Kategorie: Reviews & Previews

Hurts – Some Kind Of Heaven

Steuerten die Briten Hurts mit ihrer Hitsingle „Wonderful Life“ und ihrem Debütalbum „Happiness“ noch einen wichtigen Beitrag zum 80er-Synthiepop-Revival bei, ging ihr zweites Album schon in eine andere musikalische Richtung. Deutlich elektronischer und eher an den 90ern als an den 80ern orientiert, weniger melancholisch, dafür etwas düsterer schallten die Songs von „Exile“ aus den Boxen, das die Hörerschaft spaltete. Die einen attestierten der Band eine gelungene Weiterentwicklung, andere vermissten die Ohrwürmer des Debütalbums. Bleibt die Frage, ob sich Theo Hutchcraft und Adam Anderson beim neuen, noch unbetitelten Album eher am Debüt oder doch am Zweitwerk orientieren. Wie es aussieht, tun sie beides nicht, denn angesichts der Vorabsingle „Some Kind Of Heaven“ scheinen Hurts anno 2015 abermals neue Wege zu beschreiten.

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Giorgio Moroder – Déjà Vu

So schnell kann’s gehen: Eigentlich hatte sich Giorgio Moroder schon längst aus dem Musikgeschäft zurückgezogen. Nach einer mehr als erfolgreichen Karriere, die mit je vier Grammys und Golden Globes sowie unzähligen Gold- und Platinauszeichnungen gekrönt wurde, ist das auch durchaus vertretbar. Doch nach seinem 2013er Intermezzo auf Daft Punks Album „Random Access Memories“ standen die Plattenfirmen wieder bei Moroder Schlange. Sony bekam den Zuschlag und akquirierte eine Großzahl hochkarätiger Musiker für „Déjà Vu“, das Comeback-Album des Südtirolers. Darunter auch Kylie Minogue, mit der der 75-jährige Produzent Anfang 2015 „Right Here, Right Now“, die erste Vorab-Single, veröffentlichte.

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Yukon Blonde – On Blonde

Als Land der Indie-Wunderwuzzis erfreut sich Kanada bei Liebhabern alternativer Musik großer Beliebtheit. Von Eis, Elchen und Eh ist rein gar nichts zu spüren, wenn Yukon Blonde aufschlagen. Die mittlerweile in Vancouver ansässige Band versteht sich auf kurzweiligen, unterhaltsamen Indie Pop/Rock, der schön eingängig und schon mal tanzbar sein darf. „On Blonde“ ist der Titel ihres dritten Albums, das wunderbar zwischen Foster The People und M83 ins Regal passen würde.

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Funeral For A Friend – Hours / Live At Islington Academy

Aktuell laufen Funeral For A Friend zu Höchstform auf und haben bereits den zweiten hochkarätigem Release in diesem Jahr nach ihren neuen Studioalbum „Chapter And Verse“ am Start. Heuer jährt sich die Veröffentlichung von „Hours“, dem bislang erfolgreichsten Studioalbum der Waliser, zum zehnten Mal. Grund genug, das gesamte Album live darzubieten (so geschehen am 25. April 2014) und nun als „Hours / Live At Islington Academy“ in Bild und Ton zu veröffentlichen.

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The Deslondes – The Deslondes

Dass The Deslondes aus New Orleans kommen, hört man erst, wenn man sich etwas genauer mit dem Sound des Quintetts befasst. Die US-Amerikaner konzentrieren sich auf Country, Roots und Bluegrass, lassen aber gelegentlich Soul-, RnB- und Folk-Einflüsse durchschimmern. Alle fünf Musiker singen und schreiben gemeinsam, was die gelegentlich kaum auf einen Nenner zu bringende Bandbreite des eponymen Debütalbums „The Deslondes“ erklärt.

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FFS (Franz Ferdinand & Sparks) – FFS

FFS, das ist nicht etwa ein mit Flüchen behafteter Ausruf, sondern die von langer Hand geplante und nun endlich realisierte Zusammenarbeit von Franz Ferdinand und Sparks, hinter der Jahre gegenseitiger Bewunderung stecken. Eigentlich hätte dieses Projekt schon vor zehn Jahren realisiert werden sollen, doch dann wurden die vier Schotten von einer wahren Erfolgswelle übermannt. 2013 traf man sich zufällig wieder, der Rest ist Geschichte. Nun steht „FFS“ in den Läden.

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Miaoux Miaoux – School Of Velocity

Julian Corrie schickt seine All-inclusive-Lösung Miaoux Miaoux in die nächste Runde. Der schottische Producer, Multi-Instrumentalist und Sänger debütierte 2012 mit dem herrlich schrägen „Light Of The North“ und einem Electro-Pop-Wunderwerk, das geschickt die Grenzen zwischen 80s-Synthi-Wabern, LCD Soundsystem und Caribou verwischte. Mehr davon bietet nun „School Of Velocity“, eine herrliche, durchaus hitverdächtige Überspitzung des bisherigen Schaffens.

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Leftfield – Alternative Light Source

Die alte britische Techno-Garde lässt sich nicht unterkriegen: Orbital taten sich für ein letztes großes Hurra zusammen, The Prodigy rocken aktuell wieder Charts und Clubs, The Chemical Brothers veröffentlichen im Sommer ein neues Album und Underworld waren sowieso nie weg. Nun geben auch die Pioniere Leftfield ihr Studio-Comeback. Zwar ist Neil Barnes mittlerweile alleine unterwegs, für „Alternative Light Source“, das erste Album seit „Rhythm And Stealth“ 1999, hat es dennoch gereicht.

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Alesso – Forever

2012 nahm die musikalische Reise für Alessandro Lindblad langsam an Fahrt auf. Mit Remixen für Keanes „Silenced By The Night“ und vor allem OneRepublics „If I Lose Myself“ hatte der Schwede italienischer Abstammung unter seinem Künstlernamen Alesso auf sich aufmerksam gemacht. Ein Jahr später landete er an der Seite von Calvin Harris und Hurts mit „Under Control“ seinen ersten großen Hit. Nachdem seine gänzlich eigene Single „Heroes (We Could Be)“ seit Ende 2014 ununterbrochen im Radio zu hören ist und bereits international einige Auszeichnungen abgestaubt hat, versucht sich der Produzent mit „Forever“ nun auch auf Albumlänge.

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Fightball – théâtre fatal

Langsam aber sicher entwachsen Fightball dem Punk-Rock-Korsett. 2006 in Berlin gegründet, erspielte sich das Quintett schnell den Ruf als patente Live-Band, die auch so manchen Lineup-Wechsel locker verkraften konnte. Auf Studio-Ebene war es zuletzt auffällig ruhig; 2012 erschien die EP „Remains“, dann wurden ein neuer Gitarrist und ein neuer Schlagzeuger integriert. „théâtre fatal“ beseitigt nun diesen, pardon, fatalen Missstand und rockt in 13 Kapiteln zum Festival-Soundtrack.

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