Schlagwort: Shoegaze

DIIV

DIIV – Frog In Boiling Water

Beinahe hätte es dieses Album nicht gegeben. Die Arbeiten an einem Nachfolger von „Deceiver“ zogen sich in die Länge. Lange Jahre konnte man sich nicht im Studio treffen, zudem gab es viele verschiedene Ideen von abermaligen Live-in-Studio-Recordings zu einer Sample-reichen Platte mit Jesu-Einschlag. Bei den anschließenden Songwriting- und Aufnahme-Einheiten rieb man sich auf, erst ein klärendes Gespräch fast auf den Tag genau ein Jahr vor dem Release von „Frog In Boiling Water“ brachte Dream-Gaze-Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft. Und exakt die wird nun feierlich-elegisch begangen.

Weiterlesen
The Third Sound

The Third Sound – Most Perfect Solitude

Etwa zwei Jahre nach „First Light“ melden sich The Third Sound mit ihrem inzwischen sechsten Album zurück. Die Berliner tourten zuletzt ausgiebig, packten zwischendurch eine Session-LP aus und erweiterten das Line-up. Neben dem Kern-Duo Hakon Adalsteinsson und Robin Hughes sind nun Frankie Broek und Wim Janssens von Golden Hours am Start. Gemeinsam widmet man sich einmal mehr verträumten bis forschen Klängen aus dem psychedelischen Mikrokosmos, der mit wachsender Begeisterung auf unterschiedlichste Ebenen ausstrahlt. Obwohl man aufgrund eines betont engen Zeitrahmens recht schnell arbeiten musste, ist „Most Perfect Solitude“ doch alles andere als ein Schnellschuss geworden.

Weiterlesen
Dehd

Dehd – Poetry

Songwriting kann eine ganz schon zähe Angelegenheit sein – alleine im Schlafzimmer, mit etwas Glück gemeinsam im Proberaum, während der Lärm der Straße an der Türe zerschellt. Dehd wollten jedoch etwas erleben und wagten sich für den Nachfolger von „Blue Skies“ auf einen Road Trip. Das US-Trio reiste von der Heimat in Chicago quer durch die USA, hackte Holz, ließ das Leben von den Gezeiten bestimmen und strandete kurzzeitig nach einem Wildunfall. Die frische Luft bekam der Band offensichtlich gut, und so holte man sich mit Co-Produzent Ziyad Asrar (Whitney) sogar erstmals Input von außerhalb für den Aufnahmeprozess hinzu – frischer Wind, wenn man so will. „Poetry“ blüht hörbar auf.

Weiterlesen
Trauma Glow

Trauma Glow – about to find solace in your arms

Erst im Vorjahr fanden sich Trauma Glow in der Musikszene der österreichischen Hauptstadt Wien und sorgten mit ihren ersten Singles sofort für Aufsehen. Der Mix aus Indie und Alternative, Grunge und Shoegaze, Emo und Punk schlug mit seinen drückenden und doch verwaschenen Klängen sofort und ohne Umschweife ein. Der engmaschig verwobene musikalische Teppich findet sich auch auf der ersten EP wieder: „about to find solace in your arms“ ist ein kompaktes und doch so wunderbar lüftiges Stück Musik geworden.

Weiterlesen
Mount Kimbie

Mount Kimbie – The Sunset Violent

Mount Kimbie sind jetzt eine Band, und das bekommt ihnen verdammt gut. Drummer Marc Pell und Keyboarderin Andrea Balency-Béarn, die bereits 2016 als Live-Mitglieder zu Dominic Maker und Kai Campos stießen, sind nun fixe Teile des Quartetts, was dem Sound der gerne mal experimentell veranlagten Elektroniker gut bekam. Nicht nur das, auch Dauergast King Krule mischte wieder aktiv mit, arbeitete an verschiedenen Songs und tritt sogar in gleich zwei Tracks prominent auf. Gemeinsam entwickelte man „The Sunset Violent“ zu einer breit aufgestellten Platte, die mehr denn je mit den Erwartungen an diese Formation bricht.

