Kategorie: Reviews & Previews

The Cherry Dolls – Viva Los Dolls

In ihrer australischen Heimat bereits ‚angekommen‘, stürzen sich The Cherry Dolls nun auch auf den Rest der Welt. Das Quintett aus Melbourne versteht sich auf klassichen Rock’n’Roll mit Alternative-Einflüssen und ein wenig Britpop – quasi eine unheilige Allianz aus Oasis und den Stooges. Auf zwei erfolgreiche EPs folgt nun das Debütalbum mit dem schmissigen Titel „Viva Los Dolls“ – in 31 Minuten gen Rock-Olymp.

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Black Sabbath

Black Sabbath – The End

Schluss, aus, vorbei: Am 4. Februar 2017 spielten die legendären Black Sabbath ihr allerletztes Konzert in ihrer Heimatstadt Birmingham und setzen damit einen glorreichen Schlusspunkt hinter eine Karriere, die sich über beinahe ein halbes Jahrhundert erstreckte. Ozzy Osbourne, Tony Iommi und Geezer Butler – leider ohne Original-Schlagzeuger Bill Ward, der bei dieser abschließenden Reunion nicht an Bord war – hielten dieses monumentale Ereignis auch für die Nachwelt fest, nun in Form von „The End“ erhältlich.

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Electric Eye – From The Poisonous Tree

Sie sind eine der Bands der Stunde im weiten Psych-Feld und fristen dennoch ein weitestgehend unbeachtetes Randgruppen-Dasein – vollkommen zu Unrecht. Electric Eye aus Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens, reichern klassische 70s-Sounds mit Jazz-Groove und beatesken HipHop-Elementen auf, ohne sich dabei von ihren gitarrengesteuerten Wurzeln zu entfernen. Zwischen hibbeliger Tanzbarkeit und musikalischer Grenzerfahrung schlägt nun das neue Studioalbum „From The Poisonous Tree“ ein.

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Spinning Coin – Permo

Manche Bands schaffen es binnen kürzester Zeit, einen ureigenen Sound zu kreieren, der sich konsequent jeglichen Vergleichen entzieht. Natürlich spielen Spinning Coin aus Glasgow mit vertrauten Klängen zwischen Indie, Alternative, Shoegaze und Post Punk, gepaart mit herrlich unorthodoxem Storytelling. Das brachte dem Quintett zum Jahresende unter anderem ein paar Support-Gigs für Dinosaur Jr. ein. Tatsächlich passt ihr schräges und doch eingängiges Debütalbum „Permo“ perfekt zu den US-Alternative-Legenden.

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Greta Van Fleet – From The Fires

Ist Rock schon wieder in Nöten? Greta Van Fleet, so heißt es, seien auserkoren, den Dinosaurier zu retten. Über etwaige Notsituationen darf man geteilter Ansicht sein, wohl aber kaum über die Qualitäten der jungen Band. Vier Burschen aus dem beschaulichen Frankenmuth im Bundesstaat Michigan, 18 bis 21 Jahre alt, gelten seit dem Release ihrer Debüt-EP im April als ’next big thing‘ und werden kommendes Jahr unter anderem bei Rock am Ring und Rock im Park auftreten. Das neue Kleinformat „From The Fires“ untermauert den Hype durch musikalische Substanz.

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Klez.e – November

„Desintegration“ – ein fantastischer Auftakt für ein bis dato bewegtes Musikjahr. Klez.e blickten zurück auf die Zeit vor dem Mauerfall samt Cure-Hommage und musikalischem Finetuning. Bei der anschließenden Tour wurden eng umrissene Album-Versionen zu ausladenden Jams und Band-Klassiker in neue Gewänder gekleidet. An insgesamt sechs Orten mitgeschnitten, zeigt das Doppel-Live-Album „November“ das Trio nun in bestechender Höchstform.

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Monkey Fist – Infinite Monkey

Wüstes Kargland, britischer Proto-Riffwahnsinn, proggige Sinnsuche und noch viel mehr: Hinter Monkey Fist steckt die eierlegende Wollmilchsau in Bandform. Bevor das Ende 2014 in Bremen gegründete Quintett allerdings seine heutige Form fand, wollten gewisse Komplikationen überwunden werden. Alles Schnee von gestern, denn pünktlich zu den Aufnahmen stand das heutige Line-up, das mit „Infinite Monkey“ nun ein mächtiges Debüt vom Stapel lässt.

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Anti-Flag – American Fall

Nach reihenweise gutklassigen Alben explodierten Anti-Flag vor zweieinhalb Jahren (endlich) wieder und legten mit „American Spring“ mal eben eine der stärksten Platten ihrer Karriere hin. Nicht nur deshalb schauen aktuell besonders viele Punk-Fans auf das große Politbewusstsein der Szene, schließlich erwarten sich viele eine bitterböse Abrechnung mit den ersten Monaten der mehr als streitbaren Trump-Administration und damit verbundenen gesellschaftlichen Unruhen. „American Fall“ ist genau das geworden und zeigt Anti-Flag von ihrer souveränen, musikalisch mutigen Seite.

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Squalloscope – Exoskeletons For Children

Eine der sympathischsten Stimmen österreichischer Electro-Eingängigkeit meldet sich mit neuem Material zurück. Die in Wien lebende, ehemals unter dem Pseudonym Paper Bird firmierende Anna Kohlweis ließ sich für ihr zweites Squalloscope-Album von ihrer eigenen Kindheit und Adoleszenz in der Kärntner Provinz, gepaart mit Impressionen eines Ausflugs in den US-amerikanischen Mittleren Westen, inspirieren. Herausgekommen sind 13 fragile wie eindringliche Songs, zusammengefasst unter der fantastischen Überschrift „Exoskeletons For Children“.

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Kellermensch – Goliath

Als wären sie nie weg gewesen: Nach dem Release ihres selbstbetitelten Debütalbums und der anschließenden Tour verschwanden Kellermensch erst einmal für mehrere Jahre von der Bühne. Was mit dem dänischen Kollektiv und ihrem magisch-düsteren Sound passiert war, wusste niemand so wirklich. Anfang 2017 tauchten sie ebenso plötzlich wieder auf und veröffentlichten ihr zweites Album in der Heimat. Mit ordentlich Verspätung schafft es „Goliath“ nun auch nach Deutschland.

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