Kategorie: Reviews & Previews

Black As Chalk – Ouro

Black As Chalk sind reif für den großen Wurf. Die Göttinger bereichern seit Jahren die heimische Rockszene, die große und verdiente Explosion blieb dem Indie-Trio bis dato jedoch verwehrt. Und so geben sie sich auf ihrer mittlerweile vierten Platte noch eine Spur härter und bissiger. „Ouro“ entdecken eine neue Klangästhetik und spielten ihre Songs live ein. Dieser Mut zu Blut, Schweiß, Tränen und ungeschönter Präsentation macht sich bezahlt.

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The Dirty Nil – Master Volume

Sie tourten um die Welt, spielten in den dreckigsten Clubs und schliefen in den ranzigsten Hotels. All das stärkte The Dirty Nil hörbar. Nach ihrem Debütalbum „Higher Power“ und „Minimum R&B“, einer Compilation früherer Kleinformate, steht nun endlich der Zweitling in den Startlöchern. Hier macht sich der Anfang 2017 hinzugestoßene Bassist Ross Miller bemerkbar, denn sein Hang zu mehr Dynamik und Tempowechseln gibt „Master Volume“ zusätzliche Power mit auf den Weg.

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Farflung – This Capsule

Sie zählen zu den US-Psych-Urgesteinen und treten dennoch vornehmlich in der zweiten Reihe auf. Die Rede ist von Farflung, die kurz vor einem Vierteljahrhundert Bandgeschichte stehen und mit Sicherheit eine der produktivsten Bands ihres Genres sind. Und doch bleiben die Herren aus Los Angeles eher zurückhaltend, tummeln sich vor allem im Untergrund und dürfen sich auf eine überaus treue Fanschar verlassen. „This Capsule“ ist ihr neuester Streich.

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Lygo – Schwerkraft

Seit Jahren fühlen sich Lygo von einem eigenartigen Zwiespalt begleitet, der irgendwo zwischen Zuversicht und Resignation klebt. Gesellschaftliche Verhältnisse sorgen für Frust, und doch steckt das Trio aus Bonn jegliche Anflüge von Unmut viel lieber in die Musik. Nach Jahren zwischen Proberaum und JuZ entwachsen Jan Heidebrecht, Daniel Roesberg und Simon Meier ihrem Dunstkreis endgültig. Das zweite gemeinsame Album „Schwerkraft“ schlägt geschickt in die Fjørt’sche Kerbe, und ist doch so viel mehr.

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EMP!RE – Glue

Seit dem großen kommerziellen Durchbruch von Biffy Clyro drängen mehr und mehr britische Alternative-Rock-Bands gen Genre-Speerspitze; zumindest wirkt es so. Aktuellstes Beispiel für diesen Trend sind EMP!RE. Das Quintett teilte sich unter anderem bereits die Bühne mit HIM, Arcane Roots und InMe, und gilt unter der britischen Fachpresse als heißer Newcomer-Tipp. Kann das Debütalbum „Glue“ diese Vorschusslorbeeren erfüllen?

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Teksti-TV 666 – Aidattu tulevaisuus

Krautrock, Post Punk, Synth und Psychedelic auf einer Platte – und das alles auch noch in finnischer Sprache und mit gleich vier bis fünf Gitarren. Teksti-TV 666 gehören sicherlich nicht zu jenen Bands, die man mal so locker zwischendurch hören kann. Und doch gestaltete sich „1, 2, 3“, eine Zusammenstellung ihrer längst ausverkauften ersten drei EPs, recht unterhaltsam. „Aidattu tulevaisuus“, was auf Deutsch so viel wie ‚eine gepflegte Zukunft‘ bedeutet, geht nun als erstes reguläres Album des wilden Septetts durch.

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Many Voices Speak – Tank Town

Nach Jahren in der schwedischen Hauptstadt Stockholm dürstete es Matilda Mård förmlich nach einem Tapetenwechsel. So verlagerte sie ihren Lebensmittelpunkt in die Industriestadt Borlänge im Landesinneren und fand dort Inspiration für luftig-leichte, folkig angereichtere Pop-Songs – klingt komisch, ist aber so. Als Many Voices Speak veröffentlicht die junge Schwedin nach einer völlg verdient abgefeierten EP nun ihr Debütalbum „Tank Town“.

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Cub & Wolf – How To Keep Caring

Wie dreckig und verwaschen kann Folk eigentlich klingen, um noch als solcher zu gelten? Bei Cub & Wolf könnte man meinen, J Mascis höchstpersönlich hätte sich auf das relativ ruhige, beinahe poppige Genre gestürzt und sämtliche Regler nach oben gedreht. Das schwedische Duo um Mitglieder von Golden Kanine und Grant Creon stehen auf Lo-Fi-Produktionen wie auch auf 90s-Soundästhetik. „How To Keep Caring“ ist ihr bereits zweites Album.

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Mass Gothic – I’ve Tortured You Long Enough

Nach der Auflösung von Hooray For Earth fand Noel Heroux in Mass Gothic ein neues Betätigungsfeld und warf für das Debütalbum im Alleingang ein paar Ideen gegen die Wand. Der eponyme Auftakt gelang, doch nun bewegt sich das Projekt in eine ganz andere Richtung. Heroux holte seine Ehefrau Jessica Zambri an Bord und nannte die gemeinsame Platte „I’ve Tortured You Long Enough“. Das kann ja was werden.

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Justice – Woman Worldwide

Das französische Duo Justice verbrachte ein ganzes Jahr auf den Bühnen der Welt. Wo andere Electro-Größen lieblos auf ein paar Knöpfchen herumdrücken und ihre Show vom Band abspielen, lassen Gaspard Augé und Xavier de Rosnay die Tracks leben und atmen. Diesen konstanten Veränderungen bekannter Songs tragen sie nun Rechnung. Unterwegs nahmen sie ihre neuen Versionen bereits auf und spielten diese nun neu ein. Somit ist „Woman Worldwide“ ein Fast-Live-Album, letztlich aber ein Studio-Werk, Compilation und Mixtape zugleich.

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