Schlagwort: Synthie Pop

We Invented Paris – Catastrophe

Alles neu und doch gewissermaßen vertraut bei We Invented Paris: Das Künstlerkollektiv um den Schweizer Flavian Graber meldet sich nach einer Schaffenspause tiefenentspannt und tanzbar zurück. An die 70 Songs schrieb der Basler für sein neues Album, 13 haben es letztlich auf die Platte geschafft. Vom folkigen Pop vergangener Tage ist allerdings nichts mehr zu hören. Graber schnallt sich auf „Catastrophe“ eine Keytar um und kleidet gesellschaftskritische Texte in 80s-Synth-Pop.

Weiterlesen

Tora – Take A Rest

Vor zwei Jahren tasteten sich Tora erstmals nach Europa vor, als eine Compilation ihrer bisherigen EPs als „High Enough“ erschien. Für das eigentliche Debütalbum ließen sich die Australier aber deutlich mehr Zeit, arbeiteten akribisch an ihren tanzbaren und doch entspannten Tracks, suchten lange nach den passenden Gaststimmen. „Take A Rest“ zeigt sich, entgegen des Titels, nun wesentlich lebhafter und energischer als die bisherigen Releases.

Weiterlesen

Day Wave – The Days We Had

Musik statt Krankenbett: Als Jackson Phillips mit einer schweren, schmerzvollen Erkrankung zu kämpfen hatte, steckte er seine ganze Energie in die Musik. Daraus entstand Day Wave, ein Soloprojekt, das zumindest auf der Bühne längst zur Band geworden ist. Nach zwei gefeierten EPs veröffentlicht der US-Amerikaner nun sein Debütalbum „The Days We Had“, das geschickt zwischen weichen Surf-Harmonien und 80s-Wave-Melancholie pendelt.

Weiterlesen

Espen Kraft – Those Days

80er-Revival und kein Ende. Was vor gut zehn Jahren mit dem Aufgreifen vereinzelter 80er Jahre-Klängen begann, führte schließlich über das Post Punk-Revival zu einer neuen Blütephase von Musikrichtungen wie New Wave, Synthiepop, Funk, Shoegaze und Elektro. Während inzwischen auch große Stars wie Justin Timberlake, Katy Perry und Bruno Mars auf den Sound der kühlen Dekade setzen, hat sich auf Plattformen wie Soundcloud und Bandcamp längst eine blühende Underground-Szene entwickelt, die ihre öffentlichkeitswirksamste Ausprägung derzeit in der instrumentalen Synthwave-Stilistik findet. Wer hingegen auf Vocals nicht verzichten mag, für den könnte „Those Days“, das unter Insidern heiß ersehnte Debütalbum des Norwegers Espen Kraft, genau das richtige sein.

Weiterlesen

Clock Opera – Venn

Die fünf Jahre seit dem Debütalbum „Ways To Forget“ waren von Widrigkeiten und Trauerbewältigungsarbeit geprägt. Clock Opera mussten ihr Lineup umstellen und hatten mit persönlichen Verlusten zu kämpfen. Ihre neue Platte entstand über mehrere Jahre und wurde durch Crowdfunding finanziert, zwischenzeitlich konnte immerhin ein neues Label gefunden werden. Auf „Venn“ kultivieren die Briten ihren kuriosen, elektronisch befeuerten Sound zwischen Synth-Teppichen, Samples und pointierten Gitarren.

Weiterlesen

The Naked And Famous – Simple Forms

Das Beziehungs-Aus von Alisa Xayalith und Thom Powers wäre beinahe auch das Ende von The Naked And Famous gewesen. Nach der Tour zu „In Rolling Waves“ gingen die fünf Neuseeländer in ihrer neuen Wahlheimat Los Angeles erst einmal getrennte Wege. Erste Demos von Powers brachte die Band wieder zusammen. Nun steht „Simple Forms“, das dritte Album der Electro-Popper mit Synth- und Alternative-Faible, mit etwas Verzögerung auch endlich in deutschen Läden.

Weiterlesen

Austra – Future Politics

Nach einem halben Jahrzehnt ohne festen Wohnsitz, das Katie Stelmanis fast durchgehend auf Tour verbrachte, ließ sich die Kanadierin in Montreal nieder, um sich mit verschiedenen Formen von Einsamkeit und Isolation auseinanderzusetzen und der illustren Karriere der Kritikerlieblinge Austra ein neues Kapitel hinzuzufügen. Spätestens mit dem Umzug nach Mexiko-Stadt fand Stelmanis die radikale Dimension von Musik und Text wieder, trommelte die Band zusammen, und nahm das wuchtige, avantgardistisch-zerstörerische „Future Politics“ auf.

Weiterlesen

Solarrio – Solarrio

15 Jahre als Songwriter, Produzent und Live-Musiker – jetzt wagt David Barenbolm, Sohn eines argentinischen Pianisten/Dirigenten und einer russisischen Pianistin, den Schritt ins Rampenlicht. Als Solarrio widmet er sich einer Mischung aus Synthi-Pop, House und Electro- bzw. Rap-Beats. Schlicht „Solarrio“ betitelt, begibt sich seine EP auf eine 20minütige Suche nach Sinn, Identität, Hits und Retro-Cleverness, die schon mal an Granden aus den 80er Jahren erinnert.

Weiterlesen

Apothek – Apothek

Morten Myklebust und Nils Martin Larsen würden jeweils für sich nicht funktionieren. Also musikalisch. Als Apothek verbinden Popmusik mit Elektronik und ein wenig Avantgarde. Quasi James Blake auf Kollisionskurs mit Everything Everything, wenn man so will. Die Songs auf ihrem eponymen Album vermengen poetische Texte – Myklebusts Domäne – mit Larsens Hang zur Soundtüftlerei. Beide setzen auf komplett konträre musikalische Ansätze und kollidieren herrlich kurios miteinander.

Weiterlesen

zZz – Juggernaut

Es hat wieder eine Weile gedauert, bis der psychedelische Wahnsinn von zZz auf heimischen Plattentellern landet. Nicht nur die lange Wartezeit seit „Running With The Beast“, auch der etwas zähe Import hinterlässt Spuren; mit einem Jahr Verspätung wurde ein deutscher Vertrieb gefunden. Und doch fasziniert das Duo aus Amsterdam abermals, weil es auf seinem dritten Album „Juggernaut“ zwischen Krautrock, Psychedelic, Darkwave und Synth-Pop alles mitnimmt.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?