Kategorie: Reviews & Previews

Rolling Blackouts Coastal Fever – Hope Downs

Aktuell machen sich wieder ein paar Gitarrenbands auf den Weg, ein Genre zu retten. Zumindest will die Hype-Presse Entsprechendes suggerieren. Rolling Blackouts Coastal Fever lassen sich davon jedoch herzlich wenig beeindrucken und stehen über den Dingen. Das australische Quintett machte mit diversen kurzweiligen Kleinformaten auf sich aufmerksam und bannt seinen dezent angepunkten Gitarren-Pop via Sub Pop – wo auch sonst? – erstmals auf Studiolänge. „Hope Downs“ bestätigt sämtliche Vorschusslorbeeren unwahrscheinlich lässig.

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serpentwithfeet – soil

Was passiert, wenn sich ein klassisch ausgebildeter Sänger und Musikwissenschaftler auf die Neugierde seiner musikalischen Jugend zurückbesinnt? Diese nicht gerade alltägliche Frage beantwortet Josiah Wise. Als serpentwithfeet widmet er sich experimentellen RnB- und Gospel-Klängen, durch elektronische Elemente verfremdet und somit wie eine etwas sanftere Version des frühen The Weeknd. „soil“ ist sein aufwühlendes Debütalbum.

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Holy Esque – Television/Sweet

Aus dem absoluten Nirgendwo traf „At Hope’s Ravine“ vor knapp zweieinhalb Jahren ins Schwarze. Der auf beste Weise eigensinnige Sound Holy Esques – glockenhelle Vocals mit Wu Lyf-Schlagseite, schroffer Post Punk und energische Indie-Attitüde – schuf eine Reihe kleiner Songperlen, wie „Rose“ und das unkaputtbare „Hexx“. Quasi aus dem Nirgendwo erscheint nun der Nachfolger. „Television/Sweet“ erforscht zunehmende Isolation in Zeiten geradezu aggressiver Hyperkonnektivität und trägt den Sound der Band in deutlich düstere Gefilde.

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The Wood Brothers – One Drop Of Truth

Seit 2006 veröffentlicht das US-amerikanische Folk-Trio The Wood Brothers regelmäßig erfrischend schöne und musikalische Alben, von denen außerhalb ihrer nordamerikanischen Heimat jedoch wenig Notiz genommen wird. Klar, der Mix aus Folk, Blues und Americana ist nach wie vor ein Nischenthema, und doch spielen die Herren aus NYC und Atlanta so herrlich frisch und von jeglichen musikalischen Konventionen befreit auf, dass man ihnen zwangsläufig mindestens ein Ohr leihen will, geradezu muss. „One Drop Of Truth“ ist ihr mittlerweile sechstes Studioalbum.

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Samuel Hope – Other Man

„Bei guter Musik“, so einst ein guter Rat an Samuel Hope, „geht es um den Einklang einer wunderbaren Melodie und einer tollen Stimme“. Nach dieser Maxime arrangiert der 34jährige gebürtige New Yorker seine Songs. Ursprünglich schrieb er für andere Musiker, nur um schließlich festzustellen, dass einzig er alleine seine Geschichten auch angemessen vertonen kann. Musikalisch bewegt sich Hope in soulig angehauchten Pop-Gefilden mit elektronischen Untertönen – vertraut, Mainstream-tauglich und doch angenehm eigenständig. „Other Man“ ist sein Debütalbum.

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Morcheeba – Blaze Away

Die ewigen Morcheeba geben sich mit ihrem mittlerweile neunten Studioalbum die Ehre. Dabei sah es nach dem Release von „Head Up High“ erst einmal nicht so toll aus. Paul Godfrey verließ die Band aufgrund von musikalischen und persönlichen Differenzen, ein finanzieller Streit um die Namensrechte ließ Skye Edwards und Ross Godfrey ein Album unter dem Namen Skye & Ross veröffentlichen. Offensichtlich gehört der Name Morcheeba nun dem Duo, das sich mit „Blaze Away“ sogleich zurückmeldet.

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ABAY – Love And Distortion

Nach der gelungenen Generalprobe „Blank Sheets“ und der erfolgreichen Premiere „Everything’s Amazing And Nobody Is Happy“ rollt der ABAY-Zug nun wieder durch die Lande. Die Band um Aydo Abay (Ken, ex-Blackmail) und Jonas Pfetzing (Juli) konzentriert sich weiterhin auf hymnischen Rock – irgendwo zwischen Indie und Alternative gefangen – mit feiner Pop-Schlagseite. „Love And Distortion“ kracht, wummert und schwelgt nun gleichermaßen.

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MIK – New Room

Über ein Jahrzehnt schlug Mik Tanczos mit seiner Band Zeronic die Brücke zwischen Radio-Hit und Alternative-Charme. Nun bewegt sich der Sänger, Songwriter, Produzent und Multiinstrumentalist auf Solopfaden. Sein Debüt „New Room“, in der österreichischen Heimat bereits vor ein paar Monaten erschienen, schafft endlich den verdienten Weg nach Deutschland. Nun unter dem Künstlernamen MIK unterwegs, denkt Tanczos den Zeronic-Sound weiter.

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Black Moon Circle – Psychedelic Spacelord

Wenn Black Moon Circle etwas beherrschen, dann sind es Jam-Sessions, und das gleich mit wachsender Begeisterung. Neben ihren regulären Alben und Kleinformaten veröffentlichten die überaus produktiven Space-Rock-Norweger in den letzten Jahren gleich drei Studio-Jams. Für die Arbeiten an „Psychedelic Spacelord“ expandierte man im Studio nun kurzfristig auf sechs Musiker – und jammte einfach darauf los. Herausgekommen ist dieser 47minütige Mammutsong.

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Jo Passed – Their Prime

Seit Jahren schwirrt Jo Hirabayashi durch die DIY-Szene seiner kanadischen Heimat, kämpfte zwischenzeitlich mit Schulfreund Elliot Langford gegen den Rest der Welt. Viel Kampf scheint nun, da Jo Passed zur Band geworden ist, nicht geblieben zu sein, aber das macht nichts. Der gemächliche Indie-Sound mit deutlichem Psychedelic-Einschlag weiß auch so zu unterhalten. „Their Prime“ ist Debütalbum des Quartetts aus Vancouver.

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