Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Palace Of The King – Get Right With Your Maker

Palace Of The King ist eine jener Bands, die seit geraumer Zeit auf dem Sprung zu sein scheint. Das Quartett aus Australien versteht sich auf bluesigen Hard Rock für Fans von Deep Purple, Clutch und Thin Lizzy – retro-lastig, mit einem Auge gen härtere Gefilde schielend und doch stets in sich ruhend. „Get Right With Your Maker“ ist bereits ihr drittes Studioalbum und kündigt zugleich die nächste Europa-Tour mit den Landsleuten Airbourne an, die Mitte April für zwei Termine nach Deutschland führen wird.

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Jeff Rosenstock – POST-

Mit der Wahl und anschließenden Inauguration Trumps endete für Jeff Rosenstock vor allem eine gesellschaftliche Ära. Der Punk-Songwriter stellt fest, dass sich Amerika aktuell in einer Post-Phase befindet, die längst etablierte Umgangsformen pulverisiert und nach neuen Wegen sucht. So sperrte er sich nach der Wahl monatelang ein, um neue Songs zu schreiben, die zu Neujahr, nur zwei Wochen nach den Aufnahmen, urplötzlich digital erschienen. Nun erhält „POST-“ seinen verdienten CD- und Vinyl-Release.

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Lonely Kamel – Death’s-Head Hawkmoth

In schöner Regelmäßigkeit packen Lonely Kamel eine gesunde Portion Rock aus. Natürlich fiele es leicht, den Sound der Norweger in die Retro-Ecke zu verfrachten, doch der bluesige Mix aus Stoner-Riffs und psychedelisch-proggigen Exkursen ist viel mehr als das. Dreieinhalb Jahre nach „Shit City“ debütiert das Quintett nun für seine neue Heimat Stickman Records mit dem deutlich ausladender gestalteten „Death’s-Head Hawkmoth“.

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Nerd School – Blue Sky For White Lies

Knapp sechs Jahre nach ihrem Debütalbum „Ready Set Go“ meldet sich das Power-Duo Nerd School wieder zurück aus dem Studio. Tom und Lars machen aus instrumentalem Minimalismus reihenweise starke Tracks zwischen Blues, Alternative, Punk und einem Hauch von Metal – vergleichsweise schlicht, ordentlich nach vorne und verdammt hymnisch. Zwischen Rock-Ohrwurm und unbequemen Gedankenreisen platziert sich das bärige „Blue Sky For White Lies“.

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Garden City Movement – Apollonia

Israels Live- und Club-Szene überrascht aktuell immer wieder aufs Neue mit stilistischer Pluralität und ungemeiner Spielfreude. Neben dem kunterbunten Cut Out Club bedienen Garden City Movement aktuell die etwas ruhigere Schiene. Chillwave, Experimental House und Electro-Pop begleiten das Schaffen des Trios aus Tel Aviv, das schon mal gerne gen RnB, Pop und Jazz schielt. Nach diversen Kleinformaten ist „Apollonia“ nun ihr Debütalbum.

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Black Foxxes – Reiði

Erst vor vier Jahren gegründet, gingen Black Foxxes mit ihrem Debütalbum „I’m Not Well“ binnen kürzester Zeit durch die Decke. Ihr emotional aufgeladener Alternative Rock, unter anderem vom Gesundheitszustand von Frontmann Mark Holley beeinflusst (der Brite leidet an Morbus Chron), kratzte und harmonisierte sich zu Radio-Airplay, gut besuchten Tourneen und Festival-Gigs. Vor den Aufnahmen zum Nachfolger reiste er nach Island, um sich frische Inspiration zu holen. Mit „Reiði“ (dt. „Wut“) trägt die Platte sogar einen isländischen Titel.

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Durand Jones & The Indications – Durand Jones & The Indications

Manche Platten verlangen einen zweiten Anlauf. Case and point: Durand Jones. Der Soul-Sänger versetzte 2016 die amerikanische Szene mit seinem selbstbetitelten Debüt in helle Aufregung. Gemeinsam mit seiner Band The Indications erinnert er an legendäre Stimmen, kultiviert dabei dennoch seinen ureigenen, klassischen Sound. Otis Redding und Smokey Robinson lassen grüßen – „Durand Jones & The Indications“ erhält seinen verdienten Re-Release.

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Black River Delta – Vol. II

Ein wenig Blues hat noch nie geschadet, und so machen sich Black River Delta auf, klassisch amerikanische Klänge aus dem hohen Norden in den Rest der Welt zu tragen. Das schwedische Trio fiel bereits vor zwei Jahren mit ihrem intensiven Debütalbum „Devil On The Loose“ positiv aus. Mit einer Slide-Gitarre, wilden Drums und ordentlich Roots-Energie bewaffnet, trifft nun auch der schlicht „Vol. II“ betitelte Nachfolger ins Schwarze.

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Young Fathers – Cocoa Sugar

Young Fathers waren – und klangen – immer schon ein wenig anders. Unwahrscheinlich präzise Lyrics, fieser Rap und feister Soul, dazu unorthodoxe Arrangements brachten dem schottischen Trio gleich mit seinem Debüt „Dead“ den renommierten Mercury Prize ein. Der Nachfolger „White Men Are Black Men Too“ stellte besagtes Werk sogar noch in den Schatten. Entsprechend hoch liegt jetzt die Messlatte: Kann „Cocoa Sugar“ mit diesen beiden Monsteralben mithalten?

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Turbowolf – The Free Life

Dicke Gitarren, mächtige Drums und der omnipräsente Schalk im Nacken: Turbowolf befinden sich seit jeher auf dem Sprung und sind zu höheren Weihen berufen. Ihr letztes Album „Two Hands“ donnerte vor drei Jahren durch sämtliche Rock- und Punk-Spielarten, von präzisem Synthi-Einsatz begleitet. Davon gibt es nun mehr, wobei die Briten bei den Aufnahmen zu „The Free Life“ fast wahnsinnig wurden. Sich komplett von der Außenwelt abzuschotten, mag vielleicht keine allzu gute Idee gewesen sein, das Ergebnis spricht allerdings für sich.

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