Schlagwort: Synthie Pop

Poliça

Poliça – When We Stay Alive

Keine zwei Wochen nach dem Release von „Music For The Long Emergency“ hatte Channy Leaneagh selbst mit einem schwerwiegenden Notfall zu kämpfen. Beim Eiskratzen fiel sie vom Dach ihres Hauses, zertrümmerte sich einen Lendenwirbel und zog sich weitere Verletzungen an der Wirbelsäule zu. Ihr Arzt empfohl ihr, die Geschichte der Ereignisse neu zu schreiben, und so richtet sich auf dem mittlerweile vierten Poliça-Albums der Blick erstmals nach innen. „When We Stay Alive“ handelt aber nicht nur vom Unfall, sondern auch von Gesundheit, von Heilung und von der Zurückgewinnung der eigenen Identität.

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Shura

Shura – Forevher

BKLYNLNDN. Was im ersten Moment wie eine wilde Aneinanderreihung von Buchstaben aussehen mag, ist in Wahrheit eine Kurzform von Brooklyn London – und eine gute Umschreibung, worum es auf Shuras neuem Album „Forevher“ geht. Kürzlich ist die gebürtige Britin nämlich von London nach Brooklyn gezogen, um näher bei ihrer Liebsten zu sein, die sie über eine Dating-App kennen lernte. Weite Teile der Platte handeln von dieser intensiven Liebe, und eben drauf bezieht sich auch eine weitere Kurzform innerhalb des Albumtitels: „Forevher“ bedeutet nämlich nicht weniger als „Forever (With) Her“.

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Tora

Tora – Can’t Buy The Mood

Mit zwei starken Alben in Folge konnten sich Tora als Electro-Pop-Entität etablieren. Noch sind die Australier ein Geheimtipp, doch nach diversen Festival-Auftritten und umjubelten Tourneen mit so illustren Künstlern wie Oh Wonder stehen die Zeichen auf Sturm. Verbiegen lässt sich das Quartett allerdings keineswegs und zieht seinen Stiefel stattdessen konsequent durch. „Can’t Buy The Mood“ bleibt den etwas lebhafteren Tendenzen der letzten Platte treu, verzichtet dafür dieses Mal weitestgehend auf Gastbeiträge.

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Subshine

Subshine – Easy Window

Lorraine dürfte dem einen oder anderen noch ein Begriff sein. Die Norweger, später auch als Blackroom bekannt, hatten Anfang der 2000er ein paar kleinere Hits („Heaven“, „I Feel It“) und begleiteten unter anderem Mew und Pet Shop Boys auf Tour. Ole Gunnar Gunderson ist mittlerweile solo unterwegs und widmet sich als Subshine 80s-Pop mit Wave-Einflüssen und einem Hauch von Americana. Entsprechend abwechslungsreich und eingängig gestaltet sich das Debütalbum „Easy Window“.

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Drab Majesty

Drab Majesty – Modern Mirror

Wenn Andrew Clinco nicht gerade am Drum-Hocker von Marriages parkt, widmet er sich unter seinem androgynen Alter Ego Deb DeMure feinsinnigen Synthie- und Wave-Klängen. Drab Majesty tauchen tief in die Reverb-behafteten 80er Jahre ein und lassen sich auf vorzüglichen Klangwolken tragen. „Modern Mirror“, das zweite Album dieses Albums, taucht tief in herrlich anderweltliche und doch vertraute Sounds ein.

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Jakuzi

Jakuzi – Hata Payı

Die Türkei ist auch 2019 für viele Deutsche ohne entsprechendem familiären Hintergrund ein musikalisch ziemlich unbeschriebenes Blatt. „Şımarık“, den Kuss-Song von Tarkan, werden die meisten noch kennen, genau wie Sertab Ereners ESC-Siegertitel „Every Way That I Can“. Aber sonst? Doch natürlich ist die türkische Musik wesentlich vielfältiger, und neben orientalisch angehauchtem Ethno-Pop gibt es auch eine türkische Heavy Metal-Szene, viele HipHop-Interpreten, Dance-Künstler – und auch türkischen Synthie-Pop. Für letzteren sind Jakuzi spätestens seit ihrem Album „Fantezi Müzik“ bekannt, welches bei Bandcamp regelmäßig in den Top 10 zu finden war und dort nicht zuletzt mit seinem arg speziellen Ledermaskencover für Aufsehen sorgte. Dass das Duo aus Istanbul keine Eintagsfliege ist, beweist das Zweitwerk „Hata Payı“.

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Lingby

Lingby – Silver Lining

Die Bewältigung von Trauer und der Umgang mit Verlust zählen zu den schwierigsten emotionalen Aufgaben des Lebens. Seit Jahrhunderten inspirieren diese Themen alle Arten von Kunst, natürlich auch die Musik. Hier treten nun Lingby auf den Plan. Die Kölner Band befasst sich auf „Silver Lining“ mit eben jenen Facetten auf einem umfassenden Konzeptalbum. Elektronischer und mitreißender klangen sie noch nie.

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Emarosa

Emarosa – Peach Club

Emarosa, war das nicht diese musikalisch gerne mal gen Metalcore schielende Post-Hardcore-Band aus Lexington? Wer das vielseitige Quartett immer noch derartig beschreibt, muss musikalisch hinter dem Mond leben, denn eine erste Stilkorrektur in Richtung Alternative Rock erfolgte bei den Amis bereits nach dem Sängerwechsel (Jonny Craig wurde damals durch Bradley Scott Walden ersetzt) auf ihrem drittem, 2014 erschienenen, Album „Versus“. Während Emarosa auf der letzten Scheibe „131“ dem Post-Hardcore dann endgültig Lebewohl sagten und versuchten, in ihrem neuen musikalischen Umfeld Fuß zu fassen, ist anno 2019 auch Alternative Rock schon wieder ein alter Hut für die Band. Alte Fans werden ihren Ohren nicht trauen, denn auf dem neuesten Werk „Peach Club“ gibt es von vorne bis hinten ausschließlich tief in den 80er Jahren verwurzelten Synthiepop zu hören!

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Alpines – Full Bloom

Seit Jahren schweben sie durch die Pop-, Electro- und Indie-Landschaft, ohne sich irgendwo fix niederlassen zu wollen: Alpines, das Duo um Sängerin und Pianistin Catherine Pockson sowie Gitarrist und Produzent Bob Matthews, bewegt sich bevorzugt zwischen den Stühlen. Ein wenig Soul hier, deeper TripHop da, dazu schwebende Leichtigkeit und all das jeweils rund um eine minimalistische Piano-Idee aufgebaut: „Full Bloom“, das mittlerweile dritte Album, geht auf große Klangreise.

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ShadowParty – ShadowParty

Hinter ShadowParty steckt die zweite Reihe zweier ikonischer Synth-Bands. Tom Chapman und Phil Cunningham sind aktuell bei New Order aktiv, während Josh Hager und Jeff Friedl mit Devo involviert sind. Gemeinsam versteht man sich auf – wen wundert’s – Synthie Pop mit gelegentlicher Alternative-Schlagseite, natürlich nicht unwesentlich von den Hauptbands sowie ehemaligen Schauplätzen, darunter The Rentals und Bad Lieutenant, inspiriert. „ShadowParty“ ist zugleich auch der Name des Debütalbums.

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