Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Fightball – théâtre fatal

Langsam aber sicher entwachsen Fightball dem Punk-Rock-Korsett. 2006 in Berlin gegründet, erspielte sich das Quintett schnell den Ruf als patente Live-Band, die auch so manchen Lineup-Wechsel locker verkraften konnte. Auf Studio-Ebene war es zuletzt auffällig ruhig; 2012 erschien die EP „Remains“, dann wurden ein neuer Gitarrist und ein neuer Schlagzeuger integriert. „théâtre fatal“ beseitigt nun diesen, pardon, fatalen Missstand und rockt in 13 Kapiteln zum Festival-Soundtrack.

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Algiers – Algiers

Als Franklin James Fisher zu den von Post-Punk-Idealen beeinflussten Ryan Mahan und Lee Tesche stieß, infizierte er seine Mitstreiter mit dem Gospel-Virus. Aus dem folgenden Dialog entsprang mit Algiers eine Band, die – nicht nur für Atlanta – untypischer kaum sein könnte. Gospel und Soul treffen auf Post Punk, Industrial, No Wave und politisch motivierte Texte. Das Ergebnis: ein gleichermaßen sperriges wie überwältigend faszinierendes, rastloses Debütalbum, schlicht „Algiers“ betitelt.

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Maribou State – Portraits

Der Sommer klopft bestimmt an die Tür und verlangt nach entspannter Tanzmusik – keineswegs ein Paradoxon, wie unter anderem Ben Westbeech unter Beweis stellt, unabhängig von seinem aktuellen Pseudonym. Ähnlich smart präsentiert sich das Londoner Duo Maribou State. Chris Davids und Liam Ivory konnten sich zu Schulzeiten nicht riechen, fanden schließlich an der Uni durch die Musik zueinander und legen nach ein paar EPs nun ihr herausragendes Debütalbum „Portraits“ vor.

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Turbo Fruits – No Control

Beinahe wäre den Turbo Fruits auf der Zielgerade das Geld ausgegangen. Nach drei erfolgreichen Alben versuchte sie ihr Label zu einer Zusammenarbeit mit Songwriting-Größen aus Nashville zu überreden. Das Quartett aus der Country-Hauptstadt lehnte dies jedoch ab und beschloss die Platte in Eigenfinanzierung einzuspielen. Im letzten Moment sprang ein prominenter Fan, Patrick Carney von den Black Keys, ein und proudzierte „No Control“ zu Ende.

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The Devil And The Almighty Blues – The Devil And The Almighty Blues

Blues, das ist Musik für die Ewigkeit; Musik, die sich immer wieder neu erfindet und in eine Vielzahl anderer Stilrichtungen einfließt, in ihrem Grundtenor aber gleich bleibt. Wo The Devil And The Almighty Blues angesiedelt sind, ist selbsterklärend. Das Quintett aus Oslo, bei unter anderem auch Bassist Kim Skaug von The Good The Bad And The Zugly mitwirkt, verschreibt sich auf seinem eponymen Debütalbum Blues Rock der klassischen Sorte – kein Stoner, kein Doom, kein Radiohit.

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Bhi Bhiman – Rhythm & Reason

Einem breiten Publikum (noch) unbekannt, scheint sich Bhi Bhimans Aufstieg weiterhin geradezu raketenhaft fortzusetzen. Nach der Veröffentlichung seines Debütalbums „Bhiman“ wurde er in Jools Hollands Show eingeladen, wo der Bekanntschaft von Chris Cornell machte. Der Soundgarden-Frontmann lud Bhiman spontan als Opening Act auf seine Solotour ein, begeisterte Kritiken folgten. Mit „Rhythm & Reason“ legt der Singer/Songwriter nun nach und lebt dabei verstärkt seine Soul- und RnB-Einflüsse aus.

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The Vaccines – English Graffiti

Seit der Veröffentlichung ihrer ersten Single „Wreckin‘ Bar (Ra Ra Ra)“ Ende 2010 erleben The Vaccines vor allem in Großbritannien einen rasanten Aufstieg, der sie zuletzt mit ihrem zweiten Studioalbum gar an die Spitze der Charts führte. Die angekündigte Pause wurde abgekürzt, mit „English Graffiti“ steht die nächste Platte in den Startlöchern. Dieses Mal möchten die Briten zeitlos gegen zeitgemäß eintauschen und baten ihren Produzenten Dave Fridmann nach einer Produktion Marke „The Woods“ von Sleater-Kinney.

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Ash – Kablammo!

Nach der Veröffentlichung von „Twilight Of The Innocents“ 2007 hatten Ash dem Album-Format abgeschworen und wollten sich künftig auf Singles konzentrieren. Im Rahmen der „A-Z Series“ wurden 26 solcher Releases, verteilt über ein Jahr, veröffentlicht, die später – Bonus-Material inklusive – dennoch den Weg auf Silberlinge fanden. Offensichtlich revitalisiert von dieser Herangehensweise, entdecken die nordirischen Power-Popper ihre alte Liebe wieder. „Kablammo!“ kehrt nun zum klassischen Album zurück.

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Anti-Flag – American Spring

Auch nach mittlerweile mehr als zwei Dekaden Aktivismus und Kollektivismus werden Anti-Flag nicht müde ihre Stimme zu erheben. Bevorzugt geschieht dies in musikalischer Form. Nach „The General Strike“ landeten die US-Punks nun bei Spinefarm Records – eine Plattenfirma, die überwiegend für ihre Metal-Acts bekannt ist. Um Justin Sane und Konsorten muss man sich allerdings keine Sorgen machen, wie „American Spring“, ihr vielleicht bestes Album seit „The Terror State“ (2003), zeigt.

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blek le roc – The Irony

Nach der Veröffentlichung des eponymen Debütalbums kam das Unternehmen blek le roc erst einmal ins Stocken. Das Label war Vergangenheit, die gemeinsame Bandzukunft ungewiss. Die drei Münchner beschlossen ungezwungen drauflos zu spielen und fanden sich wieder. „The Irony“ heißt ihre zweite Platte, produziert von Alex Klier (Die Ärzte, Sportfreunde Stiller), horbär von Notwist-Produzent Mario Thalers Handschrift durchzogen.

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