Kategorie: Alben

Donots – Lauter als Bomben

Donots und Stillstand, das gibt es schon seit mindestens zehn Jahren nicht mehr, als man sich häutete und klassischen Pop-Punk durch modernere Alternative-Klänge ersetzte. Vor drei Jahren wagte man sich auf „Karacho“ schließlich erstmals an die Muttersprache – solide, aber noch ein klein wenig unter den Möglichkeiten. Für den Nachfolger „Lauter als Bomben“ holte man sich Kurt Ebelhäuser ins Studio, der bereits den ersten großen Stilwechsel in Form von „Coma Chameleon“ produzierte. Und siehe da, es funktioniert.

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Typhoon – Offerings

Wer auch immer gesagt hat, dass zu viele Köche den Brei verderben, hat die Rechnung ohne Typhoon gemacht. Bei den Damen und Herren aus Portland, Oregon stehen zeitweise bis zu elf Musiker auf der Bühne, von Chaos oder Überladenheit ist dennoch nichts zu spüren. Im Gegenteil: Die US-Amerikaner setzen auf bewegenden wie schlichten Indie Rock, der große Gefühle mit feiner Folk- und Americana-Note begleitet. „Offerings“ ist ihr mittlerweile fünftes Studioalbum.

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Black Rebel Motorcycle Club – Wrong Creatures

Es war eine schwere Geburt, dieses achte Studioalbum des Black Rebel Motorcycle Club. Nach der Zwangspause aufgrund der Gehirnoperation von Schlagzeugerin Leah Shapiro dauerte es eine ganze Weile, bis man sich musikalisch zurecht fand. Peter Hayes musste die Platte im Laufe der Zeit sogar erst lieben lernen. Tatsächlich klingt „Wrong Creatures“ ein wenig anders und betont über weite Strecken die ruhige, bluesig-psychedelische Seite des B.R.M.C.

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Shame – Songs Of Praise

Einst aus Spaß gegründet, ist bei Shame von Jux und Tollerei mittlerweile nichts mehr zu spüren. Das britische Quintett gilt als heißeste Post-Punk-Aktie des noch jungen Jahres. Als ausgewiesene Fans von The Fall und Television Personalities wildern Charlie Steen und Konsorten in der Ursuppe des Genres, vermischt mit der Aggression ihrer frühen Wegbegleiter Idles. Auf dem Debütalbum „Songs Of Praise“ verdichten Shame nun das, was sie als ‚Surrealismus der Realität‘ bezeichnen.

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Weedpecker – III

Wenn man ehrlich ist, hört man Weedpecker ihre Heimatstadt Warschau so überhaupt nicht an. Das polnische Quartett spielt sich bevorzugt zwischen Fuzz und Psychedelic in einen Art Gitarrenrausch, geschickt auf ein Stoner-Korsett gespannt und auf ellenlange, jam-lastige Arrangements umgemünzt. „III“ konzentriert sich auf Atmosphäre und dicke Klanglandschaften. Der Gesang ist hier nur eines von vielen Instrumenten.

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Swedish Death Candy – Swedish Death Candy

Ein Brite, ein Koreaner, zwei Italiener und eine fette Portion Fuzz – die Zutaten für Swedish Death Candy sind so abgedreht wie eingängig. Vor ein paar Jahren traf man sich am London College und began den Psych-Göttern sowie den Rock-Freigeistern der 60s und 70s zu huldigen. Mittlerweile bei Hassle Records gelandet, veröffentlicht das in London ansässige Quartett nun sein schlicht „Swedish Death Candy“ betiteltes Debütalbum und beweist, dass Fuzz und Psych auch verdammt poppig klingen können.

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And So I Watch You From Afar – The Endless Shimmering

Zurück zu den Wurzeln mit Karacho – so oder so ähnlich könnte aktuell das Motto von And So I Watch You From Afar lauten. Die nordirischen Instrumentalisten verlagerten sich zuletzt mehr und mehr auf musikalische Experimente, die ein wenig den Math- und Post-Rock-Rahmen sprengten. Auf ihrem fünften Studioalbum will sich das Quartett nun aber auf seine Wurzeln besinnen. „The Endless Shimmering“ bringt den perfekt strukturierten Wahnsinn der Afars auf den Punkt.

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Curtis Harding – Face Your Fear

Modern, hibbelig, elektronisch – die Soul- und RnB-Gegenwart wirkt hektischer und vielschichtiger denn je. Gerne nimmt man die Rückkehr zu den Wurzeln des Genres an, eine feine Dosis Eskapismus, angelehnt an Größen wie Otis Redding oder Sam Cooke. Hier kommt Curtis Harding ins Spiel, der Jahre lang in verschiedenen Bands und im Gospelchor gesungen hatte. Sein Debüt „Soul Power“ erschien vor drei Jahren, mit „Face Your Fear“ steht nun ein beseelter Nachfolger mit Motown-Flair und Blues-Charme in den Läden.

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Kettcar – Ich vs. Wir

Darf man im Fall von Kettcar von einem Comeback sprechen? Eine kleine Wiederauferstehung ist dieses erste Album seit „Zwischen den Runden“ 2012 allemal. Man war mit der Platte unzufrieden, es gab gewisse Probleme innerhalb der Band und Frontmann Marcus Wiebusch stellte seine Mitstreiter mit dem Release seines Solo-Debüts schließlich vor vollendete Tatsachen. Mittlerweile stimmt aber wieder alles, und „Ich vs. Wir“, das mit Abstand politischste Album Kettcars, ist auch fertig geworden.

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Blis. – No One Loves You

Eine Band wie Blis. sieht man nicht alle Tage. Vor fünf Jahren gegründet, arbeitete das Quartett aus Atlanta, Georgia derer drei fieberhaft an ihrem ersten Album. Entsprechend musikalisch und textlich breit gefasst, präsentiert sich besagtes „No One Loves You“ nun. Frontmann Aaron Gossett verarbeitet die verschiedensten Gefühlslagen, begleitet von einem furiosen Mix an Alternative- Rock-, Emo-, Noise- und College-Sounds.

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