Schlagwort: Synthie Pop

Mile Me Deaf

Mile Me Deaf – Ecco

Nach dem Release von „Alien Age“ hatte Wolfgang Möstl erst einmal alles gesagt, was es mit Mile Me Deaf zu sagen galt. Die unerwartete Exkursion gen Chillwave, Vaporwave und Synth löste sich von Indie- und Noise-Rock-Erwartungen, das Projekt wurde anschließend auf Eis gelegt. Möstl trat vor allem als Produzent auf, widmete sich diversen Nebenschauplätzen und wurde Vater. Dennoch ließ ihn Mile Me Deaf nicht so ganz los, und so macht das Wiener Urgestein nun doch wieder solo weiter. „Ecco“ setzt den auf „Alien Age“ eingeschlagenen Weg mit poppiger Synthetik fort.

Weiterlesen
Sébastien Tellier

Sébastien Tellier – Domesticated

Seit knapp 20 Jahren veröffentlicht der etwas andere französischer Chanteur Sébastien Tellier Musik. Er trat mit Air auf, wurde von The Weeknd gesampelt und enterte die Eurovision-Bühne in einem Golfmobil mit einem Song, der aufgrund überwiegend englischer Sprache politisch heiß diskutiert wurde. Sein sechstes Studioalbum „Domesticated“ ist davon jedoch weit entfernt. Tellier liebt sein domestiziertes Leben und entdecke die Magie der Alltagsgegenstände um sich herum. Acht luftige Lo-Fi-Synthie-Tracks begleiten die Beobachtungen des bärtigen Mannes mit der Sonnenbrille.

Weiterlesen
Coin

Coin – Dreamland

Wenn sie nicht gerade auf Tour sind und so ziemlich jedes große Festival mitnehmen, dann schrauben Coin an neuen Songs. Das US-Trio versteht sich auf geschmackvollen Alternative Pop mit durchaus elektronischer Ausprägung, der geschickt zwischen den 80s-Pionieren und der Gegenwart pendelt. Gemeinsam mit verschiedenen Co-Produzenten und Co-Songwritern, darunter Mark Foster und Isom Innis von Foster The People, wurde das bereits dritte Studioalbum „Dreamland“ in Form geklöppelt.

Weiterlesen
Klangstof

Klangstof – The Noise You Make Is Silent

Das geschickte Eintauchen war immer schon die Spezialität von Klangstof. Zwischen Elektronik, Synthie-Pop und Art-Exkursen angesiedelt, sorgte das Trio um den niederländisch-norwegischen Frontmann Koen van de Wardt bereits 2016 für Furore mit dem butterweichen und angenehm andersartigen Debüt „Close Eyes To Exit“. Eine EP und umjubelte Auftritte mit The Flaming Lips und Miike Snow später, will nun „The Noise You Make Is Silent“ abheben.

Weiterlesen
Poliça

Poliça – When We Stay Alive

Keine zwei Wochen nach dem Release von „Music For The Long Emergency“ hatte Channy Leaneagh selbst mit einem schwerwiegenden Notfall zu kämpfen. Beim Eiskratzen fiel sie vom Dach ihres Hauses, zertrümmerte sich einen Lendenwirbel und zog sich weitere Verletzungen an der Wirbelsäule zu. Ihr Arzt empfohl ihr, die Geschichte der Ereignisse neu zu schreiben, und so richtet sich auf dem mittlerweile vierten Poliça-Albums der Blick erstmals nach innen. „When We Stay Alive“ handelt aber nicht nur vom Unfall, sondern auch von Gesundheit, von Heilung und von der Zurückgewinnung der eigenen Identität.

Weiterlesen
Shura

Shura – Forevher

BKLYNLNDN. Was im ersten Moment wie eine wilde Aneinanderreihung von Buchstaben aussehen mag, ist in Wahrheit eine Kurzform von Brooklyn London – und eine gute Umschreibung, worum es auf Shuras neuem Album „Forevher“ geht. Kürzlich ist die gebürtige Britin nämlich von London nach Brooklyn gezogen, um näher bei ihrer Liebsten zu sein, die sie über eine Dating-App kennen lernte. Weite Teile der Platte handeln von dieser intensiven Liebe, und eben drauf bezieht sich auch eine weitere Kurzform innerhalb des Albumtitels: „Forevher“ bedeutet nämlich nicht weniger als „Forever (With) Her“.

Weiterlesen
Tora

Tora – Can’t Buy The Mood

Mit zwei starken Alben in Folge konnten sich Tora als Electro-Pop-Entität etablieren. Noch sind die Australier ein Geheimtipp, doch nach diversen Festival-Auftritten und umjubelten Tourneen mit so illustren Künstlern wie Oh Wonder stehen die Zeichen auf Sturm. Verbiegen lässt sich das Quartett allerdings keineswegs und zieht seinen Stiefel stattdessen konsequent durch. „Can’t Buy The Mood“ bleibt den etwas lebhafteren Tendenzen der letzten Platte treu, verzichtet dafür dieses Mal weitestgehend auf Gastbeiträge.

Weiterlesen
Subshine

Subshine – Easy Window

Lorraine dürfte dem einen oder anderen noch ein Begriff sein. Die Norweger, später auch als Blackroom bekannt, hatten Anfang der 2000er ein paar kleinere Hits („Heaven“, „I Feel It“) und begleiteten unter anderem Mew und Pet Shop Boys auf Tour. Ole Gunnar Gunderson ist mittlerweile solo unterwegs und widmet sich als Subshine 80s-Pop mit Wave-Einflüssen und einem Hauch von Americana. Entsprechend abwechslungsreich und eingängig gestaltet sich das Debütalbum „Easy Window“.

Weiterlesen
Drab Majesty

Drab Majesty – Modern Mirror

Wenn Andrew Clinco nicht gerade am Drum-Hocker von Marriages parkt, widmet er sich unter seinem androgynen Alter Ego Deb DeMure feinsinnigen Synthie- und Wave-Klängen. Drab Majesty tauchen tief in die Reverb-behafteten 80er Jahre ein und lassen sich auf vorzüglichen Klangwolken tragen. „Modern Mirror“, das zweite Album dieses Albums, taucht tief in herrlich anderweltliche und doch vertraute Sounds ein.

Weiterlesen
Jakuzi

Jakuzi – Hata Payı

Die Türkei ist auch 2019 für viele Deutsche ohne entsprechendem familiären Hintergrund ein musikalisch ziemlich unbeschriebenes Blatt. „Şımarık“, den Kuss-Song von Tarkan, werden die meisten noch kennen, genau wie Sertab Ereners ESC-Siegertitel „Every Way That I Can“. Aber sonst? Doch natürlich ist die türkische Musik wesentlich vielfältiger, und neben orientalisch angehauchtem Ethno-Pop gibt es auch eine türkische Heavy Metal-Szene, viele HipHop-Interpreten, Dance-Künstler – und auch türkischen Synthie-Pop. Für letzteren sind Jakuzi spätestens seit ihrem Album „Fantezi Müzik“ bekannt, welches bei Bandcamp regelmäßig in den Top 10 zu finden war und dort nicht zuletzt mit seinem arg speziellen Ledermaskencover für Aufsehen sorgte. Dass das Duo aus Istanbul keine Eintagsfliege ist, beweist das Zweitwerk „Hata Payı“.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?