Autor: Verena Riedl

Morten Harket – Scared Of Heights

„Wenn’s am Schönsten ist, soll man aufhören“, ist zwar ein gar nicht so falscher Sinnspruch, doch nur die wenigsten Stars beherzigen ihn. In der Realität tingeln viele längst vergessene Altstars stattdessen von Bierfest zu Baumarkteröffnung und verirren sich beizeiten sogar ins Dschungelcamp. Ganz anders a-ha: „Foot Of The Mountain“ war eine der erfolgreichsten a-ha-Singles seit Jahren und auch das gleichnamige Album bescherte der Band sehr gute Verkaufszahlen. Dennoch kam im Anschluss, von einer Best-of-Scheibe und einer Abschiedstournee samt dazugehörigem Live-Mitschnitt mal abgesehen, das Karriereende der Band. Wer aber befürchtet, dass ab sofort auf ewig auf Morten Harkets einschmeichelnde Stimme verzichtet werden muss, der kann jetzt beruhigt aufatmen. Im Gegensatz zu seiner Band setzt er seine Karriere nämlich fort und wird am 13. April sein fünftes Soloalbum „Out Of My Hands“ veröffentlichen. Schon jetzt können Fans in den Genuss der Vorab-Single „Scared Of Heights“ kommen.

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Axel Rudi Pell – Circle Of The Oath

Mit dem letzten Studioalbum „The Crest“ gelang der Band um Saitenhexer Axel Rudi Pell im Jahr 2010 die höchste Chartsplatzierung der bisherigen Karriere, die immerhin bis ins Jahr 1989 zurückreicht. Ein beachtlicher Platz 22 und damit die erste Top 30-Platzierung in der Bandgeschichte kam dabei heraus, was aber angesichts der extrem hohen Qualität der Scheibe auch wenig verwunderlich war. Deutlich überraschender war da schon, dass der Band im darauffolgenden Jahr mit dem Balladen-Sampler „The Ballads IV“ gleich die nächste Top 30-Platzierung geglückt war. Jetzt schickt die Band mit „Circle Of The Oath“ eine neue Scheibe ins Rennen, die den bisherigen Erfolgskurs fortsetzen soll.

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Stefanie Heinzmann – Stefanie Heinzmann

Da wurde eine Zwangspause doch mal perfekt genutzt: Nach dem durchaus erfolgreichen zweiten Album „Roots To Grow“, aus dem mit dem Titelsong auch eine Top 20-Single ausgekoppelt wurde, musste sich Stefanie Heinzmann einer Stimmbandoperation unterziehen lassen, auf die dann logischerweise eine längere Gesangspause folgen musste. Bis zum nächsten Album sollten schließlich zweieinhalb Jahre vergehen – ein langer Zeitraum, doch das Ergebnis spricht für sich. Bei der schlicht „Stefanie Heinzmann“ betitelten Platte hat man nämlich das Gefühl, dass jede Sekunde, die in die Arbeit daran  gesteckt wurde, perfekt ausgenutzt wurde. Die geniale Vorabsingle „Diggin‘ In The Dirt“ schlägt sich bereits hervorragend in den Charts und das Album ist definitiv das stärkste in der Karriere der 22-jährigen Schweizerin.

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Stefanie Heinzmann – Diggin‘ In The Dirt

Als die Schweizerin Stefanie Heinzmann Anfang 2008 aus einer Castingshow der etwas anderen Art als Siegerin hervorging, war noch nicht abzusehen, ob sie sich auf längere Sicht halten könnte, oder ob die Halbwertzeit doch nur in etwa die eines DSDS-Siegers sein würde. Vier Jahre, zwei Alben und einige Hit-Singles später zeigt sich, dass Castingsshow-Gewinner durchaus das Potential zu einer längerfristigen Karriere haben können, wenn sie auch nach dem ersten Boom weiterhin ausreichend Förderung und Promotion erhalten. Bei Stefanie Heinzmann scheint die Masche tatsächlich aufzugehen, denn „Diggin‘ In The Dirt“, Vorbote des dritten, selbstbetitelten Albums schlägt sich in den Downloadcharts bereits recht wacker.

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Eisblume – Ewig

Vor ziemlich genau drei Jahren sorgte ein emoesk-unterkühltes Video, welches den Subway To Sally-Coversong „Eisblumen“ visuell untermalte, für ordentlich Aufsehen. Dies stellte den Startschuss der Karriere der Berliner Band Eisblume dar, welche in der Öffentlichkeit zumeist durch die charismatische Frontfrau und Sängerin Ria vertreten wird. Nachdem es nach der Veröffentlichung des Debütalbums „Unter dem Eis“ erst mal wieder ruhiger um die Band wurde, gab es kürzlich mit der neuen, an Yirumas Pianoballade „River Flows In You“angelehnten Single „Für immer“ schon mal einen interessanten Vorgeschmack auf das lang ersehnte, ab sofort erhältliche zweite Album „Ewig“.