Weiterlesen
Velcros

Velcros – Strange News From The Vault

Vergangenen Sommer tauchten Velcros aus dem gefühlten Nichts auf, um mit zeitlosem Sound frische Rock-Impulse zu setzen. Ihre erste EP „Spit Takes“ war ein Volltreffer, der mit wachsender Begeisterung Rock und Pop, Indie und Alternative, Punk und Garage mitnahm, daraus eine herrlich eigenwillige Mischung klöppelte. Mit etwas Verzögerung landet nun das damals angekündigte Album, insgesamt mit mächtiger 90s-Schlagseite versehen und doch alles andere als eine Zeitgeist-Kopie. „Strange News From The Vault“ serviert Hits in rauen Mengen.

Weiterlesen
Another Sky

Another Sky – Beach Day

Es gibt Alben, auf die man ein ganzes Leben lang gewartet hat, ohne es zu wissen. Gefühlt nehmen Another Sky andauernd solche Musik auf. Das erste Full-Length-Werk versuchte den ungewöhnlichen Sound zwischen Alternative, Indie, Prog, Post und Shoegaze abzustecken, begleitet von einer der interessantesten Stimmen der Gegenwart. Weitere EPs davor und danach trieben die Entwicklung voran. „Beach Day“, der Nachfolger, entstand unter widrigsten Umständen, nachdem die Band ihr altes Studio verlor und mit einem schwerwiegenden Zwischenfall auf persönlicher Ebene zu kämpfen hatte.

Weiterlesen
Glitterer

Glitterer – Rationale

Nachträglich bezeichnete Ned Russin die Arbeiten an „Life Is Not A Lesson“, dem zweiten Album seines Solo-Schauplatzes Glitterer, als einsame und grauenvolle Erfahrung, wiewohl man das dem Ergebnis nicht anhörte. Russin hatte zu dieser Zeit zu arbeiten begonnen und merkte nach und nach, dass sein Projekt zur Band reifen musste, um zu überleben. Diese ließ sich recht schnell rekrutieren, die Keyboard-Parts übernahm sogar seine Chefin Nicole Dao, die zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen Song geschrieben hatte. Tatsächlich erwies sich dieses Coming of Age von Glitterer aber als kreativer Glücksgriff, wie das nunmehr dritte Album „Rationale“ recht eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Weiterlesen
Drive Moya

Drive Moya – The Great End

Es war zuletzt eine Spur ruhiger um das Trio Drive Moya geworden, nachdem ihr herrlich 90s-lastiger Einstand „The Light We Lost“ Ende 2019 vollends eingeschlagen war. Die Ruhe vor dem Sturm, wenn man so will, denn nun melden sich die Wiener zurück und zeigen dem vermeintlich schweren zweiten Album die kalte Schulter. Musikalisch widmet man sich nach wie vor der Zeitlosigkeit – Grunge, Indie und Alternative treffen auf Dream-Pop und Shoegaze, von endlosen Weiten und scharfkantigen Gitarren umspült. Und doch klingt „The Great End“ tatsächlich noch eine ordentliche Spur größer und mächtiger.

Weiterlesen
Office Dog

Office Dog – Spiel

Nach mehreren Jahren als Solokünstler beschloss Kane Strang, von seiner Heimatstadt Dunedin nach Auckland zu ziehen und suchte nach einem musikalisch gemeinschaftlicheren Ansatz. Mit Drummer Mitchell Innes und Bassist Rassani Tolovaa, die beide in der Vergangenheit bereits in Strangs Solo-Band spielten, gründete er Ende 2021 Office Dog. Ihr Sound – eine Mischung aus Alternative, Indie und Shoegaze – rannte nicht nur in der neuseeländischen Heimat offene Türen. Das dort sowie in Australien bereits im September erschienene „Spiel“ schafft nun endlich den Weg in hiesige Gefilde.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?