Autor: Verena Riedl

Eisblume – Für immer

Als Eisblume vor einigen Jahren am Pop-Horizont auftauchten, wusste man noch nicht so recht, was man von dieser Nachwuchsband halten soll. Ihre Debütsingle „Eisblumen“ war zwar sehr erfolgreich, doch letzten Endes nur ein auf Chartskompatibilität getrimmtes, seichtes Cover eines genialen Subway To Sally-Songs. Das Debutalbum bot dann glücklicherweise schon deutlich mehr Substanz, doch ob sich die Band um Sängerin Sotiria ‚Ria‘ Schenk auch längerfristig am Markt etablieren kann, wird sich erst nach Veröffentlichung des zweiten Albums „Ewig“ zeigen. Die Vorabsingle „Für immer“ klingt jedenfalls schon recht vielversprechend und übertrifft die Debütsingle bei Weitem.

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Wishbone Ash – Reason To Believe

Zuerst die nackten Fakten: Wishbone Ash sind zurück und haben Single und Album im Gepäck. Während die Älteren jetzt vermutlich am ehesten ein „die gibt’s immer noch?“ murmeln werden, fragen sich die Jüngeren wohl, wer sich hinter diesem Namen überhaupt verbirgt. Ihre erfolgreichsten Zeiten hatte die britische Band nämlich in den frühen 70ern, zur Blütezeit des Hard Rock. Den Status von Bands wie Deep Purple, Led Zeppelin oder Black Sabbath erreichten Wishbone Ash zwar nie, dennoch konnte man damals in diesem Umfeld für einige Aufmerksamkeit sorgen. Viele Besetzungswechsel, Trennungen und Reunions später versucht es die Band nun noch mal mit einem kleinen Comeback in Form des Albums „Elegant Stealth“ und der Single „Reason To Believe“.

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Huntress – Eight Of Swords

Schmermetallische Musik ist angesichts des Erfolgs von neoklassisch angehauchten Symphonic Metal-Bands wie Within Temptation, Nightwish, Lacuna Coil, Epica oder Edenbride derzeit absolut nichts Ungewöhnliches. Mit Huntress hält nun eine weitere Female Fronted Metal-Band in der Szene Einzug, doch mit oben genannten Gruppen hat diese Truppe musikalisch gar nichts gemein, schließlich könnte Sängerin Jill Janus‘ Gesang von opernähnlichen Geträller kaum weiter entfernt sein. Will man überhaupt Vergleiche ziehen, dann sollten hier eher Namen wie Benedictum oder Chastain fallen, mit einem Augenzwinkern könnte man auch von der Extramausgabe einer Doro Pesch sprechen. Doch genug der Vergleiche, denn mit „Eight Of Swords“ liegt nun das erste Lebenszeichen der Band vor, welches es verdient hat, genauer unter die Lupe genommen zu werden.

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Gotye feat. Kimbra – Somebody That I Used To Know

Australische Hits scheinen in der deutschen Musikwelt immer mehr einen festen Platz einzunehmen. In letzter Zeit schwappen nämlich verdammt viele gute Songs aus Down Under nach Deutschland rüber. Einen nicht geringen Anteil daran haben natürlich die Titel aus diversen Vodafone-Werbungen von Interpreten wie Empire Of The Sun, die Bag Raiders oder ganz aktuell Gypsy & The Cat. Dass es aber auch ganz ohne derartige Werbeunterstützung funktionieren kann, beweist der belgisch-australische Singer/Songwriter Gotye. Dessen Duett „Somebody That I Used To Know“ mit der aus Neuseeland stammenden Kimbra gelang der Sprung nach Deutschland nämlich völlig problemlos – und das in erster Linie dank jeder Menge Klicks auf Youtube, wo das dazugehörige Video inzwischen weit über 20 Millionen Mal gesehen wurde.

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Primal Fear – Bad Guys Wear Black

Primal Fear – was 1997 noch nach einer Art Allstar-Metal-Projekt aussah, hatte sich schnell zu einer festen Institution im Bereich der härteren Klänge entwickelt. Von den deutschen Judas Priest war dann die Rede und so ganz verkehrt ist dieser Vergleich sicher nie gewesen, zumal Sänger Ralf Scheepers damals auch kurzzeitig als Rob Halford-Ersatz im Gespräch war und auch der erdige Metal-Sound der Band immer wieder frappierend an die großen britischen Vorbilder erinnert. Doch 2011 sollten derartige Vergleiche nicht mehr nötig sein, denn Primal Fear besitzen spätestens seit solchen Kracheralben wie „Nuclear Fire“ (2001), „Seven Seals“ (2005) oder „New Religion“ (2007) selbst einen großen, international bekannten Namen.

