Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

The Munitors – Sleepless Careless Dreamless

Von der Wetterau nach Frankfurt am Main: The Munitors sind in die Stadt gezogen und entwickeln sich nicht nur musikalisch weiter. Zwischen Studium und Ausbildung feilen die vier Herren Anfang 20 in einem alten Bunker an neuen Songs. Die zweite EP „Sleepless Careless Dreamless“ klingt tatsächlich erwachsener und eine Spur melancholischer. In fünf Episoden entdecken sie sämtliche Facetten des von Echo und Schönheitsfehlern angetreibenen Indie Rock.

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Dan Mangan + Blacksmith – Club Meds

Dan Mangan verzichtet auf Singalongs und fröhlichen Folk. Kunst, die nicht von politischen Gesichtspunkten beeinflusst wird, gestaltet sich für den Kanadier zunehmend uninteressanter. Kanada galt lange Zeit als Insel der Seeligen – ein Bild, das sich sukzessive ändert. Der durch seine Crack-Exzesse bekannt gewordene ehemalige Bürgermeister Torontos, Rob Ford, ist eine von vielen Figuren, an denen sich der Singer/Songwriter stößt. Gemeinsam mit seiner Band Blacksmith veröffentlicht er „Club Meds“ und bewegt sich damit schrittweise gen melancholische Düsternis.

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Olli Schulz – Feelings aus der Asche

Dank „Circus HalliGalli“, „Schulz in the Box“ und seinem Onkelz-Rant bei „Böhmermann und Roche“ ist Olli Schulz nun auch einem breiteren Publikum bekannt, was sich bereits anhand der starken Chartplatzierung von „SOS – Save Olli Schulz“ vor knapp drei Jahren zeigte. Der Hamburger Entertainer möchte seine TV-Präsenz nun deutlich reduzieren, um sich auf seine Musik-Karriere zu konzentrieren. „Feelings aus der Asche“ tauscht Lieder übers Rangeln gegen eine ernsthafte Platte mit Songs aus der Mitte des Lebens.

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Apocalyptica – Shadowmaker

Lyric-Videos erfreuen sich aktuell besonderer Beliebtheit. Besonders interessant ist diese Kurzform, wenn man ein wenig von der Norm abweicht und mehr bietet als ‚bloß‘ die Lyrics auf den Screen zu animieren. Apocalyptica erheben dieses noch relativ neue Klangbild-Medium zur Kunstform und präsentieren mit „Shadowmaker“ gleich mehrere Neuheiten: neue Single, Vorbote aufs neue, gleichnamige Album (VÖ: 3. April) und neuer Sänger. Für Album und Tour stößt Franky Perez (ex-Scars On Broadway, ex-Slash) zu den Finnen, die nun (temporär?) zum Quintett anwachsen.

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Max Jury – All I Want / Something In The Air

Des Moines, Iowa, das ist eigentlich Slipknot-Territorium. Vielleicht muss man künftig aber auch an Max Jury denken. Der 21jährige Singer/Songwriter ist noch ein Geheimtipp, könnte 2015 aber durchstarten und wird von der einschlägigen Fachpresse bereits entsprechend gefeiert. Sind solche Vorschusslorbeeren auch gerechtfertigt? Grund genug sich den beiden bisherigen EPs Jurys anzunehmen, die hierzulande auch digital erschienen sind: „All I Want: The Sonic Factory Sessions“ und „Something In The Air“, beide über Marathon Artists erhältlich.

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Gemma Ray – The Wheel

Ein Vokal entscheidet zwischen Metal-Legenden und Retro-Magie: Gemma Ray veröffentlichte im August mit „Milk For Motors“ ihr bislang bestes Album, eine mutige Reise durch Soul, Beat, Pop, Rock’n’Roll, Western und Blues unterstützt durch zahlreiche kreative Partner sowie das Deutsche Filmorchester Babelsberg. Im Februar und März des kommenden Jahres geht die gebürtige Britin auf Tour und wird an sieben Terminen auch ihrer Wahlheimat Deutschland einen Besuch abstatten. Mit im Gepäck hat sie sicherlich auch „The Wheel“, dem nun ein sehenswertes Video spendiert wurde.

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Jamie N Commons – Karma (Hardline)

Jamie N Commons ist eine der etwas unbekannteren Stimmen der Fußball-WM 2014. Gemeinsam mit den X Ambassadors hatte er mit „Jungle“ einen kleineren Hit, der in den verschiedensten Trailern und bei diversen anderen Veranstaltungen zu hören war und ist. Solo widmet sich der 26jährige Brite einer eklektischen Mischung aus Blues Rock, Soul und Pop mit gelegentlichem Crossover in die HipHop-Welt, der ihm einen Deal bei KIDinaKORNER, dem Label des Grammy-prämierten Produzenten Alex Da Kid, einbrachte. Seine neue Single „Karma (Hardline)“ ist nun sogar Titelsong des im März 2015 erscheinenden Videospiel-Blockbusters „Battlefield Hardline“.

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Terminal Sound System – Dust Songs

Längst ist Skye Klein seiner schäbigen Lagerhalle in Melbourne entwachsen und lässt sein Projekt Terminal Sound System von Album zum Album wachsen. Auch dieses Mal hat sich – im Vergleich zum im Vorjahr erschienenen „A Sun Spinning Backwards“ – einiges getan. Die durchaus an Amon Tobin erinnernden Soundscapes wurden umgeschichtet, Gesang und geloopte Gitarren stehen nun im Vordergrund. „Dust Songs“ konzentriert sich auf eine krude Mischung aus Drone, Ambient und Industrial für unruhige Geister.

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Jamie T – Rabbit Hole

Lange war er weg, plötzlich ist er wieder da: Nach der Veröffentlichung seines zweiten Albums „Kings & Queens“ plus dazugehörigem Tourzyklus tauchte Jamie T für gleich mehrere Jahre komplett unter. Im Sommer diesen Jahres, schließlich, beendete der Brite die lange Durststrecke mit dem deutlich erwachseneren Album „Carry On The Grudge“. Folk sowie Singer/Songwriter-Klänge stehen nun im Mittelpunkt, was aber keineswegs heißt, dass Treays die rauere, rockige Seite aufgegeben hätte. Zu „Rabbit Hole“ gibt es nun auch ein sehenswertes Video.

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Zen Zebra – Genesia

Gute Neuigkeiten aus dem Zen Zebra-Lager: Das Quintett aus Leipzig befindet sich aktuell im Studio, um einen Nachfolger zu ihrem bockstarken Debütalbum „awaystation“ aufzunehmen. Dem ersten Vernehmen nach gestaltet sich das neue Material „noch cineastischer, noch leidenschaftlicher, noch eingängiger“ – gute Vorzeichen für einen weiteren Leckerbissen zwischen Postcore, Prog und Alternative Rock. Ein erstes musikalisches Lebenszeichen gibt es schon jetzt in Form der Single „Genesia“, die es versteht zaghafte Hoffnungen zu nähren.

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