Kategorie: Reviews & Previews

Fuck Yeah – Funny Farm

Fuck Yeah – der Name ist Programm. Anlaufschwierigkeiten kennt das Quartett aus München nicht, denn kurz nach Bandgründung erschien eine erste EP, wenige Monate später das Debütalbum „Fuck Yeah“. Was dort zu hören war, torpedierte Gevatter Rock mit Presslufthämmern und Bontempi-Orgeln: Freigeist pur mit guten Songs und gutgemeinten Experimenten. Mehr von dieser unorthodoxen wie kurzweiligen Mischung landet nun auf „Funny Farm“.

Weiterlesen

Palace Winter – Nowadays

Manchmal reicht es schon, bloß den richtigen Sound zu finden. Das australisch-dänische Duo Palace Winter um Casper Hesselager und Carl Coleman kann ein Lied davon singen, tut auch genau das. Ihre Pop-Visionen zeigen sich von einer besonders schillernden, vielfältigen und vielschichtigen Seite mit herrlicher Doppelbödigkeit und erfrischender Herangehensweise an vertraute Muster. Auf „Nowadays“ stellen sie sich eine wichtige Frage: Wie geht man mit dem Verlust jugendlicher Leichtigkeit in einer schnelllebigen Gesellschaft um?

Weiterlesen

Sink The Ship – Persevere

Sink The Ship wissen, wie der Pop-Punk-Hase läuft. Und wohin. Wo andere Bands auf einen vergleichsweise geradlinigen, homogenen Sound setzen, streckt das US-Quartett den alten Gevatter Eingängigkeit um Metalcore-Referenzen und eine Prise Post-Hardcore. Das mutet schon mal ein wenig ungewöhnlich an, geht dafür sofort in die Beine. Auf ihrem Full-Length-Debüt „Persevere“ wird es so bunt und doch eingängig wie nur irgendwie möglich.

Weiterlesen

Paul White – Rejuvenate

Mit seiner gekonnten Sample- und Schnippsel-Arbeit konnte sich Paul White in den letzten zehn Jahren den Beinamen ‚DJ Shadow des 21. Jahrhunderts‘ redlich verdienen, Kollaborationen mit Jamie Woon und Charli XCX waren die Folge. Auf „Rejuvenate“ verschreibt er sich nun, wie der Album-Titel bereits andeutet, einer kleinen Verjüngungskur und bemüht sich um einen Neustart. Erstmals kommt der Brite komplett ohne Samples aus, produzierte und spielte alles selbst ein.

Weiterlesen

Theo Lawrence & The Hearts – Homemade Lemonade

Ein neues Soul-Wunderkind wagt aktuell den Sprung aus den Pariser Vororten in die weite Welt. Theo Lawrence und sein Retro-Sound erinnern ein wenig an die Größen der 60s und 70s, gepaart mit Rock’n’Roll und Blues. Jahrelang schwitzte er gemeinsam mit seiner Band The Hearts auf vornehmlich europäischen Bühnen, nun scheint die Zeit für den nächsten Schritt gekommen zu sein. Das Debütalbum „Homemade Lemonade“ wirkt bestens vertraut, auch ohne zuvor eine einzige Note gehört zu haben.

Weiterlesen

Forth Wanderers – Forth Wanderers

Als Band mögen sie in den letzten Jahren gewachsen sein, die Songwriting-Strategie der Forth Wanderers änderte sich seit ihren High-School-Tagen jedoch kaum: Gitarrist Ben Guterl kleistert ein instrumentales Korsett zusammen und gibt an Ava Trilling weiter, die sich um Lyrics und Gesangsmelodie kümmert, dann arbeitet das Quintett zusammen an der Demo. Obwohl man unweit von einander entfernt im Bundesstaat New Jersey lebt, bleibt es bei diesem Stückwerk – die bisherigen Releases sprechen für diese Taktik. Mit dem schlicht „Forth Wanderers“ betitelten Zweitling feiern die US-Amerikaner nun ihren Einstand für Sub Pop.

Weiterlesen

Spielbergs – Distant Star EP

Was? Schon wieder eine Band, die Gevatter Rock rettet? Spielbergs schaffen tatsächlich genau das, vielleicht weil man sie nicht auf der Rechnung hatte. Das Power-Trio aus der norwegischen Hauptstadt Oslo vermischt Indie und Alternative mit Pop/Rock und einem Hauch Prog – als hätte jemand Trail Of Dead einen Power-Pop-Arschtritt verpasst. Auf dem neuen britischen Label By The Time It Gets Dark erscheint nun ihre Debüt-EP „Distant Star“.

Weiterlesen

Whyte Horses – Empty Words

Wie geht die Suche nach dem perfekten Frühlingsalbum voran? Für all diejenigen, welche Musik als stimmungs-, mitunter auch als wetterabhängiges Konstrukt sehen, melden sich Whyte Horses zurück. Die Band aus Manchester versteht sich auf psychedelisch angehauchte Popmusik mit elektronischem Unterbau und semikonzeptueller Kunst, zu deren prominenten Fans unter anderem ein gewisser Noel Gallagher zählt. „Empty Words“ ist ihr zweites Album.

Weiterlesen

Hearts Hearts – Goods / Gods

Die Geschichte von „Goods / Gods“ nahm ihren Anfang an Neujahr 2016, kein Monat nach der Veröffentlichung des Debütalbums „Young“. David Österle erhielt zwei höchst unterschiedliche Samples von seinen Kollegen, vermengte beide in einen Track und nahm Vocals dazu auf. Aus dieser destillierten Gegensätzlichkeit entstand im Laufe der folgenden zwei Jahre eben jenes „Goods / Gods“, die zweite Platte der Wiener Electro-Schmiede, deren kunstvoller Pop/Rock-Sound mit avantgardistischer Klasse unter anderem verdiente Vergleiche mit alt-J einbrachte.

Weiterlesen

Black Light White Light – Horizons

Manchmal darf es auch einfach nur ein wenig vor sich hinblubbern. So oder so ähnlich scheint das Motto von Black Light White Light zu sein. Mittlerweile vornehmlich ein Projekt des in Malmö ansässigen Martin Ejlertsen, der mit diversen Gästen zusammenarbeitet, widmen sich die Licht- und Schattenspiele einer bekömmlichen Mischung aus Indie, Psychedelia und Fuzz mit 60s- und 70s-Schlagseite, begleitet von gemächlichem Pop-Charme. Auf „Horizons“ geht es schon mal herrlich heimelig vor sich.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?