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Casper – Auf und davon

Auf und davon – und ab in die Charts. Casper, bürgerlich Benjamin Griffey, gehört mit seinem rotzigen Elektro-Pop-Rap-Crossover ganz sicher zu den interessantesten Newcomern des Jahres 2011. Sein zweites Album „XOXO“ landete prompt auf Platz 1 und auch für die Single „So perfekt“ lief es ordentlich in den Charts. Nach der ergreifenden Gänsehaut-Ballade „Michael X“, welche verkaufszahlenmäßig leider unterging, wird nun mit „Auf und davon“ ein weiterer Titel im Stil von „So perfekt“ ausgekoppelt.

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Lady Gaga – Marry The Night

Die Chartsbilanz der bisherigen Auskopplungen aus Lady Gagas aktuellem Album „Born This Way“ fällt eher durchwachsen aus. War die Vorab-Single „Born This Way“ noch ein souveräner Nummer 1-Hit, verfehlte der Nachfolger „Judas“ sogar den Einstieg in die Top 20 – was unter anderem aber auch an der etwas verspäteten Anmeldung für die Charts gelegen haben könnte. Der eingängige Popsong „The Edge Of Glory“ knackte dann – nicht zuletzt dank des Auftritts bei „Germany’s Next Topmodel“ – die Top 3, doch dessen uninspirierter, als Single im Prinzip indiskutabler, Nachfolger „Yoü And I“ ist dann schon wieder im Flopbereich einzuordnen. Allerdings enthält das Album durchaus noch den einen oder anderen hochklassigen Song. Mit „Marry The Night“ wird nun glücklicherweise einer der stärksten Titel der Platte ausgekoppelt.

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Digitalism – Circles

Digitalism stammen aus Hamburg und produzieren schon seit elf Jahren eingängige melodische Electro House-Musik. Drei Alben und einen ganzen Batzen Singles hat das Duo bis dato veröffentlicht und mit dem letzten Werk namens „I Love You, Dude“ klappte es auch endlich mit dem lange ersehnten Einstieg in die deutschen Albencharts. Auch die Single „2 Hearts“ konnte für Aufsehen sorgen und so ist es nur allzu selbstverständlich, dass jetzt mit „Circles“ ein weiterer Titel aus dem Album ausgekoppelt wird.

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My Dying Bride – The Barghest O’Whitby

Am 11.11. beginnt mal wieder die Karnevalssaison. Zufälligerweise veröffentlichen die britischen Death-Doomer My Dying Bride an eben jenem Datum auch ihre neue Single „The Barghest O’Whitby“. Dieses Faktum ist glücklicherweise im Bereich der Kuriositäten einzuordnen, denn niemand muss befürchten, dass der Name der Band neuerdings für kleine lustige Karnevalsschlager steht. Im Laufe der letzten 20 Jahre haben My Dying Bride zwar schon den einen oder anderen Stilwechsel – inklusive eines kurzen Ausflugs in den TripHop-Bereich – hinter sich gebracht. Seit dem 2000er-Album „The Light At The End Of The World“ steht die Band aber wieder konsequent zu ihren doomigen Wurzeln und das ändert sich auch in diesem Jahr nicht.

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Axel Rudi Pell – The Ballads IV

Sollte mal die Frage aufkommen, welcher deutsche Musiker seit über 30 Jahren ein Garant für erdige Rockmusik in der Schnittmenge aus Hard Rock und Heavy Metal ist und darüber hinaus auch noch als der deutsche Ritchie Blackmore durchgeht, dann kann die Antwort darauf nur ‚Axel Rudi Pell‘ lauten. Nachdem der aus dem Bochumer Stadtteil Wattenscheid stammende Saitenhexer schon in den 80ern bei der Band Steeler mit seinem expressiven Gitarrenspiel für Aufsehen sorgte, gründete er 1989 seine eigene, nach ihm benannte Band, mit der er inzwischen schon 14 Studioalben, zwei Best Of-Scheiben, zwei Live-Alben und drei Balladen-Sampler veröffentlicht hat. Und anno 2011 erscheint mit „The Ballads IV“ nun die vierte Zusammenstellung ausschließlich ruhiger und melancholischer Songs der Band.

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