Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Japanese Breakfast – Soft Sounds From Another Planet

Als ihre Mutter einem Krebsleiden erlag, steckte Michelle Zauner ihre Trauerarbeit in die Musik. Eigentlich, so der Plan, wollte die Little Big League-Sängerin dieses eine Album für ihr Soloprojekt Japanese Breakfast schreiben und ihre Karriere danach an den Nagel hängen. Natürlich kam alles anders, und so verarbeitete sie ihren schmerzvollen Verlust in unzähligen Interviews. Nun ist es für die US-Amerikanerin an der Zeit, den Heilungsprozess beginnen zu lassen. „Soft Sounds From Another Planet“ wendet sich an den Kosmos auf der Suche nach Kraft und Antworten.

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Broken Social Scene – Hug Of Thunder

Seit mittlerweile 18 Jahren gilt die Broken Social Scene als zweite künstlerische Heimat für Kanadas Indie-Crème-de-la-Crème. 1999 von Kevin Drew ins Leben gerufen, fluktuliert die Liste der Mitwirkenden seit jeher ebenso wie die Teilnehmerzahl. Sieben Jahre nach „Forgiveness Rock Record“ erscheint nun endlich ein neues Lebenszeichen. An „Hug Of Thunder“ wirkten gleich 15 Musikerinnen und Musiker, darunter die Rückkehrer Leslie Feist und Emily Haines, mit. Das Ergebnis ist, wie nicht anders zu erwarten war, kunterbunt und unheimlich unterhaltsam geworden.

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Blank & Jones – RELAX Edition 10

Seit der ersten Auflage vor mittlerweile 14 Jahren veröffentlichen Blank & Jones in schöner Regelmäßigkeit ihre Relax-Alben. Von balearischen und mediterranen Sounds beeinflusst, dreht sich alles um Chillout und Ambient, begleitet von ausgewählten Gästen. Beinahe auf den Tag genau zwei Jahre nach der neunten Auflage erscheint nun „RELAX Edition 10“. Die Jubiläumsausgabe chillt und tanzt auf zwei CDs durch Tag und Nacht.

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Lyenn – Slow Healer

Pointierter Minimalismus, schonungslose Ehrlichkeit und nackte Emotionen – Lyenns Musik ist irgendwie anders. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich der Belgier Fred Jacques, der bereits 2009 mit seinem Debütalbum „The Jollity Of My Boon Companion“ für Furore sorgte. Nach einer kleinen EP war jahrelang Stille, teils aus persönlichen Gründen. Nun ist Lyenn wieder bereit, seine Stimme zu einem Instrument umzuformen. „Slow Healer“ kommt mit etwas Verzögerung nun auch nach Deutschland, pünktlich zur gemeinsamen Tour mit Mark Lanegan.

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The Ruby Suns – Sprite Fountain

Ryan McPhun reist gerne, vor allem der Musik wegen. 2004 gründete der US-Amerikaner mit ein paar Freunden The Ruby Suns in Neuseeland, mittlerweile ist aus der Band ein globales Solo-Projekt geworden. Zuletzt schlug der gebürtige Kalifornier seine Zelte in Norwegen auf. Inspiriert von seiner temporären Heimat, politischen Umwälzungen und einer Jugend zwischen den Fronten des ‚War on Drugs‘, entstand das Indie-Pop-Kaleidoskop „Sprite Fountain“.

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Café del Mar – Volumen Veintitrès

Die vielleicht wichtigste und bekannteste Chillout-Compilation geht in die nächste Runde. Mehr als 70 Stück mit dem mittlerweile legendären Namen Café del Mar erschienen seit der ersten Ausgabe 1994 mit Verkaufszahlen im zweistelligen Millionenbereich. Alles Routine auf Ibiza? Mitnichten, denn Compiler Toni Simonen wagt mehr denn je den Blick über den Tellerrand. Etablierte Namen und Newcomer, Klassiker und aktuelle Hits geben sich auf „Café del Mar – Volumen Veintitrès“ die Klinke in die Hand.

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Kane Strang – Two Hearts And No Brain

Pavement, Interpol, Brian Wilson – prominente Referenzen begleiten die noch junge Karriere Kane Strangs. Der Neuseeländer debütierte vor zwei Jahren mit einem charmanten Lo-Fi-Mix aus Indie Pop/Rock, Alternative, Post-Grunge und Singer/Songwriter. Klingt komisch, funktioniert aber. Ebenfalls schräg: Den Nachfolger nahm Strang mit Stephen Marr auf, der sich seine Sporen eigentlich beim TripHop-Projekt Doprah verdient. Von elektronischen Experimenten ist auf „Two Hearts And No Brain“ allerdings nichts zu hören.

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lilla – Leaving Isolation

Drei Newcomer aus Tirol drücken der verträumten Pop-Szene Österreichs aktuell ihren Stempel auf. 2015 als Duo gegründet, bemühen die mittlerweile um einen Schlagzeuger erweiterten lilla das charmante ‚Dream‘-Präfix mit einem kurzweiligen Mix aus feinsinniger Elektronik, forderndem Gesang und mystisch-emotionalem Touch. Die erste EP „Leaving Isolation“ ist ab sofort digital sowie, direkt bei der Band, als CD erhältlich.

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LeVent – LeVent

LeVent – klingt komisch, muss aber nicht so sein. Hat jetzt nichts mit Heldensagen oder französischen Winden zu tun, sondern stammt vom ersten Gitarrist der Band, der mittlerweile ausgestiegen ist. Auch egal. Das Trio brachte bereits zwei Songs beim US-Serienhit „Gotham“ unter und legt nun sein Debütalbum nach. Bass, Bass VI, Gesang und Drums – mehr braucht es nicht, um den kuriosen, schwer in Worte zu fassenden Sound des Einstands „LeVent“ voranzutreiben.

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The Early Days (Post Punk, New Wave, Brit Pop & Beyond) 1980 – 2010

Einfach mal zurückspulen: Seit drei Jahren tingelt das King-Kong-Kicks-Team durch die Lande und präsentiert Indie und Electro in fein abgemischten Sets. Regelmäßig erscheinen Compilations mit Szene-Newcomern, von denen einige längst zu Chartstürmern und Live-Favoriten aufgestiegen sind – eine Art BBC-Barometer für den Club. Auf „The Early Days“ ist jedoch eine Zeitreise angesagt. 22 Songs lang treffen die Urväter von Post Punk und New Wave auf jüngere Vertreter der Zunft und beleuchten die ersten drei Jahrzehnte des Genres.

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