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Marlon Roudette – Anti Hero (Brave New World)

Mit einem derartigen Comeback hatte im Falle des ehemaligen Mattafix-Sängers Marlon Roudette wohl kaum jemand gerechnet. Zwar war der Erfolg seiner Solo-Debüt-Single „New Age“ auf den deutschsprachigen Raum beschränkt und unter anderem durch die Beliebtheit und den Bekanntheitsgrad des „What A Man“-Soundtracks bedingt, dennoch spricht es für sich, dass der Song in Deutschland unter den zehn größten Hits des Jahres 2011 zu finden ist. Das dazugehörige Album „Matter Fixed“ knackte immerhin die Top 10, auf einen Nachfolgehit musste man bis dato aber warten. Jetzt wurde mit dem Rhythmusbetonten „Anti Hero (Brave New World)“ endlich eine weitere Single auserkoren.

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Ray Wilson & Stiltskin – First Day Of Change

Der Einstieg bei Genesis gehörte für Ray Wilson vermutlich zu den größten Fehlentscheidungen seiner musikalischen Laufbahn. Nachdem er mit seiner Band Stiltskin Mitte der 90er große Erfolge mit der durch einen Levi’s-Werbespot gepushten Single „Inside“ und dem Album „The Mind’s Eye“ feiern konnte, wurde er später von den Genesis-Fans zu keiner Zeit als würdiger Phil Collins-Nachfolger akzeptiert. Nachdem Genesis nach dem Flop der „Calling All Stations“-Scheibe schließlich vorläufig in die ewigen Jagdgründe eingingen, reaktivierte Ray Wilson 2005 mit Unterstützung durch neue Weggefährten seine alte Band. Seine derzeitige Veröffentlichungspolitik fällt zwar etwas undurchsichtig aus, doch immerhin gelang ihm mit dem „Genesis vs. Stiltskin“-Album nach langen Jahren mal wieder ein kleinerer Charterfolg in Deutschland.

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Eisblume – Für immer

Als Eisblume vor einigen Jahren am Pop-Horizont auftauchten, wusste man noch nicht so recht, was man von dieser Nachwuchsband halten soll. Ihre Debütsingle „Eisblumen“ war zwar sehr erfolgreich, doch letzten Endes nur ein auf Chartskompatibilität getrimmtes, seichtes Cover eines genialen Subway To Sally-Songs. Das Debutalbum bot dann glücklicherweise schon deutlich mehr Substanz, doch ob sich die Band um Sängerin Sotiria ‚Ria‘ Schenk auch längerfristig am Markt etablieren kann, wird sich erst nach Veröffentlichung des zweiten Albums „Ewig“ zeigen. Die Vorabsingle „Für immer“ klingt jedenfalls schon recht vielversprechend und übertrifft die Debütsingle bei Weitem.

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Wishbone Ash – Reason To Believe

Zuerst die nackten Fakten: Wishbone Ash sind zurück und haben Single und Album im Gepäck. Während die Älteren jetzt vermutlich am ehesten ein „die gibt’s immer noch?“ murmeln werden, fragen sich die Jüngeren wohl, wer sich hinter diesem Namen überhaupt verbirgt. Ihre erfolgreichsten Zeiten hatte die britische Band nämlich in den frühen 70ern, zur Blütezeit des Hard Rock. Den Status von Bands wie Deep Purple, Led Zeppelin oder Black Sabbath erreichten Wishbone Ash zwar nie, dennoch konnte man damals in diesem Umfeld für einige Aufmerksamkeit sorgen. Viele Besetzungswechsel, Trennungen und Reunions später versucht es die Band nun noch mal mit einem kleinen Comeback in Form des Albums „Elegant Stealth“ und der Single „Reason To Believe“.

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Huntress – Eight Of Swords

Schmermetallische Musik ist angesichts des Erfolgs von neoklassisch angehauchten Symphonic Metal-Bands wie Within Temptation, Nightwish, Lacuna Coil, Epica oder Edenbride derzeit absolut nichts Ungewöhnliches. Mit Huntress hält nun eine weitere Female Fronted Metal-Band in der Szene Einzug, doch mit oben genannten Gruppen hat diese Truppe musikalisch gar nichts gemein, schließlich könnte Sängerin Jill Janus‘ Gesang von opernähnlichen Geträller kaum weiter entfernt sein. Will man überhaupt Vergleiche ziehen, dann sollten hier eher Namen wie Benedictum oder Chastain fallen, mit einem Augenzwinkern könnte man auch von der Extramausgabe einer Doro Pesch sprechen. Doch genug der Vergleiche, denn mit „Eight Of Swords“ liegt nun das erste Lebenszeichen der Band vor, welches es verdient hat, genauer unter die Lupe genommen zu werden.

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