Blood Valentine entdeckt. Später stieß Drummer Harry Catchpole dazu, deary waren gegründet und bewegen sich seither in einem sehr eigenen, zeitlosen Sound zwischen Shoegaze, Dream-Pop und Indie. Das erste Album „Birding“ befasst sich mit den mal unsichtbaren, mal sehr deutlichen Auswirkungen des menschlichen Handels auf andere Menschen und die Umwelt.

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Hi Mum

Hi Mum – Ghostwood

Vorneweg: Ja, das liest sich wie ein reiner Sängerwechsel und ein damit einhergehender neuer Bandname. Ist aber wesentlich mehr. So viel mehr. Aber der Reihe nach: Im September 2023 legten sich Maffai erst einmal auf Eis, doch blieb man sich freundlich verbunden. Ob und wann es ein Comeback geben wird, bleibt offen. Gitarrist Simon Züchner, Bassist Daniel Schmitt und Schlagzeuger Jan Kretschmer machen aber gemeinsam weiter in einem neuen Projekt. Den Gesang bei Hi Mum übernimmt Lilly Jane Kletke, musikalisch bewegt man sich eher in Indie-, Alternative- und Shoegaze-Gefilden mit einer gewissen 90s-Ästhetik. „Ghostwood“ ist ihr erstes Album.

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Hater

Hater – Mosquito

Plötzlich hielten Hater einen Strauß Liebeslieder in der Hand. Warum gleich so viele davon entstanden waren, können sich die Schweden im Nachhinein nicht erklären. Und doch geht es Sängerin Caroline Landahl darum, dass nichts an ihrer neuen Platte, am Nachfolger von „Sincere“, soft und kuschelig ist. Denn, ja, Schmetterlinge im Bauch gibt es durchaus, aber eben auch gebrochene Herzen, komplette Leere, ein stetes emotionales Auf und Ab. All das kleidet das Quartett aus Malmö in den nunmehr vertrauten Mix aus Indie Pop, Indie Rock und Shoegaze. „Mosquito“ sucht nach der wahren Liebe, oft traurig und sehnsüchtig, und kleidet dies in durchaus mythische Geschichten.

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