Zen Zebra – Genesia

Zen Zebra

Gute Neuigkeiten aus dem Zen Zebra-Lager: Das Quintett aus Leipzig befindet sich aktuell im Studio, um einen Nachfolger zu ihrem bockstarken Debütalbum „awaystation“ aufzunehmen. Dem ersten Vernehmen nach gestaltet sich das neue Material „noch cineastischer, noch leidenschaftlicher, noch eingängiger“ – gute Vorzeichen für einen weiteren Leckerbissen zwischen Postcore, Prog und Alternative Rock. Ein erstes musikalisches Lebenszeichen gibt es schon jetzt in Form der Single „Genesia“, die es versteht zaghafte Hoffnungen zu nähren.

Beide Tracks fallen insgesamt einen Tacken ruhiger aus, verzichten dabei aber keineswegs auf die Trademarks der Leipziger. „Genesia“ wächst von Sekunde zu Sekunde und steuert auf einen überlebensgroßen, hochgradig eingängigen Refrain mit herrlich proggigen Gitarren im Hintergrund zu. Marv Endt erinnert in kurzen Momenten an einen aufgeweckteren Chester Bennington für ein kleines Aha und wohlwollendes Nicken. Die Hinzunahme von Streichern aus der Konserve und die Breitwand-Keyboard-Präsenz rückt Zen Zebra gar in Richtung Radio.

Die B-Seite „Panorama“ lässt stellenweise bereits bekannte Vergleiche zu Muse abermals aufbranden mit einer herrlich entspannten, auf kleiner Flamme köchelnden Tour de Force zwischen romantischen Obertönen und schroffem Unterbau – ein klarer Winner. Zwar ist der ganz große Song, der alles umarmende Moment, von dem „awaystation“ lebte, noch nicht dabei, „Genesia“ versteht es aber mehr als hervorragend die Wartezeit auf das zweite Album zu verkürzen mit einer smarten Mischung aus Understatement und süßlich-raffinierter Melodik.

Zen Zebra - Genesia

Genesia
VÖ: 05.12.2014 (DL-Single)
Off The Road Records (Believe Digital)

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